E. M. Cioran Werke

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Inhaltsangabe zu „Werke“ von E. M. Cioran

Die Quarto-Ausgabe enthält sämtliche Werke des großen Aphoristikers, die in Buchgestalt auf deutsch (in den Verlagen Suhrkamp und Klett-Cotta) erschienen sind. Dieser Band bietet im Vergleich zu den Einzelbänden eine Preisersparnis von 74%.

»Ich glaube, daß ein Buch wirklich verletzen, daß es das Leben des Lesers auf die eine oder andere Weise verändern soll. Meine Vorstellung, wenn ich ein Buch schreibe, ist die, jemanden wachzurütteln, ihn zu geißeln. Da es so ist, daß die Bücher, die ich geschrieben habe, aus meinen Verstimmungen, um nicht zu sagen aus meinen Leiden hervorgegangen sind, ist es genau das, was sie dem Leser vermitteln sollen … Ein Buch soll alles erschüttern, alles infrage stellen.«

Inhalt:
Auf den Gipfeln der Verzweiflung
Das Buch der Täuschungen
Von Tränen und von Heiligen
Gedankendämmerung
Leitenschaftlicher Leitfaden
Lehre vom Zerfall
Syllogismen der Bitterkeit
Dasein als Versuchung
Über das reaktionäre Denken
Geschichte und Utopie
Der Absturz in die Zeit
Die verfehlte Schöpfung
Vom Nachteil, geboren zu sein
Gevierteilt
Widersprüchliche Konturen
Der zersplitterte Fluch

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Schon nach kurzer Zeit ist man in dieses tiefsinnige und poetische Werk eingetaucht und mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen

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  • Rezension zu "Werke" von E. M. Cioran

    Werke

    Miskatonic-Inc.

    02. February 2011 um 21:47

    Eine inhaltlich umfassende, sich logisch aufbauende Besprechung zu diesem 50kg-Ungetüm werde ich und will ich nicht schreiben. Den Inhalt, die Biographie, usw. kann man überall nachlesen. Soll Suhrkamp einen Blöden finden der diesen Titel zurecht – ganz rational gesehen – in den Himmel lobt, mir geht es in den folgenden Zeilen ausschließlich darum meine persönlichen Erfahrungen mit dem Buch zu beschreiben. Das komplette Buch habe ich nie gelesen. Über die Jahre habe ich insgesamt wohl deutlich mehr Seiten aus diesen gesammelten Werken gelesen als sie laut Inhaltsangabe überhaupt haben, dennoch überkommt mich stets wiederkehrend, wenn ich meine mittlerweile schon ganz ramponierte Ausgabe in die Hand nehme, das Gefühl eines neuen Anfangs. Es ist wahrscheinlich nicht einmal wichtig, die Werke in chronologisch korrekter Reihenfolge zu lesen. Cioran war ein Aphoristiker und hat sich immer wieder gegen Systematiker ausgesprochen, die sich in seinen Augen lächerlich machen würden und noch dazu die Leserschaft belügen müssten. Quereinstiege sind also möglich, was den mehr als 2000 eng bedruckten Seiten die abschreckende Wirkung nimmt. Es ist vermutlich nicht einmal möglich dieses Werk so zu lesen, wie man ein Buch normalerweise liest. So richtig mit von vorne nach hinten und alles dazwischen. Cioran hat ausschließlich in Phasen der Depression, Vereinsamung, Schlaflosigkeit und Sinnlosigkeit geschrieben. Macht dies das Buch einseitig? Ja, tut es, aber dass macht nichts. Die Blickrichtung auf Philosophie, Leben, Sterben, Kultur usw. wird nicht gewechselt, aber die Gedanken und Überlegungen Ciorans sind erfrischend, originell und, was aufgrund der bevorzugten Themenkomplexe doppelt absurd scheint, sogar aufmunternd. In seinen Werken gehen das Negative und das Lächerliche oft Bund ein, der den schweren Dingen den Druck raubt. „Ohne die Idee des Selbstmordes hätte ich mich schon lange umgebracht“ ist da so eine aufhellende Überlegung, die 1000x aufrichtiger, aufmunternder und wahrer ist als die durchschnittlich „Du hast so vieles, wofür es sich zu leben lohnt“-Dummschwätzerei. [Keine Zeit mehr, wird aber fortgesetzt]

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  • Rezension zu "Werke" von E. M. Cioran

    Werke

    froga

    01. April 2010 um 13:23

    Sicherlich ein schwerer Brocken, der sich auch in Etappen nur schwer verarbeiten lassen wird. Doch gerade die Arbeit an sich als Mensch im Hier und Jetzt der modernen Welt - in faszinierende sprachliche Bilder gefasst - macht die Lektüre, und werde sie nie verarbeitet, zu einem unvergleichlichen Er-Lebnis.

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