Earl Biggers

 4.3 Sterne bei 11 Bewertungen

Alle Bücher von Earl Biggers

Earl BiggersDas Haus ohne Schlüssel
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Das Haus ohne Schlüssel
Das Haus ohne Schlüssel
 (6)
Erschienen am 01.01.2004
Earl BiggersDer chinesische Papagei
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Der chinesische Papagei
Der chinesische Papagei
 (5)
Erschienen am 01.01.2004

Neue Rezensionen zu Earl Biggers

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Rezension zu "Der chinesische Papagei" von Earl Biggers

Charlie Chan im Wilden Westen
Stefan83vor 7 Jahren

Es sollte eigentlich der langersehnte Urlaubstrip für ihn werden.

Charlie Chan, Detective bei der Polizei von Honolulu, wird von seiner alten Freundin Alice Phillmore-Jordan, für deren Familie er in jungen Jahren als Dienstbote arbeitete, gebeten, ihre kostbaren Halsperlen sicher von Honolulu nach San Francisco zu überführen. Dort sollen sie dem mächtigen Börsenspekulanten und exzentrischen Multimillionär P.J. Madden verkauft werden, um damit die von ihrem nichtsnutzigen Sohn Victor ausgebeutete leere Familienkasse wieder aufzufüllen. Einst märchenhaft reich, ist dieses Geschäft die letzte Möglichkeit, um einen vollkommenen finanziellen Ruin abzuwenden. Als Vermittler zwischen den Parteien dient Alice Jordan dabei der bekannte Diamantenhändler Alexander Eden, der als ebenfalls alter Freund von ihr den höchstmöglichen Preis herauszuschlagen gedenkt. Schon bald ist man sich einig über die Summe, und die Erleichterung auf Seiten der Jordans groß.

Gemeinsam mit Edens Sohn Bob reist Charlie Chan inkognito in die trockene Wüste Kaliforniens, um Madden die Perlen auf seiner nahe Eldorado gelegenen Farm zu überreichen. Bevor die Übergabe jedoch zustande kommt, weckt ein seltsamer Vorfall Chans Misstrauen. In der ersten Nacht auf dem Anwesen des Millionärs werden Bob und er vom Schrei des Hauspapageien Tony geweckt, der in seinem Gekrächze die letzten Worte eines um Gnade bettelnden Todgeweihten wiederholt. Sollte auf der Farm womöglich vor kurzem ein Mord geschehen sein? Chan, als neuer chinesischer Haushälter Ah Kim verkleidet, und der abenteuerlustige Bob Eden, nehmen die Ermittlungen auf und versuchen dabei den Geschäftsabschluss so lange wie möglich rauszuzögern.

Gibt es hier überhaupt ein Verbrechen? Diese Frage wird sich der Leser dieses Buch unweigerlich eine ganze Zeitlang insgeheim stellen, ist Biggers mit der Herausgabe von Indizien und Hinweisen doch ziemlich geizig und lässt uns lange im Dunkeln tappen. Nur eines scheint klar. Irgendwas ist merkwürdig am Verhalten von Madden und dessen düsteren Sekretär Thorn. Wie auch schon im ersten Fall Charlie Chans hat es Biggers alles andere als eilig, die Kriminalhandlung seines Buches voranzutreiben und hält sich stattdessen wie gewohnt mit der Ausarbeitung von Figuren und der näheren Umgebung auf. Sein Fach beherrscht er dabei jedoch gekonnt, denn dank Biggers schillernder, farbenfroher Schilderungen scheint man sich bald selbst in der Hitze der Wüste wieder zu finden und in den wilden Westen der 20er Jahre einzutauchen.

Und nach und nach greift diese stimmungsvolle, angespannte Atmosphäre auf der Farm auch auf den Leser über, wenngleich Spannung im Sinne eines althergebrachten Krimis eher nicht aufkommt. Für Rätselfreunde und Liebhaber von Detektivgeschichten sollte diese kurzweilige und irgendwie modern daherkommende Geschichte aber allemal was sein, zumal das Ende bei mir für Überraschen gesorgt hat.

Insgesamt ist "Der chinesische Papagei" ein mit orientalischer Gelassenheit vorgetragener Whodunit, der mir besser als der erste Band gefallen hat und den ich Fans klassischer Krimigeschichten nur ans Herz legen kann. Schade, dass nur diese ersten zwei Fälle des ungewöhnlichen Detektivs innerhalb der DuMont-Kriminalbibliothek erschienen sind.

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Rezension zu "Das Haus ohne Schlüssel" von Earl Biggers

Tod im trügerischen Paradies
Stefan83vor 7 Jahren

Hawaii Mitte der 20er Jahre. Die Bevölkerung des ehemals so ruhigen Inselparadieses ist auf über 300.000 Einwohner angewachsen. Fast die Hälfte davon japanische Einwanderer, Filipinos, Portugiesen, eine dünne Oberschicht aus "Wasps", meist aus Neuengland und - Chinesen.

Bühnenautor und Humorist Earl Derr Biggers, der während eines Urlaubstrips zu der Inselgruppe in Honolulu auf einen chinesischen Kriminalbeamten aufmerksam wird, nimmt sich diesen als Vorlage für seinen eigenen exotischen Helden: Den schwergewichtigen, stets ruhigen, aber mit scharfem Verstand und Kombinationsvermögen gesegneten Charlie Chan. Im Jahr 1925 löst dieser in Biggers Debütroman "Das Haus ohne Schlüssel" seinen allerersten Fall.

Der Inhalt ist schnell erzählt: John Quincy Winterslip, ein steifer und weltfremder Banker aus Boston, wird nach Hawaii geschickt, um seine dort lebende Tante Minerva zur Rückkehr nach Neuengland zu bewegen. Diese hält sich in der Gesellschaft von Daniel Winterslip auf, einem der reichsten Inselbewohner, der in der Vergangenheit mehr als nur einem seiner Konkurrenten auf die Füße getreten ist. Es kommt was kommen muss. John Quincy muss gleich bei seiner Ankunft feststellen, dass sein Onkel ermordet worden ist. Und mögliche Täter mit Motiv scheint es gleich mehrere zu geben. Er nimmt den Fall selbst in die Hand und wird für Charlie Chan im Laufe der Ermittlungen zu einem geschätzten Partner.

Letzterer steht, überraschend für den Leser, auch nicht im Zentrum der Erzählungen und taucht auf den ersten fünfzig Seiten nicht mal auf. Vielmehr erkundet man gemeinsam mit John Quincy dieses trügerisch schöne Inselparadies, in dessen Tiefen immer noch die dunklen Wasser zu strömen scheinen. Besonders in der ersten Hälfte liest sich "Das Haus ohne Schlüssel" auch mehr wie ein Gesellschaftsroman über die Umbruchsphase einer farbig exotischen Welt. Spannung im klassischen Sinne vermag anfangs nur streckenweise aufzukommen. Dafür überzeugen sowohl Biggers bildreiche Fabulierungen, die einen auch heute noch zu packen wissen und uns geistig nach Hawaii versetzen, als auch die tollen Figuren, welche der Autor äußerst gelungen skizziert hat. Chan und Quincy gehen jedem Hinweis, jeder Spur nach, um dann schließlich wieder in der Sackgasse zu landen. Das geübte Auge entdeckt allerdings immer wieder hier und da Hinweise, die auf die Spur des Mörders führen.

Insgesamt ist "Das Haus ohne Schlüssel" sicherlich kein rasanter Page-Turner mit Gänsehautfaktor. Dafür überzeugt der Roman aber mit Finesse, geistreichen Dialogen, einem trockenen, wenn auch heutzutage etwas abgeschmackt wirkenden Witz und sehr viel Südsee-Flair. Eine kurzweilige, aber auch anspruchsvolle Lektüre für Kenner, die auch achtzig Jahre nach ihrer Veröffentlichung vom Ton her erstaunlich modern daherkommt.

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Gespräche aus der Community

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„Mord als schöne Kunst betrachtet“ - unter diesem Motto präsentiert DuMonts digitale Kriminal-Bibliothek Meilensteine anglo-amerikanischer Spannungsliteratur in der Tradition des literarischen Detektivromans. Vom Serientäter bis zum perfekten Mord, von den Golden-age-Klassikern bis zur „Grande dame“ der Kriminalliteratur Charlotte MacLeod: DuMonts digitale Kriminal-Bibliothek versammelt das Beste des Genres – mit originellen Plots, fantasievollen Settings und charakterstarken Ermittlern.  

Liebhaber des spannenden Genres kennen wahrscheinlich bereits die Klassiker, die der DuMont Verlag in seiner Kriminal-Bibliothek versammelte und diese wurden jetzt in digitaler Form neu veröffentlicht - jeder Band für nur 3,99 Euro. Zum Erscheinen präsentieren wir Euch 20 dieser Krimis - weitere 40 werden im Verlauf des kommenden Jahres noch folgen.

Diese Neuauflage nehmen wir zum Anlass, um Euch zusammen mit dem Verlag eine tolle Verlosung zu präsentieren: wir verlosen je einmal ein Ebook (als epub) der folgenden fünf Titel sowie als Hauptgewinn einmal die komplette digitale Kriminal-Bibliothek, d.h. auch inklusive der noch folgenden Titel!!! Beantwortet uns bis zum 14. November 2012 folgende Frage: 

Wer ist Euer Lieblingsermittler in der Kriminalgeschichte und warum?

Diese fünf TopTitel könnt Ihr gewinnen:


John Dickson Carr "Die Toten wecken": London, Anfang der Dreißiger Jahre: Der Krimischriftsteller Kent hat gewettet, dass er sich ohne einen Cent von Südafrika bis zum Royal Scarlet Hotel am Picadilly Circus durchschlagen kann. Er trifft sogar einen Tag zu früh dort ein – und stirbt fast vor Hunger. Was kann schon passieren, wenn er sich unter Angabe einer falschen Zimmernummer ein Frühstück erschleicht? Einiges: In ›seinem‹ Zimmer findet sich die Leiche einer toten Frau....




Earl Biggers "Das Haus ohne Schlüssel": Im Hawaii der 1920er Jahre wird das schwärzeste, liebenswürdigste und reichste Schaf der noblen Bostoner Familie Winterslip ermordet. Leiter der Ermittlungen wird ausgerechnet ein Chinese – Charlie Chan. Mit ebenso farbiger wie blumiger Sprache, außerordentlichem Scharfsinn und praktischem Konfuzianismus löst er den Fall und wird zum Vater aller ethnischen Detektive und zum Helden von weit über sechzig Filmen und Fernsehserien.



Steve Hamilton "Ein kalter Tag im Paradies": Alex McKnight ist nicht entzückt, als ihm der Mörder seines Polizeikollegen eine Rose schickt. Und zwei Morde in seiner Nachbarschaft tragen unverkennbar die Handschrift dieses Psychopathen. Dabei ist der nie aus dem Gefängnis entlassen worden. Ausgezeichnet mit dem Edgar Award für das beste Krimidebüt.



Charlotte MacLeod "Ein Glas voll Mord": Neben den Balaclava- und den Boston-Krimis schrieb Charlotte MacLeod eine weitere erfolgreiche Krimiserie, in der Inspector Rhys ermittelt – ein Mounty ohne Pferd und roten Waffenrock, aber ausgestattet mit dem scharfen Verstand britischer Polizeidetektive: Als die alte Aggie stirbt, tippt ihr Landarzt auf falsche Ernährung. Nur Aggies hübsche Nachbarin Janet schöpft Verdacht – und entdeckt zusammen mit Inspector Rhys, dass bei diesem Todesfall etwas faul ist. Bei ihren Nachforschungen kommen Rhys und Janet nicht nur einem eigentümlichen Fall auf die Spur sondern auch einander näher ...



Lee Martin "Mord bleibt in der Familie": Hel Ralston, Adoptivsohn der Polizeidetektivin Deb, tritt seine Zeit als Mormonen-Missionar an. Die Familie begleitet ihn nach Salt Lake City – bei zwei Erwachsenen, zwei verliebten Teenagern, einem Kleinkind und einem Kampfhundmischling eine Expedition. Kaum angekommen liegt in der anheimelnden Familienpension buchstäblich eine Leiche vor ihren Füßen. Deb Ralston muss Zeugin eines unmöglichen Mordes gewesen sein. Urlaub hin, Urlaub her – die emanzipierte Polizistin schaltet sich ein.


Ausserdem sind gerade erschienen:

"Die Tür im Schott" von John Dickson Carr + "Der chinesische Papagei" von Earl Biggers + "Unter dem Wolfsmond", "Der Linkshänder" sowie "Nördlich von Nirgendwo" von Steve Hamilton + "Klagelied auf einen Dichter", "Appleby`s End" & "Applebys Arche" sowie "Der geheime Vortrupp" von Michael Innes + "Der Tag als Dusty starb", "Saubere Sachen" und "Keine Milch für Cameron" von Lee Martin + "Der Mordfall Benson", "Der Mordfall Terrier" sowie "Der Mordfall Drache" von S.S. van Dine +

Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Earl Biggers wurde am 24. August 1884 in Vereinigte Staaten von Amerika geboren.

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