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Fia

vor 2 Jahren

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Meine Meinung:

Nach "Nicht mein Märchen" und "Prinzessin in Not" ist es nun Zeit für die "Jagd nach dem großen bösen Wolf". Wie in den ersten beiden Bänden begleiten wir Chloe und Jason, die mittlerweile verheiratet sind und zusammen ein Haus in Albuquerque bewohnen, durch ihren Alltag. Seit Band 2 arbeitet Chloe in einem Kriminallabor und untersucht Beweise für die Polizei. Dadurch hat sie sehr viel mit dem Eisner-Fall zu tun, der die Polizei in Atem hält.
Ein skrupelloser, aber genauso genialer Entführer und Serienkiller von Kindern, macht Albuquerque unsicher. Nach seinen Taten ist er, wie vom Erdboden verschluckt, unauffindbar. Die Ermittler jagen jeder noch so kleinen Spur nach, jedoch scheinbar erfolgslos. Chloe wird durch diesen Fall an ihr eigenes Kindheitstrauma erinnert und steigert sich zunehmend darin hinein, um endlich den Täter fassen zu können.

Obwohl ihre Arbeit sie bereits total vereinnahmt, muss sie sich gleichzeitig mit Eheproblemen herumschlagen. Jason verhält sich ungewöhnlich distanziert und scheint in seine eigene Gedankenwelt versunken, da er ein Jobangebot erhalten hat, dass er nicht so recht einschätzen kann. Zudem gibt es Gerüchte am Set der Serie Blood Ritual über eine Affäre zwischen Jason und seiner Ex-Freundin Vicky. Während diese Dinge ihrer Ehe natürlicherweise zusetzen, erscheint Jasons Problem mit Liebesszenen bei der Serie eher unglaubwürdig. Als Schauspieler ist dies schließlich sein Beruf.

Im Laufe der vorherigen Bände lernt man Chloe und Jason sowie ihre Hintergrundgeschichten bereits sehr gut kennen. Nun bekommen auch die Nebencharaktere zunehmend Tiefe.
Zum einen ist sehr schön, dass Chloes Verhältnis zu ihrer Mutter mehr thematisiert wird und auch die Beziehungen ihrer Mutter, die einen Kontrast zu Chloes Ehe mit Jason darstellen. Es zeigt auch, wie wichtig Familienbande gerade in schweren Zeiten sind.
Des Weiteren spielt wieder Kyra eine Rolle, die sich Chloe gegenüber mittlerweile sehr beschützerisch verhält. Sehr interessant sind die Ähnlichkeiten zu ihrem Onkel Jason, die sie aber jederzeit bestreiten würde.

Auch Chloes beste Freundin Lori und ihre Halbschwester Beth bekommen etwas mehr Persönlichkeit, was mir sehr gut gefällt. Besonders für Lori, die trotz Heriratsplänen an ihrer Beziehung zweifelt, wird es im Laufe des Romans gefährlich.
Zu guter Letzt lernen die Leser auch Vicky, Jasons Ex-Freundin, besser kennen. Auf Grund ihrer traumatischen Vergangenheit ist es verständlich, dass sie sich noch immer an Jason klammert, obwohl man für sie hofft, dass sie sich ihrem neuen Freund öffnet.

Insgesamt ist "Jagd nach dem großen bösen Wolf" wieder sehr abwechslungsreich und spannend. Durch den angenehmen, flüssigen Schreibstil lassen sich die 254 Seiten wie im Rutsch lesen.
Besonders der Eisner-Fall und das damit verbundene Problem, dass geheime Informationen des Falles in Jasons Serie auftauchen, lassen einen gespannt die Seiten umblättern. Die Auflösung wie es dazu kommen kann, ist wirklich unerwartet und ergibt einen interessanten Plot Twist.
Dazu kommen die Geschehnisse rund um Chloe, ihre Familie und Freunde. Obwohl man mit den Charakteren gut mitfühlen kann, sind es insgesamt etwas zu viele Liebesdramen. Zumal am Ende alle ihr Happy End bekommen, was zwar schön, im Hinblick auf die vielen Krisen jedoch eher unrealistisch ist. Besonders für Chloe und Jason kann man sich freuen und es stellt sich die Frage, ob uns noch ein weiterer Teil der "Nicht mein Märchen"-Reihe erwartet.

Aufmachung:
Das Cover passt sehr gut zu Band 1 und 2 der Reihe und die Fingerabdrücke im Hintergrund spielen gekonnt auf Chloes Arbeit an. Leider passt die Frau selbst zu keinem der Charaktere in "Jagd nach dem großen bösen Wolf", auch wenn sie dem Hollywood-Klischee entspricht.

Mein Fazit:
"Jagd nach dem großen bösen Wolf" hat mich genauso wie seine Vorgänger gut unterhalten. Meiner Meinung nach gibt es zwar zu viel (unnötiges) Liebesdrama, dafür lernt man allerdings einige Charaktere und ihre Hintergrundgeschichten noch besser kennen. Außerdem hält Chloes spannender Fall rund um Eisner die Geschichte auf Trab, so dass man unbedingt weiterlesen muss um herauszufinden, ob Chloe und ihre Kollegen ihn schließlich doch noch schnappen können. Für Leser, die diesen Mix aus Krimi und Liebesgeschichte mögen, auf jeden Fall empfehlenswert.

Autor: E.M. Tippetts
Buch: Jagd nach dem großen bösen Wolf (Nicht mein Märchen 3)
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