E. M. Forster Maurice

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Inhaltsangabe zu „Maurice“ von E. M. Forster

Sie sind gebildet und privilegiert. Sie sind jung und unerfahren. Und sie leben in der falschen Gesellschaft und zur falschen Zeit. Als Maurice und Clive in Cambridge ihre Liebe zueinander entdecken, ist Homosexualität noch ein kriminelles Delikt. "Ein zeitloses Plädoyer für Aufrichtigkeit, Natürlichkeit und Spontaneität." Süddeutsche Zeitung

Ein schwuler Klassiker - der gelesen gehört. Zeichnet ein gutes Bild vergangener Tage!

— Nespavanje

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  • Rezension zu "Maurice" von E. M. Forster

    Maurice

    Sokrates

    24. June 2011 um 21:38

    'Maurice' erzählt das (jugendliche) Leben des Hauptdarstellers Maurice, im spätvictorianischen England seine Ideale und Lebensvorstellungen mit der engen, konservativen und snobistischen Gesellschaft in Einklang zu bringen. Problematisch gestaltet sich sein Unterfangen insbesondere deshalb, weil Maurice homosexuell ist und mit dieser 'Eigenart' überhaupt nicht gesellschaftliche Akzeptanz erfährt, sondern vielmehr als 'Kranker' auf Ablehnung stößt. Erst als er an die Universität Cambridge kommt, kann er seinen Neigungen nachgehen, trifft dort auf Gleichgesinnte. Zwar versucht er in einer Beziehung zu einem anderen Mann sein Glück zu finden, als sich dieser jedoch - dem gesellschaftlichen Druck beugend - eine Heirat anstrebt, kommt es zum Bruch mit Maurice. Interessant ist, dass E. M. Forster den Roman dennoch mit einem Happy End enden lässt, selbst wenn das Ende arg konstruiert erscheint. Maurice findet zwar sein Glück mit einem Wildhüter, den er im letzten Teil des Romans kennenlernt, allerdings erscheint das Ganze nicht wirklich plausibel. Irgendwie konstruiert, als sollte der Leser bei all dem Missglückten vorher nun doch noch eine positive Wende erfahren. Das dieses Ende auch so wirklich nicht in die gesellschaftlichen Rahmenvoraussetzungen passen will, an denen Maurice schon vorher im Romen regelmäßig kläglich gescheitert ist, hat Forster beim Schreiben seines Endes offensichtlich wenig Magenschmerzen bereitet. Der Roman endet so - klassisch versöhnlich - mit einem positiven Ausgang.

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  • Rezension zu "Maurice" von E. M. Forster

    Maurice

    Keksisbaby

    21. March 2010 um 21:36

    Maurice sieht zwar gut aus, aber vom Bildungsideal der Oberschicht des viktorianischen England, ist er weit entfernt. Entsprechend beeindruckt ist er von dem nachdenklichen, introvertiertem Clive. Als Clive ihm gesteht das er in ihn verliebt ist, merkt Maurice das damit tief in seinem Inneren eine Frage beantwortet wird, die er nie gestellt hat. Heimlich führen beide über Jahre eine Beziehung, die vor der Gesellschaft als enge Freundschaft wahrgenommen wird, in Wirklichkeit aber eine (auf Clives Wunsch hin) plantonische Liebe ist. Irgendwann erkennt Clive jedoch das die Liebe erloschen ist und seine Aufmerksamkeit sich dem weiblichen Geschlecht zuwendet. Nach der Trennung durchlebt Maurice Wut, Schmerz, Selbstverleugnung und letzendlich die Erkenntnis und Anerkennung seiner Homosexualität. Dieses Buch ist ein Klassiker. Ich habe jede Seite verschlungen und mich ihr hingegeben. Eine Hommage von E.M. Foster zu seiner Sexualität zu stehen auch gegen die Widerstände der Gesellschaft. Der junge Maurice der zu keinem tiefergehenden Gedanken fähig ist und nach Liebe lechzt, wird im Verlauf der Geschichte zu einem Mann der zu sich selbst gefunden hat und fähig ist Liebe zu schenken, auch auf die Gefahr hin das diese nicht erwidert wird. Während sein Geliebter Clive sich den Konventionen seiner zeit beugt und heiratet. Eine einfühlsame Liebesgeschichte, die ich bestimmt noch öfter wieder zur Hand nehmen werde.

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  • Rezension zu "Maurice" von E. M. Forster

    Maurice

    Koriko

    04. March 2010 um 08:10

    Maurice Hall wächst mit seiner Mutter und zwei jüngeren Schwestern ohne Vater in einer gutbürgerlichen Atmosphäre heran. Sein Leben ist von Durchschnittlichkeit geprägt, so ist er sowohl in der Schule, als auch privat eher Mittelmaß, ist manchmal ein wenig langsam und braucht immer ein wenig mehr Zeit um Dinge zu verstehen und zu akzeptieren. Während seines ersten Jahres im College lernt er schließlich den jungen Studenten Clive Durham kennen, der ihm eine völlig neue Welt eröffnet. Clive ist wortgewandt, intelligent und offenbart Maurice die Werke Platos und weckt in Maurice ganz neue Sehnsüchte und schon bald verbindet Beide eine tiefe Freundschaft, die durch lange Diskussionen und gemeinsamen Treffen gekennzeichnet ist. Als Clive Maurice schließlich offenbart, dass er sich in seinen Freund verliebt hat, ist Maurice zunächst abweisend und weiß nicht wie er mit diesem Geständnis umgehen soll, doch schließlich muss er erkennen, dass er Clives Gefühle erwidert und die beiden verbringen noch mehr Zeit miteinander. Zwei Jahre sind die beiden zusammen und dennoch bleibt ihre Beziehung abgesehen von einigen Küssen rein platonisch und findet eher auf der geistigen Ebene statt. Maurice lernt in dieser Zeit nicht nur Clives Familie und die Besitztümer kennen, auch Clive wird Teil der Familie Hall. Während einer Reise nach Griechenland verändert sich Clive und er beginnt sich von Maurice zurückzuziehen. Schon bald muss Maurice erkennen, dass Clive die Beziehung nicht mehr fortführen will, da dieser während seiner Reise erkannt hat, dass eine Liebe zwischen Männern unmöglich funktionieren kann. Mit dieser Trennung stürzt er Maurice in eine tiefe Verzweiflung, aus die er sich kaum befreien kann. Er lebt zwar in seinem alltäglichen Trott weiter, doch er wird immer unleidlicher auch seiner Familie gegenüber. Dass Clive versucht ihm zu helfen und ihn von seiner Krankheit zu heilen, macht es für Maurice nur noch schlimmer, besonders als dieser selbst beginnt Ärzte aufzusuchen um von seiner Homosexualität befreit zu werden. Doch gerade zu dieser Zeit lernt er bei Clive den Wildhüter Alec Scudder kennen, er Mann aus dem einfachen Volk. Seine angestaute Gefühle und seine Sehnsucht entladen sich in einem Intermezzo mit dem Angestellten Clives und Maurice verliebt sich Hals über Kopf in den Mann, der seine Gefühle erwidert. Maurice beschließt sich zu seinen Gefühlen zu bekennen und gegen die Gesetze aufzubegehren. Doch Alec hat vor England zu verlassen und sich in Argentinien eine neue Existenz aufzubauen. Erneut droht Maurice eine Liebe zu verlieren und erneut allein zurück gelassen zu werden. In seiner Verzweiflung bietet er Alec an seinen Stand und seine Stellung aufzugeben und mit ihm gemeinsam seinem Leben den Rücken zu kehren, doch Alec zögert… „Maurice“ ist ein klassischer Gesellschaftsroman, der im 19. Jahrhundert spielt und durchaus als Kritik an die damaligen Gesetze und die Gesellschaft aufzufassen ist. Foster gelingt es durch eine sehr lyrische und tiefgründige Sprache eine wundervolle Geschichte über Liebe, Freundschaft und die Suche nach dem eigenen Glück zu erzählen. Es geht in „Maurice“ ebenso um Selbsterkenntnis und Akzeptanz, so dass man Maurice Gedanken und Gefühle sehr gut nachvollziehen kann, ebenso seine Wandlung. Bis auf zwei Kapitel, die aus Clives Sicht erzählt werden, ist alles in der Perspektive Mauricens gehalten und man geht mit dem jungen Mann durch Höhen und Tiefen, bis er endlich seine Liebe in dem jungen Mann Alec findet. Zudem erfährt der Leser viel über die Gesellschaftsschichten des viktorianischen Londons und somit passt „Maurice“ als Lektüre vor allem zu denjenigen, die schon „Adrian Mayfield“ von Floortje Zwigtman gemocht haben. „Maurice“ ist jedoch nicht so einfach zu lesen, wie das Jugendbuch der niederländischen Autorin, man muss sich durchaus stärker auf die Geschichte und den Text konzentrieren und somit darf man nicht davon ausgehen, dass „Maurice“ ein seichter Roman ist, der nebenher gelesen werden kann. Man sollte sich Zeit nehmen, jedoch nicht zu schnell aufstecken, besonders da sich der Anfang ein wenig in die Länge zieht. Insgesamt ein sehr schöner und intelligent geschriebener Roman, der eine sehr schöne Geschichte mit Happy End erzählt und sich sehr gut im Anschluss der „Adrian Mayfield“- Trilogie lesen lässt. Wer Bücher und Romane mag, die allgemein im 19. Jahrhundert angesiedelt sind, sollte zuschlagen, „Maurice“ ist ein Meisterwerk, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

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  • Rezension zu "Maurice" von E. M. Forster

    Maurice

    Ferrante

    27. July 2009 um 17:13

    Ein Buch, das man kaum überbewerten kann. 1971 erschienen und 1985 verfilmt, hätte es eigentlich so wie "Brokeback Mountain" einschlagen können - die Zeit war aber wohl noch nicht reif. Maurice und Clive verlieben sich in der Universität ineinander, doch gerade, als alles zum Besten zu sein scheint, bricht Clive die Beziehung ab und schwenkt um zu der Heirat einer Frau. Maurice steht in der englischen Gesellschaft des frühen 20. Jahrhunderts vor den Scherben seines Liebeslebens - und der Qual, nicht "richtig" zu lieben. Mit einigen Verwicklungen landet er aber beim Wildhüter Alec und kann Clive und seine Zweifel ad acta legen. Was sich jetzt vielleicht etwas nach Romantik-Sülze anhört, wird in den Händen von E. M. Foster zu einem kunstvollen, psychologisch tiefgründigen Melodrama, verbunden mit der Selbstfindung des Protagonisten. Maurice ist auch erfrischend unstereotyp und männlich - wieder eine Parallele zu "Brokeback Mountain". Das Buch fesselte mich so, dass ich es nicht aus der Hand legen konnte, und das Ende ist ungemein befriedigend. Wer sich für die Literatur Großbritanniens oder gute schwule Literatur interessiert, kommt an E. M. Forster nicht vorbei, und wer sich englische Literatur nicht zutraut, findet hier eine flüssige wie gekonnte Übersetzung.

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