Homer & Langley

von E.L. Doctorow 
4,5 Sterne bei47 Bewertungen
Homer & Langley
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Hermelinchens avatar

Sehr berührend geschrieben, ein lesenswertes Stück Zeitgeschichte.

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Warmherzige Parabel über zwei Außenseiter

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Inhaltsangabe zu "Homer & Langley"

Ein großes kleines Meisterwerk von Doctorow, berührend und witzig, das auf Anhieb die New York Times-Bestsellerliste eroberte.

Die Brüder Homer & Langley hat es tatsächlich gegeben. Als Söhne einer New Yorker Patrizier-Familie wurden sie im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts geboren und lebten zeitlebens zusammen in ihrem New Yorker Elternhaus an der Fifth Avenue. Sie waren bekannt für ihre Sammelleidenschaft, die dazu führte, dass sie sogar ein Automobil der Firma Ford in ihrem Esszimmer unterbrachten. Zwei exzentrische Einsiedler, die sich nach und nach aus der Welt zurückzogen. Doch vorher kommt die Welt zu ihnen ins Haus mit einer Vielzahl wunderbarer Figuren und Begebenheiten.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596193639
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:224 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:09.10.2012

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    Aliras avatar
    Aliravor einem Jahr
    Zwei Messies in New York

    Die „Collyer-Brüder” Homer und Langley sind zwei Söhne einer wohlhabenden, gebildeten Familie und leben in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Manhattan.

    Homer ist als Jugendlicher erblindet, Langley muss in den Ersten Weltkrieg.

    Als die Eltern kurz hintereinander an der Spanischen Grippe sterben, nimmt sich der kriegstraumatisierte Langley seines Bruders an und führt mit ihm einen Juggesellenhaushalt. Im Laufe der Jahre müllen die beiden das Haus zu und schotten sich von der Außenwelt ab.

    Historisch wird Langley 1947 von einer Mülllawine verschüttet, in der Folge verhungert Homer.
    Zum Gedenken an die beiden Brüder findet sich heute anstelle des ehemaligen Prachtbaus an der 5th Avenue der “Collyer Brothers Park”.

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    Schelmuffskys avatar
    Schelmuffskyvor 2 Jahren
    Lebensfroh, skurril, heiter, traurig, welthaltig: ein absolutes Must-read

    Eine Weile dachte ich, dieser Roman könnte zwei ähnliche Männer beschreiben wie Flaubert in "Bouvard und Pecuchet". Weit gefehlt! Während die "Ver-rückten" bei Flaubert im Grunde zwei ausgesprochene Spießer sind, treffen wir mit Langley und Homer auf zwei menschenfreundliche Sonderlinge, die, obwohl Langley ihr riesiges Elternhaus nach und nach in ein höhlenartiges Labyrinth aus Sammelsurium verwandelt (das ist dezent untertrieben; siehe den auf Wikipedia verlinkten Spiegel-Artikel mit Fotos), doch fast bis zu ihrem traurigen Lebensende ausgesprochen weltzugewandt, lebensfroh und menschenfreundlich bleiben.

    Die Geschichte kann man auf Wikipedia nachlesen. Die Collyer-Brüder gab es wirklich und gelangten schon zu Lebzeiten zu einer gewissen Berühmtheit. Zu verquer war ihr Lebensstil, zumal in der Umgebung des rasant zum Zentrum der Welt aufsteigenden Manhattan, zu befremdlich für die "bürgerliche" Umgebung, deren Misstrauen, ja Hass die beiden häufig weckten.
    Zwischendurch sei erwähnt: Der Roman ist großartig! Doctorow macht alles richtig! Für mich zeichnen sich sehr gute Romane durch eine Beiläufigkeit im Erzählen aus. Beiläufig wird uns fast ein ganzes Jahrhundert nahegebracht, natürlich immer nur in kleinen Scherben, die aber sind so kennzeichnend, dass wir nach der Lektüre auch etwas mehr über den 1. Weltkrieg wissen, die spanische Grippe, die zig Millionen dahinraffte und unter anderem auch die Eltern von Homer und Langley, über den 2. Weltkrieg - hier ist vielleicht die Szene symptomatisch, in der Homer und Langley nach Pearl Harbour ein amerikanisches Paar aufnehmen, das aus Japan stammt, deswegen den Angriffen des Mob ausgesetzt ist und schließlich in ein Internierungslager verbracht wird -, über die Mafia, die Korruptheit der New Yorker Polizei, Vietnam, die Hippie-Zeit (phasenweise wohnen zahlreiche "Hippies" bei Homer und Langley, die auf eine geradezu verstörende, weil absolut selbstverständliche Weise gastfreundlich sind). Beiläufig sind auch kleine Details, die eine uns ferne Welt erstehen lassen, zum Beispiel die Beschreibung – Langley und Homer veranstalten zeitweise „Tanz-Tees“ für nicht so Begüterte in ihrem Salon -, wie die Nadel des Plattenspielers aus der letzten Rille springt und dann über das Papieretikett in der Mitte der Schallplatte kratzt. Das ist für uns alles sehr weit weg und dann plötzlich so nah, als ob ein Scheinwerfer ins Dunkel der Vergangenheit leuchtet und ein kleines Bild aufscheinen lässt, das uns ein vergangenes Zeitalter nahebringt.

    Natürlich sind Homer und Langley absolute Sonderlinge. Homer erblindet schon in jungen Jahren und vertreibt sich die Zeit vorrangig am Klavier, man muss sagen: an dem von ihm bevorzugten Klavier, denn Langley, ein Sammler, der von allem, was gebraucht und nicht gebraucht wird, immer gleich mindestens ein Dutzend Exemplare herbeischafft, sorgt auch dafür, dass irgendwann vierzehn Klaviere, Flügel und Pianolas im Haus verteilt sind. Sammeln: Im Speisezimmer steht irgendwann ein Ford T, das ganze Haus ist zunehmend vollgestopft mit Dingen, nach dem Tod der beiden hat man angeblich über 100 Tonnen zum größten Teil unbrauchbare Gegenstände aus dem Haus geschafft. Insbesondere sammelt Langley Zeitungen und kauft jeden Tag alle Ausgaben, deren er habhaft werden kann, denn sein größtes Vorhaben ist, irgendwann die endgültige Zeitung zu erstellen, die in einem einzigen Exemplar die Gesamtheit aller Zeitungen kondensiert (in diesem Prinzip können wir das Prinzip des Romans erkennen). Zum Schluss wird Langley und mit ihm auch Homer die Sammelleidenschaft zum Verhängnis. Der Schluss des Romans: im wahrsten Sinne todtraurig.

    Homer, der früh Erblindete, erzählt die Geschichte. Der Verlust des Augenlichts trägt dazu bei, dass seine übrigen Sinne extrem ausgebildet sind, so dass er sich fast wie ein Sehender bewegen kann. Er ist auch ein Mensch voller Sinnlichkeit, seine Zuneigung zu Frauen, zumal zu seinen beiden großen Lieben wird eindrücklich beschrieben. Doctorow lässt vor unseren Augen zwei äußerst sanftmütige Gestalten erstehen. Man merkt, dass diese Sonderlinge die wahren Menschenfreunde sind, nicht die „Normalen“, deren „Gefühlswelt“ allzu oft in Hass gegenüber allem ausschlägt , das nicht ihrer „Normalität“ entspricht. Insofern ist der Roman auch ein Lehrstück.

    Der Roman ist so unendlich viel mehr. Man staunt, wie viel auf 220 Seiten erzählt werden kann. Und so bleibt mir nur ein Wort: Lesen! Ein zweites: Unbedingt!

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    ralluss avatar
    rallusvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Warmherzige Parabel über zwei Außenseiter
    Homer & Langley

    Vorab: Es ist alles so auch passiert. Es gab die Collyer-Brüder und das Haus in New York, auch überliefert sind das Messie-Verhalten und der langsame Zerfall der beiden Geschwister und des Hauses.

    Sicherlich hat Doctorow sich bei den Einzelheiten dichterischer Freiheiten bedient.

    Homer & Langley sind zwei Brüder, die Anfang des 19.Jahrhunderts mit ihren Eltern in einem Haus in New York aufwachsen. Langley zieht in den ersten Weltkrieg, Homer erblindet als noch nicht Zwanzigjähriger und schildert die Ereignisse seines Lebens mit Langley. Der literarische Kniff den Erzähler früh erblinden zu lassen (In der Realität  erblindete Homer mit zweiundfünfzig Jahren) erlaubt eine distanzierte Sicht auf die Ereignisse. Homer lässt sich das Geschehen erzählen, entwickelt aber auch eine ungemein sensible Art die Umgebung wahrzunehmen.

    "Langley ist zwei Jahre älter als ich, und ich habe ihm immer gern imponiert, egal wie. [...] Wie machst Du das?, fragte er. Das ist wissenschaftlich interessant. Ich sagte: ich spüre, wo Formen die Luft verdrängen, oder ich spüre die von Gegenständen ausgehende Wärme, Du kannst mich herumdrehen, bis mir schwindlig wird, aber ich weiß immer noch, wo die Luft von etwas Festem ausgefüllt ist."

    Homer und Langley sind nach dem frühen Tod der Eltern bald auf sich alleine gestellt, die Hausangestellten sterben oder ziehen nach einigen Jahren weg. Langley hat eine Sammelwut, er versucht die perfekte Zeitung zu schreiben, eine Zeitung die allgemeingültig ist. Deswegen stapeln sich in dem Haus alle täglich gekauften Tageszeitungen. Auch ein Auto hat Homer in den Speisesalon gebracht - fahren kann er damit natürlich nicht.

    Anfangs herrscht noch Leben in dem Haus, es werden Tanztees gegeben, Platten werden aufgelegt, Teppiche und Möbel für die Tanzenden beiseite geschafft. Der Auftritt der Polizei beendet die Treffen, überhaupt legen sich die Brüder öfters mit dem Gesetz an, Hypothekenzahlungen werden verspätet gezahlt, Wasser- und Stromkonzerne sind Ausbeuter, am Ende ist das Haus ohne jeglichen Kontakt von außen. Nach dem Tod der Hausangestellten haben die beiden Brüder Probleme das geregelte Leben mit Essen und sozialen Kontakten aufrechtzuerhalten - sie werden immer verschrobener.
    Kontakte zu Frauen oder anderen Menschen haben sie schon lange nicht mehr, als die Hippiezeit ausbricht, kommt es nochmal zu einer Aufleben aber auch die Hippies ziehen - wie alle anderen Ereignisse - vorbei. Die Brüder werden zum Gespött der Leute, Kinder werfen Steine ans Fenster, so dass Langley das Haus als Festung verrammelt. Homer schildert die Lage schonungslos:


    "Es hat keinen Sinn mehr, die Dinge zu beschönigen. Ich zitiere einen unserer amerikanischen Dichter ' Warum nicht sagen, was geschah?' Falls jemand dies liest und eine schlechte Meinung von mir bekommt - Jaqueline, wenn du das liest, wirst du mich verstehen, das weiß ich -, aber wenn jemand anderes sich daran stört, was geht mich das an? Mein Weg führt in den Abgrund der Namenlosigkeit."

    Homer & Langley ist ein unheimlich warmsinniges zu Herzen gehende Fabel, ein modernes Märchen, ein Streifzug durch das 20.Jahrhundert gelungen, ein Buch das unter die Haut geht und Doctorows feine Kunst zeigt, mit wenigen Worten ein ganzes Universum von Menschen und Geschichte zu malen, und um es mit Homers Worten zu sagen:


    "wenigstens mit Worten zu sehen und zu hören, wenn ich sonst nichts habe".

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    HibiscusFlowers avatar
    HibiscusFlowervor 4 Jahren
    Eine faszinierende Darstellung von Sinneseindrücken einer bewegenden Geschichte

    Homer & Langley Collyer, zwei Brüder, aus einer wohlhabenden Familie stammend und in einem Haus am Central Park in New York lebend.
    Der eine blind, dafür hochsensibel. Der andere durch seine Erlebnisse im ersten Weltkrieg nicht mehr der, der er mal war.
    Die Geschehnisse zu Beginn des 20. Jahrhunderts lassen die beiden, angetrieben von Langley, sich mehr und mehr von der Außenwelt abschotten, auch wenn diese immer wieder an deren Türe anklopft.
    Das Verwahren der Tageszeitungen, das zur Herstellung einer einzigen, immer aktuellen Tageszeitung dienen soll, ist der Anfang einer Sammelleidenschaft, die in eine obsessive Sammelwut abdriftet.
    Edgar Lawrence Doctorow präsentiert auf einer wahren Begebenheit basierend, ein Meisterwerk, das die Geschichte der Collyer-Brüder und die Geschichte des anfänglichen 20. Jahrhunderts verknüpft.

    Fern ab von Jugendbuch-Fantasy-Frauenherzerwärmer-Dystopie-Bereichen wollte ich lesen und habe mit meinem Griff ins Bibliothekregal einen mir bis dato unbekannten Autor und seine dichterisch freie und eigenwillige Sicht auf das Leben der Collyer-Brüder als Basis in Verbindung mit den historischen Ereignissen des 20. Jahrhunderts herausgezogen.

    Es ist der blinde Homer, aus dessen Perspektive die LeserInnen das Leben, die Schicksale, die Begegnungen und die Emotionen in dem Haus an der Fifth Avenue erleben. Beginnend mit dem Verlust seines Augenlichtes, führt er durch die vier Stockwerke des Stadthauses, erzählt von seiner Leidenschaft als Pianist, den weltreisenden Eltern, seinem Bruder Langley und seinen Theorien sowie von Langleys Veränderung, nachdem er aus dem ersten Weltkrieg zurückkehrt.
    Nach dem anfänglichen Versuch, das alte Leben wieder aufzunehmen, kommt sehr schnell die Feststellung:
    Das Gefühl, ein defekter Mensch zu sein, lässt es klüger erscheinen, sich abzusondern und so Schmerz, Leid und Demütigungen zu vermeiden. (S.83)

    Besitzgier und Geiz - klingt zunächst widersprüchlich. Doch Langley entwickelt ein Wertgefühl für Gegenstände, die er entweder günstig oder gar kostenlos auf seinen Streifzügen ausserhalb des Hauses entdeckt. Der Wunsch, aus all den von ihm gesammelten Tageszeitungen, eine einzige, zeitlose Zeitung entstehen zu lassen schliesslich hat er diese Alles-im-Leben-wird-ersetzt-Theorie, läuft neben dem Sammelverhalten, heute bekannt unter Messie-Syndrom, nebenher mit.

    Konträr zur Beständigkeit des Sammelsuriums, mit dem Langley das Haus nach und nach (über-)füllt, stehen die Begegnungen mit Menschen, die nur kurzzeitig in ihrem Haus verweilen.
    Gangster, Huren, Musiker, Enkel, unerreichbare Lieben, Quertreiber, Verfolgte, Hippies stehen nicht nur vor der Tür, sondern finden Einlass, Gehör, hinterlassen Eindrücke, Gefühle, Abneigungen und Erinnerungen.
    Doch: Menschen verschwinden aus deinem Leben. Und zurück bleibt ein verrückter Exzentriker, sein blinder Bruder und ein Labyrinth von gefährlichen Pfaden.

    Ich habe das Gefühl, dass, egal was ich schreibe, nichts diesem faszinierenden Buch gerecht werden kann. Mein erster Gedanke unterm Lesen war: wie verschroben. Dies aber nicht im Sinn von gaga ! Verschroben herrlich, auch wenn es im Verlauf durch Langley wahnwitzige Züge annimmt.

    Durch seine Erblindung nimmt Homer nicht nur die Position eines passiven Beobachters ein. Die Schilderung des Zusammenlebens mit seinem Bruder und die Geschehnisse ihres Lebens bekommen durch das Einsetzen seiner restlichen Sinne eine ganz andere Tiefe, eben weil es nicht auf die optischen Reize reduziert wird.

    Eine faszinierende Darstellung von Sinneseindrücken einer bewegenden Geschichte, verknüpft mit den Geschehnissen des 20. Jahrhunderts, zu denen unter anderem die beiden Weltkriege und die Weltwirtschaftskrise zählen.
    Dies war mein erstes Werk von E.L. Doctorow, der in New York geboren wurde, da noch immer lebt, an verschiedenen Universitäten englische und amerikanische Geschichte unterrichtete und für mehrere seiner Werke mit angesehenen Literaturpreisen ausgezeichnet wurde.
    Die genaue Geschichte der Collyer-Brüder zu erfahren, ist nach dem Auslesen einen Blick wert.

    Dies ist mein Buch für die Themen-Challenge 2014 unter dem Punkt 16 - Bücher, die in einer Stadt mit mehr als 1 Mio. Einwohner spielen.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Doctorow – HOMER & LANGLEY


    In HOMER & LANGLEY geht es um die wohlhabenden Gebrüder Collyer, die in einem großen Haus in New York City leben und nach und nach alle Verbindungen zur Außenwelt kappen. Homer, aus dessen Sicht das Buch geschrieben ist, ist blind und auch sein Gehör lässt nach. Langley ist ein hochbegabter Zwangsneurotiker, der mit seiner obsessiven Sammelwut im Laufe der Jahre das ganze Haus zumüllt – heute würde man ihn wohl einen Messie nennen. Neben allerlei Schrott und ausgemusterten Maschinen ist das hauptsächliche Objekt seiner Begierde Tageszeitungen, deren Artikel er katalogisiert und archiviert, um daraus irgendwann eine ultimative, immergültige Zeitung zu machen.
     
    Nachdem die Brüder mit allen Geldgebern und Dienstleistern (Banken, Stadtwerke, Telefongesellschaft, usw.) gebrochen haben, was die Presse, die Polizei und hunderte Schaulustige auf den Plan ruft, beginnt für Homer und Langley die absolute Einsiedelei. Mittlerweile ist das Haus kaum noch bewohnbar, die Zeitungen stapeln sich auf allen Etagen bis unter die Decken, überall schimmelt es, die Wände drohen zu brechen, Fenster und Türen sind verrammelt. Der blinde Homer ist mit seiner Schreibmaschine auf engstem Raum eingeschlossen und wird von Langley, der sich einen Kriechgang voller Fallen gegen Einbrecher durch die Tonnen von Müll gebahnt hat, gefüttert.

    Interessant ist, dass es die Brüder wirklich gab. Die Collyer-Brüder sind in New York das Paradebeispiel für einen Messiehaushalt. 1947 wurden sie in über 100 Tonnen Gerümpel tot aufgefunden. Langley war einer seiner Fallen erlegen, Homer war daraufhin verhungert.

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    WinfriedStanzickvor 6 Jahren
    Rezension zu "Homer & Langley" von E.L. Doctorow

    Der amerikanische Schriftsteller E.L. Doctorow ("Ragtime" und "Billy Bathgate") hat sich zu diesem wunderbaren Roman inspirieren lassen von zwei Menschen, die tatsächlich gelebt haben und einer Geschichte, die tatsächlich in ihren Grundzügen so in New York in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts geschehen ist.

    Es geht um die beiden Brüder Homer und Langley Collyer, Söhne eines wohlhabenden Frauenarztes in Manhattan, die nach dem frühen Tod ihrer Eltern in einer riesigen Wohnung an der Fifth Avenue in Manhattan wohnen bleiben und über die Jahre zu sehr abstrusen Persönlichkeiten mutieren, die ihre Wohnung mit den unmöglichsten Sachen zumüllen und so eine vormoderne Form des Messietums leben. Wer sich über die historischen Brüder informieren möchte, der sei auf die sehr instruktive englische Seite bei Wikipedia verwiesen.

    In der Realität sind beide schon 1947 gestorben, Homer 66 -jährig und Langley 62- jährig. Der Autor des Romans, den man nicht mehr aus der Hand legen kann, hat man ihn einmal begonnen, jedoch lässt sie viel länger leben. Komponiert als ich-erzählender Bericht des früh erblindeten Homer, der neben dem Klavierspielen im späten Aufschreiben seines Lebens und das seines Bruders seine Erfüllung findet, spannt E.L.Doctorow mit der Lebensgeschichte der beiden Brüder einen weiten Bogen über die Geschichte des 20. Jahrhunderts vom Ersten Weltkrieg, aus dem Langley mit einem schweren Giftgasschaden zurückkehrt bis zu den Hippies, die sich in den siebziger Jahren, während des Vietnamkrieges für viele Wochen in dem bereits total verwahrlosten Haus der beiden niederlassen.

    Davor waren es etliche Mitbewohner, zunächst das alte, von den Eltern übernommene Personal, dann immer wieder Frauen, mit denen vor allem Homer seine sexuellen Bedürfnisse auslebt, nach dem Angriff auf Pearl Harbour über einige Zeit ein japanisches Ehepaar, das im Haus der Collyers Exil suchte, weil sie aus ihren alten Wohnung vom wütenden Mob vertrieben worden waren. Doch bald werden sie vom FBI abgeholt und aller Widerstand vor allem von Langley kann ihnen nicht helfen. Es ist vor allem Langley, der neben seinem lebenslangen Projekt einer einzigen Zeitung, die die ultimativen Nachrichten in sich vereinigen soll, Widerstand leistet gegen die Bank, denen die beiden, im übrigen millionenschwer auch durch die Große Depression gekommenen Brüder, Geld schulden, dem Stromlieferant und dem Wasserwerk und der immer wieder in den Dutzenden von Zeitungen, die er täglich über Jahrzehnte nicht nur gelesen, sondern auch in der Wohnung, zu Bergen aufgetürmt, gesammelt hat, immer wieder lesen muss von Kriegen.

    Und so ist diese ansprechende Geschichte zweier Brüder auch die Geschichte eines Amerika, das sich permanent im Krieg befindet. Nach dem Ersten der Zweite Weltkrieg, dann der Koreakrieg und schon bald darauf Vietnam.

    Es ist aber auch eine Kulturgeschichte eines sich verändernden New York in den ersten achtzig Jahren des 20. Jahrhunderts. Ein wunderbarer, kurzweiliger Roman über zwei Brüder, die in ihrer Sammelwut ein riesiges Haus vollstopfen und eine ganz eigene Form von Leben führen.

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    Bellamivor 7 Jahren
    Rezension zu "Homer and Langley" von E.L. Doctorow

    In dem Roman Homer & Langley erzählt E. L. Doctorow eine aktuelle Geschichte a lá Hartz IV - TV und die beiden Collyer Brüder hätten, soweit sie in der heutigen Zeit leben würden, in irgendeiner der neuen Messiesendungen auf irgendeinem privaten TV-Sender wahnsinnig hohe Einschaltquoten erreicht.
    Bloß, dass diese beiden Brüder es nie zugelassen hätten, dass überhaupt eine Kamera je ihr „Reich“ betritt.

    Homer und Langley Collyer sind zwei Brüder, stammen aus einer wohlhabenden Familie und leben in New York ageschottet von der Gesellschaft, gegenüber vom Central Park in einer (früher) imposanten Villa. Sie leben ihr ganz eigenes Leben. Homer mehr dazu genötigt, weil er in seinen späteren Kinderjahren blind geworden ist und Langley, weil er mehr oder weniger ein Querulant und seit seiner Rückkehr aus dem 1. Weltkrieg eine Mischung aus Genie und Wahnsinniger geworden ist.

    Die Brüder Collyer gab es wirklich. Sie lebten, oder sollte man schreiben vegetierten, bis 1948 so vor sich hin. Als dichterische Freiheit jedoch hat Doctorow die Geschichte bis in die 70iger Jahre erzählt und politische Themen wie den Korea- und Vietnamkrieg, die Mondlandung und die Flower-Power-Zeit in dem Roman verarbeitet und somit Homer und Langley Collyer an der technischen Revolution teilhaben lassen. Die Bewunderung hierfür äußert sich natürlich in erster Linie an der Sammelleidenschaft von Langley Collyer. Homer duldet diese krankhafte Leidenschaft seines Bruders, schließlich hat er nur noch Langley , der sich um ihn kümmert und er liebt seinen Bruder.

    Im Laufe der Jahre wird Langley immer exzentrischer. Die Brüder können und wollen sich nicht mehr in der Gesellschaft zeigen, am gesellschaftlichen und öffentlichen teilnehmen, wollen ihre Ruhe. Durch dieses Verhalten wird jedoch der ansonsten "nur" blinde Homer immer einsamer. Irgendwann ergibt er sich seinem Schicksal.

    Aber akzeptiert die Gesellschaft ihr Verhalten? Kann man inmitten der Öffentlichkeit, des gesellschaftlichen Lebens, inmitten eines vornehmen Viertels wohnen und sich nicht an die Regeln halten? Kann man es überhaupt?

    Nachdem ich das Buch zu Ende gelesen hatte, gab ich die Namen bei google ein und fand alles wissens- und auch sehenswerte über die beiden Außenseiter.
    Die Bilder sind erschreckend, ekelerregend und die Berichte über den wahren Tod der Brüder sind unfassbar.
    Genauso unfassbar ist für mich die Tatsache, dass so eine Geschichte in dieser Form erzählt wird, wie sie Verständnis und Mitleid für Langley und für Homer erst recht hervorruft.
    Aber man weiß auch, dass man sich an gesellschaftliche GRUNDregeln halten muss

    Trotzdem bewunderswert wie Homer und Langley ihr Leben neben der Gesellschaft mitten in der Gesellschaft gelebt haben und der Staat machtlos war.

    PS: Ich möchte nie solche Nachbarn wie Homer und Langley haben. Schaut Euch die Bilder an und denkt an den Gestank, an das Ungeziefer .....

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    Archibald Pynchon-Lights avatar
    Archibald Pynchon-Lightvor 7 Jahren
    Rezension zu "Homer and Langley" von E.L. Doctorow

    Die beiden Brüder Homer und Langley Collyer bewohnen ein prächtiges Haus in der Fifth Avenue. Die wohlhabenden Eltern gaben bis zu ihrem Tod dort rauschende Feste für die New Yorker High Society. Jetzt leben die Brüder allein. Homer erblindet langsam und sein Bruder ist durch seine Erlebnisse im Ersten Weltkrieg traumatisiert.
    Langley ist der größere Exzentriker. Sein Bruder wirkt vernünftiger, ist aber noch weit von einem Durchschnittsbürger entfernt. Er verdient sein Geld im Kino, indem er die Stummfilme musikalisch begleitete, und hat eigens eine Schülerin engagiert, die ihm das Geschehen auf der Leinwand schildert.
    Die Brüder veranstalteten Tanzpartys in ihrer geräumigen Wohnung, bis sie von korrupten Polizisten beendet werden, denen sie kein Bestechungsgeld zahlen wollen.
    Langley liest täglich alle Zeitungen und bewahrt sie in der Wohnung auf. Er träumt von einer einzigen, weltumfassenden Tageszeitung. Er heckt auch sonst viele unausgegorene Ideen aus, die Homer alle geduldig und bereitwillig erträgt. Sei es Gesundheit, Nudismus oder die Heilung von Homers Blindheit. Bei jedem neuen Thema wird aus Interesse rasch Besessenheit. So lange, bis er sich für etwas anderes begeistert. Damit verbunden ist ein exzessiver Sammeltrieb. Die Wohnung ist ein einziges Sammelsurium aus Zeitungen, Schreibmaschinen, Musikinstrumente, Maschinenteilen und allem, was Langley für sammelswert hält. So bringt er ein komplettes Auto, ein Ford Model T, in der riesigen Wohnung unter. Zuletzt horten sie etwa hundert Tonnen Müll in ihrer Wohnung.

    Die Brüder befinden sich im ständigen Streit mit ihren Gläubigern, der Baubehörde und den Stadtwerken. Aber auch mit der Presse und den Nachbarn. Immer mehr werden sie zu Einsiedlern und brechen die ohnehin nur sporadischen sozialen Kontakte zur Außenwelt ab. Als man ihnen Strom, Gas und Wasser abstellt, weil sie ihre Rechnungen nicht bezahlen, greifen sie auf Kerzen und einen öffentlichen Brunnen zurück. Langleys Paranoia geht so weit, dass er aus Angst vor Eindringlingen ein kompliziertes System an Fallen errichtet.

    E.L. Doctorow gehört zu den großen, mehrfach preisgekrönten Autoren der USA. Zuletzt erhielt er den PEN/Faulkner Award für Der Marsch. Seine Romane Hard Times, Ragtime und Billy Bathgate wurden erfolgreich verfilmt. Er beschäftigt sich vorwiegend mit historischen Stoffen und so ist auch Homer & Langley in erster Linie ein Zeitportait. Doch das Weltgeschehen spielt sich stets im Hintergrund ab und wird dezent und subtil in die Handlung eingeflochten. Das Buch erzählt die so wahre wie unglaubliche Geschichte der Brüder Collyer, die wohl die ersten populären Fälle des Messie-Syndroms waren. Ihren Lebens- und Leidensweg schildert Doctorow kurzweilig und in
    hervorragendem Stil. Er stellt seine Protagonisten nicht bloß und führt sie auch nicht als liebenswerte Exzentriker vor, sondern erzählt in prägnanten Sätzen vom Leben und Leiden zweier Männer, die sich mit ihren jeweiligen Handicaps durch eine Welt schlagen müssen, die ihnen weder Hilfe noch Verständnis, sondern nur reine Sensationsgier entgegenbringt.
    Das Buch ist leider viel zu kurz und liest sich bequem an einem Nachmittag, aber die Geschichte beschäftigt den Leser noch sehr lange danach. Das Ende der Geschichte wird in wenigen Sätzen beschrieben, die man nur verstehen kann, wenn man die Hintergründe kennt. Aber ein kurzer Blick in Wikipedia zeigt, wie gelungen Doctorow dieses Ende gestaltet hat.

    Erwähnenswert ist auch noch die meisterliche Umschlaggestaltung. Das Cover von Homer & Langley gehört zu den schönsten, das ich kenne. Somit ein in jeder Hinsicht außerordentlich gelungenes Buch.

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    Daphne1962s avatar
    Daphne1962vor 7 Jahren
    Rezension zu "Homer and Langley" von E.L. Doctorow

    Nach einer wahren Geschichte erzählt E.L. Doctorow die Story um Homer und Langley. Das sind zwei sehr unterschiedliche Brüder gewesen, die in New York am Central Park in einem Haus lebten. Das besondere an dieser Geschichte ist allerdings,
    Homer verlor im laufe der Jahre sein Augenlicht und wurde blind und sein jüngerer Bruder Langley Collyer war entweder verrückt oder ein Genie. Er ist
    ein Kriegsopfer gewesen. Um das herauszufinden sollte man dieses Buch unbedingt lesen.

    Es spielt in der Zeit zwischen 1881 und 1947. Die beiden Brüder leben nach dem Tod der Eltern, die eh kaum da sind, in dem riesigen Haus am Central Park. Die Eltern waren recht wohlhabend und viel auf Reisen, der Vater war Arzt. Während Homer dem musischen zugewandt ist und sich in seiner Musik verkriecht und Klavier spielte war Langley der Sammelwut verfallen. Er sammelte zum einen jeden Tag einen Haufen Tageszeitungen, die sich im Hause stapelten. Dann sammelte er alles gleich mehrfach und sogar ein Auto stand später zusammen gebaut im Esszimmer. Die beiden haben sich im Haus verschanzt, aber im Laufe der Jahre klingelten die ungewöhlichsten Menschen an der Tür oder quartierten sich zeitweise bei ihnen ein. Von Hippies bis Gangstern, war alles vertreten.

    E.L. Doctorow ist es sehr gut gelungen die Geschichte aus Homers Sichtweise zu erzählen. Dieses Buch hinterlässt bei mir einen sehr bleibenden Eindruck, es berührt einen schon sehr. Aber es ist auch stellenweise sehr amüsant, was so im Laufe der Jahre alles passiert, wenn es an der Haustür klingelt oder die Brüder sich mal nach
    draußen wagten. Als sie sämtliche Rechnungen nicht mehr bezahlten und die Bank ihnen auf die Pelle rückte, zogen die beiden sich dann komplett zurück in ihren Bunker. Das Ende war dann auch sehr tragisch. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, so interessant war es.

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    WinfriedStanzickvor 7 Jahren
    Rezension zu "Homer and Langley" von E.L. Doctorow

    Der amerikanische Schriftsteller E.L. Doctorow („Ragtime“ und „Billy Bathgate“) hat sich zu seinem neuen wunderbaren Roman inspirieren lassen von zwei Menschen, die tatsächlich gelebt haben und einer Geschichte, die tatsächlich in ihren Grundzügen so in New York in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts geschehen ist.

    Es geht um die beiden Brüder Homer und Langley Collyer, Söhne eines wohlhabenden Frauenarztes in Manhattan, die nach dem frühen Tod ihrer Eltern in einer riesigen Wohnung an der Fifth Avenue in Manhattan wohnen bleiben und über die Jahre zu sehr abstrusen Persönlichkeiten mutieren, die ihre Wohnung mit den unmöglichsten Sachen zumüllen und so eine vormoderne Form des Messietums leben. Wer sich über die historischen Brüder informieren möchte, der sei auf die sehr instruktive englischen Seite bei Wikipedia verwiesen.

    In der Realität sind beide schon 1947 gestorben, Homer 66 –jährig und Langley 62- jährig. Der Autor des Romans, den man nicht mehr aus der Hand legen kann, hat man ihn einmal begonnen, jedoch lässt sie viel länger leben. Komponiert als ich-erzählender Bericht des früh erblindeten Homer, der neben dem Klavierspielen im späten Aufschreiben seines Lebens und das seines Bruders seine Erfüllung findet, spannt E.L.Doctorow mit der Lebensgeschichte der beiden Brüder einen weiten Bogen über die Geschichte des 20. Jahrhunderts vom Ersten Weltkrieg, aus dem Langley mit einem schweren Giftgasschaden zurückkehrt bis zu den Hippies, die sich in den siebziger Jahren, während des Vietnamkrieges für viele Wochen in dem bereits total verwahrlosten Haus der beiden niederlassen.

    Davor waren es etliche Mitbewohner, zunächst das alte, von den Eltern übernommene Personal, dann immer wieder Frauen, mit denen vor allem Homer seine sexuellen Bedürfnisse auslebt, nach dem Angriff auf Pearl Harbour über einige Zeit ein japanisches Ehepaar, das im Haus der Collyers Exil suchte, weil sie aus ihren alten Wohnung vom wütenden Mob vertrieben worden waren. Doch bald werden sie vom FBI abgeholt und aller Widerstand vor allem von Langley kann ihnen nicht helfen. Es ist vor allem Langley, der neben seinem lebenslangen Projekt einer einzigen Zeitung, die die ultimativen Nachrichten in sich vereinigen soll, Widerstand leistet gegen die Bank, denen die beiden, im übrigen millionenschwer auch durch die Große Depression gekommenen Brüder, Geld schulden, dem Stromlieferant und dem Wasserwerk und der immer wieder in den Dutzenden von Zeitungen, die er täglich über Jahrzehnte nicht nur gelesen, sondern auch in der Wohnung, zu Bergen aufgetürmt, gesammelt hat, immer wieder lesen muss von Kriegen.

    Und so ist diese ansprechende Geschichte zweier Brüder auch die Geschichte eines Amerika, das sich permanent im Krieg befindet. Nach dem Ersten der Zweite Weltkrieg, dann der Koreakrieg und schon bald darauf Vietnam.

    Es ist aber auch eine Kulturgeschichte eine sich verändernden New York in den ersten achtzig Jahren des 20. Jahrhunderts. Ein wunderbarer, kurzweiliger Roman über zwei Brüder, die in ihrer Sammelwut ein riesiges Haus vollstopfen und eine ganz eigene Form von Leben führen.

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