E. Lockhart Fly on the Wall

(2)

Lovelybooks Bewertung

  • 0 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(0)
(0)
(1)
(0)
(1)

Inhaltsangabe zu „Fly on the Wall“ von E. Lockhart

Sehr Langweilig und die Protagonistin redet ständig über die männlichen Geschlechtsteile was nervig war und nicht zum Thema gepasst hat

— Aileenschmitt
Aileenschmitt
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Fly on the Wall" von E. Lockhart

    Fly on the Wall
    vielleserin

    vielleserin

    19. July 2009 um 19:59

    „Fly on the Wall“ ist ein witziges und unterhaltsames Teen-Buch von der abwechselungsreichen Autorin E. (Emily) Lockart. E. Lockhart erzählt diesmal von der 15-jährigen Gretchen, die als Tochter einer jüdischen Mutter und eines chinesisch-stämmigen Vaters in Manhattan lebt und auf eine High School mit besonderem Kunstprofil geht. Gretchen liebt Comics und zeichnet am liebsten in dem Stil ihrer Spiderman Comics, was ihre Lehrerin nicht besonders toll findet. Gretchen fühlt sich ein wenig allein an der High School, die ja eigentlich als Kunst-High School offener für geekigere Jugendliche sein sollte, aber wie an jeder High School gibt es auch hier Außenseiter und beliebte Schüler. Interessant fand ich, dass hier die coolen Kids auch künstlermäßig auftreten wollen und sich absichtlich gaaaanz individuell kleiden und sich zum Beispiel die Haare unterschiedlich stylen und färben. Dabei folgen sie dann natürlich doch wiederum einem bestimmten Image. Jedenfalls hat es Gretchen nicht leicht. Sie ist heimlich verliebt und ihre beste Freundin hat überhaupt keine Zeit mehr für sie. Ihre Eltern lassen sich scheiden, sie streitet sich mit ihrer Mutter und distanziert sich von ihrem Vater. Die Jungs an der Schule versteht sie sowieso nicht und außerdem hat sie das Gefühl fehl am Platz zu sein. Dann passiert das unglaubliche und die eigentlich witzige Idee an der Geschichte: Angelehnt an Franz Kafkas „Die Verwandlung“ wacht Gretchen eines Morgens als Fliege im Umkleideraum der Jungs auf. Sie weiß nicht was mit ihr geschehen ist und hat aber auf einmal auch die Möglichkeit einen Blick in die Welt der Jungs an ihrer Schule zu bekommen. Ein wenig albern und weniger tiefgründig sind Gretchens Erlebnisse als Fliege schon, aber das Buch ist auch eher als Komödie mit nur ein klein bisschen Tiefgang zu verstehen. Das Voyeuristische bringt einen zum Lachen. Klar ist es keine große Literatur, aber es ist eben ganz witzig und Gretchens Entwicklung und die kleinen Details und Einfälle der Handlung und der gewisse „glee“ (Schelm?- kann man schwer auf Deutsch sagen), den E. Lockhart beim Schreiben der „Locker Room“-Szenen hatte, springt auf den Leser über. Es ist aber auch nicht E. Lockharts bestes und cleverstes Buch. Es kommt einem vor als hätte sie die Idee gehabt eine art na ja Hommage in Teen-Buch Form an „Die Verwandlung“ zu schreiben und hat danach die ganze Geschichte drum herum gesponnen. „Fly on the Wall“ ist zwar eine lustige Komödie, dennoch irritieren einen wieder die ernsthaften Momente im Buch. Für eine gute Satire reicht es nämlich auch nicht. Am Ende blieb ich als Leser oder Hörer etwas unschlüssig zurück, wie ich das Buch finden soll, die mich zwar unterhalten hat, aber irgendwie mehr auch nicht. Ich habe in letzter Zeit einige Real Life Jugendbücher (also keine Fantasy oder historischen Romane) gelesen und von diesen Büchern, die im Grunde alle von Mädchen in den USA an High Schools mit entsprechenden Problemen und Themen handeln, hat mir „Fly on the Wall“ tatsächlich am besten gefallen. Ich habe aber auch gemerkt, dass man manche Details schnell verwechseln kann, aber es ist auch mal ganz gut Bücher von Figuren aus dem „Echten Leben“ zu lesen.

    Mehr