E. M. Forster Where Angels Fear to Tread

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Inhaltsangabe zu „Where Angels Fear to Tread“ von E. M. Forster

A classic novel, irresistibly repackaged for Christmas. (Quelle:'Fester Einband/11.11.2010')
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  • Rezension zu "Where Angels Fear to Tread" von E. M. Forster

    Where Angels Fear to Tread
    Lorrchan

    Lorrchan

    09. January 2011 um 21:00

    Where Angels fear to Tread war Forsters erstes Buch, er vollendete es 1905. Die schiere Menge an tragischen Ereignisse lassein einen zu Zeiten wundern, warum dieses Buch unter das Genre der Komoedie faellt. Aber man muss im Hinterkopf behalten, erstens ein Brite ist der Autor und ich denke ich kann mich hier an Stereotypen bedienen, denn ein Grossteil des Humors beruht wie gesagt auf die Ueberspitzung von Stereotypen. Dies trifft sowohl auf die Darstellung der Menschen Monterianos als auch auf das gesammte Ensamble der britischen Hauptcharakteren zu. Harriet, zum Beispiel, wird als eine nicht ernst zu nehmende, blind ihren Glauben folgende, 'gute' Christin, laecherlich gemacht. Ihr schenkt man, je weiter man das Buch liest immer weniger Beachtung, da sie wie gesagt ein Maedchen ohne Charakter ist, dennoch ist es sie die von Glauben geleitet, die finale Tragoedie verursacht, die der Handlung am Ende noch einen gehoerigen Wendung gibt. Durch das ganze Buch hindurch wird sich immer wieder auf die 'wohlgesitteten' britischen Manieren bezogen und Philip ist die bemitleidenswerte Figur die gefangen von Konventionen sich kampflos den Vorschriften und Anweisungen seiner Mutter unterwirft, welche er selbst als charakterlos beschreibt. Auf seinen Ruecken wird auch der Streit um das Schicksals Baby, welches ihn, wie er Miss Abott gesteht, eigentlich egal ist, ausgetragen und als er endlich von den Zuschauerreihen hinabsteigt um sein Leben selbst zu gestalten wird er abgewiese und faellt dadurch wieder in seine Rolle des Betrachters zurueck. Dieses Buch mag zwar nicht viel Handlung haben und den Humor muss man zugegebenermassen manchmal zwischen den Zeilen zu erkennen wissen, aber es stellt den inneren Kampf der einzelnen Personen im wunderbaren Detail dar und lehrt einem auch das Gute in den Menschen zu sehen und versuchen sie zu verstehen, nach dem Vorbild Philips.

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  • Rezension zu "Where Angels Fear to Tread" von E. M. Forster

    Where Angels Fear to Tread
    Leela

    Leela

    22. April 2010 um 17:59

    Forsters Buch über eine Familie, die mit dem italienischen Leben quasi in Konflikt kommt (aber eher aktiv, meine ich), ist angeblich ein "Klassiker". Ich weiß zwar nicht genau, wie "Klassiker" allgemein definiert wird und mag jetzt nicht nachschauen, aber ich vermute, dass in dieser Sache auch so etwas steckt wie "einen Mehrwert haben, z.B. indem man auch in späteren Jahren noch etwas daraus lernen kann, moralisch gesehen zum Beispiel" (an dieser Stelle könnte man sich natürlich fragen, wie das z.B. aus Fontane zutreffen könnte, aber so gern ich es jetzt machen würde, gehört es hier wohl nicht hin). Bei "Where Angels Fear to Tread" finde ich so oder so nichts dergleichen: Das Buch hat keine Aussage, die Geschichte ist langweilig und die Charaktere platt, ihre Handlungen sind absolut irrational. Zur Handlung an dieser Stelle besser nicht mehr, denn davon steckt nicht wirklich viel in diesem Buch. Und das schlimmste: Wo (laut Rückseite) angeblich dem "italienischen Lebensgefühl" Ausruck verliehen wird und man angeblich merken soll, wie sehr der Autor doch Italien mag und sich damit auskennt, findet man in diesem Buch Anfeindungen gegen Italien, die selbst für den humorvollsten Menschen nur noch ärgerlich sein können. Deutsche tauchen in diesem Buch dagegen nicht auf (was kein Negativpunkt ist), aber dennoch wird fleißig über sie hergezogen. Wie war das? Italiener sind vulgär, barbarisch und stinken, Deutsche sind ebenso barbarisch, häßlich und haben sowieso keine Kultur. So meint es jedenfalls E.M. Forster (der sich, weil er Brite ist, anscheinend am liebsten selbst heiraten würde). Ich fand das nur noch peinlich und musste mich mehr als einmal fragen, was an diesem xenophoben Quatsch toll sein soll (wobei ich wohl die letzte bin, die solche Sachen nicht mit Humor nimmt - gesetzt, sie sind intelligent gemacht). Dieses Buch ist somit ein grandioses Beispiel ... dafür, wie man es nicht machen soll. Ich habe vor kurzem ein gelungenes Vorwort von Kate Mosse (Moderatorin beim BBC) zu einem Buch gelesen. Sie schreibt u.a., dass man sog. "klassischen" Büchern vieles vergeben würde, weil sie eben als "klassisch" gehandelt werden. - Stimmt. Deswegen wahrscheinlich auch die teilweisen, guten Kommentare zu diesem Buch. Ich dagegen werde nicht auf diesen Zug aufspringen und muss folglich festhalten: Das Buch lohnt sich nicht im mindesten. Die Geschichte ist belanglos, die Charaktere platt und ohne Weiterentwicklung, die Art, wie erzählt wird - um Forster selbst zu zitieren schlichtweg 'vulgär', s.o. (das Wort taucht mindestens zehnmal im Buch auf, denn die Charaktere müssen natürlich immer betonen, wie privilegiert sie sind, während andere sich mental noch in der Steinzeit befinden). Gut, einen Verriss war es wert, mehr aber auch nicht.

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