E. Nikes Ich mach dich tot

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Inhaltsangabe zu „Ich mach dich tot“ von E. Nikes

Hart, realitätsnah und sensibel

Die 13-jährige Eva erzählt von ihrem Leben in einer offenen Jugend-WG. Sie wurde von den Behörden dort untergebracht, weil ihre drogenabhängige Mutter einen Entzug machen soll. Zu ihrem Vater kann sie nicht, denn der hat sich vor einem Jahr umgebracht. Evas Monolog offenbart die Wirklichkeit der von Behörden verwalteten Erziehung, die nur in Ausnahmefällen menschliche Zuneigung und Zuwendung zulässt. Im Alltag erlebt Eva einen Albtraum an Vergeblichkeit, Gefühllosigkeit, Rohheit, Gewalt und großer Einsamkeit inmitten der anderen traumatisierten und geschädigten Kinder und Jugendlichen in der WG.

"Ich hab den nächstbesten Gegenstand genommen, den ich erwischt hab. Es ist ein Regenschirm gewesen. Den hab ich dem Kurti tief in den Mund hineingesteckt. Und dann hab ich ihm, ganz ruhig, mit einer eiskalten Stimme gesagt: Wenn du mich nochmal irgendwie angehst, mach ich dich tot."

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  • Rezension zu "Ich mach dich tot" von E. Nikes

    Ich mach dich tot

    TA_Wegberg

    26. September 2012 um 12:13

    Wenn man dieses Buch gelesen hat, möchte man am liebsten alle Eltern an den Schultern packen und schütteln: Kümmert euch! Achtet auf eure Kinder! Oder wollt ihr, dass ihnen dasselbe passiert? Denn was der Ich-Erzählerin Eva hier widerfährt, das wünscht man niemandem. Weil der depressive Vater Selbstmord beging, wurde die Mutter drogensüchtig, und nun muss sie in eine Entzugsklinik. Die Tochter wird solange in einer betreuten Jugend-WG untergebracht, wo sie mit Aggressionen, Gewalttätigkeit, hygienischen Missständen und psychischer Labilität konfrontiert wird. Sie lernt Mobbing und Lügen, Kriminalität und Prostitution aus nächster Nähe kennen. Schnell erkennt sie, dass die erwachsenen Bezugspersonen – die Betreuer und eine Psychologin – mit der Betreuung der renitenten Jugendlichen völlig überfordert sind. Es gibt keine Hilfe von außen. Wenn sie überleben will, muss sie sich selbst helfen. Aufgrund von Titel und Klappentext hatte ich diesen Roman für recht reißerisch gehalten, doch das Gegenteil ist der Fall. Mit ihrer sehr kindlichen, fast naiven Erzählstimme – im Hörbuch absolut genial umgesetzt von Anna Thalbach – berichtet Eva ohne Wertung und Beurteilung von den alltäglichen Streitereien in der WG, die sich bis zu blutigen Schlägereien hochschaukeln, und von der Gleichgültigkeit der Jugendlichen allen Vorschriften gegenüber. Sie selbst wirkt dazwischen wie ein aus dem Nest gefallener Vogel. Besonders berührend fand ich den Moment, als sie ihre erste Periode bekommt – wie sie ganz unbemerkt zur Frau wird, ohne diese einschneidende Erfahrung mit jemandem teilen zu können. Das Buch wirkt durchweg authentisch und überzeugend, man bekommt nicht den Eindruck, dass hier um der Sensation willen übertrieben dramatische Szenen geschildert werden. Auch die Betreuer sind weder Gutmenschen noch Ungeheuer: Sie tun ihre Arbeit und stoßen an ihre Grenzen wie jeder andere auch. Nur eines hat mich ein bisschen irritiert: dass Eva immer wieder von „Kindern“ spricht, gelegentlich sogar von „Spielzeug“, mit dem sie sich beschäftigen. Immerhin handelt es sich hier um Jugendliche, die – wie Dagmar – ihr Geld mit Prostitution verdienen oder die – wie Patrick – wegen bewaffneten Überfalls zu einer Bewährungsstrafe verurteilt sind. Das verschärft zwar den Widerspruch zwischen Evas bisheriger Ahnungslosigkeit und der brutalen Realität, der sie plötzlich ausgeliefert ist, aber auf mich wirkte das einen Tick zu naiv. Gleichwohl, dieser Roman verfehlt seine Wirkung nicht, und auch das sehr ernüchternde Ende – das den Leser nach anfänglicher Hoffnung auf ein Happy-End gnadenlos in die harte Wirklichkeit zurückstößt – hat mir (in literarischer Hinsicht) äußerst gut gefallen.

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  • Rezension zu "Ich mach dich tot" von E. Nikes

    Ich mach dich tot

    Carriecat

    04. September 2011 um 14:51

    Inhalt: Die jugendliche Protagonistin ist in der Hölle gelandet. Ihr Vater hat sich die Pulsadern aufgeschnitten, ihre Mutter ist im Drogensumpf versackt und sie selbst wird von der Führsorge in eine Art Heim gesteckt. Obwohl die Ich- Erzählerin immer von den "Kindern" spricht, sind es doch sehr extreme Jugendliche und chronisch überforderte Betreuer, die dort in der WG leben. Da ist der fiese Raufbold Kurti, die fast autistisch anmutende Fiona, der "Panzer" Dagmar, die sich für Geld "pudern" und auch noch schwängern lässt und noch einige andere harte Fälle. In dieser Umgebung wird auch die Protagonistin immer härter, immer hoffnungsloser. Jeder Tag ist ein neuer Kampf, nicht mal nachts ist man sicher... Stil: Die Ich- Erzählerin redet wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Sie hat nicht nur eine jugendliche, sondern vor allem auch eine sehr derbe Sprache. Der Gebrauch von Schimpfwörtern ist fast schon inflationär, aber auch gerade authentisch für diese Art von Jugendlichen. Die Sprache ist sehr einfach gehalten, sie ist schon fast auf Grundschulniveau: Der hat das gemacht, dann hat die das gemacht und dann hat er das gemacht.... Diese ständigen Gleichmacher haben mich sehr angestrengt und waren mir auf Dauer zu viel. Das mag zwar authentisch sein, hat aber nicht gerade zur Spannung beigetragen. Obwohl es an harte Fakten in der Geschichte ja nicht gemangelt hat. Sprecherin: Anna Thalbach verkörpert die abgebrühte und doch verletzliche Protagonistin sehr gut. Sie liest manchmal gelangweilt, manchmal sehr betont, jeweils der Erzählsituation angemessen. Besonders schön ist das österreicher Flair, das für eine kleine humorige Note bei diesem traurigen Thema sorgt. Fazit: Ein sehr hartes (Hör)Buch, das nichts für schwache Nerven ist und einen betroffen zurück lässt. Besonders nachdem man erfährt, dass sich der Autor aus seinen eigenen Erfahrungen aus einer solchen Jugend WG bedient hat.

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  • Rezension zu "Ich mach dich tot" von E. Nikes

    Ich mach dich tot

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    31. August 2011 um 20:50

    Ungeschöntes Leben in einer Jugend-WG * Eva wird vom Jugendamt in einer offenen WG untergebracht. Ihre Mutter kann sich nicht weiter um sie kümmern, da sie drogenabhängig ist und ihr Vater hat sich vor einem Jahr die Pulsadern aufgeschnitten. Ungeschönt und mit der Offenheit eines Kindes berichtet Eva von ihrem Alltag in der WG - Gewalt, Angst, Unverstandenheit und der großen Sehnsucht nach ihrer Mutter. * Anna Thalbach spricht E. Nikes "Ich mach dich tot!". Sie liest sehr betont und intoniert die Charaktere gekonnt. Manchmal muss man genauer hinhören, da die Geschichte in Österreich spielt und typische Ausdrücke verwendet werden. Für die, die damit nicht klar kommen gibt es im Booklet aber auch eine Art Glossar. * In der Jugend-WG wohnen sechs Jugendliche, drei Mädels und drei Jungs. Es wird nicht im Detail auf alle Geschichten eingegangen, jedoch ist die WG für alle die letzte Chance, bevor sie auf der Straße landen. Eines der Mädchen, Dagmar, ist mit dreizehn das erste Mal auf den Strich gegangen und ist jetzt schwanger - Vater unbekannt. Andere haben in ihren jungen Jahren schon Überfälle oder ähnliches begangen. Eva kann eigentlich gar nichts dafür, dass sie dort ist und versucht sich durch das leben zu kämpfen, sie benimmt sich und strengt sich in der Schule an, so dass sie auf das Gymnasium wechseln kann. In ihrem Mitbewohner Patrick findet sie einen Freund, der ihr hilft und für sie da ist. Eine Geschichte, wie sie das Leben schreibt. Die Lebensläufe der Jugendlichen spiegeln sich hier ganz deutlich in der Sprache wieder: roh, kalt, ungeschönt und oftmals unterhalb der Gürtellinie. Aber grade die derbe Sprache macht das Hörbuch sehr authentisch. Das Leben ist halt nicht immer rosarot und plüschig, sondern manchmal auch hart, kantig und grau. * Am Anfang bin ich davon ausgegangen, dass unsere Eva das Buch auch selbt geschrieben hat (wegen dem E.), jedoch wird im Booklet verraten, dass der Autor des Buches Peter Muhr ist. Autobiographisch könnte es trotzdem ein wenig sein, denn Herr Muhr hat eine Zeit lang in einer Jugend-WG gearbeitet. * "Ich mach dich tot" ist sehr speziell - aber auch sehr gut und sehr krass! Ich habe noch nie so eine derbe Geschichte gehört, die mich erstaunt, aufgeregt, sauer macht und mich dennoch mitfühlen lässt! Ganz große Klasse!

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