Das Buch der Spiegel

(108)

Lovelybooks Bewertung

  • 92 Bibliotheken
  • 5 Follower
  • 8 Leser
  • 103 Rezensionen
(51)
(41)
(16)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Das Buch der Spiegel“ von E.O. Chirovici

Die Wahrheit des einen ist die Lüge des anderen. Als der Literaturagent Peter Katz ein Manuskript des Autors Richard Flynn erhält, ist er sofort fasziniert. Flynn schreibt über die Ermordung des Professors Joseph Wieder in Princeton. Der Fall wurde nie aufgeklärt, und Katz vermutet, dass der unheilbar kranke Flynn den Mord gestehen oder den Täter enthüllen wird. Doch Flynns Text endet abrupt. Als Katz den Autor kontaktieren will, ist dieser bereits verstorben. Besessen davon, das Ende der Geschichte zu erfahren, versucht Katz, Laura Baines ausfindig zu machen, die als Studentin auf undurchsichtige Weise mit Wieder verbunden war. Doch je tiefer Katz in den Fall eindringt, desto mehr scheint er sich von der Lösung zu entfernen ...

Diese Geschichte verstört, bedient keine vorgefertigten Meinungen und entlässt den Leser, nicht, ohne sich mit ihm auseinander zu setzen.

— RubyKairo
RubyKairo

Faszinierendes Werk, interessante Protagonisten - Psychologie und Krimi zum Rätseln.

— Icelegs
Icelegs

Sehr gute drei Sterne: Toll geschrieben, aber nicht so spannend oder besonders, wie ich mir erhofft hatte.

— Arachn0phobiA
Arachn0phobiA

Gute 3,5 Sterne - war manchmal ein bisschen langatmig und verworren ...

— passionelibro
passionelibro

Ganz gut geschrieben, hatte meiner Meinung nach aber eher wenig Spannung und einige Fragen blieben am Ende doch offen

— ShineOn
ShineOn

Fesselnde Geschichte mit vielen Wendungen, Perspektiven und Lügen.

— LaureenSanoo
LaureenSanoo

Wow! Genialer Mix aus Krimi und Roman über objektive und subjektive Wirklichkeiten – toll geschrieben, fesselnd. Unbedingt lesen!!!

— StefanieFreigericht
StefanieFreigericht

der total andere Krimi – fesselnd!

— Rebecca1120
Rebecca1120

Ein ungewöhnlicher Krimi, bei dem ich sehr viel Spass hatte mitzurätseln.

— Buchina
Buchina

Ein nebulöses, fesselndes und aufregendes Buch mit absoluter Leseempfehlung!

— AgnesM
AgnesM

Stöbern in Romane

Libellen im Kopf

Ein unglaublich gutes Buch über eine psychisch erkrankte Person. Mit sehr viel Liebe zum Detail und zu den Emotionen.

JayLaFleur

Überleben ist ein guter Anfang

Nicht so ernst, wie gedacht

SanniR

Die Terranauten

Eine gute Charakterstudie, die zeigt, wie sich Menschen entwickeln, wenn sie 720 Tage zusammen (über)leben müssen.

CherryGraphics

Die Oberfläche des Glücks

EInfach Wow! Ein Roman der viel mehr Aufmerksamkeit verdient!

meikex3

Betrunkene Bäume

Wundervolles stilles Buch. Hat mich positiv überrascht!

IcePrincess

Mein schlimmster schönster Sommer

Eine berührende, lehrreiche Geschichte über das Leben

snowbell

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Die Wahrheit des einen ist die Lüge des anderen.

    Das Buch der Spiegel
    RubyKairo

    RubyKairo

    27. February 2017 um 19:11

              Was, wenn jemand gar nicht lügt, sondern sein Geist ein bestimmtes Ereignis lediglich umformuliert hat - wie ein Drehbuchautor, der an seinem Text feilt? Genau davon handelt "Das Buch der Spiegel", nur dass wir es mit einem Mord zu tun haben, der Ende der 1980er in Princeton begangen wurde. Als der Literaturagent Peter Katz ein Manuskript des Autors Richard Flynn erhält, ist er sofort fasziniert. Er bekam das Schreiben im Januar, als alle in der Agentur sich noch von ihrem Festtagskater zu erholen versuchten. Die Nachricht war nicht in seinem Junk-Ordner, sondern im Posteingang gelandet, wo sie sich mit ein paar Dutzend anderen in die Schlange einreihte. Er warf einen Blick darauf, fand sie interessant, druckte sie zusammen mit den angehängten Seiten des Teilmanuskripts aus und legte alles in seine Schreibtischschublade. Mit anderem beschäftigt, vergaß er es dort. Erst am Ende des Monats, an einem verlängerten Wochenende, entdeckte er die Papiere wieder in einem Stapel anderer Einsendungen. Flynn schreibt über die Ermordung des berühmten Professors Joseph Wieder in Princeton – vor einem Vierteljahrhundert. Der Fall wurde nie aufgeklärt, und Katz vermutet, dass der mittlerweile unheilbar kranke Flynn den Mord gestehen oder den Täter enthüllen wird. Doch Flynns Text endet abrupt. Katz will den Autor kontaktieren, aber Flynn ist zwischenzeitlich verstorben. Besessen davon, das Ende der Geschichte zu erfahren, versucht Katz, Laura Baines ausfindig zu machen, die als Studentin auf undurchsichtige Weise mit Wieder verbunden war. Doch je tiefer Katz in den Fall eindringt, desto mehr scheint er sich von der Lösung zu entfernen, er wird von jetzt an selbst ermitteln und auf eine Wahrheit stoßen, die zerstörerisch ist - eine Wahrheit, die Leben vernichten oder aber retten kann. Denn es scheint niemand die Wahrheit sehen zu wollen - doch was ist wirklich passiert? Der Autor E.O. Chirovici, stellt in seinem atemberaubenden Roman die Gesetze des Kriminalgenres auf den Kopf. Er stellt nur da, er wertet, scheinbar nicht, all das überlässt er dem Leser. Und nimmt diesen damit in die Verantwortung aber der Autor tut dies auf eine höchst sachliche Art und Weise. Er benutzt dazu eine sehr schöne, ausgewählte Sprache. Er bildet das menschliche Verhalten in all seinen Facetten ab und erreicht damit eine Erkenntnis, was Menschsein ausmacht, die ich so selten nachvollziehbar gelesen habe. Diese Geschichte verstört, bedient keine vorgefertigten Meinungen und entlässt den Leser, nicht, ohne sich mit ihm auseinandersetzen zu müssen. In drei Akten erzählt der Autor die Geschichte einer tragischen Täuschung - und treibt dabei das raffinierteste Spiel mit der Leichtgläubigkeit der Leser.  Wir erleben die Geschichte allerdings gleichzeitig auch aus der Rolle der Hauptverdächtigen. Denn nichts ist so wie es scheint und Jahrzehnte nach der Tat, beginnt die wahre Aufklärungsarbeit, an der jedoch keiner der damals Beteiligten ein Interesse hat. Ein atmosphärisch packender Thriller, der durch seine leisen Töne viel mehr wirkt als so manch bluttriefender Shocker. Ein Glanzstück, beste Krimikunst, atmosphärisch dicht und voller Wendungen kommt diese Geschichte daher.  Unglaublich raffiniert! Ein Landhauskrimi von seiner besten Seite brilliant konstruiert, sprachlich wunderbar formuliert und spannend wie nur wenige Krimis. Kein Buch für Thillerliebhaber, bei denen sich die Leichen stapeln, eher ein beschaulicher Krimi bei dem das Ambiente stimmt. Es wird viel Zeit auf die richtige Stimmung verwendet, in der ein solches Verbrechen stattfinden konnte, und bei dem sich am Ende herausstellt, daß das eigentliche Verbrechen gar keins ist, vielmehr auf ein verborgenes hinweisen soll. Denn höchstwahrscheinlich hatte Richard Flynn sich bis zum Schluss geirrt. Wie es aussah, hatte Laura Baines, nun Dr. Laura Westlake, das Manuscript des Professors gestohlen und ihn am Boden liegen und sterben lassen, aber seine Geliebte war sie nicht gewesen. Derek Simmons hatte sich getäuscht, als er dachte, Richard Flynn sei durch die Schiebetür geflohen, nachdem er Wieder niedergeschlagen hatte. Joseph Wieder hatte zu Unrecht vermutet, dass Laura Baines und Richard Flynn eine Beziehung hatten. Alle hatten sich geirrt und durch die Fenster, in die sie zu spähen versuchten und die sich am Ende alle als Spiegel herausstellten, nur immer sich selbst und ihre eigene Obsessionen gesehen. Erinnerung an Vergangenes ist nicht unbedingt Erinnerung an wirklich Geschehenes, es geschieht nichts an der Oberfläche, alles ist längst geschehen, und entzieht sich doch nicht der Gerechtigkeit. "Das Buch der Spiegel" ist ein herausragender Krimi der lange nachhallt und wenn man ihn zu Ende gelesen hat, möchte man, mit dem jetzigen Wissen, das Buch noch einmal lesen! Dank vieler überraschender Wendungen spannend bis zum furiosen Finale. Erstklassig, vom Feinsten!!!        

    Mehr
  • Eine etwas zu flache Spiegelung

    Das Buch der Spiegel
    KSteffi1

    KSteffi1

    27. February 2017 um 12:59

    Der Roman "Das Buch der Spiegel" ist der erste Roman von Chirovici in englischer Sprache, er stammt aus einer rumänisch-ungarisch-deutschen Familie aus Transsilvanien. Im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse 2015 wurde das Buch heiß gehandelt und schließlich in 38 Länder verkauft.  Deshalb war ich schon gespannt auf diesen Roman.  Das Sujet: Können wir unseren eigenen Erinnerungen völlig trauen? Anscheinend eine Idee, die der Autor mit einer Begebenheit aus seiner Kindheit verbindet. Ein gelungener Ansatz.  Der Roman startet höchst spannend, der Literaturagent Peter Katz erhält ein Manuskript des Autors Richard Flynn, das ihn sofort fasziniert. Flynn schreibt über die Ermordung des Professors Joseph Wieder im Jahr 1987 in Princeton. Der Fall wurde nie aufgeklärt, und Katz vermutet, dass der unheilbar kranke Flynn den Mord gestehen oder den Täter enthüllen wird. Doch Flynns Text endet abrupt.  Katz beauftragt den Detektiv John Keller damit, die Fortsetzung des Manuskripts zu finden. Von da an übernimmt dieser die Ich-Erzählung. Begleitet wir er von dem Polizisten Freeman; der leitete damals die Ermittlungen. Im Ergebnis der Recherche erfahren wir, dass Flynn kürzlich verstorben ist.  Das sind die der Erzähler, die Chirovici diese Geschichte beleuchten lässt. Er verbindet die drei Erzählstränge auf ziemlich gekonnte Art und pendelt so zwischen Kriminalroman und anspruchsvoller Literatur.  Und gerade hier werden sich sicher die Geister scheiden.  Das Buch beinhaltet eine Masse von Lügen, Falschaussagen und verfälschten Erinnerungen, die neu zusammengesetzt werden müssen.  Für den Leser ist es nicht immer möglich, dem zu folgen; er bleibt oft an der Oberfläche des Spiegels.  Und dann ist da noch die unerwartete Entwicklung der Hauptperson Flynn: Er scheint geistig völlig klar zu ein und dann plötzlich stellt sich heraus , dass er sich die Beziehung zu seiner großen Liebe nur eingeredet hat. Auch diese Linie wird nicht weiter ausgebaut.  .  Der äußere Eindruck zum Buch muss unbewertet bleiben, da man anhand der recht billig wirkenden Fotokopie des Verlags nicht sehen kann wie sich das Buch anfühlt. Auch das Cover bleibt ohne Wertung; die Gestaltungsidee gefällt mir aber. Man muss allerdings genau hinsehen.  Geschrieben ist der Roman flüssig und er lässt sich schnell lesen.  Das Buch hat eine gewisse Besonderheit , die Geschichte ist geheimnisvoll und mit vielen überraschenden Wendungen , aber zum Ende hin fällt die Spannung deutlich ab.  Ich hätte mir tiefere Blicke hinter den Spiegel gewünscht. 

    Mehr
  • Meisterhafter Irrgarten

    Das Buch der Spiegel
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    27. February 2017 um 12:57

    Meisterhafter Irrgarten Es ist eine Liebesgeschichte zwischen zwei Studenten, die zufällig für eine Weile im gleichen Haus logieren. Richard weiß gar nicht, wie ihm geschieht, als Laura ihn „erwählt“. „Die nächsten Wochen waren die glücklichsten meines Lebens“, schreibt er zumindest in jenem Manuskript nieder, welches einen Literaturagenten hochgradig in Erstaune versetzt. Wobei das Manuskript leider unvollständig ist, so dass ein privater Ermittler beauftragt wird, in Richards Leben zu stöbern und den fehlenden Rest des Buches zu finden. Richard Flynn selber kann leider nicht helfen, er ist an einem aggressiven Krebs verstorben. Doch bis zuletzt hat er an dieser Laura innerlich festgehalten, zum Bedauern seiner späteren Ehefrau. Doch vielleicht täuscht Richard sich. Oder täuscht die anderen, die Leser, den Agenten. Denn Laura hat diese Zeit ganz anders in Erinnerung. Und Timothy Saunders sieht das ebenfalls anders. Würde es zumindest, wenn er nicht auch in der Gegenwart des Romans bereits ebenfalls verstorben wäre. Denn er war der Lebensgefährte Lauras zu jener Zeit. Und nicht Flynn. Sagt man. Und sagt Laura. Später, zum privaten Ermittler. Somit ist es vielleicht gar keine Liebesgeschichte, sondern ein reiner Kriminalroman. Interessant wäre, zu hören, was Professor Joseph Wieder dazu zu sagen hätte. Zu dessen Haus Laura einen Schlüssel besitzt. Die als Studentin dem Mann hilft bei seinem Opus Magnum. Doch Wieder hat auch den Ruf eines Frauenhelden. Aber auch Wieder kann keine Auskunft mehr geben, er wurde in jenen Tagen ermordet, erschlagen, als Richard Flynn seine Bibliothek ordnen sollte, als Laura ihm beim Buch assistierte, als Flynn eine große Liebe erlebt haben wollte, als Saunders aus Europa zurückkehrte und als Derek Simmon, vermeintlicher Mörder der eigenen Frau und Patient, später Faktotum des Professors, noch regelmäßig unverhofft im Haus des Gelehrten auftauchte. Wobei, so klar ist das wieder nicht mit dem Mord. Denn es könnte sein, dass der Professor noch lebte, als der Schläger von ihm abließ und er erst durch unterlassene Hilfeleistung des letzten „Besuchers“ seines Hauses endgültig starb. So ist dies eine vermeintliche oder tatsächliche Liebesgeschichte (je nachdem, aus wessen Warte man dies betrachtet), oder auch ein Kriminalroman über einen bis heute unaufgeklärten Mord. Oder die Geschichte eines möglichen Bestsellers. Denn jene drei Personen, aus deren Sicht das Buch unmittelbar jeweils in der Ich-Form erzählt, suchen zuallererst ja den Rest des Manuskriptes, wenn auch aus verschiedenen Motiven heraus. Und wenn man dann noch dazu nimmt, das wohl keiner der Befragten im Buch die reine Wahrheit sagt, sondern entweder standfest lügt oder zumindest eine sehr subjektive Wahrnehmung der Ereignisse mit sich trägt, wenn man dann noch dazu nimmt, das jene Laura später eine wissenschaftliche Karriere hinlegte auf Basis eines von ihr veröffentlichten Werkes (welches sinnigerweise die „Erinnerung“ des Menschen zum Thema hat), bei dem die Rolle Professor Wieders lange nicht ganz geklärt werden wird, dann befindet sich der Leser umgehend in einem Spiegellabyrinth, das seinesgleichen in der Literatur sucht. Hinter jeder vermeintlichen Erkenntnis wartet beileibe in erster Linie nicht eine Aufklärung, sondern neue Irrwege. Jede Aussage, jede Recherche ergibt in sich Sinn und dann, im Spiegel der Worte der andern, löst sich alles wieder in neue, möglich Fäden auf. Bis zum Schluss hin, bei dem deutlich werden wird, dass die Wurzeln für all das Geschehen in und um das Haus des Professors herum viel weiter zurückreichen, als man es als Leser bei der Lektüre je vermutet hätte. Dabei ist die Lektüre auch rein sprachlich bereits eine wahre Freude. Ruhig, klar, mit Hintersinn und großem Sprachschatz bringt Chirovici mit Tempo die Geschichte voran, fügt ein wenig Mysterie hinzu im Blick auf das Unglück, das wohl alle befällt, die mit diesem Mord und der manipulativen Kraft Joseph Wieders zu tun hatten (bis zu den Ermittlern in der Gegenwart). Dabei wechselt das Werk flüssig die Perspektiven und verwirrt den Leser ein um das andere Mal mehr. „Alle hatten sich geirrt und durch die Fenster, in die sie zu spähen versuchten und die sich am Ende als Spiegel herausstellten, nur immer sich selbst und ihre eigenen Obsessionen gesehen“. Und diese für die eigenen Zwecke benutzt oder gar, faszinierenderweise, tatsächlich je für wahr gehalten, was die eigenen Augen nur sehen wollten. Eine anregende und hervorragende Lektüre.

    Mehr
  • Das Spiel mit der Wahrheit

    Das Buch der Spiegel
    Gise

    Gise

    27. February 2017 um 12:08

    Der Literaturagent Peter Katz erhält ein Manuskript von einem unbekannten Autor, Richard Flynn, der es unbedingt verlegen lassen möchte. Es ist lediglich das erste Kapitel über einen ungeklärten Mord. Doch als Katz auf Flynn zugehen möchte, um das gesamte Manuskript zu erhalten, liegt dieser im Sterben. Nun lässt Katz selbst recherchieren, ob das Manuskript aufzufinden wäre oder ob sich aus der Geschichte ein gutes Buch herstellen lässt. Nach und nach kommen die Hintergründe zu dem damaligen Mord heraus.  Aus einer Rahmengeschichte heraus - der Suche nach dem spannenden Manuskript bzw. der Geschichte dahinter - entwickelt der Autor E. O. Chirovici zwei ineinander verschachtelte Erzählungen, die darauf basieren, dass Erinnerungen trügerisch sein können. Seine Erkenntnis: "Die Erinnerung an Vergangenes sei nicht unbedingt Erinnerung an wirklich Geschehenes" (S. 307) dekliniert er, indem er verschiedene Verdächtige aufzeigt, ihre Erinnerungen an die Zeit vor und in der Mordnacht präsentiert. Diese Suche nach der Wahrheit entwickelt einen eigenen Sog, der den Leser schnell in seinen Bann zieht. Man fiebert mit, was denn nun in jener Nacht geschehen ist, verwirft Hypothesen, sieht dort eine Schwachstelle bei einem Verdächtigen... Die Suche gerät zeitweilig zu einem Spiel, auf das sich die Suchenden einlassen müssen, um die richtige Erinnerung zum richtigen Zeitpunkt aufzudecken, bevor sie endgültig verdeckt werden würde. Mit diesem Buch legt der Autor einen gut komponierten Roman vor mit einer Geschichte, die aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird und den Leser immer wieder darüber grübeln lässt, welche Wahrheit denn nun richtig ist und wo welche Romanfigur den Ermittlern - und somit auch dem Leser - einen Bären aufzubinden versucht. Das wird zu einem äußerst faszinierenden Spiel mit der Wahrheit. 

    Mehr
  • Leserunde zu "Das Buch der Spiegel" von E.O. Chirovici

    Das Buch der Spiegel
    aba

    aba

    Tiefgehend und hochspannend! Können wir unseren Erinnerungen immer vertrauen? Ist alles in der Vergangenheit so gewesen, wie es unser Gedächtnis wiedergibt? Täuscht und betrügt uns unser Erinnerungsvermögen? Wenn ja, warum? Um uns zu schützen? Wer "Das Buch der Spiegel" von dem rumänischen Schriftsteller E.O. Chirovici liest, wird sich diese Fragen stellen und bis zur letzten Seite nach der Wahrheit suchen. Chirovici hat einen intelligenten und sehr spannenden Roman geschrieben, dessen menschliche Figuren und tiefgehender Plot den Leser nicht mehr loslassen."Das Buch der Spiegel" wurde bereits in mehr als 30 Sprachen übersetzt und ist dabei, die Bestsellerlisten weltweit zu erobern. Und jetzt habt ihr die Möglichkeit, das Manuskript von diesem Roman noch vor Erscheinungstermin zu lesen! Seid ihr bereit für dieses hervorragende literarische Ereignis?Zum InhaltAls der Literaturagent Peter Katz ein Manuskript des Autors Richard Flynn erhält, ist er sofort fasziniert. Flynn schreibt über die Ermordung des Professors Joseph Wieder in Princeton. Der Fall wurde nie aufgeklärt, und Katz vermutet, dass der unheilbar kranke Flynn den Mord gestehen oder den Täter enthüllen wird. Doch Flynns Text endet abrupt. Als Katz den Autor kontaktieren will, ist dieser bereits verstorben. Besessen davon, das Ende der Geschichte zu erfahren, versucht Katz, Laura Baines ausfindig zu machen, die als Studentin auf undurchsichtige Weise mit Wieder verbunden war. Doch je tiefer Katz in den Fall eindringt, desto mehr scheint er sich von der Lösung zu entfernen...Bereit für eine Leseprobe?Zum AutorE. O. Chirovici stammt aus einer rumänisch-ungarisch-deutschen Familie aus Transsilvanien. Er hat in seinem Heimatland eine namhafte Zeitung und einen Fernsehsender geleitet und sehr erfolgreiche Romane veröffentlicht. Seit 2013 arbeitet er hauptberuflich als Schriftsteller und wohnt abwechselnd in Reading und New York. "Das Buch der Spiegel" ist sein erster Roman in englischer Sprache, der im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse 2015 heiß gehandelt und schließlich in 38 Länder verkauft wurde.Möchtet ihr dabei sein, wenn Peter Katz sich auf der Suche der Wahrheit rund um den Fall Wieder begibt? Zusammen mit Goldmann verlosen wir 50 Manuskripte von "Das Buch der Spiegel" unter allen, die sich über diesen Roman im Rahmen einer Leserunde austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten. Seid ihr neugierig? Dann bewerbt euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 05.02. und antwortet auf folgende Frage:Lest bitte die Leseprobe und überzeugt uns davon, dass ihr genau die richtigen Testleser dieses Buches seid!Ich freue mich jetzt schon auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!* Bitte beachtet vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.

    Mehr
    • 1750
  • Ein Mord – viele Irrwege

    Das Buch der Spiegel
    Icelegs

    Icelegs

    27. February 2017 um 11:27

    1987. Richard Flynn studiert in Princeton als ein Professor tödlich zusammengeschlagen wird. Der Mord wurde nie aufgeklärt. 27 Jahre später erhält eine Agentur die ersten Kapitel eines Manuskripts über genau diesen Mord – von Richard Flynn persönlich. Immer mehr deutet die Geschichte darauf hin, dass Flynn eng in den Mord verwickelt war – dann enden die Kapitel. Eine Suche beginnt, bei der es an losen Enden und Verdächtigen nicht mangelt. Die Einleitung hat mich gleich gepackt und an interessanten Personen und Wendungen mangelt es nicht, wenngleich das Manuskript von Richard – das ca.  das erste Buchdrittel ausmacht – distanziert hält und wenig Sympathie aufkommen lässt. Dafür lässt es umso mehr Raum für Vermutungen und Verdächtigungen. Wie ich wurde auch die Agentur neugierig und setzt John, einen Reporter, auf die Geschichte an. John fand ich als Person gleich viel zugänglicher und ab diesem Abschnitt konnte ich noch mehr mitfiebern. Teil Drei wird wieder von einer anderen Person erzählt was ich hier sehr gut umgesetzt finde. Man begleitet Beide bei der Suche nach mehr Hinweisen, beim Tüfteln, Kombinieren und Verzweifeln, aber auch in ihrem Privatleben. Besonders an der Geschichte sind neben den Perspektiven die Beziehungen zwischen den Menschen – jeder nimmt ein und dieselbe Beziehung ganz anders wahr und John verzweifelt nicht zuletzt an den vielen unterschiedlichen Berichten. Was ist nun die Wahrheit? Welche Aussage stimmt, wer hat eine verdrehte Wahrnehmung? Da denkt man schon auch über seine eigenen Erinnerungen nach. Welche Streiche spielt sie einem? Auch John ist davon nicht gefeit – wie auch sonst niemand. Diese psychologische Spielerei macht dieses Buch zu viel mehr als nur einem Krimi. Faszinierendes Werk, interessante Protagonisten – auch wenn mehr Spannung toll gewesen wäre würde ich das Buch wieder lesen! (Beim zweiten Mal tun sich sicher noch mehr Hinweise auf! J )

    Mehr
  • Unglaublich spannend

    Das Buch der Spiegel
    Xanaka

    Xanaka

    27. February 2017 um 08:59

    Die Geschichte erscheint einem als Leser unglaublich. Dem Literaturagenten Peter Katz wird von einem relativ unbekanntem Schriftsteller; Richard Flynn; der Beginn eines Manuskripts zugesendet. Schon das Anschreiben des Autors weckt das Interesse des Agenten. Er beginnt gemeinsam mit dem Leser das Manuskript zu lesen. Alles dreht sich um den ungeklärten Mordfall an dem Psychologieprofessor Joseph Wieder. Der Autor - Richard Flynn - weiß jetzt, was damals geschah. Mittendrin im Geschehen endet das Manuskript.  Was ist geschehen, wie geht es weiter?  Nicht nur ich, auch der Agent will wissen, wie es weitergeht. Seine Kontaktversuche mit dem Autor verlaufen jedoch ins Leere. Dieser, schwer erkrankt, stirbt und der Rest des Manuskripts ist nicht auffindbar. Jetzt nimmt die Geschichte eine unerwartete Wendung. Katz beauftragt den Journalisten John Keller mit weiteren Ermittlungen auf der Suche nach dem Manuskript und stellt die Fortsetzung des Romans in Aussicht. Letztendlich folgt noch ein weiterer Abschnitt mit dem ehemaligen Polizisten Roy Freeman, der als ermittelnder Beamter damals auch in den Fall involviert war.  Diese Art der Erzählung macht die Story undurchsichtig aber umso interessanter. Denn je mehr wir in den einzelnen Teilen vom damaligen Geschehen erfahren, umso merkwürdiger wird das Ganze. Jeder der Beteiligten erzählt über seine Ermittlungen mit zum Teil völlig veränderten Fakten. Interessant ist in dem Zusammenhang auch, dass der ermordete Psychologe sich u.a. genau mit diesem Thema im Geschehen beschäftigt. Es geht um Erinnerungen und Wahrnehmungen der Menschen, die sich bei jedem durch eigene Erfahrungen, Erzählungen und Einflüsse anders darstellen. Im Laufe der Story erfahren wir so die verschiedenen Wahrheiten der alten Geschichte und sind versucht uns ein eigenes Bild über die damaligen Ereignisse und das Geschehen zu machen. Man kommt sich wie in einem großen Puzzle vor, wo am Anfang nicht ein Teil zum anderen passt. Nicht zuletzt bleibt die Spannung bis zum Schluss bestehen in der Hoffnung, dass dieser dreißig Jahre alter Mordfall doch noch aufgeklärt werden kann.  Die Art, wie dieses Buch geschrieben ist, gefällt mir sehr gut. Aus drei verschiedenen Perspektiven und mit verschiedenen Wahrnehmungen und Empfindungen konnten wir einen Blick auf das damalige Geschehen werfen und selbst während des Lesens darüber nachdenken, was wirklich passiert ist. Ich fand dieses Buch wirklich beeindruckend und kann es uneingeschränkt empfehlen. Von mir gibt es verdiente fünf Lesesterne.

    Mehr
  • Blick in den Zerrspiegel

    Das Buch der Spiegel
    Greedyreader

    Greedyreader

    26. February 2017 um 18:08

     In E.O. Chirovicis erstem in englischer Sprache verfasstem Roman “Das Buch der Spiegel“ geht es um einen 27 Jahre zurückliegenden, nie aufgeklärten Mord. 1987 wurde der berühmte Psychologieprofessor Joseph Wieder in seinem Haus brutal ermordet. Richard Flynn, der damals zu den Verdächtigen zählte, ist ein todkranker Mann. In den letzten Monaten seines Lebens schreibt er die Geschichte dieses Mordes auf, weil er nun die Lösung zu kennen glaubt und schickt den Anfang seines Manuskripts an den Literaturagenten Peter Katz, der sicher ist, mit dem Verkauf an einen Verlag das große Geschäft machen zu können. Als er den Rest des Manuskripts abholen will, ist Richard Flynn bereits verstorben. Das Manuskript ist nach Aussage von Flynns Partnerin unauffindbar. Peter Katz schaltet den Journalisten John Keller ein, der einiges an Material zusammenträgt und schließlich den pensionierten Polizisten Roy Freeman hinzuzieht, der damals den Fall erfolglos bearbeitet hatte. Freeman hat sich nie verziehen, dass er wegen seiner Scheidung und massiver Alkoholprobleme nicht in Bestform war. Er benutzt nun Flynns Manuskript, Kellers Ermittlungsergebnisse und die alte Polizeiakte und rollt den Fall wieder auf. Freeman befragt alte und neue Zeugen und trägt immer mehr Fakten zusammen, so dass der Mord schließlich auch offiziell als aufgeklärt gelten kann. Chirovici hat einen sehr komplizierten Thriller geschrieben, in dem mehrere Ich-Erzähler – Flynn, Katz, Keller und Freeman - aus wechselnder Perspektive teils sehr widersprüchliche Aussagen machen. Hinzukommt noch die zwielichtige Laura Baines, die Lieblingsstudentin des Ermordeten, in die Flynn verliebt war. Auch der junge Student Flynn stand in Beziehung zum Professor, für den er eine Zeit lang arbeitete. Es ergeben sich laufend neue Hypothesen aus den Ermittlungsergebnissen, die später angesichts anderer Erkenntnisse wieder verworfen werden müssen. Chriovicis literarischer Thriller handelt nicht nur von der Aufklärung eines Mordes. Leitmotivisch zieht sich das Thema “Erinnerung“ durch den Roman – unterstrichen durch die Tatsache, dass Joseph Wieder ebenso auf diesem Gebiet forschte wie Laura Baines. Der Professor untersuchte speziell die Möglichkeiten, bei Traumapatienten schädliche Erinnerungen zu löschen. Immer wieder geht es um die Frage, wie zuverlässig unsere Erinnerungen sind. Wenn es gar keine objektive Wirklichkeit gibt, sondern nur subjektive Wirklichkeiten, dann würde dies erklären, wieso wir uns an Dinge erinnern, die nie passiert sind. Chirovici führt uns vor, wie begrenzt der Wahrheitsgehalt all der subjektiven Aussagen ist. Es ist alles anders, als man denkt. Mir hat der Roman gut gefallen, obwohl er sich mit seinen gefühlten 200 Namen nicht eben mühelos konsumieren lässt. Der Autor verzichtet auf oberflächliche, reißerische Spannung, und das ist gut so. Es ist spannend genug, das Puzzle aus vielen Teilchen zusammenzusetzen, bis am Ende fast alles aufgeklärt ist.      

    Mehr
  • Blieb hinter meinen Erwartungen zurück

    Das Buch der Spiegel
    Arachn0phobiA

    Arachn0phobiA

    26. February 2017 um 16:36

    Was zu beweisen war: Die Liebe auf den ersten Blick kann leider doch trügerisch sein. (Alternativ: Die Sache mit dem Book und dem Cover. Ihr wisst schon.) Schon bevor ich überhaupt mitbekommen hatte, dass "Das Buch der Spiegel" in den Himmel gehypt wurde, hatte ich mich in dieses wunderschöne Cover verliebt. Dazu kam die für mich wirklich interessante Idee des unvollendeten Manuskripts, ein mysteriöser Todesfall - ich war gekauft. Der Einstieg in das Buch fiel mir auch leicht. Nach einer kurzen Einleitung setzt bereits das erwähnte Manuskript ein und man begegnet Richard Flynn, Laura Baines und Prof. Wieder, deren schicksalhaftes Miteinander den weiteren Verlauf bestimmen soll. Abrupt endet nun das Manuskript nach einem Mord - und hier schwächelte die Geschichte leider. Gerade der Mittelteil, der zu großen Teilen aus Recherche und journalistischer Arbeit bestand, war zwar nicht wirklich langweilig, aber ließ im Großen und Ganzen dennoch Spannung vermissen. Diese kam zwar im letzten und recht überraschenden Teil wieder auf, konnte aber nicht vollständig über die etwas langatmige Mitte hinwegtrösten. Der Schreibstil des Autors ist für meinen Geschmack sehr gut balanciert: Nicht zu seicht, aber auch nicht zu verschachtelt, um den Lesefluss zu hemmen. Das Buch ließ sich durchweg sehr gut lesen - ich wurde lediglich durch die erwähnte mangelnde Spannung ausgebremst. Alles in allem keineswegs ein schlechtes oder nur mittelmäßiges Buch; meine Erwartungen waren halt einfach ein wenig zu hoch.

    Mehr
  • Gibt es mehr als eine Wahrheit ?

    Das Buch der Spiegel
    AnnaMagareta

    AnnaMagareta

    26. February 2017 um 16:17

    Das Buch „Das Buch der Spiegel“ des Autoren E. O. Chirovici wird aus drei unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Im ersten Teil erhält der Literaturagent Peter Katz einen Ausschnitt aus einem Manuskript von Richard Flynn. In diesem geht es um die Ermordung des Professors Joseph Wieder in Princeton. Der Fall wurde niemals aufgeklärt. Fasziniert möchte Katz mehr erfahren und das ganze Manuskript lesen.  Zu diesem Zeitpunkt ist Flynn bereits tot und das Manuskript nicht mehr auffindbar. Katz beauftragt den Journalisten John Keller weitere Nachforschungen anzustellen. Aus dessen Sicht ist der zweite Teil des Buches geschrieben. Da alles bereits 27 Jahre zurückliegt, sind die Ermittlungen nicht ganz einfach. Nachdem der Journalist nicht mehr weiter kommt, erfolgt ein weiterer Sichtwechsel und im dritten Teil übernimmt der inzwischen pensionierte Polizist Roy Freeman die Nachforschungen, der damals schon an dem Fall des ermordeten Professors gearbeitet hatte. Der Schreibstil des Autoren ist flüssig und die Sprache sachlich und nüchtern. Die Charaktere werden sehr detailliert beschrieben, lebensnah und authentisch. Mir gefiel es sehr gut, dass man zu allen Personen einen kurzen Überblick über deren Leben bekommt. So konnte ich sie mir gut vorstellen und trotz der Menge der Charaktere problemlos auseinanderhalten. Oft fand ich es schwierig zu unterscheiden, welche Informationen echt sind und welche nur Fiktion, denke aber, dass genau das die Absicht des Autoren war. Bei den Recherchearbeiten gab es viele widersprüchliche Punkte. Die Sichtweise der Befragten war unterschiedlich und stimmte keineswegs überein, trotzdem schien jeder die Wahrheit zu sagen. Dadurch erstellt man beim Lesen ständig neue Theorien und Ideen wie es weitergehen könnte, die sich im nächsten Moment wieder zerschlagen. Es ergeben sich immer wieder neue Fragen und man mag als Leser das Buch gar nicht aus der Hand legen, da man einfach wissen möchte, wie es weitergeht und was denn nun wahr ist. Mit jedem Perspektivwechsel wird die Spannung größer und mit jedem neuen Detail tauchen auch neue Widersprüche auf. Mich hat das Buch gefesselt und ich fand es faszinierend wie unterschiedlich Erinnerungen sein können.   Das Buch basiert auf einer ungewöhnlichen Idee, die der Autor E. O. Chirovici  gut umsetzt. Die Auflösung war schlüssig gelöst und plausibel. Von mir gibt es für diesen fesselnden und ungewöhnlichen Roman, den ich durchaus als Thriller bezeichnen möchte 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

    Mehr
  • Glaubtst Du Deiner Erinnerung?

    Das Buch der Spiegel
    Simi159

    Simi159

    26. February 2017 um 11:40

    Der Literaturagent Peter Katz bekommt  Teile eines Manuskript  von  Richard Flynn und ist sofort  begeistert von dem Buch und der Geschichte darin. Flynn schreibt über die Ermordung des Professors Joseph Wieder in Princeton. Der Mord wurde nie aufgeklärt und auch Flynn zählte zu den Verdächtigen, da er für ihn arbeitete und sich in dessen Umfeld bewegte. Da der Text an der Stelle endet, kurz bevor der Autor  den Mörder nennt, versucht Katz des Rest des Manuskript zu bekommen, doch der Autor ist verstorben und auch seine Freundin weiß nicht, wo der Rest des Geschichte ist.  Besessen  von dem Mordfall, seiner Aufklärung und dem Buch versucht Katz mehr über Professor Wieder, dessen Umfeld und seinen Tod zu erfahren…doch je tiefer er gräbt um so mehr weiter scheint er sich von der Lösung zu entfernen…. Fazit: Das Buch der Spiegel, ist ebenso spannend wie faszinierend, denn auch dem Leser wir ein Spiegel vorgehalten…Als Überthema geht es um Erinnerung und in wie weit man sich auf seine eigene verlassen kann. Dafür spielt der Autor, E.O. Chirovici, mit dem Leser und dessen Erinnerung an das gelesene, da es mehrere Abschnitte gibt, die sich immer wieder um dem Mord an Professor Wieder drehen, aber von unterschiedlichen Ich-Erzählern dargelegt werden. Jeder trägt für seinen Teil mit ein Stück zur Aufklärung an dem Mord bei. Doch selbst als aufmerksamster Leser geht man dem Autor auf den Leim. Es ist ein geschickt gebauter Krimi, dessen Rätsel am Ende gelöst wird und einem doch zeigt, dass es ganz normal ist, dass der Justiz soviel Mörder durch die Lappen gehen. Die Charaktere sind gut beschrieben, lebensnah und authentisch. Dass sie sehr unterschiedlich sind, auch von ihrem Hintergrund, trägt mit zur Lösung des Falles bei, da jeder seine eigene Schwerpunkte bei den Ermittlungen setzt….und auch immer wieder die gleichen Personen befragt und doch sehr viel unterschiedliches erfährt. Steigt man als Leser noch ganz harmlos mit dem Literaturagenten in die Geschichte ein, wird es mit jedem Teil und Wechsel der Erzähler tiefer und tiefer…was einen Großteil der Spannung ausmacht. Denn immer wenn man glaubt, man habe eine Lösung gefunden, wechselt die Person und neue Details oder Widersprüche tauchen auf… Ein angenehmer Schreibstil wie auch ein überraschendes Ende rundes das Buch ab… unbedingt Lesen…von mir gibt es 5 STERNE.

    Mehr
  • Sprachlich toll umgesetzte spannende Geschichte

    Das Buch der Spiegel
    Forti

    Forti

    26. February 2017 um 07:58

    Achtung! Diese Rezension kann je nach Sichtweise Spoiler enthalten! Ich verrate so wenig wie möglich, aber es lässt sich nicht vermeiden, mehr über den Inhalt und Erzählweise preis zu geben, als der Klappentext verrät. Ich fand es schön, das Buch ohne die Informationen zu lesen, die ich hier preisgeben muss, um etwas sinnvolles über das Buch schreiben zu können. Wen also der Klappentext und/oder der Hype rund um Buch und Autor schon neugierig gemacht hat, der sollte "Das Buch der Spiegel" lesen ohne zuvor meine Rezension zu lesen ;-) *** Mitte der achtziger Jahre, Princeton: der Universitätsprofessor Joseph Wieder wird ermordet. Dreißig Jahre später schreibt der damaliger Student Richard Flannigan seine Erinnerungen an den Fall auf und schickt den ersten Teil des Manuskripts an den Literaturagenten Peter Katz. Dieser sieht Potential in der Geschichte und macht sich auf die Suche nach dem verschwundenen Autor, die dann zur Suche nach der Wahrheit wird, an der sich schließlich auch ein Journalist und ein ehemaliger Polizist beteiligen. E.O. Chirovici lässt in seinem "Buch der Spiegel" drei ganz unterschiedliche Ich-Erzähler die Geschichte eines Mordes aufklären. Was als Suche nach einem Manuskript beginnt, wandelt sich im Laufe der Geschichte und mit Wechsel der Ich-Erzähler zu einer Mord-Ermittlung.  E.O. Chirovicis Sprache liest sich sehr gut und flüssig - die Übersetzung ist meiner Meinung nach auch gelungen. Diese gelungene sprachliche Umsetzung ist für mich ein Highlight dieses Buches. Der Autor versteht es, Spannung aufzubauen, bei der ich mich manchmal gefragt habe, wie sie eigentlich zustande kam - warum ist eine Suche nach einem Manuskript und ein alter Mordfall so spannend? Ich denke, selten wurde ein 30 Jahre alter Mordfall spannender beschrieben - der Autor versteht sein Handwerk. Seine Sprache und seine Erzählweise ist für mich das herausragende Merkmal von "Buch der Spiegel". Die perfekt aufgebaute Spannung macht es schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Der Autor streut viele Hinweise, die es immer schwerer machen, die beteiligen Personen einzuschätzen. Wer lügt, wer sagt die Wahrheit? Wer hatte welche Interessen? Und wer ist der Mörder? Passend hierzu zieht sich das Thema Erinnerungen in all seinen Facetten durch das Buch. Der Professor beschäftigte sich beruflich mit dem Thema Erinnerungen und war an einem mysteriösen geheimen Projekt zu diesem Thema befasst. Außerdem wird auch von anderen Protagonisten das Thema Erinnerungen immer wieder aufgegriffen. Wie schnell kann die Erinnerung täuschen? Kann sie geschickt manipuliert werden? Das Ende - das hat mich etwas enttäuscht. Hier wird nicht alles aufgeklärt. Viele Spuren verlaufen im Sand - teilweise weil sie vom Autor geschickt gelegt wurden und sich für die Protagonisten und somit auch den Leser dann doch als Sackgasse herausstellten, teilweise aber auch, weil sich die Wahrheit nicht klären lässt. Das mag realistisch sein, kann aber als Lektüre enttäuschen. Insgesamt aber ein besonderes Buch, das es wert ist zu lesen.

    Mehr
  • Das Buch der Spiegel

    Das Buch der Spiegel
    vormi

    vormi

    25. February 2017 um 23:20

    Das Buch hat mir sensationell gut gefallen. Der Plot ist ganz anders aufgebaut, als bei allen anderen Büchern, die ich bisher gelsen habe. Denn es beginnt mit einer Leseprobe, die der Autor ungefragt bei einem Literaturagenten abgibt. Sehr interessant, was daraus alles entstehen kann. Hier ist der Klappentext - Als der Literaturagent Peter Katz ein Manuskript des Autors Richard Flynn erhält, ist er sofort fasziniert. Flynn schreibt über die Ermordung des Professors Joseph Wieder in Princeton. Der Fall wurde nie aufgeklärt, und Katz vermutet, dass der unheilbar kranke Flynn den Mord gestehen oder den Täter enthüllen wird. Doch Flynns Text endet abrupt. Als Katz den Autor kontaktieren will, ist dieser bereits verstorben. Besessen davon, das Ende der Geschichte zu erfahren, versucht Katz, Laura Baines ausfindig zu machen, die als Studentin auf undurchsichtige Weise mit Wieder verbunden war. Doch je tiefer Katz in den Fall eindringt, desto mehr scheint er sich von der Lösung zu entfernen ... Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, so sehr hat es mich in seinen Bann gezogen. Der Spannungsbogen wird kontinuierlich hoch gehalten und die Entwicklungen, die sich so ergeben, sind so nicht vorhersehbar. Der Autor schafft es also immer wieder, den Leser zu überraschen. Trotzdem ist der ganze geschielderte Kriminalfall in sich realistisch und nachvollziehbar. Zu keiner Zeit verliert die Story also sozusagen die Bodenhaftung. Die geschilderten Personen sind sehr lebensnah beschrieben. Sie haben vielleicht ein paar Ecken, Kanten und/oder ein paar Macken, aber sie handeln grundsätzlich nachvollziehbar und nicht völlig surreal oder abgehoben. Eine in sich stimmige Geschichte, gerne mehr davon, ich kann das Buch nur jedem empfehlen.

    Mehr
  • überwiegend spannend

    Das Buch der Spiegel
    katze102

    katze102

    25. February 2017 um 22:19

    Bei „Das Buch der Spiegel“ von E.O. Chirovici wird die Geschichte in drei Teilen, jeweils aus einem anderen Blickwinkel erzählt. Im ersten Teil erhält der Literaturagent Peter Katz von Richard Flynn einen Manuskriptauszug, in dem er über seine Zeit als Student in Princeton schreibt und über die Ermordung des Psychologieprofessors Joseph Wieder, für den er als studentische Hilfskraft gearbeitet hat. Katz ist interessiert, Flynn inzwischen verstorben und so beauftragt Katz den Journalisten John Keller mit weiteren Recherchen, welche den zweiten Teil ausmachen. Nachdem Keller nicht mehr weiter kommt, übernimmt im dritten Teil der damals mit dem Fall betraute und nun pensionierte Polizist Roy Freeman die Nachforschungen. Jede der drei Perspektiven der Geschichte bringt viele unterschiedliche Erinnerungen hervor, die zu Widersprüchen und Verwirrung führen, neuen Fragen aufwerfen; immer wieder wird man als Leser auf die falsche Spur geführt. Die vielen Beteiligten werden beschrieben, manchmal vielleicht ein wenig zu ausführlich, denn phasenweise fand ich die Beschreibungen schon mal etwas zäh und langatmig, besonders im dritten Teil - und doch machen diese Beschreibungen die unterschiedlichen Sichtweisen und Erinnerungen so stimmig. Der Roman liest sich flüssig, ist meist spannend, interessant aufgebaut und zum Ende werden die wichtigsten Fragen beantwortet – ein fast durchgängig kurzweiliges Lesevergnügen.

    Mehr
  • Nicht alle Erinnerungen entsprechen der Wahrheit

    Das Buch der Spiegel
    ShineOn

    ShineOn

    25. February 2017 um 15:34

    Anfang: Ich bekam das Schreiben im Januar, als alle in der Agentur sich noch von ihrem Fesstagskater zu erholen versuchten. Die Geschichte beginnt mit Peter Katz, der einen Auszug eines Manuskripts geschickt bekommt und von diesem ziemlich angetan ist. Der Autor, Richard Flynn, ist aber leider gestorben, bevor Peter nach dem vollständigen Manuskript gefragt hat. Da das Buch viel Potenzial hat, will er den Rest finden und natürlich auch die Vergangenheit aufleben lassen, denn das Buch beruht auf den Erinnerungen von Richard Flynn an seine Zeit an der Universität Princeton. Zu Beginn geht es tatsächlich noch um das Manuskript und seinen Autor, doch je weiter man liest, desto mehr gerät der Mord an einem Professor in den Vordergrund, in den Richard Flynn verwickelt war. Peter Katz beauftragt seinen Freunden John Keller den Wahrheitsgehalt des Manuskriptes herauszufinden. Und so wechselt das Buch die Perspektive von Peter zu John. Ihn begleiten wir eine Zeit lang und stoßen auf weitere Aussagen von Personen, die etwas mit dem Professor zu tun hatten. Zunächst klang das Buch irre spannend und ich machte mit große Hoffnungen, einen richtigen Knüller in den Händen zu halten, doch je weiter ich las, desto mehr erkannte ich, dass die Spannung wohl nicht weiter ansteigen würde. Es werden hauptsächlich Personen befragt, die ihre Erinnerungen an die damalige Zeit preisgeben, und man schlägt sich mit den persönlichen Problemen der Charaktere durch. Mehr nicht. Es war für mich ein wenig enttäuschend.  Die drei Sterne verteile ich für die Ausarbeitung der Charaktere, die wirklich sehr gut war, und die Idee, die hinter dem ganzen Buch steckt, denn die ist wirklich interessant. Leider hat mir die Umsetzungen nicht ganz gefallen und auch das Ende ließ mir zu viele Fragen offen, die niemals geklärt werden. Eigentlich etwas schade, aber trotzdem eine ganz nette Lektüre.

    Mehr
  • weitere