Das Buch der Spiegel

von E.O. Chirovici 
4,1 Sterne bei289 Bewertungen
Das Buch der Spiegel
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (217):
rike84s avatar

Ein Kriminalroman mit Whodunni, einem Fall aus der Vergangenheit und Buch im Buch.

Kritisch (10):
juergenalberss avatar

Ich habe das Buch nach knapp 100 Seiten abgebrochen. Ich kam absolut nicht in die Geschichte rein, obwohl ich die Plotidee richtig gut fand.

Alle 289 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Das Buch der Spiegel"

Die Wahrheit des einen ist die Lüge des anderen.
Als der Literaturagent Peter Katz ein Manuskript des Autors Richard Flynn erhält, ist er sofort fasziniert. Flynn schreibt über die Ermordung des Professors Joseph Wieder in Princeton. Der Fall wurde nie aufgeklärt, und Katz vermutet, dass der unheilbar kranke Flynn den Mord gestehen oder den Täter enthüllen wird. Doch Flynns Text endet abrupt. Als Katz den Autor kontaktieren will, ist dieser bereits verstorben. Besessen davon, das Ende der Geschichte zu erfahren, versucht Katz, Laura Baines ausfindig zu machen, die als Studentin auf undurchsichtige Weise mit Wieder verbunden war. Doch je tiefer Katz in den Fall eindringt, desto mehr scheint er sich von der Lösung zu entfernen ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442314492
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:27.02.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 27.02.2017 bei Der Hörverlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,1 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne113
  • 4 Sterne104
  • 3 Sterne62
  • 2 Sterne10
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Dajobamas avatar
    Dajobamavor 21 Tagen
    Kurzmeinung: Ein Verwirrspiel um zwei verschwundene Manuskripte und einen 25 Jahre zurückliegenden Mord. Konnte mich nicht komplett überzeugen.
    Verwirrspiel

    E. O. Chirovici – Das Buch der Spiegel

    Hierbei handelt es sich im Prinzip um einen klassischen Kriminalroman um zwei verschwundene Manuskripte eines aus Transsilvanien stammenden Autors. Eines dieser Manuskripte handelt von der 25 Jahre zurückliegenden Ermordung eines bekannten Professors, allerdings liegt nur ein Teil davon vor und der Autor stirbt kurz darauf. Die Suche nach der Wahrheit beginnt.

    Der Autor spielt mit der Macht und Beeinflussbarkeit von Erinnerungen. Es wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Was ist Lüge, was ist (verfälschte, manipulierte) Wahrheit? Welche Version ist die richtige? Der Roman steckt voller unerwarteter Wendungen, kaum etwas ist so, wie es am Anfang scheint. Dazu muss ich sagen, dass dieses beabsichtigte Spiel mit Erinnerungen für mich oft nicht so klar erkennbar war und ich teils das Gefühl hatte einen banalen Kriminalroman mit einfacher Tätersuche zu lesen.

    Für mein Gefühl dauert es recht lange, bis Spannung aufgebaut wird. Über hundert Seiten werden anfangs dem geheimnisvollen Manuskript eingeräumt, welches in der Mordnacht abrupt endet. Das Verwirrspiel beginnt erst danach. Für mich gab es hier doch ein paar Längen.

    So kann ich, auch wenn mir das Buch sprachlich gut gefallen hat, hier nur eine eingeschränkte Leseempfehlung abgeben.

    „Ich glaube, für die meisten bedeutet Erwachsenwerden leider nur, es zu schaffen, ihre Träume in eine Schachtel zu packen und sie im East River zu versenken.“ Seite 10

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    rike84s avatar
    rike84vor 23 Tagen
    Kurzmeinung: Ein Kriminalroman mit Whodunni, einem Fall aus der Vergangenheit und Buch im Buch.
    Viele Perspektiven, viele Wahrheiten

    Ein Literaturagent bekommt ein interessantes Manuskript. Der Autor ist sympathisch und der im Manuskript beschriebene Mordfall ist tatsächlich passiert. Vor 25 Jahren wurde Professor Joseph Wieder ermordet und der Fall ist nach wie vor ungeklärt. Der Agent erwartet, dass der Autor in dem Buch den wahren Täter enthüllen wird.
    Als er sein Interesse an dem Manuskript bekundet, kommt jedoch keine Antwort. Der Autor ist nämlich tot. Und um zu erfahren, was damals wirklich geschah, heuert er einen Ermittler an. Dieser trifft bald auf die anderen Beteiligten aus der Erzählung des Verstorbenen: Laura, die eine etwas undurchsichtige Beziehung zu dem Professor hatte und die Mitbewohnerin des Autors war. Lauras Freundin, die damals ihr Alibi war. Den Handwerker mit dunkler Vergangenheit. Und noch einige Zeitzeugen mehr.
    Und so hat jeder der damals Beteiligten anscheinend seine eigene Wahrheit von den Ereignissen rund um den Professor, Beziehungen und natürlich dem Mord. Wer war es?

    Stil, Machart, Meinung
    Dieser Kriminalroman ist ganz im Stil des Whodunnit – Krimis angelegt. Es gibt mehrere Verdächtige und jeder scheint eine andere Wahrnehmung der Wahrheit zu haben oder zumindest zu erzählen. Zunächst wird der Leser mit dem Manuskript konfrontiert, dessen Ende der Literaturagent dann im Laufe der Buches zu finden versucht. Es gibt also ein Buch im Buch.
    Nachdem das Manuskript endet, beginnt die Detektivarbeit. Der Fall wird wieder aufgearbeitet und der Leser kann sich selbst überlegen, welche Wahrheit denn nun die richtige ist.
    Der Plot ist in sich stimmig und die Auflösung ist auch gut gemacht. Die Figuren sind liebevoll angelegt und man kommt nie durcheinander.

    Fazit
    Ich vergebe 4 Sterne und werde mir diesen Autor merken. Die Idee ist sehr gut, die Umsetzung auch. Es war spannend, obwohl der Mordfall ja schon lange her und die Sache damit nicht sehr akut war. Ich habe die Auflösung so nicht kommen sehen.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    PagesofPaddys avatar
    PagesofPaddyvor einem Monat
    Solide Rätseljagt

    Oft gelobt und teilweise gefeiert, habe ich mir „Das Buch der Spiegel“ dann auch mal genauer angeguckt und ich bin zwar zufrieden aber weit weg von irgendeiner Euphorie. Für mich ist das Buch ein klassisches Beispiel für solide Unterhaltungsliteratur. Gut zu lesen, unterhaltsam und durchaus interessant. Was mir bei dem Buch aber komplett gefehlt hat war die Spannung. Ich fand die Geschichte zwar wirklich interessant aber spannend fand ich sie nicht. Es wird einfach erzählt und erzählt, die Perspektive verändert, der Plot bekommt kleinere Twists. Das alles ist gut, unterhaltsam und eben interessant aber mir fehlt dieses wirklich spannende. Was auch wirklich „interessant“ war, war der Aufbau der Geschichte. Eigentlich wird das ganze Geschehen auf die Geschichte rund um ein ominöses Manuskript und einen nicht aufgeklärten Mord gelenkt. Die ermittelnden Figuren erhalten kaum eine Hintergrundgeschichte und es geht fast ausschließlich um die Recherchen die Vorkommnisse. Das hab ich in der Form so auch noch nie gelesen, war aber durchaus sympathisch. Alles in allem ist das Buch zwar keine Enttäuschung aber eben auch nicht der Knaller den ich mir, ehrlich gesagt, gewünscht habe. Trotzdem ist das Buch zum miträtseln richtig spaßig und die Wendungen sind, auch wenn sie wie der gesamte Plot sehr nüchtern und unspektakulär erzählt, überraschend und gut gemacht. 

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Ninas_Buecherbasars avatar
    Ninas_Buecherbasarvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Kriminalroman, der eigentlich keiner ist und sein Potenzial nicht ausschöpfen konnte.
    Krimi mit Schwächen

    Meine Meinung
    Das Buch der Spiegel ist in drei Abschnitte eingeteilt, welche die Untersuchungen des Falls Wieder aus der Sicht drei verschiedener Personen erzählen. Ich bewundere das Schreibtalent des Autoren, denn seine Art zu erzählen entspricht eigentlich genau meinem Geschmack. Die Wortwahl ist sehr bedacht und Bedeutungschwer. Trotzdem hat sie die Geschichte sehr in die Länge gezogen, denn an vielen Stellen fehlt es dem Roman an Spannung und Finesse. Durch den Wechsel der Erzählweise bekommt man zwar verschiedene Einblicke, baut aber keine Beziehung zu den Erzählern auf und wird so auch nur oberflächlich über diese informiert. Außerdem neigt der Autor zu langen Passagen, in welchen die neuen Protagonisten lange und ausführlich von sich selbst erzählen - dabei fehlt es ihnen an Tiefe, sie leiern letztendlich nur ihren eigenen Lebenslauf hinunter und als Mensch lernen wir sie praktisch gar nicht kennen. Auch sind die Hinweise teilweise viel zu offensichtlich gestreut, sodass manche Gedankengänge der Ermittler überhaupt nicht nachvollziehbar sind.
    Das Ende konnte mich dann auch nicht mehr überzeugen, da es für mich sehr naheliegend und schon früh erkennbar war. Ich hatte mir eine deutlich spektakulärere Auflösung erhofft. Der letzte Absatz enthält eine ganz wunderbare Botschaft, die den Buchtitel wieder aufgreift, aber im gesamten Buch viel zu kurz gekommen ist.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    B
    booksaremyfirstlovevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein gelunges Katz-und-Maus-Spiel!
    Spannend bis zum Ende!


    Der Literaturagent Peter Katz erhält ein Manuskript in dem es um den 25 Jahre zurückliegenden Mord an einem bekannten Princeton Professoren - Joseph Wieder - geht. Der Mord wurde nie aufgeklärt. Der Autor Richard Flynn erzählt seine Geschichte und scheint entweder den Mord zuzugeben oder den Täter enthüllen zu wollen. Leider endet das Mauskript abrupt und Flynn ist erst kürzlich verstorben.

    Katz setzt alles daran die Geschichte hinter dem Manuskript zu erfahren und damit vielleicht sogar den Mord aufzuklären.


    Das Buch besteht aus drei Teilen.

    Der erste Teil besteht aus dem Manuskript und damit der Vorgeschichte; Der zweite Teil wird aus Sicht eines Journalisten geschrieben, der beauftragt wird um mehr über den Mord und das Manuskript herauszufinden; Der dritte Teil ist aus Sicht eines damals ermittelnden Polizisten.

    Der Mord an dem Psychologie-Professor wird von vielen Seiten beleuchtet. Der Jorunalist - John Keller - entrollt den Fall neu, führt Befragungen mit damals Verdächtigen und Bekannten Wieders durch und rückt den Mord damit erneut in die Aufmerksamkeit vieler Personen. Es ist ein klassisches Katz-und-Maus-Spiel bei dem man nie so genau weiß, welcher der teilhabenden Personen eigentlich genau die Wahrheit sagt und wer sich selber bloß schützen und in ein besseres Licht rücken möchte.

    Nach und nach gelingt es John Keller für den Leser neue Erkenntnisse ans Licht zu befördern und die verschiedenen Charaktere von unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten.

    Ein wirklich gelungener Kriminalroman.


    Der erste Teil des Buches, das Manuskript, hat mir zugegebenermaßen nicht ganz gefallen. Er hat sich ein wenig gezogen, auch wenn es im Nachhinein sehr wichtig ist, dass man die Geschichte um die letzten Tage von Joseph Wieder in all ihren Details kennt. Ab dem zweiten Teil und sobald das Buch anfing ein wirklicher Krimi zu sein, war ich schlichtweg begeistert! Ich wollte es gar nicht mehr weglegen sondern wissen wer denn nun letztendlich der Mörder war.

    Es werden in dem Buch auch einige Aspekte des Fachgebiets der Psychologie, das Fachgebiet des ermordeten Professoren, behandelt. Es geht viel um seine Forschung, die einen außerordentlich interessanten Ansatz behandelt, welcher aber erst im Verlauf des Buches erläutert wird und deswegen an dieser Stelle besser nicht genannt wird.


    Dieses Buch hat mir wirklich gut gefallen. Es ist lange her, dass ich eine so gelungene 'Mörderjagd' gelesen habe - bei der ich bis zur letzten Seite nicht sicher war wer nun der Mörder gewesen sein soll!


    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Phyrias avatar
    Phyriavor 6 Monaten
    Die Wahrheit hat viele Facetten

    Im 'Das Buch der Spiegel' beginnt alles mit einem Ausschnitt aus Richard Flynn's Manuskript, das er an den Literaturagent Peter Katz schickt, der sogleich davon begeistert ist und gerne das ganze Manuskript lesen würde. Doch ist Richard Flynn schon verstorben und das Manuskript nicht auffindbar. Um die ganze Geschichte um Joseph Wieder's Tod aufzudecken und die aufgekommenen Fragen nach dem Lesen beantworten zu können beauftragt Peter Katz den Journalisten John Keller Nachforschungen anzustellen, was nicht so leicht ist wenn der ungeklärte Mordfall 27 Jahre her ist. 

    Wenn man denkt es kann kaum noch besser werden als ein Buch in einem Buch zu lesen fängt der Lesespaß gerade dann erst richtig an.  
    Der Autor weiß ganz genau wie man einen Leser für sich einnimmt, dafür bedarf es nicht mal großer Emotionen, es ist die Erzählung und die Neugier die einen von der ersten Seite an packt. Die Sprache ist sehr sachlich und nüchtern, was besonders gut zu dem Buch passt. Überragend ist auch das Erzähltempo, man bekommt Zeit die Personen kennenzulernen, sich selber Gedanken um den weiteren Verlauf zu machen ohne die Geschichte aus den Augen zu verlieren. Alles läuft problemlos ineinander über, sodass man den Roman flüssig lesen kann. 
    Der Roman, der auch als Krimi durchgehen könnte, wird überaus realistisch, nachvollziehbar und im Bezug auf die Charaktere detailliert erzählt. Manchmal habe ich mich gefragt ob der Autor mich mit den Details in die Irre führen will damit ich bloß nicht weiß was für die Auflösung wichtig sein könnte. Und genau das ist ein Nebeneffekt dieses Buches, denn bei der ganzen Recherche stößt man auf so viel Widersprüchliches, dass ich als Leser sehr schnell nicht mehr wusste wem man Glauben schenken darf. Jeder der noch lebenden Beteiligten zeigt eine neue Sichtweise auf, keine Aussage stimmt mit der eines anderen überein, es ist überaus schwer zu sagen wer überhaupt die Wahrheit sagt oder etwas zu verbergen hat.  
    Man kommt nicht umhin selber Theorien aufzustellen und diese sofort wieder zu verwerfen wenn man neue Erkenntnisse gewinnt.  
    Ich hatte ein dringendes Bedürfnis zu erfahren wer denn nun der Mörder von Joseph Wieder war. Wer hatte überhaupt ein Motiv diesen Mann, eine Berühmtheit in der Psychologie, zu ermorden. So viele Fragen die mich angetrieben haben das Buch in einem Rutsch zu lesen.  
    Es ist eine tolle Umsetzung einer interessanten, mir neuen Idee und so war es auch eine gute Überlegung, dass man vier Ich-Erzählern folgen darf und dadurch an den journalistischen Recherchen sowie auch den polizeilichen Anteil hatte, denn als letzten Erzähler bekommen wir einen pensionierten Polizisten, der durch Kontakte an wichtige Informationen kommt und selber mit dem Fall vertraut ist. 
    Auch wenn an den Charakteren ehrlich gesagt nichts besonderes ist, bleibt mir diese originelle Geschichte auf jeden Fall in Erinnerung. Denn auch wenn meine Erwartungen nicht sehr hoch waren wurden sie mehr als erfüllt. 
    Obwohl ich mir ein paar Erklärungen mehr zu den Arbeiten des Professors Wieder gewünscht hätte, mir die Details zu teils unwichtigen Charakteren manchmal zu viel waren und es ein paar Sachen gibt die mir selbst im Nachhinein noch unerklärlich bleiben, war es ein Buch, das wirklich Spaß gemacht hat. 
     

    Fazit:

    Bin froh diesen Roman gelesen zu haben. 
    Das Besondere ist, dass man nie weiß was als nächstes geschieht, es folgt eine Überraschung der anderen nur um am Ende ein stimmiges und nachvollziehbares Bild zu erschaffen. 
    Man fällt auf die Charaktere herein, man rätselt, stellt selber Theorien auf und kann die Lösung kaum abwarten. 

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Aliras avatar
    Aliravor 7 Monaten
    Bemüht

    Durch das Fragment eines Manuskriptes, in dem über einen realen, nicht aufgeklärten Mord geschrieben wird, kann man den Mörder 28 Jahre nach der Tat doch noch ausfindig machen.

    Der Beginn des Buches liest sich spannend, doch der Wechsel der Perspektiven tut der Handlung nicht gut, und ab ca. der Mitte des Buches wollte ich es nur noch hinter mich bringen.

    Dafür war dann aber die Auflösung ebenso überraschend wie an den Haaren herbeigezogen...

    Kommentieren0
    24
    Teilen
    KruemelGizmos avatar
    KruemelGizmovor 8 Monaten
    Rezension zu Das Buch der Spiegel

    Literaturagent Peter Katz erhält von dem Autor Richard Flynn ein Manuskript über die Ermordung des Professors Joseph Wieder in Princeton. Der Fall wurde nie aufgeklärt und Katz ist von dem Manuskript sofort fasziniert. Bald vermutet Katz, dass der unheilbar kranke Autor den Mord gestehen oder den Täter enthüllen will, aber der Text endet abrupt. Als Katz den Autor kontaktieren möchte, ist dieser bereits verstorben und das Ende der Geschichte unauffindbar. Katz setzt alles daran herauszufinden was geschehen ist…..

     

    Das Buch der Spiegel von E. O. Chirovici

     

    Dieses Buch war für mich durch die Erzählweise ein recht ungewöhnlicher Krimi. Die Geschichte gliedert sich in drei Teile, die jeweils eine andere Betrachtungsweise auf die Geschehnisse der Ermordung des Professors Wieder aufzeigen. Die verschiedenen Protagonisten haben jeder für sich ihre eigene Geschichte zu den Ereignissen der damaligen Tat, die doch sehr unterschiedlich ausfallen, dadurch kann ein Leser immer wieder neue Theorien entwerfen, wer denn nun der Täter ist.

     

    Der Aufbau der Geschichte hat mir wirklich gut gefallen, die verschiedenen Erzählungen der verschiedenen Protagonisten damals in Princeton, konnten mich für sich einnehmen und ließen bis zur Auflösung am Ende genügend Spielraum für Spekulationen. Die Spannung stand für mich in diesem Buch nicht im Vordergrund und war auch für mein persönliches Empfinden nur zwischendurch da, sondern die verschiedenen „Wahrheiten“ und die verschiedenen Persönlichkeiten die sie erzählten, machten für mich den besonderen Reiz der Geschichte aus.

     

    Einzig das sich der Stil bei den verschiedenen Teilen, die aus der Sicht doch recht unterschiedlicher Protagonisten geschildert werden, sich untereinander nicht unterscheiden, empfand ich ein wenig schade.

     

    Mein Fazit:

    Eine interessanter Krimi, der mir gut gefallen hat.

    Kommentare: 6
    158
    Teilen
    Schizothekares avatar
    Schizothekarevor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Überraschend, verwirrend, gut...
    Ein Roman, der sich als Krimi entpuppte

    Gekennzeichnet als Roman, wurden wir hier in eine spannende Krimiwelt hineingezogen. Natürlich wollen wir euch lieben Lesekünstler daran teilhaben lassen. Und beginnen mit Apos‘ und Troph’schen Grundsätzen zum Thema Krimi:

    Was wir von einem Krimi erwarten…

    Von einem Krimi erwarten wir erstmal mindestens einen Toten, einen interessanten Ermittler und einen Haufen Verdächtiger, der uns verwirrt.

    Genau. Eine undurchsichtige Geschichte. Eine Geschichte, die uns bei einer Tasse Kaffe dazu verleitet, stundenlang darüber zu diskutieren, wer lügt und wem man Glauben schenken sollte. Eine Theorie, abstruser als die anderen, sollten über den Mörder aufzustellen sein um dann von dem anderen Lesekünstler in der Luft zerpflückt zu werden.

    Das erwarten wir von einem Krimi.

    Was wir von „Das Buch der Spiegel“ erwartet haben…

    Joa nicht allzu viel. Alleine der Titel gab ja nicht so viel her. Ich dachte an ein Werk, also ein Buch, das gejagt wird. Also ein Buch wird geschrieben und soll nicht veröffentlicht werden. Der Autor versucht es zu verstecken und die Protagonisten suchen es auch diversen Gründen.

    Ich hatte eher ein Autorenjagd im Sinn. Jemand erhält ein Manuskript und versucht so viel wie möglich über den Autor und den dort beschriebenen Personen in Erfahrung zu bringen. Und bei dieser Schnitzeljagd kommen, wie soll es anders sein, dunkle Geheimnisse ans Tageslicht und tiefe Abgründe breiten sich aus.

    Was wir im „Buch der Spiegel“ bekamen…

    Ein Satz meinerseits: Die Zahl DREI spielt eine sehr wichtige Rolle!

    Drei Tote, drei Ermittler und drei Verdächtige. Aber zum Glück nicht ganz so platt, wie es jetzt zunächst klingt. Wir sind nämlich gar keine klassischen Krimileser. Zunächst werden wir in eine melancholische Welt eines Autors gebracht. Richard Flynn schrieb ein Manuskript zu seinem entscheidenden Lebensabschnitt. Diesen reichte er unserem ersten „Ermittler“ ein. Unser erster „Ermittler“ ist ein Mitarbeiter eines Verlags, der immer auf der Suche nach spannenden Manuskripten ist. 

    Wir lesen also zusammen mit ihm den ersten Teil des eingereichten Manuskripts. Dabei vergisst man direkt,dass es sich nur um einen Ausschnitt handelt und befindet sich gedanklich in der Story von Richard Flynn. Soweit so gut, aber das Manuskript endete [damit hat es nicht wirklich geendet – der Tod von ihm wurde nur vorausgesagt]…und zwar mit dem Tod bzw. der Ermordung eines prominenten Psychologen.

    Da hatten wir dann zumindest schonmal unseren Toten. Es sollte nicht der Einzige bleiben.

    Wohl wahr. Denn auch der Autor unseres Manuskriptes stirbt und somit die einzige Möglichkeit an die weiteren Fragmente zukommen. Und so kommen wir zu meiner Schnitzeljagd, anders als erwartet, aber dennoch nicht unspannend. Der Verlagsmitarbeiter beauftragt einen alten Freund mehr über diese Geschichte herauszufinden. Dieser spielt im Grunde Detektiv und versucht die beteiligten Personen ausfindig zu machen und folgt somit den ersten Brotkrumen, die zur Lösung führen.

    Um der Troph’schen Ausschweifung vorauszueilen, will hier zum Inhalt nur noch gesagt sein, dass die Dreiteilung des Buches natürlich voraussetzt, dass sich noch jemand einklinkt. Hier handelt es sich dann um den Polizeibeamten, der schon vor Jahren an diesem Fall gearbeitet hat. {Mehr wird nicht mehr verraten!}

    Was bleibt ist…

    … Verwirrung. Das Werk war gut zu lesen. Das Ende war…naja. Mir blieben unlogische Dinge im Kopf. Interessant ist natürlich der Bezug zum Spiegel bzw. der Titel: Das Buch der Spiegel. Im Werk selbst wird mehrfach auf Spiegellabyrinthe eingegangen (wenn auch ein bisschen kurz). Diese stehen für den Verlust der Orientierung. Und genau so ging es mir während des Lesens zwischenzeitlich. Außerdem bleiben ein paar Fragen offen, die ich gerne beantwortet bekommen hätte. Wenn man relativ offene Enden mag, dann ist es sicherlich gut gelungen. Meins ist es leider nicht. Nun ja, es war lesenswert, aber wirklich empfehlenswert auch nicht. 

    … die Erkenntnis, dass wir wohl einfach nicht für dieses Genre geschaffen worden sind. Es bleibt zu wenig Platz, um sich in eine Welt auszumalen – es fühlt sich eher wie ein Korsett an, in das man beim Lesen hineingezwängt wird. Anderen mag genau das ein Vergnügen und Entschwinden in fremde Welten ermöglichen, uns leider nicht.

    Troph nickte zustimmend.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Bookster_HROs avatar
    Bookster_HROvor 10 Monaten
    E. O. Chirovici | DAS BUCH DER SPIEGEL

    INHALT: Der Literaturagent Peter Katz bekommt per E-Mail ein Manuskript zugeschickt. Der Absender, ein erfolgloser Schriftsteller namens Richard Flynn, schildert darin Begebenheiten aus seiner Zeit an der Princeton University vor fast dreißig Jahren. Er schreibt von seiner Freundin Laura und dem charismatischen Dozenten Joseph Wieder, Professor für Psychologie. Flynns Manuskript endet ohne Erklärung mit dem Tod Wieders und Katz wird klar, dass es sich hierbei nicht um einen Romanbeginn handelt, sondern um das Geständnis eines Gewaltverbrechens, das nie aufgeklärt wurde. Als er mit dem Autor Kontakt aufnehmen will, kommt er zu spät: Flynn ist kürzlich an einer Krankheit gestorben. Katz weitet seine Recherchen aus, beschäftigt einen Journalisten, der Zeitzeugen findet und den damals ermittelnden Polizisten, der mittlerweile im Ruhestand ist – doch je mehr Leute befragt werden, desto mehr Fragen tauchen auf. Vor allem aber die Frage, ob man seinen Erinnerungen nach so vielen Jahren noch trauen kann.

    FORM: Eugen Ovidiu Chirovici (*1964) besticht in diesem Kriminalroman durch die Komposition seiner Geschichte. Das Buch ist ein Dreiteiler, wobei jeder Teil aus der Perspektive einer anderen Figur geschrieben ist, die sich mit dem Fall Wieder beschäftigt. Zunächst Katz, der Literaturagent – Flynns Manuskript nimmt aber den meisten Raum ein –, dann John Keller, der Journalist, und schließlich Roy Freeman, der Ex-Polizist. Die Dreiecksbeziehung zwischen Wieder und seinen beiden Studenten wird dadurch ständig in neues Licht getaucht und wir Leser müssen aufpassen, dass wir uns zwischen all den Vermutungen und Anschuldigungen nicht verrennen. So weit, so gut.

    Allerdings war’s das auch schon mit den Lorbeeren, denn ansonsten hat das Buch absolut nichts zu bieten. Die Figuren sind flach – und bleiben es auch – und die Dialoge sind unerträglich hölzern. Es werden unzählige Klischees bedient, die Vergleiche sind extrem abgegriffen und die Metaphernrate geht gegen Null. Gekrönt wird das Ganze noch von einem unfassbar dümmlichen Ende. Keine Tiefe, kein Esprit, kein Lesespaß.

    Ich will offen sein: Ich bin kein Krimileser – und somit auch kein Krimikenner – aber dieser Roman schrammt schon hart an der Grenze zum Schund. Es ist mir unverständlich, dass DAS BUCH DER SPIEGEL soviel Aufmerkamkeit bekommen konnte und ein Kritiker wie Denis Scheck – dessen Meinung ich sehr schätze und meistens auch teile – das »hohe Niveau« des Romans bejubelt. Also ich sehe da nix außer einem lahmen Krimi von der Stange.

    FAZIT: Gut komponiert, schlecht geschrieben. Literarisch irrelevant – 2 Sterne.

    *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich auf Euren Besuch ***

    Kommentare: 1
    44
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    Insider2199s avatar

    Wir haben beschlossen in der INSIDER-Voting-Challenge zusammen "Das Buch der Spiegel" von E.O. Chirovici zu lesen. 

    Wir beginnen am  01.06.2017 und lassen uns bis zum Ende des Monats Zeit, um es zu beenden. Rezensieren ist keine Pflicht, aber bei der Challenge erhält man ein Los dafür. 

    Jeder liest mit seinem eigenen Leseexemplar, es gibt kein Buch zu gewinnen! 


    Es kann natürlich jeder mitmachen, der Lust dazu hat, auch wenn er nicht bei der Challenge angemeldet ist.    


    Vielleicht könnt ihr ne kurze Info geben, wann ihr mit Lesen anfangen wollt. Danke. 

    Viel Spaß uns allen :)
    Zur Leserunde
    abas avatar

    Tiefgehend und hochspannend!

    Können wir unseren Erinnerungen immer vertrauen? Ist alles in der Vergangenheit so gewesen, wie es unser Gedächtnis wiedergibt? Täuscht und betrügt uns unser Erinnerungsvermögen? Wenn ja, warum? Um uns zu schützen? Wer "Das Buch der Spiegel" von dem rumänischen Schriftsteller E.O. Chirovici liest, wird sich diese Fragen stellen und bis zur letzten Seite nach der Wahrheit suchen. Chirovici hat einen intelligenten und sehr spannenden Roman geschrieben, dessen menschliche Figuren und tiefgehender Plot den Leser nicht mehr loslassen.
    "Das Buch der Spiegel" wurde bereits in mehr als 30 Sprachen übersetzt und ist dabei, die Bestsellerlisten weltweit zu erobern. Und jetzt habt ihr die Möglichkeit, das Manuskript von diesem Roman noch vor Erscheinungstermin zu lesen!
    Seid ihr bereit für dieses hervorragende literarische Ereignis?

    Zum Inhalt
    Als der Literaturagent Peter Katz ein Manuskript des Autors Richard Flynn erhält, ist er sofort fasziniert. Flynn schreibt über die Ermordung des Professors Joseph Wieder in Princeton. Der Fall wurde nie aufgeklärt, und Katz vermutet, dass der unheilbar kranke Flynn den Mord gestehen oder den Täter enthüllen wird. Doch Flynns Text endet abrupt. Als Katz den Autor kontaktieren will, ist dieser bereits verstorben. Besessen davon, das Ende der Geschichte zu erfahren, versucht Katz, Laura Baines ausfindig zu machen, die als Studentin auf undurchsichtige Weise mit Wieder verbunden war. Doch je tiefer Katz in den Fall eindringt, desto mehr scheint er sich von der Lösung zu entfernen...

    Bereit für eine Leseprobe?

    Zum Autor
    E. O. Chirovici stammt aus einer rumänisch-ungarisch-deutschen Familie aus Transsilvanien. Er hat in seinem Heimatland eine namhafte Zeitung und einen Fernsehsender geleitet und sehr erfolgreiche Romane veröffentlicht. Seit 2013 arbeitet er hauptberuflich als Schriftsteller und wohnt abwechselnd in Reading und New York. "Das Buch der Spiegel" ist sein erster Roman in englischer Sprache, der im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse 2015 heiß gehandelt und schließlich in 38 Länder verkauft wurde.

    Möchtet ihr dabei sein, wenn Peter Katz sich auf der Suche der Wahrheit rund um den Fall Wieder begibt?
    Zusammen mit Goldmann verlosen wir 50 Manuskripte von "Das Buch der Spiegel" unter allen, die sich über diesen Roman im Rahmen einer Leserunde austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten. Seid ihr neugierig? Dann bewerbt euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 05.02. und antwortet auf folgende Frage:

    Lest bitte die Leseprobe und überzeugt uns davon, dass ihr genau die richtigen Testleser dieses Buches seid!

    Ich freue mich jetzt schon auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!

    * Bitte beachtet vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.
    Zur Leserunde

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks