E. T. A. Hoffmann Die Bergwerke zu Falun. Der Artushof

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Inhaltsangabe zu „Die Bergwerke zu Falun. Der Artushof“ von E. T. A. Hoffmann

Auch auf diese beiden Erzählungen, die dem Zyklus 'Die Serapions-Brüder' entstammen, trifft zu, was Bergengruen über E. T. A. Hoffmanns Erzählkunst sagt: 'immer fasziniert seine unbestechliche Beobachtungsgabe, die scharf erfasste Eigenart seiner Figuren, die Verve und Brillanz seines Fabulierens.'
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  • Schicksal und Wahnsinn in Falun ...

    Die Bergwerke zu Falun. Der Artushof

    Monsignore

    Ein riesiger schwarzer Moloch, ein Abgrund ins Innere der Erde .. so stellt E.T.A. Hoffmann die Bergwerke von Falun dar. Einst gab es in Mittelschweden dieses gigantische und reichhaltige Eisenerz-Bergwerk - für einige Schweden bedeutete es Reichtum, vielen brachte es ein sicheres und gutes Einkommen, aber viele bezahlten bei Unglücken, Stolleneinbrüchen und Gasverpuffungen mit dem Leben. Der tragische Held der kurzen Erzählung hat den weiten Himmel gegen das enge Erdinnere getauscht - vom Seefahrer der Ostindien-Kompanie wurde er zum Bergmann in Falun, Einsamkeit und Lebensenttäuschung trieben ihn dorthin. An der Schwelle zum unverhofften Glück, am Tag der Hochzeit mit einer wunderschönen, von ihm abgöttich geliebten Frau, verfällt er dem Wahnsinn und flieht in den tiefsten Stollen, wo er - ungeheure Reichtümer halluzinierend - tödlich verschüttet wird. 1819 an der Schwelle vom Sturm und Drang zur Romantik geschrieben, hat dieser klug aufgebaute Text beides: die emotionale Aufwallung und die Naturversenkung. Der Wahn ist nicht Krankheit, sondern der tiefe Blick ins Innerste, der Weg in das Bergwerk eine Reise ins Ich. Ein ehrwürdiger Geist, ein geheimnisvoller Steiger, die blaue Blume und diverse Traumgebilde gehören dazu, sind für den heutigen Leser allerdings schwer zu verkraften. Kein Happy-End. Und für E.T.A. Hoffmann ungewöhnlich ist, dass alle paar Seiten die handelnden Personen vom starken Aehle-Bier sturzbesoffen sind. Sicher kein Highlight der Romantik. Und die dermaßen naheliegende Interpretation aus Sicht eines Sigmund Freud oder C.G. Jung wollen wir gar nicht erst erwähnen ...

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  • Schicksal und Wahnsinn in Falun ...

    Die Bergwerke zu Falun. Der Artushof

    Monsignore

    23. June 2014 um 23:48

    Ein riesiger schwarzer Moloch, ein Abgrund ins Innere der Erde .. so stellt E.T.A. Hoffmann die Bergwerke von Falun dar. Einst gab es in Mittelschweden dieses gigantische und reichhaltige Eisenerz-Bergwerk - für einige Schweden bedeutete es Reichtum, vielen brachte es ein sicheres und gutes Einkommen, aber viele bezahlten bei Unglücken, Stolleneinbrüchen und Gasverpuffungen mit dem Leben. Der tragische Held der kurzen Erzählung hat den weiten Himmel gegen das enge Erdinnere getauscht - vom Seefahrer der Ostindien-Kompanie wurde er zum Bergmann in Falun, Einsamkeit und Lebensenttäuschung trieben ihn dorthin. An der Schwelle zum unverhofften Glück, am Tag der Hochzeit mit einer wunderschönen, von ihm abgöttich geliebten Frau, verfällt er dem Wahnsinn und flieht in den tiefsten Stollen, wo er - ungeheure Reichtümer halluzinierend - tödlich verschüttet wird. 1819 an der Schwelle vom Sturm und Drang zur Romantik geschrieben, hat dieser klug aufgebaute Text beides: die emotionale Aufwallung und die Naturversenkung. Der Wahn ist nicht Krankheit, sondern der tiefe Blick ins Innerste, der Weg in das Bergwerk eine Reise ins Ich. Ein ehrwürdiger Geist, ein geheimnisvoller Steiger, die blaue Blume und diverse Traumgebilde gehören dazu, sind für den heutigen Leser allerdings schwer zu verkraften. Kein Happy-End. Und für E.T.A. Hoffmann ungewöhnlich ist, dass alle paar Seiten die handelnden Personen vom starken Aehle-Bier sturzbesoffen sind. Sicher kein Highlight der Romantik. Und die dermaßen naheliegende Interpretation aus Sicht eines Sigmund Freud oder C.G. Jung wollen wir gar nicht erst erwähnen ...

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