E. T. A. Hoffmann Die Serapions-Brüder

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Inhaltsangabe zu „Die Serapions-Brüder“ von E. T. A. Hoffmann

Ein Dichter wie ein Feuerwerk, das unter Blitzen und Knattern abbrennt und Staunen erregt. So beschrieb Joseph von Eichendorff den Dichter E. T. A. Hoffmann. Ein Blocksbergreiter, von Hexentrank berauscht, so schilderte ihn Ludwig Börne. Ungelöste Rätsel, exzentrische Geschichten und unerhörte Begebenheiten, das waren die Zündfunken, die dieses Feuerwerk lostreten konnten. Hoffmann fürchtete kaum etwas mehr als den "Dämon der Langeweile". Und entsprechend überraschend, phantastisch, grotesk und unerhört spannend sind die Geschichten, die sich die Serapionsbrüder bei Wein und Punsch erzählen. Hörspiel, Lesung, Oper, Gesang: So abwechslungs- und facettenreich E. T. A. Hoffmanns Sammlung ist, so vielseitig ist die grandiose Umsetzung durch Klaus Buhlert. Eigens komponierte Musik und die herausragenden Sprecher machen die Serapionsbrüder zum Hörspiel-Ereignis des Jahres. Hörspiel Laufzeit ca. 750 Minuten

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  • Rezension zu "Die Serapions-Brüder" von E. T. A. Hoffmann

    Die Serapions-Brüder

    sabisteb

    17. January 2012 um 14:09

    12 Stunden Hoffmanns phantastisch überspannte Geschichten Als sein Verleger Hoffmann vorschlug, einige seiner Geschichten, die in Almanachen erschienen waren, in einem Rahmen neu erscheinen zu lassen, schlug der Autor zu. Als Rahmen wählte man eine gesellige Männerrunde, modelliert nach der Runde, in welcher Hoffman selber seine Zeit verbrachte, und nannte diese „Serapionsbrüder“. 1819 bis 1821 erschienen die Serapionsbrüder in insgesamt 4 Bänden und enthalten neben alten Geschichten auch einige neue Erzählungen sowie die zusammenhaltende Rahmenhandlung der Serapionsbrüder, welche diese Erzählungen durch gelehrte Exkurse und Diskussionen unterbricht. Die Geschichten werden jeweils von den unterschiedlichen Serapionsbrüdern erzählt. In diesem Hörspiel sind folgende Geschichten vertreten: Cyprian erzhählt: Der Einsiedler Serapion – ein vermisster Sohn lebt als verrückter Einsiedler und hält sich für den historischen Serapion und die Welt um ihn herum für Illusion. Der Erzähler versucht ihn zur Vernunft zu bringen, scheitert aber. Theodor erzählt: Rat Krespel - Rat Krespel Tochter hat eine außergewöhnlich schöne Stimme, das Singen würde sie jedoch aufgrund medizinischer Grunde das Leben kosten. Darf er ihr das Singen, was ihre schönste Freude ist, verbieten? Cyprian erzhählt: Der Artushof - Der junge Kaufmannes Traugott arbeitet für Elias Roos, dessen Tochter er bald heiraten soll. Stattdessen geht er jedoch in die Lehre eines Malers und verliebt sich in dessen Tochter, was der alte Maler aber nicht möchte, daher taucht er mit seiner Tochter unter. Theodor erzählt: Die Bergwerke zu Falun – Diese Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit. Hoffman erzählt sie als die Lebensgeschichte des Seemanns Elis Fröbom, der Bergmann wird, sich verliebt, heiraten will, dessen Glück jedoch eine Prophezeiung entgegensteht. Lothar erzählt: Nussknacker und Mausekönig Cyprian erzählt: Eine Spukgeschichte – Ein Mädchen sieht einen Geist und wird wahnsinnig. Theodor erzählt: Die Automate - die Freunde Ferdinand und Ludwig wollen der Funktionsweise des "redenden Türken", eines mechanischen, humanoiden Aparates auf die Spur kommen. Wenn man dem Türken etwas ins Ohr flüstert, antwortet dieser mit Orakelsprüchen. Lothar erzählt: Nachricht aus dem Leben eines bekannten Mannes – Statt eines gesunden Kindes gebiert eine Ratsfrau einen Teufel, weil sie die Hebamme, die mit dem Teufel im Bunde stand, beleidigte. Sylvester erzählt: Das Fräulein von Scuderi Cyprian erzählt: Der Baron von B. – reicher Baron, ohne Talent, aber mit teuren Instrumenten, will begabten Musikern gegen Geld, das richtigen Geigenspiel beibringen. Ottmar erzählt: Signor Formica – Alter Onkel verliebt sich in seine junge Nichte und will sie mit deren großer Liebe auseinanderbringen und selber heiraten. Vinzenz erzählt: Die Königsbraut – Gnom verliebt sich in junges Mädchen mit Händchen für Grünzeug und will diese ehelichen. Es fehlen daher Die Fermate, Der Dichter und der Komponist, Ein Fragment aus dem Leben dreier Freunde, Der Kampf der Sänger, Doge und Dogaresse, Meister Martin der Küfner und seine Gesellen, Das fremde Kind, Die Brautwahl, Der unheimliche Gast, Spielerglück, Erscheinungen, Der Zusammenhang der Dinge, Vampirismus, Die ästhetische Teegesellschaft. 12 Stunden Hörspiel, wobei Hörspiel wohl der falsche Ausdruck ist, vertonte Lesung trifft es besser. Hörspiel ist diese Produktion nur, wenn die Serapionsbrüder sich unterhalten und über abgedrehte, verschwurbelte Themen diskutieren, ehe sie sich abstruse Geschichten erzählen. Diese Geschichten werden dann jeweils von einem der Serapionsbrüder vorgelesen, wobei ab und an eine eher gespielte Szene eingespielt, wird, in welcher der erzählende Serapionsbruder mit verschiedenen Stimmen spricht. Die Machart des Hörspiels ist also die eines klassischen, sparsamen Radiohörspiels in Radiohörspieltradition. Dazu gehört jedoch auch ein fürchterlicher Soundtrack, der sich wohl an die nicht vorhandenen Geigenkünste des Baron von B anlehnt. Wenn man die Hoffmannschen Erzählungen, so wie ich, nicht kennt, ist es teils schwer ihnen zu folgen. Die Sprache wurde belassen, wie der Dichter sie zu Blatt brachte, nur kann man im Hörspiel nicht die Worte nachschlagen, die man nicht mehr kennt und auch Fußnoten, die in gedruckten Ausgaben hilfreich sind, fehlen. Bekannteren Geschichten, die ich vorher kannte, konnte ich somit deutlich besser folgen als mir unbekannten, zumal diese an sich ja nicht unbedingt logisch, sondern Großteiles phantastisch überspannt sind und einem das Verständnis nicht gerade einfach machen. Teilweise musste ich die Geschichten mehrfach hören und dennoch erschlossen sie sich mir nicht. 12 Stunden Hoffmanns phantastisch überspannte Geschichten, unterbrochen von abgedrehten Dialogen sind harte Kost, besonders in dieser sparsamen, orginalbelassenen Radiohörspielbearbeitung. 2006 wurde dieses Hörspiel das Hörspiel des Monats Dezember der Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste: „"Jede Bewegung erzeugt ihre Gegenbewegung. So ist es nur folgerichtig, wenn nach den großen Fantasy-Projekten der ARD-Hörspielredaktionen der Vater des Gruselgenres, E.T.A. Hoffmann, mit einer aufwendigen Produktion seiner märchenhaften 'Serapions-Brüder' bedacht wird. Dieses literarische Sextett vermag auch in Zeiten der medialen Reizüberflutung und Special Effects uns mit dem so einfachen wie nachhaltigen Mittel einer Erzählstimme das Fürchten zu lehren...“ Ja, dieses Hörspiel mag hohe Kunst sein, ich fand es teils langweilig, teils anstrengend. Ich kann mich mit Hoffmans überspannten Geschichten nicht wirklich anfreunden.

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