E.O. Chirovici Das Buch der Spiegel

(258)

Lovelybooks Bewertung

  • 222 Bibliotheken
  • 6 Follower
  • 8 Leser
  • 185 Rezensionen
(108)
(91)
(51)
(8)
(0)

Inhaltsangabe zu „Das Buch der Spiegel“ von E.O. Chirovici

Die Wahrheit des einen ist die Lüge des anderen.
Als der Literaturagent Peter Katz ein Manuskript des Autors Richard Flynn erhält, ist er sofort fasziniert. Flynn schreibt über die Ermordung des Professors Joseph Wieder in Princeton. Der Fall wurde nie aufgeklärt, und Katz vermutet, dass der unheilbar kranke Flynn den Mord gestehen oder den Täter enthüllen wird. Doch Flynns Text endet abrupt. Als Katz den Autor kontaktieren will, ist dieser bereits verstorben. Besessen davon, das Ende der Geschichte zu erfahren, versucht Katz, Laura Baines ausfindig zu machen, die als Studentin auf undurchsichtige Weise mit Wieder verbunden war. Doch je tiefer Katz in den Fall eindringt, desto mehr scheint er sich von der Lösung zu entfernen ...

Überraschend, verwirrend, gut...

— Schizothekare

Spannende Unterhaltung auf hohem Niveau.

— MickeyK

Ich hatte mehr erwartet, wurde aber auch nicht enttäuscht

— may_court

Die Geschichte ist interessant, könnte aber spannender geschrieben sein.

— 0picto

Ein höchst empfehlenswertes Buch, sehr tiefsinnig und spannend erzählt! Lesegenuss vom Feinsten!

— FrauTinaMueller

Ein gut konstruierter Krimi. Leseempfehlung an alle, die auf psychologische Spannungsromane stehen!

— Bergbaron

Ein wahrhaft begnadeter Autor, von dem man noch hören wird, der ein tolles Buch geschrieben hat, das man gelesen haben muss! Sehr spannend!

— Emotionen

Konnte mich über weite Strecken leider überhaupt nicht überzeugen! Schade...

— Miamou

Spannende Lektüre mit einigen am Ende noch offenen Fragen

— striesener

Toller Thriller - ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen!

— Sonja_Nagl

Stöbern in Romane

Der gefährlichste Ort der Welt

Sollte man in der Schule als Lektüre behandeln! Bietet viel Diskussionsstoff!

cheshirecatannett

Das Licht der Insel

Ein abolutes Juwel, unbedingt lesen.

BrittaRuth

Der verbotene Liebesbrief

Ich konnte mich gar nicht mehr von diesem spannenden Roman losreißen

Buchherz13

Dunbar und seine Töchter

Leider etwas schwach

leserattebremen

Die Lichter von Paris

Schöne Reise ins Paris der 20er Jahre!

Nina_1986

Die Zweisamkeit der Einzelgänger

Ach, mein Herz... <3

PaulaAbigail

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein Roman, der sich als Krimi entpuppte

    Das Buch der Spiegel

    Schizothekare

    20. November 2017 um 15:09

    Gekennzeichnet als Roman, wurden wir hier in eine spannende Krimiwelt hineingezogen. Natürlich wollen wir euch lieben Lesekünstler daran teilhaben lassen. Und beginnen mit Apos‘ und Troph’schen Grundsätzen zum Thema Krimi: Was wir von einem Krimi erwarten… Von einem Krimi erwarten wir erstmal mindestens einen Toten, einen interessanten Ermittler und einen Haufen Verdächtiger, der uns verwirrt. Genau. Eine undurchsichtige Geschichte. Eine Geschichte, die uns bei einer Tasse Kaffe dazu verleitet, stundenlang darüber zu diskutieren, wer lügt und wem man Glauben schenken sollte. Eine Theorie, abstruser als die anderen, sollten über den Mörder aufzustellen sein um dann von dem anderen Lesekünstler in der Luft zerpflückt zu werden. Das erwarten wir von einem Krimi. Was wir von „Das Buch der Spiegel“ erwartet haben… Joa nicht allzu viel. Alleine der Titel gab ja nicht so viel her. Ich dachte an ein Werk, also ein Buch, das gejagt wird. Also ein Buch wird geschrieben und soll nicht veröffentlicht werden. Der Autor versucht es zu verstecken und die Protagonisten suchen es auch diversen Gründen. Ich hatte eher ein Autorenjagd im Sinn. Jemand erhält ein Manuskript und versucht so viel wie möglich über den Autor und den dort beschriebenen Personen in Erfahrung zu bringen. Und bei dieser Schnitzeljagd kommen, wie soll es anders sein, dunkle Geheimnisse ans Tageslicht und tiefe Abgründe breiten sich aus. Was wir im „Buch der Spiegel“ bekamen… Ein Satz meinerseits: Die Zahl DREI spielt eine sehr wichtige Rolle! Drei Tote, drei Ermittler und drei Verdächtige. Aber zum Glück nicht ganz so platt, wie es jetzt zunächst klingt. Wir sind nämlich gar keine klassischen Krimileser. Zunächst werden wir in eine melancholische Welt eines Autors gebracht. Richard Flynn schrieb ein Manuskript zu seinem entscheidenden Lebensabschnitt. Diesen reichte er unserem ersten „Ermittler“ ein. Unser erster „Ermittler“ ist ein Mitarbeiter eines Verlags, der immer auf der Suche nach spannenden Manuskripten ist.  Wir lesen also zusammen mit ihm den ersten Teil des eingereichten Manuskripts. Dabei vergisst man direkt,dass es sich nur um einen Ausschnitt handelt und befindet sich gedanklich in der Story von Richard Flynn. Soweit so gut, aber das Manuskript endete [damit hat es nicht wirklich geendet – der Tod von ihm wurde nur vorausgesagt]…und zwar mit dem Tod bzw. der Ermordung eines prominenten Psychologen. Da hatten wir dann zumindest schonmal unseren Toten. Es sollte nicht der Einzige bleiben. Wohl wahr. Denn auch der Autor unseres Manuskriptes stirbt und somit die einzige Möglichkeit an die weiteren Fragmente zukommen. Und so kommen wir zu meiner Schnitzeljagd, anders als erwartet, aber dennoch nicht unspannend. Der Verlagsmitarbeiter beauftragt einen alten Freund mehr über diese Geschichte herauszufinden. Dieser spielt im Grunde Detektiv und versucht die beteiligten Personen ausfindig zu machen und folgt somit den ersten Brotkrumen, die zur Lösung führen. Um der Troph’schen Ausschweifung vorauszueilen, will hier zum Inhalt nur noch gesagt sein, dass die Dreiteilung des Buches natürlich voraussetzt, dass sich noch jemand einklinkt. Hier handelt es sich dann um den Polizeibeamten, der schon vor Jahren an diesem Fall gearbeitet hat. {Mehr wird nicht mehr verraten!} Was bleibt ist… … Verwirrung. Das Werk war gut zu lesen. Das Ende war…naja. Mir blieben unlogische Dinge im Kopf. Interessant ist natürlich der Bezug zum Spiegel bzw. der Titel: Das Buch der Spiegel. Im Werk selbst wird mehrfach auf Spiegellabyrinthe eingegangen (wenn auch ein bisschen kurz). Diese stehen für den Verlust der Orientierung. Und genau so ging es mir während des Lesens zwischenzeitlich. Außerdem bleiben ein paar Fragen offen, die ich gerne beantwortet bekommen hätte. Wenn man relativ offene Enden mag, dann ist es sicherlich gut gelungen. Meins ist es leider nicht. Nun ja, es war lesenswert, aber wirklich empfehlenswert auch nicht.  … die Erkenntnis, dass wir wohl einfach nicht für dieses Genre geschaffen worden sind. Es bleibt zu wenig Platz, um sich in eine Welt auszumalen – es fühlt sich eher wie ein Korsett an, in das man beim Lesen hineingezwängt wird. Anderen mag genau das ein Vergnügen und Entschwinden in fremde Welten ermöglichen, uns leider nicht. Troph nickte zustimmend.

    Mehr
  • E. O. Chirovici | DAS BUCH DER SPIEGEL

    Das Buch der Spiegel

    Bookster_HRO

    15. November 2017 um 07:32

    INHALT: Der Literaturagent Peter Katz bekommt per E-Mail ein Manuskript zugeschickt. Der Absender, ein erfolgloser Schriftsteller namens Richard Flynn, schildert darin Begebenheiten aus seiner Zeit an der Princeton University vor fast dreißig Jahren. Er schreibt von seiner Freundin Laura und dem charismatischen Dozenten Joseph Wieder, Professor für Psychologie. Flynns Manuskript endet ohne Erklärung mit dem Tod Wieders und Katz wird klar, dass es sich hierbei nicht um einen Romanbeginn handelt, sondern um das Geständnis eines Gewaltverbrechens, das nie aufgeklärt wurde. Als er mit dem Autor Kontakt aufnehmen will, kommt er zu spät: Flynn ist kürzlich an einer Krankheit gestorben. Katz weitet seine Recherchen aus, beschäftigt einen Journalisten, der Zeitzeugen findet und den damals ermittelnden Polizisten, der mittlerweile im Ruhestand ist – doch je mehr Leute befragt werden, desto mehr Fragen tauchen auf. Vor allem aber die Frage, ob man seinen Erinnerungen nach so vielen Jahren noch trauen kann. FORM: Eugen Ovidiu Chirovici (*1964) besticht in diesem Kriminalroman durch die Komposition seiner Geschichte. Das Buch ist ein Dreiteiler, wobei jeder Teil aus der Perspektive einer anderen Figur geschrieben ist, die sich mit dem Fall Wieder beschäftigt. Zunächst Katz, der Literaturagent – Flynns Manuskript nimmt aber den meisten Raum ein –, dann John Keller, der Journalist, und schließlich Roy Freeman, der Ex-Polizist. Die Dreiecksbeziehung zwischen Wieder und seinen beiden Studenten wird dadurch ständig in neues Licht getaucht und wir Leser müssen aufpassen, dass wir uns zwischen all den Vermutungen und Anschuldigungen nicht verrennen. So weit, so gut. Allerdings war’s das auch schon mit den Lorbeeren, denn ansonsten hat das Buch absolut nichts zu bieten. Die Figuren sind flach – und bleiben es auch – und die Dialoge sind unerträglich hölzern. Es werden unzählige Klischees bedient, die Vergleiche sind extrem abgegriffen und die Metaphernrate geht gegen Null. Gekrönt wird das Ganze noch von einem unfassbar dümmlichen Ende. Keine Tiefe, kein Esprit, kein Lesespaß. Ich will offen sein: Ich bin kein Krimileser – und somit auch kein Krimikenner – aber dieser Roman schrammt schon hart an der Grenze zum Schund. Es ist mir unverständlich, dass DAS BUCH DER SPIEGEL soviel Aufmerkamkeit bekommen konnte und ein Kritiker wie Denis Scheck – dessen Meinung ich sehr schätze und meistens auch teile – das »hohe Niveau« des Romans bejubelt. Also ich sehe da nix außer einem lahmen Krimi von der Stange. FAZIT: Gut komponiert, schlecht geschrieben. Literarisch irrelevant – 2 Sterne. *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich auf Euren Besuch ***

    Mehr
    • 2
  • Was ist schon wahr?

    Das Buch der Spiegel

    Lyca

    09. October 2017 um 00:19

    Im 'Das Buch der Spiegel' beginnt alles mit einem Ausschnitt aus Richard Flynn's Manuskript, das er an den Literaturagent Peter Katz schickt, der sogleich davon begeistert ist und gerne das ganze Manuskript lesen würde. Doch ist Richard Flynn schon verstorben und das Manuskript nicht auffindbar. Um die ganze Geschichte um Joseph Wieder's Tod aufzudecken und die aufgekommenen Fragen nach dem Lesen beantworten zu können beauftragt Peter Katz den Journalisten John Keller Nachforschungen anzustellen, was nicht so leicht ist wenn der ungeklärte Mordfall 27 Jahre her ist.  Wenn man denkt es kann kaum noch besser werden als ein Buch in einem Buch zu lesen fängt der Lesespaß gerade dann erst richtig an.  Der Autor weiß ganz genau wie man einen Leser für sich einnimmt, dafür bedarf es nicht mal großer Emotionen, es ist die Erzählung und die Neugier die einen von der ersten Seite an packt. Die Sprache ist sehr sachlich und nüchtern, was besonders gut zu dem Buch passt. Überragend ist auch das Erzähltempo, man bekommt Zeit die Personen kennenzulernen, sich selber Gedanken um den weiteren Verlauf zu machen ohne die Geschichte aus den Augen zu verlieren. Alles läuft problemlos ineinander über, sodass man den Roman flüssig lesen kann. Der Roman, der auch als Krimi durchgehen könnte, wird überaus realistisch, nachvollziehbar und im Bezug auf die Charaktere detailliert erzählt. Manchmal habe ich mich gefragt ob der Autor mich mit den Details in die Irre führen will damit ich bloß nicht weiß was für die Auflösung wichtig sein könnte. Und genau das ist ein Nebeneffekt dieses Buches, denn bei der ganzen Recherche stößt man auf so viel Widersprüchliches, dass ich als Leser sehr schnell nicht mehr wusste wem man Glauben schenken darf. Jeder der noch lebenden Beteiligten zeigt eine neue Sichtweise auf, keine Aussage stimmt mit der eines anderen überein, es ist überaus schwer zu sagen wer überhaupt die Wahrheit sagt oder etwas zu verbergen hat.  Man kommt nicht umhin selber Theorien aufzustellen und diese sofort wieder zu verwerfen wenn man neue Erkenntnisse gewinnt.  Ich hatte ein dringendes Bedürfnis zu erfahren wer denn nun der Mörder von Joseph Wieder war. Wer hatte überhaupt ein Motiv diesen Mann, eine Berühmtheit in der Psychologie, zu ermorden. So viele Fragen die mich angetrieben haben das Buch in einem Rutsch zu lesen.  Es ist eine tolle Umsetzung einer interessanten, mir neuen Idee und so war es auch eine gute Überlegung, dass man vier Ich-Erzählern folgen darf und dadurch an den journalistischen Recherchen sowie auch den polizeilichen Anteil hatte, denn als letzten Erzähler bekommen wir einen pensionierten Polizisten, der durch Kontakte an wichtige Informationen kommt und selber mit dem Fall vertraut ist. Auch wenn an den Charakteren ehrlich gesagt nichts besonderes ist, bleibt mir diese originelle Geschichte auf jeden Fall in Erinnerung. Denn auch wenn meine Erwartungen nicht sehr hoch waren wurden sie mehr als erfüllt. Obwohl ich mir ein paar Erklärungen mehr zu den Arbeiten des Professors Wieder gewünscht hätte, mir die Details zu teils unwichtigen Charakteren manchmal zu viel waren und es ein paar Sachen gibt die mir selbst im Nachhinein noch unerklärlich bleiben, war es ein Buch, das wirklich Spaß gemacht hat.   Fazit: Bin froh diesen Roman gelesen zu haben. Das Besondere ist, dass man nie weiß was als nächstes geschieht, es folgt eine Überraschung der anderen nur um am Ende ein stimmiges und nachvollziehbares Bild zu erschaffen. Man fällt auf die Charaktere herein, man rätselt, stellt selber Theorien auf und kann die Lösung kaum abwarten. 

    Mehr
  • Im Spiegelbild der Erinnerung sieht jeder eine andere Warheit ...

    Das Buch der Spiegel

    Emotionen

    03. October 2017 um 23:16

    "Das Buch der Spiegel" hat mich aufgrund von Cover und Klappentext sofort angesprochen. Literaturagenten, Geheimnisse, Rätsel und Vergangenheit sind Schlagwörter, mit denen ich immer geködert werden kann.HandlungDer Literaturagent Peter Katz bekommt ein geheimnisvolles Manuskript zugespielt. Richard Flynn beschreibt in diesem die Ermordung eines gewissen Professor Wieder in Princetons. Die Umstände von Wieders Ableben wurden nie vollständig aufgeklärt. Katz erwartet nun in dem Manuskript die Lösung des Falles vorzufinden, doch dieses endet abrupt, ohne den Täter zu enthüllen. Katz will Flynn kontaktieren, um den Rest des Manuskripts anzufordern, allerdings verstirbt der Autor plötzlich. Katz, der unbedingt mehr über den Fall wissen will, heftet sich an die Fersen von Laura Baines, einer ehemaligen Studentin des Professors. Doch die ist alles andere als auskunftsfreudig. Wird Katz den Fall lösen können? Wird er die absolute Wahrheit finden?CharaktereDie Charaktere des Buche waren mir durchwegs sympathisch. Sowohl Katz als auch Flynn waren beide einnehmend auf ihre eigene Art und Weise. Ich finde, der Autor hat es sehr gut geschafft, Flynn einen leicht elitären, angestaubten Touch zu verleihen, wo er doch der Absolvent einer amerikanischen Eliteuniversität ist. Laura Baines hat mich an eine Katze erinnert, die immer wieder galant versucht, ihre Schwanzspitze aus der Schlinge zu ziehen und sich auf leisen Pfoten aus dem Staub zu machen. Dass man da als Leser neugierig wird, ist natürlich klar, aber immer wieder beschleichen einen Zweifel bezüglich ihrer Rolle in dem Fall Wieder. Will sie einfach mit der Vergangenheit abschließen, oder hat sie wirklich Dreck am Stecken?Die Charaktere der Gegenwart wirken frischer, greifbarer als die der Vergangenheit und ich habe es sehr genossen, dass Chirovici diesen Effekt so unterschwellig herübergebracht hat. Man hat gemerkt, dass die Charaktere alle einen anderen Bezug zur gemeinsamen Geschichte habe. In puncto Charaktere kann ich also sagen, dass der Autor sie sehr gut ausgearbeitet hat!SchreibstilChirovici kann schreiben, soviel ist schon mal klar. Das Buch ging mir leicht und flüssig von der Hand, trotzdem war eine gewisse "gehobene", "anspruchsvolle" Note enthalten. Deshalb bin ich auf der Meinung, dass das Buch eine gute Wahl für den Literatursalon war. Bisher habe ich nur ein anderes Buch des Literatursalons gelesen, nämlich "Die letzten Tage der Nacht" und die Schreibstile ähneln sich meiner Meinung nach. Sie unterscheiden sich von dem Klang eines Liebesromans, lesen sich aber immer noch unterhaltsam und nicht wie wissenschaftliche Lektüre. Ein sehr angenehmes Lesen!FazitFür mich definitiv eines der Highlights des Jahres! Bisher bin ich begeistert von den Büchern des Literatursalons, ich hoffe, dass es so weiter geht. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der gerne Krimis und Thriller liest, auch wenn hier eher Krimi als Thriller im Vordergrund steht. Es geht vor allem um Hintergründe, wer also nach einer spektakulären Verfolgungsjagd oder versuchten Anschlägen auf das Leben der Ermittlern sucht, der sollte vielleicht doch lieber zu einem anderen Buch greifen. Es lohnt sich auf jeden Fall mal hineinzuschnuppern und dann zu entscheiden. Ich würde jederzeit wieder ein Buch dieses Autors lesen, wenn ich auch zugeben muss, dass mich diesmal vor allem der Klappentext und das Cover überzeugt haben. Hier hat einfach das Gesamtpaket zu 100% gestimmt.

    Mehr
  • Wahrheit oder Lüge?

    Das Buch der Spiegel

    Fleur91

    09. September 2017 um 15:28

    Der Literaturagent Peter Katz bekommt ein Manuskript zugeschickt. Richard Flynn, der Verfasser des Manuskripts, schildert darin seine Erlebnisse mit dem bekannten Psychologen Joseph Wieder und dessen Studentin Laura Baines. Joseph Wieder wurde ermordet. Der Fall wurde nie aufgeklärt. Das Manuskript schildert auch, was an dem Tag, an dem Wieder ermodert wurde, passierte. Es ist jedoch nicht vollständig. Der Rest des Manuskripts ist nicht auffindbar. Peter Katz ist jedoch sehr an der Geschichte interessiert und beauftragt einen Journalisten mit dem Fall. Der muss jedoch schnell herausfinden, dass nicht alle Erinnerungen auch der Wahrheit entsprechen. Wer lügt und wer erzählt die Wahrheit?Das Buch ist in drei Teile unterteilt. Der erste Teil ist aus der Sicht des Literaturagenten Peter Katz. Der zweite Teil ist aus der Sicht des Journalisten und der dritte Teil aus Sicht eines Polizisten, der damals mit dem Fall zu tun hatte,Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, ich kam sehr gut in das Buch rein und kam auch sehr schnell voran.Im ersten Teil bekommt man das Manuskript zu lesen. Dieser Teil war richtig gut und vor allem richtig spannend, obwohl nicht viel passiert. Es schwang aber die ganze Zeit eine unterschwellige Spannung mit und die Geschichte war einfach interessant.Der zweite und dritte Teil beschäftigt sich mit Befragungen und Recherchen. Gut fand ich, dass der Hauptfokus wirklich auf dem Fall lag und nicht auf den Charakteren, aus deren Sicht geschrieben wurde. Zwar hat man auch Dinge aus dem Privatleben der Charaktere erfahren, aber nur am Rande. Der Anfang mit dem Manuskript hat mich begeistert und die Geschichte bleibt die ganze Zeit über sehr interessant, aber der Spannungsbogen fiel leider irgendwann ein wenig ab und deswegen bekommt das Buch von mir "nur" 4 Sterne.Ein wirklich lesenswertes und interessantes Buch.

    Mehr
  • interessant, aber nicht spannend genug

    Das Buch der Spiegel

    0picto

    26. August 2017 um 10:08

    Der Klappentext verspricht eine interessante Geschichte. Die es dann ja auch gibt. Nur ist mir die Umsetzung durch den Autor nicht spannend genug. Leider fehlt ein vulminantes Ende oder eine schockierende Wendung.

  • Das Buch der Spiegel

    Das Buch der Spiegel

    FrauTinaMueller

    14. August 2017 um 17:37

    Was für ein grandioses, spannendes Buch! Welch Verwirrspiel hat E.O. Chirovici da mit seinem fabelhaftem “Das Buch der Spiegel” da erschaffen! Erstmal vorneweg: LEST DIESES BUCH AUF JEDEN FALL! Es wird Euch verwirren, aber auch begeistern, es wird Euch in tiefste, menschlich-psychologische “Spielchen” hineinziehen, es wird Euch manipulieren! Verwirren! Nachdenklich stimmen! Es wird Euch verschlingen, denn es entsteht ein Lese-Sog, der Euch unaufhörlich immer tiefer und tiefer in das Buch und die Geschichte hinein ziehen wird! Das Cover führt meiner Meinung nach etwas in die Irre, denn es verleitet zu dem Gedanken, dass es sich beim Buch der Spiegel um einen schauerlichen Roman mit viel Blut in einem englischen Schloss handelt. Dem ist aber nicht so. Vielmehr soll das Cover wohl ausdrücken, das es um das Innerste des Menschen geht, um seine Licht- aber auch Schattenseiten. Um seine tiefsten Begierden, Sehnsüchte etc. “Erinnerungen sind wie Geschosse. Manchen zischen vorbei und erschrecken dich nur. Andere reißen dich in Stücke.” Vorgeplänkel Teil 1, Vorstellung Peter Katz, Zitat von Richard Kadrey aus “Kill the Dead” Und darum geht es: Peter Katz, seines Zeichens Literaturagent und früherer Journalist bekommt ein Manuskript. Das ist nun nichts Ungewöhnliches für einen Literaturagenten. Aber es handelt sich nicht um ein gewöhnliches Manuskript, sondern um eine sehr spannende Geschichte. Die Leseprobe endet abrupt und Peter möchte natürlich wissen, wie die Geschichte weitergeht. Doch der Autor – Richard Flynn – liegt im Sterben und Peter kann nicht mehr mit ihm sprechen. So macht er sich auf die spannende Suche nach dem vollständigen Manuskript und deckt eine alte, sehr interessante Geschichte wieder auf. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten! Es geht um einen Mord, der nie aufgeklärt wurde. Um ein Buvh, das nicht zu Ende geschrieben wurde. Und um ein Rätsel, das niemand lösen kann. Oder doch ;-)? Der erste Satz: “Ich bekam das Schreiben im Januar, als alle in der Agentur sich noch von ihrem Festtagskater zu erholen versuchten.” (Seite 9) Fazit: Ein höchst empfehlenswertes Buch, sehr tiefsinnig und spannend erzählt! Lesegenuss vom Feinsten!

    Mehr
  • Erwartungen bleiben aus

    Das Buch der Spiegel

    MotteEnna

    29. July 2017 um 11:17

    Kurz vor seinem Tod lässt Richard Flynn dem Literaturagenten Peter Katz den Anfang zu einem Buch zukommen, indem er von einem kurzen Abschnitt seiner Studienzeit Ende der 80er berichtet, in der er mit einer anderen Studentin in einer WG lebt und die damit endete, dass ein renommierter Professor seiner Universität ermordet wird und Richard Flynn in den Kreis der Verdächtigen gerät. Obwohl Katz von dem Auszug begeistert ist und gerne mehr lesen möchte, kommt es nicht mehr dazu. Als Katz Kontakt zu Flynn aufnehmen will, liegt dieser auf Grund seiner Erkrankung bereits im Koma und verstirbt. Sein Manuskript ist nicht auffindbar. Aus Neugier lässt Katz dann weitere Ermittlungen anstellen, um raus zu finden, ob mehr hinter der Geschichte steckt. Zunächst über einen befreundeten Journalisten und später durch einen pensionierten Polizisten. Das gesamte Buch wirkt sehr langatmig durch die schier endlosen Dialoge in direkter und indirekter Rede ohne richtige Handlung. Zudem werden verschiedenste Versionen der Geschehnisse aufgeführt ohne dem Leser letztlich eine Aufklärung der Wirklichkeit zu geben. Nachdem ich das Buch abgeschlossen hatte, hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte zu keinem Ende gekommen ist. Daher kann ich leider keine Leseempfehlung für "Das Buch der Spiegel" aussprechen. Viel Spaß beim Schmökern!

    Mehr
  • Erinnerungen....

    Das Buch der Spiegel

    Miamou

    19. July 2017 um 11:14

    Schade, schade, schade! Ich war so begeistert vom Klappentext dieses Buches und auch als ich mit der Leseprobe durch war, dachte ich, dass das absolut meins wird…aber man soll den Tag bekanntlich nicht vor dem Abend loben und ich musste dann schlussendlich feststellen, dass das Buch dann doch nicht meins war. Aber zuerst: Worum geht’s? Der Literaturautor Peter Katz bekommt das Manuskript eines Buches von Richard Flynn. Flynn beschreibt darin die Bekanntschaft mit Professor Wieder, der kurze Zeit später tot in seinem Haus aufgefunden wird. Der Fall wird nie aufgeklärt und Katz vermutet, dass Flynn ein Geständnis ablegen will. Als dieser dann aber aufgrund eines Krebsleiden stirbt und das restliche Manuskript nicht mehr aufgefunden werden kann, setzt Katz einen Journalisten auf die ganze Sache an, der Licht in die Ermordung Wieders bringen soll. Schließlich liegt diese Tat mehr als 20 Jahre zurück und an Verdächtigen mangelt es nicht. Je mehr sich dieser jedoch auf die Suche nach der Wahrheit begibt, umso weiter entfernt er sich davon. Nun ist auch nicht zu leugnen, dass das Buch ziemlich angepriesen wurde. Phrasen wie „Man liest Unterhaltungsliteratur auf hohem Niveau“ (Denis Scheck) oder „Ein virtuoses Spiel“ tragen natürlich dazu bei, dass man noch zusätzlich neugierig wird und man kann sagen was man will, es ist wie bei Werbesendungen….auch wenn sie einen gar nicht interessieren, sie beeinflussen einen ja dann dich ein bisschen. Bei diesem Buch wollten sich diese Anpreisungen aber gar nicht bei mir einstellen. Ich gebe zu, dass ich den Anfang noch sehr genial fand. Da ist ein Manuskript, das unvollendet ist und natürlich will man als Leser wissen, wer der Mörder ist und was vor 20 Jahren geschehen ist. Als zusätzlichen Spannungspunkt setzt der Autor mit dem Tod von Richard Flynn eine überraschende Wendung schon an den Beginn des Buches. Der von Katz engagierte Journalist hat die Schwierigkeit, dass viele Kriminalisten, die mit den Mord an Wieder zu tun hatten, entweder nicht mehr auffindbar sind, weil sie ihre Pension im Nimmersland genießen oder eben selbst auch schon eines natürlichen (!) Todes gestorben sind. Hat man zwar alles schon öfter gelesen, wenn in einem Buch eben ein Mord gelöst werden soll, der Jahrzehnte zurückliegt, wirkte aber speziell hier als eines der wenigen Dinge noch realistisch. Das Drumherum war dann konstruiert und teilweise sehr an den Haaren herbeigezogen. Am Schluss wird der Mörder gefunden – aber absolut unspektakulär (und nur am klarzustellen: Ich brauche am Ende eines Krimis oder Thriller keine ausgedehnten Verfolgungsjagden oder große Action, aber die Auflösung sollte doch das gewisse Etwas haben und das gab es bei „Das Buch der Spiegel“ nicht) und auch sein Motiv hat man schon 1.000 Mal in anderen Büchern gelesen, die nicht als Literatur mit hohem Niveau angepriesen werden. Grundsätzlich finde ich auch, dass der Autor mit der Idee die Geschichte in drei Teilen zu erzählen, wobei jeder Teil einen eigenen Erzähler bekommt (1. Teil: Richard Katz, 2. Teil: der Journalist, 3. Teil: ein Cop, der an dem Fall dran war), gar nichts falsch gemacht hat. Leider haben die drei aber die gleiche Stimme, was mich extrem verwirrt hat, weil ich mir immer wieder ins Bewusstsein rufen musste, wer gerade erzählt. Was mich auch noch immens gestört hat, dass viele Nebenfiguren so extrem aufgeblasen vorgestellt wurden und dann nie wieder in der Handlung vorkamen, auch einige Dialoge waren absolut sinnlos. Beides hatte zur Folge, dass das Buch dann natürlich auch unnötige Längen hatte bzw. der Platz in dem Buch für mich nicht richtig genutzt wurde. Einige Fragen blieben am Schluss dann doch offen und ich habe mich gefragt, „Warum nur“, denn es wäre im Grunde ausreichend Platz gewesen, wenn dieser eben sinnvoller gefüllt worden wäre. Weiters liest man in Empfehlungen zu „Das Buch der Spiegel“, dass es ein Buch ist, das psychologischen Tiefgang aufweist. Bei aller Liebe und allen Versuchen, konnte ich diesen Tiefgang nicht finden. Es gab Ansätze, das will ich gar nicht abstreiten, aber auch diese verlaufen sich ganz schnell im Sand. Und wieder…es war nicht genug Platz dafür. Apropos: Das Wort „wieder“ hat in diesem Buch ja mehrere Bedeutungen, weil es ja auch als Name verwendet wird! Auch da bin ich öfter darüber gestolpert, besonders wenn es am Satzanfang gestanden hat. Ich habe lange überlegt, welche Sterneberwertung das Buch bekommen soll und war knapp davor drei zu verteilen, die dann doch nicht verdient gewesen wären, wenn ich es im Vergleich zu anderen Drei – Sterneberwertungen von mir sehe. Ich befürchte, dass mir das Buch nicht sehr lange in Erinnerung bleiben wird. Außerdem finde ich, dass das Preis – Leistungsverhältnis für mich persönlich in keiner Relation steht. Ich würde daher empfehlen, dass man das Buch gerne mal aus der Bibliothek mitnehmen und es an einem heißen Sommertag lesen kann. Einen Kauf würde ich nicht unbedingt empfehlen, man kann das monatliche „Büchergeld“ sicher besser anlegen.

    Mehr
    • 3
  • Wahrnehmungen können trügen...

    Das Buch der Spiegel

    striesener

    12. July 2017 um 18:54

    Der Literaturagent Peter Katz erhält den ersten Teil eines Manuskripts des Autors Richard Flynn. In dem Manuskript geht es um die Ermordung des Princeton-Professors Joseph Wieder vor über 25 Jahren und Flynns Rolle bei den damaligen Ereignissen. Vom ersten Teil es Manuskripts fasziniert, möchte Katz den Autor kontaktieren, der jedoch mittlerweile verstorben ist. Da der Rest des Manuskripts nicht auffindbar ist, versucht Katz nun selbst die Wahrheit über den lange zurückliegenden Mordfall in Erfahrung zu bringen. Der Roman gliedert sich in drei Teile, welche jeweils einen Perspektivwechsel durch einen neuen Ich-Erzähler bieten. Während der erste Teil vornehmlich aus Flynns Manuskript besteht, widmen sich die beiden anderen Teile der Aufklärung der damaligen Ereignisse. Der Roman ist durchgehend spannend zu lesen und bietet eine überraschende Auflösung des damaligen Mordfalls. Der gute Gesamteindruck des Romans wird leider dadurch etwas getrübt, dass der Autor am Ende des Buches einige Fragen bewusst unbeantwortet lässt. Der Fokus des Autors liegt eindeutig auf den unterschiedlichen, manchmal verzerrten Wahrnehmungen und Erinnerungen, die verschiedenene Menschen bezüglich eines Ereignisses haben können. Diesem Oberthema opfert er die Beantwortung der Fragen, die sich dem Leser nach der Lektüre noch stellen. Trotzdem lautet mein Fazit: Ein kurzweiliger und spannender Roman, dessen Lektüre man nicht bereut.

    Mehr
  • Erinnerung ist nicht gleich Erinnerung

    Das Buch der Spiegel

    Sonja_Nagl

    12. July 2017 um 14:36

    Das Buch hat 384 Seiten, ist unterteilt in drei Abschnitte und ist 2017 im Goldmann Verlag erschienen. Die Ermordung des Literaturprof. Joseph Wieder in Princeton wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt, nämlich Richard Flynn, dem Reporter John Keller und dem Polizisten Roy Freemann.Der Literaturagent Peter Katz erhält das Manuskript von Richard Flynn, in der er über die Ermordung von Prof. Flynn schreibt, allerdings bricht das Manuskript abrupt ab und ist nicht vollständig.Der erste Teil wird aus der Sicht von Richard Flynn erzählt, der aber kurz nachdem Peter Katz das Manuskript erhält, stirbt – der restliche Teil des Manuskript ist zunächst nicht auffindbar. Richard Flynn hat Anglistik in Princeton studiert, wollte Schriftsteller werden, arbeitet aber arbeitet in einer kleinen Werbeagentur.Flynn behauptet in diesem Manuskript, dass er die Wahrheit herausgefunden hat über den Mord an dem berühmten Prof. Wieder, der vor 30 Jahren eine Menge Staub aufgewirbelt hat und nie geklärt werden konnte. Flynn selbst zählte zum Kreis der Verdächtigen. Er lebte damals ein paar Monate während der Unizeit mit Sarah Baines – eine Studentin von Prof. Wieder -  in einer WG zusammen. Sie half Prof. Wieder bei einem wichtigen und geheimen Forschungsprojekt betrf. die Löschung von negativen Erinnerungen; Laura stellte Richard dem Prof. Wieder vor, er erhielt von ihm einen Studentenjob – er sollte seine Bibliothek ordnen. Es entstand zw. dem Prof. und Flynn eine Art „Freundschaft“ und zw. Laura und Flynn aus der Sicht von Flynn eine Liebesbeziehung. Der zweite Teil erzählt die Geschichte aus der Sicht des erfolglosen Reporters John Keller, der versuchen sollte  im Auftrag des Literaturagenten, den zweiten Teil des Manuskripts zu finden oder das Manuskript anhand seiner Recherchen als eine Art Fragment fertig zu schreiben. Keller macht über einen Privatdetektiv die Lebensgefährtin von Richard Flynn, Laura Baines und einige weitere Personen, die mit dem Fall in Verbindung gebracht ausfindig, spricht mit allen Beteiligten und zieht seine ganz eigenen Schlüsse aus dem Fall.Der Dritte Teil erzählt den Mordfall aus der Sicht des pensionierten Polizeibeamten Roy Freemann, der vom an der Mordgeschichte verzweifelten Reporter John Keller alle seiner zusammengetragenen Unterlagen erhält. Roy Freemann war – als der Fall aktuell war – zuständiger Ermittler der Polizei. Er hat sozusagen immer noch eine „offene Rechnung“ mit dem ggstdl. Mordfall, da er das Gefühl hat, er hätte damals den Fall „verpfuscht“. Er nimmt die Ermittlungen wieder auf, kontaktiert den damals an Wieder verurteilten Mörder, Laura Baines und den Hausverwalter von Prof. Wieder Derek Simmons.Das zentrale Thema des Buches ist nicht die Klärung des Mordes sondern wie die einzelnen Protagonisten durch ihre eigenen Erinnerungen getäuscht werden und wie unterschiedlich die jeweiligen Erinnerungen sein können. Die Wahrheit einer Person kann komplett konträr zur Wahrheit einer ebenfalls beteiligten anderen Person sein. Ein tolles Buch! Ich konnte das Buch bis ich wusste, wer der Mörder ist, nicht mehr aus der Hand legen. Die Spannung wird durch den Perspektivenwechsel in den jeweiligen Abschnitten erzeugt. Es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass die Wahrheit der einzelnen Charaktäre eben nicht dieselbe Wahrheit ist sondern sogar teilweise gravierende Abweichungen bestehen. Die Erinnerungen werden vermischt mit nicht realen Wahrnehmungen, Gefühlen, Halbwahrheiten und Lügen, wodurch eine ganz eigene Wahrheit des jeweiligen Protagonisten entsteht. Obwohl der Mord schließlich geklärt wird, bleiben sehr viele Fragen offen und lassen dem Leser Raum sich seine „eigene Wahrheit“ über die die jeweiligen Protagonist zu bilden!

    Mehr
  • Wahrheit oder Lüge?

    Das Buch der Spiegel

    lievke14

    04. July 2017 um 10:20

    Als der Literaturagent Peter Katz ein Manuskript des Autors Richard Flynn erhält, ist er sofort fasziniert. Flynn schreibt über die Ermordung des Professors Joseph Wieder in Princeton. Der Fall wurde nie aufgeklärt, und Katz vermutet, dass der unheilbar kranke Flynn den Mord gestehen oder den Täter enthüllen wird. Doch Flynns Text endet abrupt. Als Katz den Autor kontaktieren will, ist dieser bereits verstorben. Besessen davon, das Ende der Geschichte zu erfahren, versucht Katz, Laura Baines ausfindig zu machen, die als Studentin auf undurchsichtige Weise mit Wieder verbunden war. Doch je tiefer Katz in den Fall eindringt, desto mehr scheint er sich von der Lösung zu entfernen…. „Das Buch der Spiegel“ ist ein Kriminalroman, in dem Wahrheit und Lüge verwischt und der Leser bis zum Schluss nicht weiß, um was es in diesem Roman überhaupt geht. Peter Katz und der von ihm beauftragte Privatdetektiv John Keller recherchieren in einem alten Mordfall, der nie aufgeklärt worden ist. Vor mehr als 20 Jahren wurde der Psychologie-Professor Joseph Wieder in seinem eigenen Haus ermordet. Dieser war zu jener Zeit mit einem Forschungsauftrag beschäftigt, der mit bahnbrechenden Ergebnissen aufwarten sollte. Er hatte bereits ein Manuskript verfasst, das in der Wissenschaft zur der Erforschung von Gedächtnis und Erinnerung einschlagen sollte wie eine Bombe. Zur Veröffentlichung ist es aber nie gekommen. War das Mordmotiv in den Forschungen des Professors zu suchen? Oder hatte der damalige Student Richard Flynn und die geheimnisvolle Laura Baines etwas damit zu tun? E.O. Chirovici führt uns mit seiner Geschichte von einer Irre in die nächste. Jede Figur erzählt seine eigene „Wahrheit“ und lässt den Leser immer ratloser zurück. Als dann noch der Ex-Cop Roy Freeman in die Ermittlungen einsteigt, wird es erst richtig konfus. Freeman war vor 20 Jahren mit dem Mordfall betraut und hat es bis heute nicht verwunden, dass er den Mörder nicht zu fassen bekam. Mit viel Engagement rollt er den Fall wieder auf und rückt Stück für Stück näher an eine Wahrheit, die keiner vermutet hätte…. Die Geschichte wird unglaublich spannend erzählt. Der Hauptaugenmerk liegt in der Untersuchung des menschlichen Gehirns hinsichtlich der Fragestellung: Wie funktioniert unser Gedächtnis? Wie groß ist der Einfluss auf unsere Erinnerung? Was ist real und was Fiktion? Mit dieser Problematik hat sich Professor Wieder auseinandergesetzt und genau damit haben es die Ermittler auch in ihren Recherchen zu tun. Welcher Zeuge spricht die Wahrheit oder lügt? In dieser Geschichte gibt es drei Erzählperspektiven…sowohl Peter Katz als auch der Detektiv Keller und Roy Freeman  kommen zu Wort und berichten von ihren Ermittlungen und Erlebnissen jeweils in der Ich-Form. Damit wird der Leser immer wieder von einem anderen Blickwinkel an den alten Mordfall herangeführt. Die drei männlichen Charaktere sind gut dargestellt und bewegen sich sehr geradlinig durch die Story. Anders sieht es bei den Nebencharakteren aus. Allen voran erscheint Laura Baines -eine ehemalige Studentin von Wieder- ziemlich undurchsichtig, wird ihre Geschichte doch im Laufe der Story immer wieder und zum Teil gegensätzlich anders dargestellt. „Das Buch der Spiegel“ ist ein raffinierter Kriminalroman, der zu überraschen weiß und Spaß macht. Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen!

    Mehr
    • 2
  • Kannst du dich (wirklich) erinnern?

    Das Buch der Spiegel

    papaverorosso

    02. July 2017 um 14:19

    In „Das Buch der Spiegel“ geht es um die Ermittlungen um einen Was so banal klingt, wird von E. O. Chirovici ziemlich ungewöhnlich umgesetzt. Ermordet wurde Psychologieprofessor Joseph Wieder, der sein Leben der Erforschung von Erinnerungen gewidmet hat. Je mehr man in diese Geschichte eintaucht, desto mehr merkt man, dass nicht der Mord, sondern die Erinnerungen der wahre Protagonist dieser Geschichte sind. Wem können wir trauen? Wer hat recht? Wer lügt? Wer sagt die Wahrheit und liegt jedoch falsch, weil er schlicht und ergreifend falsche Erinnerungen hat? Das Ungewöhnliche an der Erzählweise: Das Buch besteht aus drei Teilen, die jeweils Erkenntnisse aus verschiedenen Quellen darlegen. Der Fall kommt nach Jahren der Vergessenheit wieder ans Licht, als Student Richard Flynn einen Teil eines Manuskripts an eine Agentur schickt, in dem er die Geschehnisse aus seiner Perspektive darlegt (Teil 1). Dieses Manuskript entfacht die Neugierde einiger Menschen, weitere Nachforschungen erfolgen zuerst durch einen Reporter (Teil 2), dann durch einen Polizisten (Teil 3). Beide werden mit widersprüchlichen Zeugenaussagen konfrontiert. Werden sie die wahren Begebenheiten auf dieser Basis rekonstruieren können? „Das Buch der Spiegel“ verarbeitet eins der spannendsten psychologischen Themen. Das darin enthaltene Fachwissen ist gut recherchiert und interessant dargestellt. Der ungewöhnliche Aufbau hat mir gut gefallen und hebt das Buch von anderen Krimis zusätzlich ab. Die Mordgeschichte an sich konnte mich jedoch nicht ganz überzeugen, gegen Ende hin haben die Wiederholungen verschiedener Zeugenaussagen für mich etwas Spannung raus genommen. Insgesamt würde ich dieses Buch jedoch jedem weiterempfehlen, der sich für Psychologie interessiert!

    Mehr
    • 2
  • Von einem, der auszog, die Wahrheit zu finden

    Das Buch der Spiegel

    Ro_Ke

    27. June 2017 um 14:44

    Klappentext (lovelybooks): Die Wahrheit des einen ist die Lüge des anderen. Als der Literaturagent Peter Katz ein Manuskript des Autors Richard Flynn erhält, ist er sofort fasziniert. Flynn schreibt über die Ermordung des Professors Joseph Wieder in Princeton. Der Fall wurde nie aufgeklärt, und Katz vermutet, dass der unheilbar kranke Flynn den Mord gestehen oder den Täter enthüllen wird. Doch Flynns Text endet abrupt. Als Katz den Autor kontaktieren will, ist dieser bereits verstorben. Besessen davon, das Ende der Geschichte zu erfahren, versucht Katz, Laura Baines ausfindig zu machen, die als Studentin auf undurchsichtige Weise mit Wieder verbunden war. Doch je tiefer Katz in den Fall eindringt, desto mehr scheint er sich von der Lösung zu entfernen ... Meine Meinung: E. O. Chirovici hat mit diesem Roman etwas „Großes“ geschaffen. Jeder der drei beinhaltenden Teile nahm mich mit in ein Leseerlebnis, wie es mir vorher noch nicht begegnet ist.  Im ersten Teil verfolgte ich wie gebannt erste Passagen eines geheimnisvollen Manuskripts, begab mich dann mit einem Reporter auf spannende Spurensuche und befand mich im dritten und abschliessenden Teil inmitten einer hervorragend ausgearbeiteten Polizeiarbeit. Die Frage, die mich natürlich durch das gesamte Werk begleitet hat, war die Frage nach der Wahrheit oder besser ausgedrückt, ob es die eine „echte“ Wahrheit zu diesem Fall überhaupt gibt.   Oftmals wurde mir als Leser suggeriert, ich hätte nun die Auflösung offenbart bekommen und  wurde dann nur wenige Stellen weiter, mit einer scharfen Links- oder Rechtskurve, in eine völlig andere Richtung gelenkt.  Das Ende bietet mir als Leser ganz gewollt noch genügend Spielraum, mein eigenes Puzzle aus den geschilderten Aussagen zusammenzusetzen.  Dieses sähe bei jedem Leser sicher unterschiedlich aus und würde dennoch eine der vielen Wahrheiten, die in dieser hervorragend gestrickten Geschichte stecken, widerspiegeln.  Mein Fazit: Eine unbeschreibliche Leseerfahrung, die mich in ständige Aktion versetzt hat. Ganz klare Leseempfehlung von mir!

    Mehr
    • 5
  • Wer lügt? Oder besser gefragt: Wer lügt nicht?

    Das Buch der Spiegel

    rokat

    26. June 2017 um 13:25

    Literaturagent Peter Katz erhält ein Manuskript von einem Mann namens Richard Flynn zugeschickt. Das Manuskript ist über den Mord des Professors Joseph Wieder an der Universität Princeton, welcher vor einigen Jahren passiert ist und nie aufgeklärt wurde. Katz ist fasziniert von der Geschichte, doch mittendrin endet die Erzählung. Als Katz Flynn aufsucht um den Rest des Manuskripts zu lesen, ist Flynn verstorben und das Manuskript nicht auffindbar. Katz versucht mithilfe eines Journalisten und eines pensionierten Polizisten, die Geschichte zu rekonstruieren und herauszufinden, wer den Mord an Wieder begangen hat.. Doch jeder der involviert war, scheint eine eigene Version der Geschichte zu haben. Wer lügt, und wer sagt die Wahrheit? Die Geschichte beginnt sehr spannend mit dem Manuskript. Der Auto E.O. Chirovici vermag es, den Leser mit seinem Schreibstil in den Bann zu ziehen und man fiebert mit. Zuerst mit dem Literaturagenten, dann dem Journalisten und schliesslich dem pensionierten Polizisten. Und man fragt sich selber, wer denn lügt und wer nicht – denn jeder der befragten Personen kann eine glaubhafte Geschichte auftischen. Wie soll man hier bloss die Wahrheit aufdecken, wenn man selber nicht involviert war? Das Buch lässt mich etwas zwiespältig zurück. Es ist ohne Zweifel sehr spannend, man will unbedingt wissen was denn nun wirklich passiert ist. Ich konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen und musste es unbedingt in einem Rutsch durchlesen, bis spät in die Nacht. Das Ende fand ich zwar gut, liess jedoch immer noch einige Fragen ungeklärt zurück. Die Perspektivenwechsel mit den drei „ermittelnden“ Personen waren insofern spannend, dass jede eigentlich eine neue Geschichte aufgetischt bekam. Trotzdem wäre es logischer gewesen, eine Personen als Haupt“ermittler“ einzusetzen, und die anderen beiden eher als mögliche Hilfe. Denn so gab es jedesmal ein kleines Loch in der Spannung, da die Personen auch wieder neu eingeführt wurden und ihre eigene Lebensgeschichte auch noch etwas einfloss. Die Charaktere waren gut gezeichnet, manchmal etwas gar einseitig, aber von den befragten Personen, den Zeugen von damals, mochte ich kaum jemanden. Das macht es schwer, denn da ist es irgendwie fast etwas „egal“ wer denn  schlussendlich der Täter oder die Täterin war. Für diese Zwiespältigkeit vergebe ich trotz allem 4 Sterne, da ich gut unterhalten wurde.

    Mehr
    • 11
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks