E. M. Forster

 3.8 Sterne bei 236 Bewertungen
Autor von Wiedersehen in Howards End, Maurice und weiteren Büchern.
E. M. Forster

Lebenslauf von E. M. Forster

Edward Morgan Forster wurde am 1. Januar 1879 in London geboren. Ein Jahr nach seiner Geburt verstarb sein Vater der als Architekt tätig war. Er wuchs bei seiner Mutter Anne Clara Wichelo Forster und seiner Tante auf. Forster studierte in Cambridge, trat einer Geheimgesellschaft namens Cambridge Apostles bei und bereist außerdem Griechenland und Italien. Danach beginnt er mit dem Schreiben und veröffentlicht zu erst die Kurzgeschichte Albergo Empedocle und darauf vier weitere Romane. Die Jahrhunderwende erlebt er nicht nur auf seinen Reisen, sondern verarbeitet sie auch in seinen Romanen, indem er den Wandel von der viktorianischen Epoche in das neue Zeitalter einfließen lies. Für seinen fünften Roman bereiste Forster drei Mal Indien bevor er ihn zwölf Jahre nach Beginn endlich abschließen konnte. Forster gehörte zeitweise der Bloomsbury Group an und verstarb am 7. Juno 1970 in Coventry.

Alle Bücher von E. M. Forster

Sortieren:
Buchformat:
Wiedersehen in Howards End

Wiedersehen in Howards End

 (80)
Erschienen am 01.07.2005
Maurice

Maurice

 (42)
Erschienen am 01.11.2005
Die Maschine steht still

Die Maschine steht still

 (24)
Erschienen am 14.10.2016
Auf der Suche nach Indien

Auf der Suche nach Indien

 (10)
Erschienen am 01.10.2015
Das künftige Leben

Das künftige Leben

 (1)
Erschienen am 01.09.2009
Der lilafarbene Brief

Der lilafarbene Brief

 (0)
Erschienen am 01.01.1993

Neue Rezensionen zu E. M. Forster

Neu
wortkulisses avatar

Rezension zu "Die Maschine steht still" von E. M. Forster

"Oh Maschine! Oh Maschine", flüsterte sie | "Die Maschine steht still" von E. M. Forster
wortkulissevor 5 Monaten

Ein Leben, das von den Fähigkeiten einer Maschine anhängig ist, in dem das Sammeln von Eindrücken wichtiger ist als tatsächliche Bildung und der Kontakt zu Menschen fast ausschließlich über Videoanrufe erfolgt. Das alles klingt aktuell und ist doch Bestandteil einer mehr als hundert Jahre alten Kurzgeschichte von E. M. Forster.


„Die Maschine steht still“ von E. M. Forster erschien 1909 und entwirft eine Zukunft, in der die Menschen unterirdisch und abgeschottet voneinander leben. Doch den Menschen fehlt es an nichts: Die Maschine erfüllt alle Bedürfnisse mit einem Knopfdruck. Egal ob es um ein Bad geht, ein Gespräch mit einem anderen per Videochat oder das Austauschen von Ideen. Ein Leben an der frischen Luft und die wirkliche Nähe zu anderen Menschen ist in dieser Version der Welt nicht mehr notwendig. In dieser Welt leben Vashti und ihr Sohn Kuno. Während Vashti mit ihrem Leben zufrieden ist und die Gebrauchsanweisung der Maschine wie eine Bibel behandelt, ist Kuno über das abgeschottene Leben unter der Erde ernüchtert und sehnt sich nach der Erdoberfläche.

ES GAB EINEN KNOPF FÜR KALTBÄDER. ES GAB EINEN KNOPF FÜR LITERATUR. UND NATÜRLICH GAB ES JENE KNÖPFE, DIE ES IHR ERMÖGLICHTEN, MIT IHREN FREUNDEN ZU KOMMUNIZIEREN. ALS NÄCHSTES BETÄTIGTE SIE WIEDER DEN ISOLATIONSKNOPF, UND DIE ANFRAGEN DER LETZTEN DREI MINUTEN STÜRZTEN AUF SIE EIN…

E. M. Forster schafft in seiner Erzählung unglaubliches: Er beschreibt eine Welt, in der Menschen gnadenlos abhängig von einer Maschine sind, die im Laufe der Handlung sogar gottgleichen Status erhält. Damit sieht er nicht nur das Internet, sondern auch Instant Messenger voraus. Das macht die Geschichte, obwohl sie mehr als hundert Jahre alt ist, zu einem medienkritischen Werk, das auch heute Aktualität besitzt. Aber auch andere wichtige Themen finden in der Kurzgeschichte einen Platz: So ist beispielsweise die Oberfläche der Welt durch die Abgase der Maschine zu einem lebensfeindlichen Ort geworden, an dem sich die Menschen nur mit Atemmasken aufhalten können. Es geht aber auch um menschliche Beziehungen und wie diese durch die Technik verdrängt und schließlich unnötig werden. Und nicht zuletzt erinnert das im Laufe der Geschichte passierende Aufsteigen Kunos an die Erdoberfläche und sein Erkennen der tatsächlichen Welt und wie das Leben der Menschen sein sollte, an das Höhlengleichnis Platons. Nichtsdestotrotz kam mir die Erzählweise unglaublich sperrig vor. Die vielen Fragmente, aus denen die Handlung zusammengesetzt wird, ergeben am Ende kein harmonisches Bild und machen die Kurzgeschichte, trotz ihrer sehr interessanten Thematik, zu einem eher mühsamen Leseerlebnis.



„Die Maschine steht still“ von E. M. Forster ist eine Kurzgeschichte, die auch heute Aktualität besitzt und vor der zunehmenden Abhängigkeit der Menschen von modernen Techniken und der Zerstörung der Erde als den natürlichen Lebensraum der Menschen warnt. Leider hinterließ die Kurzgeschichte bei mir aufgrund des Schreibstils Forsters trotz der guten Thematik einen unharmonischen Eindruck.

Weitere Rezensionen und Buchtipps von mir findest du auf wortkulisse.net.

Kommentieren0
0
Teilen

Rezension zu "The Machine Stops" von E. M. Forster

Prophetische SciFi
Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Monaten

E.M. Forster hat vor schlappen hundert Jahren in dieser Kurzgeschichte das Internet, Skype, und die "sozialen" Netzwerke der Marke Facebook etc. vorhergesehen. Inklusive der Folgen  für den Einzelnen und die gesamte Gesellschaft.

Spoilerwarnung:








Wir werden alle störben 😱

Kommentieren0
0
Teilen
BeaSwissgirls avatar

Rezension zu "Die Maschine steht still" von E. M. Forster

Die Maschine steht still
BeaSwissgirlvor 10 Monaten


Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;) 


Nach mehreren positiven Stimmen durfte das Büchlein bei mir einziehen, trotz des doch recht hohen Preises für so wenige Seiten.....


Erstaunlicherweise ist der Schreibstil sehr einfach und flüssig zu lesen und weder " altertümlich" noch irgendwie " hochtrabend".


Diese Geschichte hat mich sehr beeindruckt, vor allem deshalb, weil der Text erstmals 1909 veröffentlich wurde. Wenn man bedenkt, wie viele der hier genannten Dinge heute schon Wirklichkeit sind, regt das auf alle Fälle zum nachdenken an.


Für mich ein Buch das ohne Probleme mit den grossen, bekannten Klassikern wie " Schöne neue Welt" und " 1984" mithalten kann.


Sehr gute vier Sterne  

Kommentieren0
1
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

E. M. Forster wurde am 31. Dezember 1878 in London (Großbritannien) geboren.

E. M. Forster im Netz:

Community-Statistik

in 417 Bibliotheken

auf 43 Wunschlisten

von 4 Lesern aktuell gelesen

von 1 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks