E. K. Johnston

 3.3 Sterne bei 72 Bewertungen

Lebenslauf von E. K. Johnston

Emily Kate Johnston hatte mehrere Jobs, bevor sie mit dem Schreiben begann. U.a. war sie Buchhändlerin und Archäologin. Sie ist eine Träumerin und verbringt ihre Zeit liebend gerne in fiktiven Welten auf dem Weg, die Welt zu verstehen. Ihre Bücher bewegen sich aktuell in den Genres Fantasy, Science-Fiction und Märchen - und wer weiß, was noch kommen wird? Festlegen möchte sie sich da nicht. Sie lebt in Stratford in der kanadischen Provinz Ontario.

Alle Bücher von E. K. Johnston

Tausend Nächte aus Sand und Feuer

Tausend Nächte aus Sand und Feuer

 (71)
Erschienen am 24.05.2016
That Inevitable Victorian Thing

That Inevitable Victorian Thing

 (1)
Erschienen am 03.10.2017

Neue Rezensionen zu E. K. Johnston

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Rezension zu "Tausend Nächte aus Sand und Feuer" von E. K. Johnston

Auf jeden Fall ungewöhnlich
Kagalivor 4 Monaten

Wenn man sich meine bisherigen Rezensionen so anschaut fällt wohl auf, dass ich schon einige Orient/1001 Adaptionen gelesen habe. Ich steh einfach auf dieses Setting und daher konnte ich auch an „Tausend Nächte aus Sand und Feuer“ nicht vorbei gehen.


Meine Meinung:

Die, die keinen Namen hat
Was an diesem Buch sofort auffällt ist der ausgereifte Sprachstil und die ungewöhnliche Erzählweise. Das Besondere ist, dass wir in diesem Roman kaum Namen bis auf Lo-Melkhinn und ein paar wenige andere Palastbewohner haben. Die Protagonistin aus deren Ich-Perspektive die Geschichte erzählt wird bleibt namenlos und auch alle ihre Verwandten sind stets Die Mutter meiner Schwester etc.
Das ist sicherlich nicht jedermanns Sache, da dadurch eine undurchdringbare Distanz geschaffen wird, die aber doch irgendwie zur Märchenatmosphäre passte. Es ist gewöhnungsbedürftig aber auch faszinierend. Besonders wenn man darüber nachdenkt. Dass es nur Palastbewohenr sind die Namen haben. Die Protagonistin entstammt einfachen Verhältnissen. Sie ist eine von vielen, sie könnte jede in diesem Königreich sein.
Vorsicht Spoiler:
Das Böse hat einen Namen, ist genau tituliert doch letztendlich muss er sich einer „unbedeutenden“ namenlose Frau beugen. Der Name der Protagonistin spielt keine Rolle, denn sie steht für die Bevölkerung. Herrscher wissen selten die Namen ihrer Untertanen und doch kann die Masse der Namenlosen, die zahlreichen Söhne, Töchter, Mütter und Väter eines Landes einen Tyrannen zum Fall bringen. Ich denke, dass ist die Lehre dahinter.

Die Kunst eines Handwerkes
Was mir auch sehr gut gefallen hat ist die Art und Weise wie die Künste des Webens, Spinnens und Stickens in die Handlung eingebunden wurde. Es war toll wie die Kunstfertigkeit dieses Handwerkes beschrieben wurden und nebenbei habe zumindest ich auch noch ein bisschen was gelernt bez. ist es mir mehr bewusste geworden wie viel Arbeit und Mühe in einem Gewand steckten.

Trotz dieser positiven Punkte komme ich nicht umhin die Handlung selbst zu bemängeln. Denn leider passiert über die Hälfte lang ziemlich wenig (was aber aufgrund der interessanten Dialoge und Monologe nicht langweilig war) und der Abschluss ist dann ziemlich abrupt. Hier hätten dem Buch 100 Seiten mehr sicherlich gutgetan um die Eleganz und Einzigartigkeit die man im Stil bemerkt auch im Handlungsverlauf hätte wiederfinden können. So bleibt die Sprache außergewöhnlich, die Handlung allerdings fast schon banal. Das ist viel verschenktes Potenzial.

Fazit:

Wäre die Handlung ebenso einzigartig und faszinierend wie der Erzählstil gewesen hätte das Buch volle Punktzahl gehabt, doch leider war sie zu eindimensional und zu abrupt beendet. Dennoch lohnt es sich das Buch so lesen, wenn man Lust auf etwas Ungewöhnliches abseits des Mainstreams hat.

Diese und mehr Rezensionen findet ihr auch auf Miss Page-Turner

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hiddenbookparadises avatar

Rezension zu "Tausend Nächte aus Sand und Feuer" von E. K. Johnston

Ein Hauch Geschichte
hiddenbookparadisevor 7 Monaten

Die Geschichte um Scheherazade aus Tausendundeine Nacht  ist immer wieder eine schöne Inspiration oder ein viel versprechender Ansatz für zahlreiche Bücher mit einer Handlung im Orient, einem Hauch Fantasy, und außerdem einer Liebesgeschichte. Persönlich mag ich das Märchen sehr, aber diese Umsetzung  entspricht nicht mehr meinem Geschmack.

Lo-Melkhiin, der König, welcher bisher 300 junge Frauen getötet hat, ist auf der Suche nach einer neuen Braut. Als er im Dorf seiner potentiellen neuen Frau auftaucht, ergreift diese alle Möglichkeiten, die sie hat, um zu erreichen, dass  er sie anstatt ihrer wundervollen Schwester wählt. So geschieht es auch und sie gerät in seine Welt im Palast. Und überlebt die erste Nacht, der Grund ist für viele, sie selbst eingeschlossen, unbekannt. Als sie auch nach den nächsten Nächten noch am Leben ist und ihr Kampf und Wille weiterzuleben immer stärker wird, zeigt sich, dass sie anders als die vorherigen Ehefrauen ist.

Mit einem interessanten Einstieg und in einer angenehmen, guten Weise des Erzählens voller sprachlicher Bilder taucht man in die Interpretation der Idee von Tausendundeine Nacht  E.K. Johnstons ein, die viel Potential verspricht. Aber schon bald entwickelt sich die Geschichte zu einer an sich zu einfach gestrickten, kaum tiefen Handlung mit wenig Inhalt und einer überwiegenden schwarz-weißen Welt.

Aus der Sicht der erst am Ende namentlich bezeichneten Protagonistin und Rückblicken dieser erlebt man das Buch auf malerische Art und Weise, jedoch lenkt dies nicht davon ab, dass das vielseitige Potential des simplen Grundgedanken nicht ausgeschöpft worden ist. Kaum etwas Neues wird entwickelt und gibt es nur wenig Spannung, sodass große Teile des Buches mehr oder minder langweilig sind. Mich konnte die Geschichte leider nie gefangen nehmen, zumal sie trotz der Teils sehr bildhaften Beschreibungen auf mich oberflächlich wirkt, wie vor allem der rasch daher erzählten Ereignisse zum Schluss mit den zu zweideutigen entscheidenden Worten, die nur wenig glaubhaft sind und eigentlich eine gänzlich andere Wirkung haben könnten, die nicht angemerkt wird.

Ebenso wenig konnten mich die Charaktere überzeugen. Die Autorin verzichtet nicht nur auf die Charakterisierung der meisten Personen sondern auch auf Namen der  Figuren, abgesehen von dem des Königs, und hebt seine Bedeutung damit mehr hervor. An sich ist es ein gutes Stilmittel und kann einerseits Interesse bezüglich des Namens der Protagonistin hervorrufen, andererseits zeigen, dass die handelnden Personen beliebig ersetzt und eigentlich nicht in ihrer Art wichtig sind, sondern in ihrer Wirkung auf die Handlungsträger, aber ging in diesem Fall etwas, verbunden mit der wenig tiefgründigen Handlung, verloren. Für mich haben sich der König und die Protagonistin bezüglich ihres Charakters und Auftretens kaum verändert oder mit Sicht auf die Ereignisse zu wenig. Hinzu kommt die Umsetzung der Magie, die schöne Aspekte aufweist, aber nicht gut ausgebaut ist. Magie ist in der Welt des Buches etwas, an das die Menschen glauben, doch nie recht sehen. Dass dieses Element nach kürzester Zeit als selbstverständlich und mit zu wenig Überraschung aufgefasst wird, obschon es Unterschiede zwischen dem Glauben und der Wirklichkeit gibt – man stellt sogar extra die Wissenschaft mit der Glaubensauffassung gegenüber - , ist dann wahrhaft schade. Die Hauptperson findet nicht einmal den Weg zu ihren Kräften, sondern sie sind plötzlich stark vorhanden und sie  weiß sofort mit ihnen umzugehen. Es gibt kein Kennenlernen. Wenig Inhalt haben ebenfalls ihre erzählten Geschichten, die nur flüchtig ihre Vergangenheit beleuchten und nicht sonderlich magisch sind.

Zusammenfassend konnte mich die Geschichte mit ihren Charakteren nie mitreißen oder verzaubern. Die Welt blieb für ihre Art zu wenig ausgebaut, obwohl es vielerlei Möglichkeiten dazu gab. Wer viel Magie oder romantische Liebe sucht, wird wenig Anklang bei diesem Buch finden. Für manche mag diese teils philosophisch wirken wollende Lektüre das Richtige sein, aber nicht für jene die es zu einer magischen und spannungsreichen Liebesgeschichte hinzieht.

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Ayaneas avatar

Rezension zu "Tausend Nächte aus Sand und Feuer" von E. K. Johnston

*Dämonen vs. Kleingötter*
Ayaneavor einem Jahr

*Dämonen vs. Kleingötter*
 
Tausend Nächte aus Sand und Feuer ist eine Adaption des berühmten Klassiker Tausend und eine Nacht, in der eine junge Frau jeden Abend dem Prinzen eine Geschichte erzählt, um so den nächsten Morgen zu erleben. Viele Adaptionen mochte ich bisher sehr gerne, ebenso das Original. Dieses Buch hier konnte mich jedoch nicht wirklich fesseln.
 
Es geht darin um ein Mädchen (einen Namen gibt es nicht- vielleicht soll sich so der geneigte Leser selbst in diese Rolle setzen) was ihre Schwester retten möchte und an ihrer Stelle mit dem jungen Kalifen in den Ksar reist, wohlwissend, das sie den Morgen nicht erleben wird. Denn schon viele Frauen vor ihr wurden von Lo-Milkhiin umgebracht. Die junge Frau wird da nur eine weitere Perle auf der Schnur sein. 
 
Doch wie nicht anders zu erwarten, überlebt die junge Frau eine Nacht nach der anderen und weiß dabei selbst nicht, wie sie es macht. Hier und da werden natürlich kleinere Geschichten erzählt. 
 
Ich muss gestehen, zu Beginn habe ich das Buch wirklich sehr genossen. Das Flair kam sehr gut rüber und ich wähnte mich schon selbst in der Wüste mit Sand in den Augen. Ziemlich schnell jedoch empfand ich es dann doch als zu langweilig und tröge und die magischen Elemente waren für mich dann nicht mehr märchenhaft, sondern zuviel des Guten. Denn die junge Frau entwickelt ungeahnte Kräfte und ihre Worte scheinen wahr zu werden. Die erwähnte Romantik auf dem Klappentext habe ich suchen müssen und doch nicht gefunden. 


Die junge Frau hasst Lo-Milkhiin was verständlich ist. Das bleibt eigentlich bis zum Ende des Buches so. Der Dämon in Lo ist recht interessant. Einige kursive Kapitel sind aus dessen Sicht geschrieben, die die Story doch etwas aufpeppen. Zum Ende hin wird es dann ganz merkwürdig. Für mich war das einfach alles zu viel fern jeder Realität. Sicherlich ist es ein Märchen, aber selbst Märchen haben irgendwo einen realitätsbezogenen Kern. 
 
Ganz merkwürdig fand ich dann noch wie im letzten Kapitel das Buch dem Leser und dessen Aussage nochmal erklärt wurde. Damit man es als Leser auch ja versteht nach dem Motto: was habe ich daraus gelernt, dieses Buch gelesen zu haben? Ich fand das recht unpassend. Ich bin ein Leser, ich denke mir grundsätzlich etwas bei den Büchern und ziehe für mich Lehren, ich brauche dann nicht nochmal ein abschließendes Kapitel der mir das Gefühl gibt, etwas hohl zu sein, weil ich nicht von selbst darauf gekommen bin. 
 
Schade- das Buch war für mich ein echter Reinfall. Kann es nicht weiter empfehlen...da gibt es schönere Adaptionen (wie zum Beispiel Zorn und Morgenröte). 

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