E. M. Forster

 3.9 Sterne bei 294 Bewertungen
Autor von Wiedersehen in Howards End, Zimmer mit Aussicht und weiteren Büchern.
Autorenbild von E. M. Forster (©kein Urheberrecht mehr)

Lebenslauf von E. M. Forster

Edward Morgan Forster wurde am 1. Januar 1879 in London geboren. Ein Jahr nach seiner Geburt verstarb sein Vater der als Architekt tätig war. Er wuchs bei seiner Mutter Anne Clara Wichelo Forster und seiner Tante auf. Forster studierte in Cambridge, trat einer Geheimgesellschaft namens Cambridge Apostles bei und bereist außerdem Griechenland und Italien. Danach beginnt er mit dem Schreiben und veröffentlicht zu erst die Kurzgeschichte Albergo Empedocle und darauf vier weitere Romane. Die Jahrhunderwende erlebt er nicht nur auf seinen Reisen, sondern verarbeitet sie auch in seinen Romanen, indem er den Wandel von der viktorianischen Epoche in das neue Zeitalter einfließen lies. Für seinen fünften Roman bereiste Forster drei Mal Indien bevor er ihn zwölf Jahre nach Beginn endlich abschließen konnte. Forster gehörte zeitweise der Bloomsbury Group an und verstarb am 7. Juno 1970 in Coventry.

Alle Bücher von E. M. Forster

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Buchformat:
Cover des Buches Wiedersehen in Howards End9783596158980

Wiedersehen in Howards End

 (86)
Erschienen am 01.07.2005
Cover des Buches Zimmer mit Aussicht9783596521432

Zimmer mit Aussicht

 (55)
Erschienen am 24.05.2017
Cover des Buches Maurice9783596158997

Maurice

 (45)
Erschienen am 01.11.2005
Cover des Buches Die Maschine steht still9783455405712

Die Maschine steht still

 (30)
Erschienen am 14.10.2016
Cover des Buches Auf der Suche nach Indien9783945386132

Auf der Suche nach Indien

 (11)
Erschienen am 01.10.2015
Cover des Buches Engel und Narren9783485006538

Engel und Narren

 (2)
Erschienen am 01.06.1997
Cover des Buches Das künftige Leben9783939542728

Das künftige Leben

 (1)
Erschienen am 01.09.2009
Cover des Buches Die Maschine9783903117037

Die Maschine

 (0)
Erschienen am 03.12.2015

Neue Rezensionen zu E. M. Forster

Neu

Rezension zu "The Machine Stops" von E. M. Forster

Stellen Sie sich vor ...
chumavor einem Jahr

... es gäbe nichts mehr, worüber Sie sich Gedanken machen müssten. Sämtliche Bedürfnisse werden per Knopfdruck erfüllt – Essen, Schlafen, Kommunikation, ja sogar die Luft zum Atmen stehen immer bereit, sind jederzeit abrufbar und vereinheitlicht. Eigene Erfahrungen zu machen gilt als verwerflich und Berührungen oder direkter Kontakt zu anderen Menschen sind unnötig und unerwünscht. DIE MASCHINE, ein Supercomputer, kontolliert alles und jeden. Das letzte verbliebene Druckwerk ist das Handbuch der Maschine, welches als Bibel gilt, in dem die Unfehlbarkeit stets nachgelesen werden kann. Die Menschen leben unter der Erde in wabenförmigen Kapseln und haben jeden Bezug zur Natur verloren.

Doch es gibt einen jungen Mann, der wissbegierig und neugierig ist. Kuno ist nicht angepasst und findet einen Weg, unerlaubt an die Oberfläche zu gelangen. Als er seine Mutter Vashti um ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht bittet, reist sie schließlich nach langem Zögern widerstrebend zu ihm. Sein Bericht erschüttert sie zwar aber kann die Ketten ihres festgefahrenen Denkmusters nicht sprengen.

Erst als Kuno später andeutet, dass DIE MASCHINE nicht mehr lange funktionieren wird und sich Unregelmäßigkeiten und Fehler häufen, bröckelt ihr Weltbild allmählich. Und dann steht DIE MASCHINE plötzlich still.

Leseeindruck & Fazit
Was für eine beeindruckende Novelle, verfasst von dem damals gerade mal dreißigjährigen Edward Morgan Forster, der bereits 1909 einen beinahe angsteinflößenden Weitblick bewiesen hat. Denn mal abgesehen davon, dass wir nicht ausschließlich unter der Erde leben, trifft Vieles von der hier beschriebenen Technologie und unser Umgang mit dieser auf unsere heutige Zeit zu. Und deshalb liest sich diese dystopische Erzählung auch wie eine Warnung. Sie ist ein Appell an die Leser, sich selbst und die geschaffene Abhängigkeit von Maschinen (Internet) zu reflektieren, die Natur – unsere Natur – nicht außer Acht zu lassen.
Und so liest man die letzte Zeile dieses Buches und sieht sich unwillkürlich mit einer unangenehmen Frage konfrontiert: Kann ich selbst noch in einer Welt ohne Computer und Internet leben? Wer diese Frage mit "Nein" beantworten muss, der sollte zumindest sein Tun überdenken und sich bewusst machen, wie viel er von sich selbst preisgibt und freizügig mit der Welt teilt. Selbstbestimmung ist ein wichtiges Merkmal des Menschseins und darf deshalb nicht verloren gehen.

"The Machine Stops" (Deutsch: "Die Maschine steht still") ist eine unbedingt lesenswerte Novelle, die zu Recht 1965 zu einer der besten Erzählungen aller Zeiten gewählt wurde. In ihrer Kürze ist sie unglaublich dicht geschrieben und hallt noch sehr lange nach.

– 4,5 von 5 Sterne –

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Rezension zu "Die Maschine steht still" von E. M. Forster

"Oh Maschine! Oh Maschine", flüsterte sie | "Die Maschine steht still" von E. M. Forster
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Ein Leben, das von den Fähigkeiten einer Maschine anhängig ist, in dem das Sammeln von Eindrücken wichtiger ist als tatsächliche Bildung und der Kontakt zu Menschen fast ausschließlich über Videoanrufe erfolgt. Das alles klingt aktuell und ist doch Bestandteil einer mehr als hundert Jahre alten Kurzgeschichte von E. M. Forster.


„Die Maschine steht still“ von E. M. Forster erschien 1909 und entwirft eine Zukunft, in der die Menschen unterirdisch und abgeschottet voneinander leben. Doch den Menschen fehlt es an nichts: Die Maschine erfüllt alle Bedürfnisse mit einem Knopfdruck. Egal ob es um ein Bad geht, ein Gespräch mit einem anderen per Videochat oder das Austauschen von Ideen. Ein Leben an der frischen Luft und die wirkliche Nähe zu anderen Menschen ist in dieser Version der Welt nicht mehr notwendig. In dieser Welt leben Vashti und ihr Sohn Kuno. Während Vashti mit ihrem Leben zufrieden ist und die Gebrauchsanweisung der Maschine wie eine Bibel behandelt, ist Kuno über das abgeschottene Leben unter der Erde ernüchtert und sehnt sich nach der Erdoberfläche.

ES GAB EINEN KNOPF FÜR KALTBÄDER. ES GAB EINEN KNOPF FÜR LITERATUR. UND NATÜRLICH GAB ES JENE KNÖPFE, DIE ES IHR ERMÖGLICHTEN, MIT IHREN FREUNDEN ZU KOMMUNIZIEREN. ALS NÄCHSTES BETÄTIGTE SIE WIEDER DEN ISOLATIONSKNOPF, UND DIE ANFRAGEN DER LETZTEN DREI MINUTEN STÜRZTEN AUF SIE EIN…

E. M. Forster schafft in seiner Erzählung unglaubliches: Er beschreibt eine Welt, in der Menschen gnadenlos abhängig von einer Maschine sind, die im Laufe der Handlung sogar gottgleichen Status erhält. Damit sieht er nicht nur das Internet, sondern auch Instant Messenger voraus. Das macht die Geschichte, obwohl sie mehr als hundert Jahre alt ist, zu einem medienkritischen Werk, das auch heute Aktualität besitzt. Aber auch andere wichtige Themen finden in der Kurzgeschichte einen Platz: So ist beispielsweise die Oberfläche der Welt durch die Abgase der Maschine zu einem lebensfeindlichen Ort geworden, an dem sich die Menschen nur mit Atemmasken aufhalten können. Es geht aber auch um menschliche Beziehungen und wie diese durch die Technik verdrängt und schließlich unnötig werden. Und nicht zuletzt erinnert das im Laufe der Geschichte passierende Aufsteigen Kunos an die Erdoberfläche und sein Erkennen der tatsächlichen Welt und wie das Leben der Menschen sein sollte, an das Höhlengleichnis Platons. Nichtsdestotrotz kam mir die Erzählweise unglaublich sperrig vor. Die vielen Fragmente, aus denen die Handlung zusammengesetzt wird, ergeben am Ende kein harmonisches Bild und machen die Kurzgeschichte, trotz ihrer sehr interessanten Thematik, zu einem eher mühsamen Leseerlebnis.



„Die Maschine steht still“ von E. M. Forster ist eine Kurzgeschichte, die auch heute Aktualität besitzt und vor der zunehmenden Abhängigkeit der Menschen von modernen Techniken und der Zerstörung der Erde als den natürlichen Lebensraum der Menschen warnt. Leider hinterließ die Kurzgeschichte bei mir aufgrund des Schreibstils Forsters trotz der guten Thematik einen unharmonischen Eindruck.

Weitere Rezensionen und Buchtipps von mir findest du auf wortkulisse.net.

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Rezension zu "The Machine Stops" von E. M. Forster

Prophetische SciFi
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

E.M. Forster hat vor schlappen hundert Jahren in dieser Kurzgeschichte das Internet, Skype, und die "sozialen" Netzwerke der Marke Facebook etc. vorhergesehen. Inklusive der Folgen  für den Einzelnen und die gesamte Gesellschaft.

Spoilerwarnung:








Wir werden alle störben 😱

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Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Zimmer mit Aussichtundefined
Willkommen zur aktuellen Leserunde der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur".

Für den Juni haben wir uns "Zimmer mit Aussicht" von E.M. Forster vorgenommen.

Klappentext:
Florenz um 1900. Auf einer Bildungsreise in Italien begegnet die junge Lucy Honeychurch dem unkonventionellen George Emerson und verliebt sich. Cousine Charlotte, Reisebegleitung und rigorose Anstandsdame, ist schockiert, denn George gehört nicht den gesellschaftlichen Kreisen an, in denen Lucy sich bewegt.
E.M. Forster konfrontiert in diesem mit spielerischer Leichtigkeit und dezenter Ironie erzählten Roman die erstarrten Konventionen des englischen Bürgertums mit der vital-sinnlichen, mediterranen Lebensweise.

Die Leserunde startet am 1. Juni.

Viel Spaß!
97 Beiträge
S
Letzter Beitrag von  sKnaerzlevor 4 Jahren
Cover des Buches Zimmer mit Aussichtundefined
Ich freue mich, eine für die Teilnehmer der Romane-Challenge exklusive Leserunde zu dem Klassiker "Zimmer mit Aussicht" von E.M. Forster eröffnen zu dürfen.

Zur Ausgabe

Ein wunderschöner Liebesroman. Eine brillante Gesellschaftskomödie.

Florenz um 1900. Auf einer Bildungsreise in Italien begegnet die junge Lucy Honeychurch dem unkonventionellen George Emerson und verliebt sich. Cousine Charlotte, Reisebegleitung und rigorose Anstandsdame, ist schockiert, denn George gehört nicht den gesellschaftlichen Kreisen an, in denen Lucy sich bewegt.
E.M. Forster konfrontiert in diesem mit spielerischer Leichtigkeit und dezenter Ironie erzählten Roman die erstarrten Konventionen des englischen Bürgertums mit der vital-sinnlichen, mediterranen Lebensweise.


Über E.M. Forster

Edward Morgan Forster (1879-1970), einer der bedeutendsten englischen Prosaisten des 20. Jahrhunderts und längst ein Klassiker der englischen Literatur, erlangte mit "Auf der Suche nach Indien", dem wohl berühmtesten Indien-Roman des 20. Jahrhunderts, Weltruhm. Zu seinem Werk gehören fünf weitere Romane, Erzählungen und Essays. Nach längeren Aufenthalten in Indien lebte er von 1927 bis zu seinem Tod in Cambridge.

Zusammen mit den S. Fischer Verlagen lade ich euch zu einer Leserunde zu diesem Klassiker ein.

Für die Leserunde werden vom Verlag 5 Freiexemplare zur Verfügung gestellt. Diese werden nur unter den Interessenten verlost, die an der Romane-Challenge teilnehmen. Jeder kann aber auch mit eigenem Exemplar teilnehmen!

Wer ein Exemplar gewinnen möchte, kann sich bis zum 27.11.2014 unter der Rubrik "Bewerbung/Ich möchte mitlesen" mit Angabe des Links zum jeweiligen Sammelbeitrag im Thread der Romane-Challenge bewerben.
Die Bücher werden verlost, das heißt, der Zufall entscheidet und jeder Bewerber hat die gleiche Chance, ein Leseexemplar zu gewinnen.

Nichtdestotrotz würde ich mich sehr freuen, wenn ihr bei eurer Bewerbung auch einen Kommentar oder eine Meinung zum Thema dieses Buches schreiben würdet. So entsteht schon vor Beginn der Leserunde ein Austausch.
Schön wäre es natürlich, wenn wir uns über die Liebe und die Konventionen Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts unterhalten würden. Was denkt ihr? Fehlt unserer heutigen Zeit etwas von der Romantik und den gesellschaftlichen Normen, die in der Zeit herrschten?

Ich bin gespannt auf eure Bewerbungen!

Eine Bitte: Benutzt die Spoiler-Funktion bei euren Bewerbungen nicht. Danke!

Wichtig:
Im Gewinnfall verpflichten sich die Teilnehmer der Leserunde, innerhalb von ca. vier Wochen zum Austausch in allen Abschnitten sowie zum Schreiben einer Rezension.

240 BeiträgeVerlosung beendet
Letzter Beitrag von  Postbotevor 5 Jahren
http://www.lovelybooks.de/autor/E.-M.-Forster/Zimmer-mit-Aussicht-1124668518-w/rezension/1130772493/ Nun habe ich es endlich geschafft meine Rezension zu schreiben. Hatte sehr viel um die Ohren. Die Runde hat mir Spass gemacht. LG

Zusätzliche Informationen

E. M. Forster wurde am 31. Dezember 1878 in London (Großbritannien) geboren.

E. M. Forster im Netz:

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auf 74 Wunschlisten

von 7 Lesern aktuell gelesen

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