Im Westen nichts Neues

von E.M. Remarque 
4,5 Sterne bei126 Bewertungen
Im Westen nichts Neues
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (113):
Gulans avatar

Eindrucksvolle Schilderung von Krieg und Kommiss. Zu Recht ein Klassiker.

Kritisch (3):
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Mich hat es nicht so überzeugt. Aber wer sich fürs 1. Weltkrieg interessiert, sollte das lesen. ^^

Alle 126 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Im Westen nichts Neues"

Zum hundertsten Jahrestag des Kriegsbeginns 1914: sämtliche Werke von Erich Maria Remarque zum Ersten Weltkrieg, durchgesehen und in neuer Ausstattung.
Wie kein anderer Autor erzählt Remarque in diesem sensationellen Erfolgsroman von den Schrecken des Ersten Weltkriegs – ein Klassiker der Weltliteratur.
'Dieses Buch sollte in Millionen Exemplaren verbreitet, übersetzt, in den Schulen gelesen, von allen den Krieg bekämpfenden Gruppen gekauft und verschenkt werden.' Ernst Toller

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783462046335
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:336 Seiten
Verlag:Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum:23.01.2014

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Rezensionen und Bewertungen

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    Pienklings avatar
    Pienklingvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Buch über den Wandel des menschlichen Charakters im Krieg. Ich halte dieses Buch für wirklich gut und wertvoll!
    Wertvoll!

    Dieses Buch beschreibt die ungeheure Brutalität des 1. Weltkriegs aus der Sicht des „einfachen“ Bürgers. Es ist ein wichtiges Buch als Andenken an eine Zeit die wir alle nicht erleben wollen. Man sollte sich dieser Zeiten wirklich bewusst machen. Dieses Buch halte ich für sehr wertvoll und empfehle es jedem zu lesen! Ich habe lediglich einen Stern abgezogen, da es sich bei dem Buch meines erachtens nach um sehr schwere Kost handelt, wo man sich leicht durchkämpfen muss. Trotz alle dem ist es ein sehr gutes und wichtiges Buch!

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    Julia7717s avatar
    Julia7717vor 4 Monaten
    Die Schrecken des Ersten Weltkrieges

    Der Erste Weltkrieg - und Kriege im Allgemeinen - werden oft romantisiert. Remarque er öffnet mit seinem Werk "Im Westen nichts Neues" dem Zuhörer die Augen und überzeugt ihn vom Gegenteil.


    Grob gesagt geht es um den jungen Paul Bäumer, der sich freiwillig als Soldat meldet und an die Westfront kommt.
    Dort muss er mitansehen wie nach und nach seine Kameraden fallen und erlebt hautnah die Grausamkeiten des Krieges, während er selber um Leben und Tod kämpft.
    Das diese Erlebnisse nicht psychisch spurlos an ihm vorüber gehen bemerkt er vor allen Dingen als er kurz nach Hause zurückkehrt und sich nicht wieder in sein altes Leben einfinden kann.

    Remarque beschreibt  schonungslos die Grausamkeit des Ersten Weltkrieges aus der Sicht des jungen Soldaten, der nicht nur seine Kameraden auf grausame Art verliert sondern auch seine Hoffnungen und Träume.

    Mir war teilweise  so, als stünde ich selbst an der Front und müsste um mein Leben kämpfen, so detailliert beschreibt Remarque auf eine einzigartige Art und Weise die Umgebung und die Gefühle aus Pauls Sicht. 
    Es herrscht durchgehend eine bedrückte Stimmung und oft ist es schwer weiterzulesen so schrecklich ist das, was er beschreibt.

    Dieses  Gefühl alles Hautnah mitzuerleben ist auch das, was dass Buch so besonders macht. Noch Wochen nachdem ich das Buch beendet hatte schwirrten mir einzelne Fragmente im Kopf rum und haben mich nicht losgelassen. 

    "Im Westen nichts Neues" hat mir auf eine Art, wie es kein Geschichtsunterricht jemals könnte klar gemacht, wie schrecklich der Erste Weltkrieg war.
    Das Buch hat mich  absolut gefesselt und mich sehr geprägt. 
    Besonders die Hoffnungslosigkeit, die zum Ende hin immer stärker wird ist beinah unerträglich.

    Remarque hat mit "Im Westen nichts Neues" ein Werk geschaffen was vor allen Dingen eins macht:  Nachdenklich.
    Nachdenklich über die Unschuldigen, die im Krieg ihr Leben geben und diejenigen, die mit Traumata heimkehren, welche sie ihr restliches Leben begleiten.

    Ein schockierendes Buch, welches besonders diejenigen lesen sollten, die Krieg verharmlosen und gar als etwas schönes darstellen.

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    Anna_Resslervor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Schockierend. Erschreckend. Ernüchternd.
    Im Westen nichts Neues

    Dieses herausragende Werk erzählt die Geschichte einer verlorenen Generation. Stellvertretend für die vielen namenlosen begleitet der Leser den deutschen Soldaten Paul.

    Paul Bäumer - gerade noch ein Schüler der sich auf sein Examen vorbereitet, plötzlich als Soldat an der Front. Er und seine Klasse melden sich unter Druck des Lehrers freiwillig. Was als Abenteuer beginnt wird schon bald bitterer Ernst für Paul und seine Kameraden. 
    Dieses Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven. Remarque schildert die Grausamkeiten der Front im ersten Weltkrieg nüchtern und ungeschönt. Vom "Heldentum" des Soldaten bleibt nichts mehr übrig. Der Tod ist immer gegenwärtig. Maschinengewehre, Handgranaten, Stacheldraht und Schützengraben - daraus besteht der Soldatenalltag. 
    Ich empfinde dieses Buch als eine Mahnung. Eine Erinnerung an alle, die wie ich in Frieden aufwachsen durften, diesen zu schätzen und zu bewahren.   
    Eindeutiges "muss-man-gelesen-haben",

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    Sophie-loves-bookss avatar
    Sophie-loves-booksvor 7 Monaten
    Grauenhafte Geschichte mit unglaublicher Sprachgewalt

    Der Roman „Im Westen nichts Neues“ handelt vom 19 Jährigen Paul, der sich, mit seinen Klassenkameraden zusammen, freiwillig gemeldet hat, als Soldat in den ersten Weltkrieg zu ziehen. Hätte er gewusst, was auf ihn zukommt, wäre er wohl nicht so motiviert gewesen. Das Buch beschreibt seine drei Jahre an der Front mit äußerster Präzision. Erich Maria Remarque hat ein absolut außergewöhnliches Schreibtalent, welches den Leser nicht loslässt und das Grauen des ersten Weltkrieges mit einer fast schon erschreckenden Nüchternheit beschreibt. Allerdings bleibt es nicht dabei. Denn obwohl einerseits Nüchtern, so ist die Geschichte andererseits voll von Bildern. Voll von schönen Frühlingswiesen und dem Duft von frisch gebackenem Brot.


    Ich öffne das Buch und spüre Grauen, Angst und Schmerz.
    Ich schließe das Buch und spüre Grauen, Angst und Schmerz.
    Es lässt einen nicht los. Die drei Tage, in denen Ich das Buch gelesen habe, waren durchwachsen von Gedanken daran. Wie viele Leute gestorben sind wie die Fliegen. Wie viele Leute Schmerzen hatten. Und wie ein Alptraum ist mir ständig vorgeschwebt, dass auch Paul sterben wird. Und sie sind alle gestorben. Müller, Haie, Kat und alle anderen mit denen man je in Kontakt gekommen ist. Alle sind sie tot.
    Es zieht den Leser geradezu in die Geschichte hinein. Remarques unglaubliche Sprachgewalt lässt die Granaten im Garten hochgehen und die Franzosen an die Tür klopfen. Es vermittelt eben die Hilflosigkeit und Angst, die auch die Soldaten erlebt haben. All das wird Wirklichkeit. 

    Ich denke nicht, dass ich bei einem so brillanten Buch irgendein Wort über die Charaktere oder den Aufbau verlieren muss. Es ist klar, dass der Mann schreiben kann und dass dieses Buch ein absolutes Meisterwerk ist, welches vor Gefühl, Wirklichkeitsnähe und Schönheit nur so strotzt. 

    Erich Maria Remarque beschreibt Leben du Sterben. Viel Sterben. Aber eben auch das Schöne an der Welt, das trotz allem noch da ist. Das ist der ultimativste Kontrast den man schaffen konnte, denn fährt man zurück an die Front ist man wieder gefangen in einem Alptraum aus Trommelfeuer und Artilleriebeschuss.
    Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven. Es ist nichts für zwischendurch. Man sollte sich Zeit nehmen und darüber reden. Man sollte sich noch einmal klar machen, dass dieses Buch die Wirklichkeit beschreibt und dass noch ein zweiter Krieg folgte. Vielleicht sollte Man dann auch noch denken, dass so etwas lieber nicht noch einmal passieren sollte.
    Deshalb geht mit meiner absoluten lese Empfehlung auch eine Warnung raus. Überleg dir gut, ob du dich damit auseinandersetzen möchtest und dieses Buch lesen willst.
    Es ist ungemein bereichernd aber hat auch eine gewisse Zerstörungskraft. 

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    Zen-Colavor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Der Erste Weltkrieg aus Sicht eines "einfachen" Soldaten an der Front. Brutal, direkt, ein Klassiker.
    Ein wichtiger, gut zu lesender Klassiker ...

    Der Name des Buches »Im Westen nichts Neues« ist mir vor gefühlten Ewigkeiten zum ersten Mal in einem Lied einer deutschen Punkband begegnet – jetzt endlich habe ich es mal geschafft, ihn zu lesen.

    Der Roman spielt zur Zeit des Ersten Weltkriegs an der Westfront, allerdings sind weder Jahr noch Ort exakt terminiert. Im Zentrum steht der deutsche Soldat Paul Bäumer, einer wie viele; ein viel zu junger Mann, der sich – beeinflusst u.a. von promilitanten Lehrern – freiwillig meldet. In Intervallen zwischen Front und Fronturlaub erfährt man somit das Leben eines normalen Soldaten, all die Schrecken, Grauen (die Remarque nicht beschönigt), Kameradschaft und Latrinenwitz. Die Stimmung ist dabei sehr bedrückend. Wenngleich der Autor im Vorwort versichert, das Buch sei weder Anklage noch Bekenntnis, so lässt die Schilderung des Kriegsalltags keinen großen Spielraum für das Heldenhafte im Krieg. Remarque bedient sich keiner großen literarischer Kunstgriffe, weder hinsichtlich der Sprache noch des Aufbaus, sondern schildert alles direkt, nah und teilweise etwas rotzig. Fazit: Absolut gelungen.

    Das letzte Drittel enthält allerlei Materialien zum Buch. Eigentlich wollte ich sie ignorieren, aber dann waren sie doch sehr interessant und aufschlussreich. Etwas seltsam empfand ich allerdings die Tatsache, dass Tucholsky das Buch einerseits lobt, es unter einem seiner Pseudonyme dagegen harsch angreift. Darüber hinaus wird sich mit der Frage auseinandergesetzt, inwieweit oder ob der Autor seinem Buch eine politische Dimension hätte geben sollen.

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    Maxi2002vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Das, was Remarque erzählt, ist sehr heftig beschrieben, jedoch ist die Botschaft, die sich hinter dem Buch verbirgt einfach großartig.
    Eine Botschaft, die mich verändert hat

    " Im Westen nichts Neues" ist Pflichtlektüre an meiner Schule, jedoch muss ich sagen, dass das eines der ersten Bücher war, bei dem ich weinen musste. Einerseits ist die Geschichte von Paul, dem Ich-Erzähler, schrecklich beschrieben und demzufolge auch schwer zu lesen und zu verarbeiten. Andererseits ist die Botschaft, die Erich Maria Remarque vermitteln will, so bewegend, dass ich teilweise weinen musste. Remarque selbst war nur einen Monat an der Front, trotzdem fühlt man den Kampf der Soldaten, den Wechsel zwischen Mensch und Maschine so sehr. Er hat mich zum nachdenken animiert. Remarques Satzbau, also auch Wortwahl sind einfach nur mitreisend. Wenn das Thema Krieg nicht so schrecklich wäre, würde ich weiter Romane von ihm lesen, leider ist es aber so, dass ich dieses Buch erst einmal verarbeiten muss.

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    page394vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Pflichtlektüre! Dieses Buch lässt niemanden kalt.
    Pflichtlektüre

    Der Roman Im Westen nichts Neues von Erich Maria Remarque zählt zu den erfolgreichsten Büchern der Antikriegsliteratur. Gleichzeitig war er Anlass für zeitgenössische Diskussionen und Kritik gegen Remarque, der schließlich 1938 von den Nationalsozialisten ausgebürgert wurde.
    Die Handlung dreht sich um den 19-jährigen Paul Bäumer, der sich im Ersten Weltkrieg freiwillig an die Front meldet. Doch die anfangs herrschende Kriegsbegeisterung lässt bald nach und das Buch schildert überzeugend die Brutalität und Sinnlosigkeit des Krieges.

    Anfangs ist es nicht einfach, der Handlung zu folgen, da viele verschiedene Charaktere vorkommen, die meistens nur zu einem Zeitpunkt kurz erwähnt werden und später wieder auftauchen. Mit der Zeit bekommt man aber einen Überblick über die wichtigsten Personen, deren Eigenschaften und Beitrag zur Handlung. Das Schöne dabei ist, dass auf fast jedes Schicksal noch genauer eingegangen wird. Als Leser kann man sich, insofern das hinsichtlich der Thematik des Buches überhaupt möglich ist, gut in Paul hineinversetzen, was unter anderem daran liegt, dass seine teilweise regelrecht philosophischen Gedankengänge über oftmals mehrere Seiten hinweg tiefsinnig und berührend sind. Die Kriegsszenen sind von Anfang an erschreckend realistisch geschrieben – man beachte, dass der Autor selbst in den Krieg gezogen ist –, teilweise stark ins Detail gehend oder auch metaphorisch und sorgen dafür, dass man diesen Roman garantiert nicht wieder vergisst.
    Im Westen nichts Neues lässt den Leser kopfschüttelnd darüber, dass die Menschen anscheinend einfach nicht aus der Vergangenheit lernen, zurück.

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    Rabentochters avatar
    Rabentochtervor 2 Jahren
    Mir fehlen die Worte...

    … und das will bei einer Germanistikstudentin wohl etwas heißen. In „Im Westen nichts Neues“ geht es um Paul Bäumer, der von der Schulbank weg in den Wehrdienst abgeworben wird. Als Kriegshelden wollen er und seine Klassenkameraden aus dem Krieg zurückkehren. Deutschland ist siegesgewiss, der Krieg wird nicht lange dauern. Der Roman folgt Paul durch die Jahre des 1. Weltkrieges, der als einer der schlimmsten und brutalsten Kriege aller Zeiten in die Geschichtsbücher eingehen wird. Die jungen Männer sind nur Kanonenfutter und sterben wie die Fliegen, verrecken noch auf dem Schlachtfeld oder siechen im Lazarett elendig vor sich hin.


    Paul erzählt aus der Ich-Perspektive vom Leben an der Front, vom Leiden im Lazarett und vom Heimaturlaub. Sein Bericht ist dabei immer wieder durchsetzt von Rückblicken aus früheren Lebensabschnitten. Zeiten mit der Familie oder Erlebnisse aus der Soldatenausbildung erzählt er. Auch reflektiert er immer wieder, was der Krieg mit ihm und seiner Generation gemacht hat. Man merkt die Wirkung, die der nicht enden wollende Krieg auf Paul hat. Er stumpft ab, aber nicht komplett, gerade am Ende scheint er kurz vorm Wahnsinn zu stehen. Der Krieg setzt ihm mehr und mehr zu und das ging auch an mir als Leserin nicht spurlos vorbei. Dieses Buch zeigt mit erschreckender Klarheit und Anschaulichkeit die Schrecken und Grausamkeiten, die Menschen sich gegenseitig antun können, ohne dadurch auch nur den geringsten Vorteil zu erreichen. Ich war tief bewegt von den Schilderungen, die ich las, nicht in der Lage, mir vorzustellen, wie ein Mensch so etwas überleben kann, um danach sein normales Leben wieder aufzunehmen.


    Das Buch liest sich flüssig und kann es, trotz der Gräueltaten, die beschrieben werden, nicht aus der Hand legen. Allzu sensible Gemüter sind vielleicht nicht ideale Zielgruppe, obwohl ich eigentlich der Meinung bin, dass jeder dieses Buch gelesen haben sollte, um zumindest den Hauch einer Ahnung davon zu haben, wie es war, jede Sekunde um sein Leben fürchten zu müssen. Wenn man bedenkt, dass es immer noch überall auf der Welt Menschen gibt, die Ähnliches oder gar Schlimmeres erleiden, läuft es mir kalt den Rücken hinunter.


    Fazit: Ich kann das Buch nur weiterempfehlen und möchte mit einem Zitat aus dem Vorwort schließen, das das Buch und dessen Inhalt gut zusammenfasst: „Dieses Buch soll weder eine Anklage noch ein Bekenntnis sein. Es soll nur den Versuch machen, über eine Generation zu berichten, die vom Krieg zerstört wurde – auch wenn sie seinen Granaten entkam.“



    Kommentare: 1
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    NiWas avatar
    NiWavor 3 Jahren
    Erschütternder Kriegsbericht

    1. Weltkrieg an der Westfront. Paul Bäumer leistet seine Pflicht am Vaterland ab. Mitten im Schützengraben, zwischen Mörser und Granaten, beim Gasangriff den Kopf einziehend und eine Gans für einen Braten stehlend - damit ist der Pflicht längst nicht Genüge getan.

    Erich Maria Remarque schildert durch seine Figur Paul Bäumer die Schrecken des Krieges und gibt damit den Leser Einblick in eine Zeit, wie wir sie uns kaum mehr vorstellen können.

    Paul Bäumer hat gerade noch die Schulbank mit Blick auf das Abitur gedrückt, schon meldet er sich pflichtgetreu zum Militär, wo es heißt im 1. Weltkrieg an der Front zu dienen. Gemeinsam mit seinen Kameraden stumpft er im Kriegsgeschehen ab, ergibt sich der Not des Schützengrabens und den Gräueltaten, die an der Tagesordnung stehen.

    Dabei fürchtet er weder die Verwundung noch den Tod, weil er längst begriffen hat, auch als Überlebender verloren zu sein. Denn Paul Bäumer weiß, auch wenn er das Kriegsende erleben sollte, kann er niemals in sein altes Leben zurück. Zu viel ist geschehen, zu viel hat er gesehen und zu viel hat er gemeinsam mit seiner ganzen Generation ertragen müssen.

    Diesem Werk Remarques eilt zurecht sein Ruhm voraus. Bisher habe ich noch kein Werk über den Krieg gelesen, das - meiner Vermutung nach - der Realität so nahe kommt. Paul Bäumer erlebt den Schützengraben und das Kampfgeschehen an der Front, sieht andere im Lazarett verrecken, wo er selbst genesen soll, und darf im Heimaturlaub das Elend der Zivilbevölkerung betrachten, das im Gegensatz zu seinem eigenen noch ertragbar scheint.

    Außerdem sinniert er in manch unvorsichtigen Stunde über die Sinnlosigkeit des Krieges, führt dem Leser damit bildhaft vor Augen, wie es einmal gewesen ist und nie wieder sein sollte, und erschüttert damit in Mark und Bein, während im Hintergrund die Mörser und Granaten krachen, die Verwundeten schreien und die Kameraden tot zusammensacken.

    Obwohl dieses Werk bald schon 100 Jahre zählt, hat es bisher an Aktualität nicht eingebüßt und ist meiner Ansicht nach ein Klassiker, den jeder zumindest einmal gelesen haben sollte.

    Kommentare: 13
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    winter-chills avatar
    winter-chillvor 3 Jahren
    Aufrüttelnd

    Aufwühlend, verstörend, unendlich traurig und gerade deswegen so aufrüttelnd – müsste ich „Im Westen nichts Neues“ mit nur wenigen Attributen beschreiben, wären es diese. Remarque erzählt in seinem Roman die Geschichte des Schülers Paul Bäumer, der im Ersten Weltkrieg als Soldat an der Westfront kämpft. Die patriotischen Reden seines Lehrers hatte die komplette Klasse dazu gebracht, sich freiwillig zum Kriegsdienst zu melden. Doch statt eines kurzen Abenteuers erlebt Paul nur die Brutalität und den ganzen Schrecken des Krieges. Immer wieder fragt er sich dabei auch, wie seine Generation – sollte der Krieg irgendwann vorbei sein – sich je wieder in die Gesellschaft einfinden soll. Dieses Buch zu lesen ist kein Vergnügen – es ist gnadenlos, es bietet keine Hoffnung, es macht einem das Herz schwer. Dennoch konnte ich den Roman kaum aus der Hand legen. Zu großen Teilen lag das an Remarques Schreibstil: seine Sprache ist lebendig, lebensnah und direkt. Vor allem die Gefühle und Gedanken von Paul beschreibt er so authentisch, dass man sich geradezu an Pauls Stelle fühlt.

    Ja, es gibt viele Bücher über Kriege bzw. die Weltkriege – keines ist aber wie dieses. Ein erschütternd ehrliches Buch, das zeigt, wie sinnlos der Krieg ist. Ein Buch, das jeder Mensch einmal in seinem Leben gelesen haben muss. Ich selbst bin fast ein wenig bestürzt, dass ich das Buch erst jetzt gelesen habe und ich werde mir auf jeden Fall auch noch die anderen Werke von Remarque anschauen.

    Kommentare: 3
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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Hallorins avatar

    “Wir lesen Klassiker der Weltliteratur” 

    Und dieser Klassiker ist im Mai: "Im Westen nichts Neues".

    Wikipedia erzählt über dieses Buch folgendes:

    "Thomas Schneider, Herausgeber einer neuen Taschenbuchausgabe des Textes und seit 2000 Leiter des Erich Maria Remarque-Friedenszentrums in Osnabrück, bezeichnet den Roman als „perfekt konstruierte[…], alternierende[…] Abfolge von grausamen, abschreckenden, emotional aufwühlenden mit retardierenden und reflexiven aber auch humoresken Standardsituationen des ,Kriegs'“."

    Da hat uns die Abstimmung ja einen harten Brocken hingelegt!

    Unsere Leserunde startet am 1. Mai, praktischerweise haben da (fast) alle frei und können sofort loslesen ;)

    Wie immer hier unsere Leserunden-Regeln:
    1. Beiträge in den Leseabschnitten mit Spoiler-Haken posten.
    2. Beiträge in Kategorien posten, wenn man das vergessen hat, kann man es auch nachträglich ändern.
    Buchgespensts avatar
    Letzter Beitrag von  Buchgespenstvor 3 Jahren
    Danke schön!
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