E. T. A. Hoffmann Lebensansichten des Katers Murr, nebst fragmentarischer Biographie des Kapellmeisters Johannes Kreisler in zufälligen Makulaturblättern

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Inhaltsangabe zu „Lebensansichten des Katers Murr, nebst fragmentarischer Biographie des Kapellmeisters Johannes Kreisler in zufälligen Makulaturblättern“ von E. T. A. Hoffmann

Einer der großen Romane des 19. Jahrhunderts In den »Lebens-Ansichten des Katers Murr« sind zwei Biographien genial miteinander verwoben: die des schriftstellernden Katers und die seines Herrn, des Kapellmeisters Kreisler. Dessen Lebensgeschichte dient als Manuskriptpapier und wird versehentlich und fragmentarisch mit abgedruckt. In spiegelbildlicher Doppelung gestaltet E.T.A. Hoffmann den Memoiren schreibenden, selbstgewiss- naiven Kater als Satire auf den bildungsbürgerlichen Philister, während die in Zügen autobiographische Künstlerexistenz des Kapellmeisters dazu den Kontrapunkt bildet. (Quelle:'Fester Einband/15.08.2006')

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  • Rezension zu "Lebensansichten des Katers Murr" von E. T. A. Hoffmann

    Lebensansichten des Katers Murr, nebst fragmentarischer Biographie des Kapellmeisters Johannes Kreisler in zufälligen Makulaturblättern
    lizzabell

    lizzabell

    18. November 2009 um 23:08

    Ich musste dieses Buch wegen eines Seminars (Sprechende Tiere) lesen und war begeistert. Hoffmann erzählt in seinem originellen und phantasievollen Roman zum einen das Leben des gebildeten Katers Murr und zum anderen die fragmentarische Biographie des Kapellmeisters Johannes Kreisler.

  • Rezension zu "Lebensansichten des Katers Murr, nebst fragmentarischer Biographie des Kapellmeisters Johannes Kreisler in zufälligen Makulaturblättern" von E. T. A. Hoffmann

    Lebensansichten des Katers Murr, nebst fragmentarischer Biographie des Kapellmeisters Johannes Kreisler in zufälligen Makulaturblättern
    katermurr

    katermurr

    26. April 2008 um 11:24

    Ein Kunstwerk von Rang. ETA Hoffmann ist ein Meister der Verschachtelung, der Formgebung überhaupt, der Parodie, der Ironie, der Dichtkunst. Ich hab über 200 Seiten lesen müssen, um überhaupt "reinzukommen" - dafür les ichs in Auszügen zum zweiten Mal, denn die verschiedenen Handlungsstränge sind, wie bei einem guten Film, erst nachträglich einigermaßen einzuordnen. Themen: Die Stellung und Bedeutung des Künstlers in der Welt, wie und warum kann und will man, Kater, andere Wesen, Adlige und Menschen überhaupt Leben? Widersprüche und Verbindungen zwischen geist(l)ig(ch)er und weltlicher Lebensanschauung, und vieles mehr - ein Panoptikum des Lebens zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

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  • Rezension zu "Lebensansichten des Katers Murr, nebst fragmentarischer Biographie des Kapellmeisters Johannes Kreisler in zufälligen Makulaturblättern" von E. T. A. Hoffmann

    Lebensansichten des Katers Murr, nebst fragmentarischer Biographie des Kapellmeisters Johannes Kreisler in zufälligen Makulaturblättern
    couchpotatogirl

    couchpotatogirl

    18. November 2007 um 14:14

    Hoffmann tritt in diesem Buch als Herausgeber des Manuskripts eines Katers, Murr, auf, und weist die LeserInnen bereits im Vorwort darauf hin, dass es in dem Buch noch eine zweite Geschichte gibt. „Als der Kater Murr seine Lebensansichten schrieb, zerriß er ohne Umstände ein gedrucktes Buch, das er bei seinem Herrn vorfand, und verbrauchte die Blätter harmlos teils als Unterlage, teils zum Löschen. Diese Blätter bleiben im Manuskript und – wurden, als zu demselben gehörig, aus Versehen mitgedruckt!“ So beginnt das Buch mit der Erzählung von Murrs Jugendjahren, bricht jedoch plötzlich mitten im Satz ab, und es geht mit einer Erzählung der Biographie eines Kapellmeisters, Johannes Kreisler, weiter. Murr erzählt seine Geschichte vom Zeitpunkt an, an dem er von seinem Herrn, Meister Abraham, gefunden wurde. Da dieser ein Gelehrter ist, und allerhand Bücher besitzt, übt sich auch Murr bald in Lesen, Schreiben (mit der Feder!) und vor allem im Denken. Doch er erlebt natürlich auch Episoden, die typischer für einen Kater sind: Kämpfe mit Rivalen, unangenehme Zusammenstöße mit Hunden und Menschen, usw. Über all dem stehen natürlich seine geistreichen Bemerkungen, tiefgehenden Reflexionen und ab und zu wird zum Beweis seines literarischen Genies ein Gedicht eingestreut. Die Biographie des Kapellmeisters schildert sein Leben und die Geschehnisse an einem fürstlichen Hof, der eigentlich nur noch zum Schein besteht, da der Fürst des Titels enthoben ist. Er behielt jedoch die Hofhaltung bei, und seine „Untertanen“ tun ihm den Gefallen mit zuspielen. Das allein macht das dargestellte Hofleben schon lustig, und auch sonst werden genug Seitenhiebe auf das höfische Leben ausgeteilt. So ist etwa der Prinz geistig noch immer ein kleines Kind, und spielt am liebsten Stundenlang mit seinen Tassen (!), der Fürst hatte eine Affäre mit der Baronin, das gemeinsame Kind wurde nach der Geburt aus dem Land geschafft, usw. Es geht natürlich auch hier um Liebe, es gibt einen niederträchtigen Prinzen, der der Prinzessin den Hof macht, insgeheim jedoch deren Vertraute Julia begehrt, die ihrerseits wiederum dem Kapellmeister den Kopf verdreht hat. Dies bringt einiges an Verwirrung mit sich. Die Baronin und Meister Abraham scheinen im Hintergrund die Fäden zu ziehen, jedoch bleibt bis zum Schluss nicht ganz klar, wie sich alles zusammen fügt. Persönliche Meinung: Einerseits ist es etwas verwirrend, zwei Geschichten einander abwechseln zu lassen, vor allem da nach der Unterbrechung nicht nahtlos an die Erzählung angeknüpft wird. Andererseits wird das Buch so aber auch leichter lesbar, denn durch die vielen entgangenen Informationen bleibt es länger interessant. Außerdem ist der Kater Murr zwar recht liebenswürdig, seine Erzählung strotzt aber teilweise so von Selbstbeweihräucherung und „Klugscheißerei“, dass die Pausen ziemlich erholsam sind. Besonders gelungen sind meiner Meinung nach die Parallelen zur „Menschenwelt“ und deren überspitze Darstellung, etwa als Murr eine Lebensgemeinschaft mit einer Katze eingeht, und ab dem ersten Tag des Zusammenlebens das Auseinander leben beginnt (Seine Geliebte putzt sich nicht mehr, sie haben sich nichts mehr zu sagen und die Gesellschaft des anderen ist ihnen lästig, ...).

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