E. M. Ross

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Interview mit E. M. Ross

Hier gibt es ein Interview mit der Autorin E. M. Ross auf LovelyBooks

Was ist Ihre persönliche Herausforderung beim Schreiben?

Die größte Herausforderung ist wohl, einen Qualitätslevel zu halten und den Anspruch zu haben, noch besser, fesselnder zu schreiben. Besonders, wenn es sich um eine Reihe handelt wie die Angels-Reihe. Leider kommt dazu, dass ich beim Schreiben nicht diszipliniert bin wie andere Autoren. Ich schreibe nicht jeden Tag vier Stunden von 8:00Uhr bis 12:00 Uhr. Mich springt die Inspiration an und dann schreibe ich, meistens nachts, dann für Stunden und am besten, wenn es schneit! *smile*

Gibt es Unterschiede zwischen dem Schreibprozess des ersten und dem des zweiten Bandes der Angels-Reihe?

Ganz klar, Desperate Angels war mein erstes veröffentlichtes Buch, das erste Mal, dass ich Hand in Hand mit einem Lektorat gearbeitet habe. Da lernt man natürlich viel. Was hinzukommt, ist das Feedback meiner Leser. Das alles nimmt man natürlich auf und versucht es beim zweiten Buch zu beherzigen. Der zweite Band Guardian Angels hat ganz klar von diesem Lernprozess profitiert.

Was ist Ihre größte Schwäche beim Schreiben?

1. Zu selbstkritisch zu sein. 2. Mich in Szenen zu verlieren, denn dann schreibe ich dreißig Seiten und am Ende merke ich, dass es nichts Essenzielles zu der Geschichte beiträgt. Diese beiden Dinge führen dann immer dazu, dass ich die DELETE-Taste auf meinem Computer benutzen muss.

Welche Aussage über Ihr Erstlingswerk „Desperate Angels“ hat Sie überrascht?

Zwei weibliche Fans sagten mir, dass sie Don Viggen unglaublich sexy finden!

Wie schwer fällt es Ihnen als Schöpfer Ihrer Protagonisten, sich von diesen wieder zu lösen?

Sehr schwer, man hat sie geschaffen, ihnen ein Gesicht und eine Seele gegeben. Sie entwickeln sich und bekommen ein Eigenleben, welches mich manchmal beim Schreiben selbst überrascht. Es ist aber wichtig, eine Reihe zu limitieren, um die Qualität zu halten, denn es wäre mir ein Gräuel, die Leser plötzlich mit Nate und Cathy zu langweilen. Außerdem muss man als Autor selbst aufpassen, nicht charaktermüde zu werden.

Wie geht es nach der Veröffentlichung von Guardian Angels weiter?

Der Plan ist, noch zwei Bände der Angels-Reihe zu veröffentlichen und damit die Geschichte zu Ende zu bringen. In den letzten zwei Bänden müssen dann alle Fäden zusammenlaufen, was Nate und Cathy, Gut und Böse, gefallene und Erzengel angeht.

Wie kam die Idee zu den einprägsamen Covermotiven?

Der Medu Verlag, mit dem ich arbeite, hat für das erste Buch einen ganz fantastischen Künstler gefunden, Crossvalley Smith, den ich mittlerweile sehr bewundere. Für das zweite Cover zu Guardian Angels hat uns dieser Künstler dann sogar ein maßgeschneidertes Motiv erschaffen. Es war großartig, ich selbst habe Crossvalley Smith meine Ideen und ein wenig vom Inhalt des zweiten Buches geschildert. Innerhalb weniger Stunden war der erste Entwurf da und mit dem zweiten Entwurf hatten wir das perfekte Cover! Ich hoffe, dass auch die nächsten zwei Bände ein Crossvalley Smith-Cover tragen werden.

Wer oder was inspiriert Sie beim Schreiben?

Wer: Karin Slaughter, Harlan Coben, Markus Heitz, Lian Hearn, Peter van Brett, Jilliane Hoffman ... Nathaniel Caim! Was: Situationen, die ich beobachte, Landschaften, die mich beeindrucken, Schneeflocken, die des Nachts an einer Straßenlampe vorbeitreiben, Protagonisten, die ein Eigenleben entwickeln und mich selbst erstaunen. Vor allem aber die Begeisterung von Lesern der Angels-Reihe. Mir ist letztens etwas sehr Schönes passiert, ich war auf ein Fest eingeladen und hatte mich gerade mit einem Glas Wein gesetzt, als jemand zu mir kam und sagte: „Aber nur ein Glas, dann musst Du wieder gehen.“ Ich habe die Stirn gerunzelt und natürlich gefragt: „Warum?“ – „Damit Du zu Hause schreiben kannst, ich will wissen, wie es weiter geht“, war die Antwort. Das inspiriert und motiviert.

Welchen Stellenwert nehmen Bücher in Ihrem Leben ein?

Einen enormen Stellenwert. Ich war nie der Typ, der halbe Sachen mag; wenn ich ein Projekt anfange, dann fahre ich normalerweise 200 %. Dann ist mir auch keine Idee verrückt genug und ich gebe zu, sehr ungeduldig zu werden. Mein Verlag kann ein Lied davon singen! *zwinker*

Was lesen Sie gerade?

Ich habe gerade den ersten Band von Shades of Grey beendet. Eigentlich wollte ich das Buch nicht weiterlesen, da ich eine Leseprobe vor einiger Zeit aus der Hand gelegt hatte, doch ein Freund hat mich gebeten, es zu Ende zu lesen, um darüber zu sprechen. Davor die Quellen der Seelen von Richard Deutsch und Oneiros von Markus Heitz, den ich für einen genialen Fantasyautor halte.