E.M. Remarque

 4,5 Sterne bei 429 Bewertungen
Autor von Im Westen nichts Neues, Drei Kameraden und weiteren Büchern.

Lebenslauf von E.M. Remarque

Erich Maria Remarque, 1898 in Osnabrück geboren, besuchte das katholische Lehrerseminar. 1916 als Soldat eingezogen, wurde er nach dem Krieg zunächst Aushilfslehrer, später Gelegenheitsarbeiter, schließlich Redakteur in Hannover und Berlin. 1932 verließ Remarque Deutschland und lebte zunächst im Tessin/Schweiz. Seine Bücher »Im Westen nichts Neues« und »Der Weg zurück« wurden 1933 von den Nazis verbrannt, er selber wurde 1938 ausgebürgert. Ab 1939 lebte Remarque in den USA und erlangte 1947 die amerikanische Staatsbürgerschaft. 1970 starb er in seiner Wahlheimat Tessin.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von E.M. Remarque

Cover des Buches Im Westen nichts Neues (ISBN: 9783462046335)

Im Westen nichts Neues

 (1.174)
Erschienen am 08.03.2014
Cover des Buches Drei Kameraden (ISBN: 9783462046311)

Drei Kameraden

 (79)
Erschienen am 08.03.2014
Cover des Buches Der Weg zurück (ISBN: 9783942656788)

Der Weg zurück

 (53)
Erschienen am 10.05.2013
Cover des Buches Der Himmel kennt keine Günstlinge (ISBN: 9783462052367)

Der Himmel kennt keine Günstlinge

 (27)
Erschienen am 08.11.2018
Cover des Buches Schatten im Paradies (ISBN: 9783462052350)

Schatten im Paradies

 (18)
Erschienen am 08.11.2018
Cover des Buches Der Feind (ISBN: 9783462046298)

Der Feind

 (14)
Erschienen am 08.03.2014
Cover des Buches Der schwarze Obelisk (ISBN: 9783462051476)

Der schwarze Obelisk

 (15)
Erschienen am 09.05.2018
Cover des Buches Die Nacht von Lissabon (ISBN: 9783462050943)

Die Nacht von Lissabon

 (12)
Erschienen am 09.11.2017

Neue Rezensionen zu E.M. Remarque

Cover des Buches Der schwarze Obelisk (ISBN: 9783462051476)claudiaZs avatar

Rezension zu "Der schwarze Obelisk" von E.M. Remarque

Großartiger Einblick in die Zeit nach dem ersten Weltkrieg
claudiaZvor 6 Tagen

Beim Lesen des Buches werden die Fakten, welche man aus dem Geschichtsunterricht kennt, lebendig. Remarque beschreibt die Lebensumstände, Ängste und Nöte der Menschen in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg sehr anschaulich. Für die Menschen gilt es die Erfahrungen aus dem ersten Weltkrieg zu verarbeiten, was insbesondere auch für den Hauptprotagonisten Ludwig Bodmer zutrifft, da er sehr jung als Soldat zum Kriegsdienst eingezogen wurde. 

Geprägt ist das Leben der Menschen zur damaligen Zeit in Deutschland außerdem durch die Hyperinflation, wodurch viele Moralvorstellungen plötzlich nicht mehr Bestand haben. Um die Situation der Menschen zu verdeutlichen, werden viele Einzelschicksale aufgezeigt. Für Ludwig heißt es, nach den Erfahrungen des Krieges im zivilen Leben zurecht zukommen und sich in der Gesellschaft zurecht zu finden, denn auch die zwischenmenschlichen Beziehungen werden immer stärker durch das Materielle bestimmt. 

Philosophisch wird es immer bei den Besuchen Ludwigs in der Irrenanstalt, wo er auf Isabell trifft. Hier herrscht eine ganz andere Stimmung als in der Stadt, der fortwährende Blick auf den Wechselkurs zum Dollar spielt hier weniger eine Rolle. Ein freundlicher Ort ist es trotzdem nicht.

Remarque zeichnet in seinem Buch ein umfassendes und kritisches Bild von der damaligen Gesellschaft, indem er Vertreter verschiedenster Strömungen zu Wort kommen lässt, Geistliche, Wissenschaftler, Nationalisten, Profiteure, Spekulanten, Kriegsversehrte etc. Interessant ist für mich auch die Tatsache, dass es autobiografische Bezüge gibt. In der Mitte des Buches gab es einige Wiederholungen, die ich nicht unbedingt gebraucht hätte.


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Cover des Buches Der schwarze Obelisk (ISBN: 9783462051476)Viv29s avatar

Rezension zu "Der schwarze Obelisk" von E.M. Remarque

Absurdität und Tragik
Viv29vor 10 Tagen

In „Der schwarze Obelisk“ führt Remarque uns in eine Epoche, die so gut wie nie literarisch behandelt wird - das Hyperinflationsjahr 1923. Vom Frühling 1923 an begleiten wir den Ich-Erzähler Ludwig (sehr stark an Remarque selbst angelehnt) durch das restliche Jahr, in dem die Inflation aus Tausenden zuerst Millionen, dann Milliarden und Billionen macht. Eine Zeit, in der Tragik und Absurdität nah beieinanderliegen, was sich im Buch hervorragend widerspiegelt.

Remarque schrieb seinem Verleger, er könne den Inhalt nicht beschreiben, und das ist nachvollziehbar, denn es ist weniger eine klassische Romanhandlung als eher eine Ansammlung von Facetten, die uns verschiedene Schicksale im Laufe dieses Jahres kaleidoskopartig berichten. Wir folgen Ludwig und seiner Umgebung in ihrem Alltag in der Stadt Werdenbrück (Osnabrück nachempfunden). Über allem liegt der Wahnsinn der Hyperinflation, der Dollarkurs ist Leitmotiv und wir lesen von allerhand aberwitzigen Manövern, die wohl nur in einer solchen Zeit möglich sind. Da wird ein Grabstein auch mal mit zwei Wochen Brötchenlieferungen abgegolten, es wird um den Zahlungszeitpunkt gefeilscht, denn ein paar Stunden reichen, um eine hohe Summe wertlos zu machen. Wir begegnen den Hoffnungslosen, den sich Durchwurschtelnden, den Spekulanten. Es wird gelebt, als ob es kein Morgen gäbe, was in gewisser, tragischer Hinsicht auch fast stimmt. In dieser absurden Zeit kann Remarque auch seinem sonst spärlich eingesetzten Humor freien Lauf lassen, was zu herrlich komischen Sätzen und Szenen führt, leider aber auch zu vielen albernen Episoden, die das Buch schwächen.

Auch auf die sehr dick aufgetragene Schicht Philosophie und Lebensbetrachtungen hätte ich gut verzichten können. Ludwigs Beziehung mit der jungen psychisch kranken Isabelle besteht aus zahlreichen recht sinnbefreiten Dialogen, in denen man sicher viel Philosophisches herauslesen kann, die ich aber zu haltlos und sehr wiederholend fand. Auch sonst wird viel wiederholt, gerade in der Mitte des Buches fühlt man sich wie in einem etwas zähen Kreislauf aus Bekanntem.

Hervorragend ist das vielfältige, gut gezeichnete Bild jener Zeit, in der die Resignierten, denen durch den Krieg Jugend und Hoffnung gestohlen wurde, jenen Unverbesserlichen gegenüberstehen, die bald der nächsten Generation Jugend und Hoffnung nehmen werden. Die Bedrohung von rechts wird im Laufe des Buches immer deutlicher, immer düsterer und kulminiert im letzten Kapitel, in dem Remarque kurz die Schicksale der Charaktere nach 1923 schildert. Auch Remarques Sprache ist wieder ein einzige Freude - virtuos spielt er mit den Worten, Bildern, Stimmungen. Und so ist „Der schwarze Obelisk“ trotz einiger Schwächen ein phantastisches Buch, das jene Zeit auf ganz eigene gekonnte Weise einfängt.

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Cover des Buches Der schwarze Obelisk (ISBN: 9783462051476)Federfees avatar

Rezension zu "Der schwarze Obelisk" von E.M. Remarque

Kaleidoskop der Zwanziger Jahre, Kriegsnachwehen und Hyperinflation
Federfeevor 10 Tagen

Es ist eine schwierige Zeit nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg und Remarque entwirft hier ein Bild dieser Zeit mit den Traumatisierten, den Krüppeln, den Menschen, die irgendwie ihr Leben fristen müssen.

Es sind kaleidoskopartige Szenen um den jungen Ludwig Bodmer, der seinen Weg im Leben und die Liebe sucht. Philosophisch anmutende Gespräche wechseln mit skurrilen, bizarren Szenen, witzigen und traurigen Vorkommnissen, durchsetzt von Einsprengseln in bildhafter poetischer Sprache.

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Gespräche aus der Community

Klassiker-Leserunde 

Beginn: 15.07.2021

Als zweite Runde im Juli liest die Klassiker-Gruppe „Der schwarze Obelisk“ von Erich Maria Remarque.

Beginn: 15.07.2021

Jeder ist herzlich willkommen!

347 Beiträge

“Wir lesen Klassiker der Weltliteratur” 

Und dieser Klassiker ist im Mai: "Im Westen nichts Neues".

Wikipedia erzählt über dieses Buch folgendes:

"Thomas Schneider, Herausgeber einer neuen Taschenbuchausgabe des Textes und seit 2000 Leiter des Erich Maria Remarque-Friedenszentrums in Osnabrück, bezeichnet den Roman als „perfekt konstruierte[…], alternierende[…] Abfolge von grausamen, abschreckenden, emotional aufwühlenden mit retardierenden und reflexiven aber auch humoresken Standardsituationen des ,Kriegs'“."

Da hat uns die Abstimmung ja einen harten Brocken hingelegt!

Unsere Leserunde startet am 1. Mai, praktischerweise haben da (fast) alle frei und können sofort loslesen ;)

Wie immer hier unsere Leserunden-Regeln:
1. Beiträge in den Leseabschnitten mit Spoiler-Haken posten.
2. Beiträge in Kategorien posten, wenn man das vergessen hat, kann man es auch nachträglich ändern.
146 Beiträge
Buchgespensts avatar
Letzter Beitrag von  Buchgespenstvor 6 Jahren
Danke schön!

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