Earl Warren

 3.3 Sterne bei 51 Bewertungen

Neue Bücher

Horror Western 02: Manitous Fluch

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Neu erschienen am 02.11.2020 als E-Book bei Blitz-Verlag.

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Cover des Buches Die Werwolfbraut (ISBN: B00C3R6AUM)

Die Werwolfbraut

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Erschienen am 29.03.2013
Cover des Buches Die Vampir-Gondel (ISBN: 9783738904505)

Die Vampir-Gondel

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Erschienen am 11.10.2017
Cover des Buches Werwolfkind (ISBN: B00F0XLRBS)

Werwolfkind

 (1)
Erschienen am 05.09.2013
Cover des Buches Nachts auf der Hexeninsel (ISBN: B00C42TCS8)

Nachts auf der Hexeninsel

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Erschienen am 29.03.2013
Cover des Buches Killer-Frogs (ISBN: 9783937435039)

Killer-Frogs

 (1)
Erschienen am 01.04.2003
Cover des Buches Horror Western 02: Manitous Fluch (ISBN: B08KTH6D14)

Horror Western 02: Manitous Fluch

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Erschienen am 02.11.2020
Cover des Buches Das Vampir-Mannequin (ISBN: B00WLGIB52)

Das Vampir-Mannequin

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Erschienen am 23.04.2015

Neue Rezensionen zu Earl Warren

Neu

Rezension zu "Horror Western 02: Manitous Fluch" von Earl Warren

Nur im Rahmen der Reihe als Art einer Retrospektive nennenswert.
Serkalowvor einem Monat

Der Auftakt der neuen »Horror Western« Reihe von Ralf Kor, bot sich ja sehr vielversprechend dar. Kann der zweite Band »Manitous Fluch« das ebenfalls?

Kurze Frage, knappe Antwort:

Leider nein!

Ganz offensichtlich handelt es sich bei dieser Geschichte um eine ältere Story, die vermutlich einst in zwei Teilen in den eingestellten Heftromanreihen »Geister Western« oder »Grusel Western« erschienen ist. Dafür spricht der Umfang, der ungefähr zwei Heftromanen entspricht und die lt. Inhaltsverzeichnis Zweiteilung der Geschichte.

Auffälligstes Merkmal, das für ein Erscheinen in vergangenen Zeiten spricht, ist die ständige Verwendung des Wortes »Scabbard«. Irgendwie ist damit wohl ein Futteral gemeint, in dem man ein Gewehr am Sattel befestigt. Dieses Wort wird in allen deutschen Western-Heftromanen, die ich bisher gelesen habe, regelrecht inflationär verwendet.

Nun gibt es mittlerweile zwei Schreibratgeber aus dem amerikanischen Raum, die für Western-Autoren wohl fast so eine Art Non-plus-Ultra sind. »Dictionary of the American West« und »Writers Guide to the Every Day Life in the Wild West« die ich selbst im Regal zu stehen habe. Das Wort »Scabbard« kommt da nicht drin vor. Scheint also eher so etwas gewesen zu sein, dass sich mal deutsche Autoren/Verleger ausgedacht haben, damit es möglichst nach Western klingt. Und erinnert mich dabei irgendwie an die Verwendung komischer, damals nicht nachprüfbarer technischer Begriffe in z.B. »Star Treck«, nur damit es irgendwie »nach Science Fiction« klingt.

Besonders beliebt ist in den alten deutschen Western (vergleichbare amerikanische Autoren tun das tatsächlich kaum) auch das ständige Detail genaue Benennen von Waffenmodellen. Ok, wenn es in der Geschichte, in der Szene Sinn macht, weil es durchaus im Kampf einen Unterschied macht, ob man ein einschüssiges Gewehr (Karabiner) oder ein mehrschüssiges Repetiergewehr (Winchester) verwendet. Genauso, wie es fünf- , sechs- , ja sogar siebenschüssige Revolver gab. Wie gesagt, ist es für die Erzählung eines Duells wichtig, nach wie vielen Schüssen der Protagonist nachladen muss, kann man das machen. Alle Nase lang zu erwähnen, dass er die Waffe XY, Modell Sowieso zieht, ist meiner Meinung nach einfach nur klugscheißerische Besserwisserei, bei der ich mich als Leser einfach nicht ernst genommen fühle. Ich will mich bei der Lektüre eines Western aber unterhalten und nicht belehren lassen.

Etwas, das in meiner Wahrnehmung in den klassischen deutschen Western der vergangenen Jahrzehnte ständig gemacht wurde. Das regelrechte mit englischsprachigen Worten um sich schmeißen. Das mag ja damals funktioniert haben, um eine gewisse Authentizität zu erzeugen. (Weil bei diesem Thema es eben kaum jemand nachprüfen konnte. Es gab kein Internet, wo man z.B. auf die offiziellen Homepages der Stämme gehen und mit denen sogar in Kontakt treten kann.) Heute wirkt es auf mich leider nur lächerlich. Klugscheißerisch. So nach dem Motto: Wer diese Worte nicht kennt, ist kein Western-Kenner, also gar nicht mein Leser.
Problematisch finde ich es vor allem auch deswegen, da man heute all diese Worte auf ihre Korrektheit sehr leicht mit Hilfe des Internets überprüfen kann. (Siehe oben) Und dann dieser selbsternannte Authentizitätsanspruch wiederum im krassen Gegensatz zu den deutschen Vorstellungen des Wilden Westens steht, die alles andere als authentisch sind, aber ebenfalls verwendet wurden.

Insgesamt macht Earl Warren somit genau all die Sachen, die mir immer wieder als Leser zeigen, warum ich nur sehr wenige Heftromane bisher gelesen habe, die mir gefallen haben.

Fangen wir mit der Figurenzeichnung an. Flach und stereotyp. Der Protagonist wird folgendermaßen eingeführt:

»Mein Name ist Jack Kane, Sheriff. Ich bin Texas-Ranger ...« [...] Kanes Name erzeugte eine Wirkung, die nicht hätte größer sein können. [...] Sein Kriegsname machte die Runde. »Tornado Kane. He, Leute, Tornado Kane ist hier.« Kane war ein bekannter Mann im Südwesten. Viele Geschichten wurden von ihm erzählt, von seinen Kämpfen, seiner Härte, aber auch von seiner Fairness und Rechtschaffenheit.

Und natürlich ist dieser »Tornado Kane« dann auch der Typ, den nicht nur alle Weißen und Roten respektieren, sondern den auch alle Frauen (Vamp und Jungfrau) anhimmeln und der die Indianer versteht, auch wenn er weiterhin eindeutig eher auf Seiten der Weißen ... blablabla ... das, was bei Karl May Charme hatte, ist hier leider das absolute Gegenteil von »show don’t tell« und lässt mich vor Langeweile fast einschlafen. Denn ein derartig von außen beschriebener Superheld, der keinerlei innere Konflikte hat, den eigentlich jeder andere fürchtet oder zumindest respektiert, den kann der Autor noch so oft durch Schüsse oder den Angriff einer Vampirin verletzen lassen ... es ist mir egal. Es erzeugt keinerlei Spannung. Vor allem ist das Ganze noch so verkrampft bierernst erzählt. Wenn es wenigstens ein paar ironische Brechungen geben würde. (Wie es z.B. Ralf Kor im ersten Teil dieser Reihe mit seinen innerlich und äußerlich verkrüppelten Figuren sehr schön gemacht hat.) Gibt es hier aber nicht.

Ach und apropos Vampirin. Da haben wir es. Klassische Westernstory, auf die ein europäischer Gruselmythus aufgepflanzt wurde. Anfänglich dachte ich noch, dass der Autor den Bogen kriegt, denn zunächst taucht ein »Geistevogel« auf und es wird darauf hingedeutet, dass dieser und diverse andere übernatürliche Ereignisse, durch einen Apachen-Medizinmann beschworen wurden. (Übrigens auch wieder ein Indiz für den klassischen deutschen Heftroman-Western. Die kennen alle nur einen Landstrich und eine Sorte von Natives. Arizona, Texas und die Apachen.)

Warum zur Hölle dieser indianische Geistervogel aber klassische europäische Vampire erzeugt, mit Eckzähnen, Blutdurst und Ansteckung, also Schaffung neuer Vampire, die dann auch noch mit Pflock durchs Herz und/oder christliches Kreuz besiegt werden?

Da hilft es in meinen Augen auch nicht, wenn der »Held« noch irgendwie einen Apachen an der Seite hat, der wohl nicht nur Krieger, sondern auch Medizinmann ist, und vor allem »seinen Frieden mit den Weißen« gemacht hat und nicht mehr mit seinen Stammesbrüdern gegen den Bau der Eisenbahn, sondern sogar für diese kämpft. Vielleicht hätte ich dieser Figur ihr Bestreben, gegen den Geistervogel und die Vampire zu kämpfen, noch abgenommen, wenn die Motivation hierfür gewesen wäre, dass z.B. die übernatürlichen Kräfte sich auch gegen die Native wenden, da sie eben nicht kontrollierbar sind.

Falls diese Art von Motivation im Laufe der Geschichte noch auftauchen sollte, so kann ich sie nicht mehr honorieren, da ich die Lektüre noch vor der Hälfte auf Grund der oben benannten Langeweile abgebrochen habe.

Auch weil all diese »Horror« Szenen, kein bisschen Horror waren. Es fehlte jegliche Atmosphäre für den Grusel. Sie wurden einfach irgendwie nur erzählt, aber eben nicht gezeigt. Horror sollte allerdings an unsere Empfindungen gehen und nicht nur aus der Beschreibung von Eckzähnen bestehen.

Genau daran schienen damals auch die beiden Serien »Grusel Western« und »Geister Western« der großen Heftromanverlage gescheitert zu sein. Für die jungen, Horror affinen Leser, waren die extrem konservativen Figurenzeichnungen der deutschen Westernautoren wohl eher langweilig und für den Westernfan, die Horrorelemente zu wenig im Westernsujet eingebunden.

Fazit: Schablonenhafte Figuren, ohne innere Konflikte oder nachvollziehbare Motivation, ein klischeebelastetes Western-Setting der konservativen Art ohne jegliche Brechung oder gar Ironie, gepaart mit einem überraschungs- und vor allem stimmungslosen Horrorelement, das kaum Bezug zum Western hat. Schreibstil das Gegenteil von »Show don’t tell«. Für mich total langweilig und somit ein Fehlgriff.

Das Cover finde ich hier übrigens ganz besonders misslungen, so sehr ich den Blitz-Verlag für seine Rechte am Nachlass des Malers Lonati liebe. Was zum Teufel hat die Statue einer asiatischen Göttin im Hintergrund vor diesen (wahrscheinlich) Apachen auf einem Western-Cover zu suchen?

Insgesamt aber, als Teil der Reihe, dennoch erwähnenswert, (für Sammlerherzen derartiger Geschichten vielleicht sogar lesenswert) wenn man die »Horror Western« bei Blitz als eine Art Retrospektive sieht, die eben einfach zeigt, was alles innerhalb dieses Genres möglich ist. Und da gehören dann die schlechten Beispiele auch dazu.

Ich hoffe für mich, dass es Ralph G. Kretschmann, der die beiden nachfolgenden Bände der Reihe verfasst hat, es wieder besser macht.


Leider nur 2 Sterne

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Rezension zu "Die Werwolfbraut" von Earl Warren

Ist Liebe stärker als ein Fluch?
sh000kinvor 4 Monaten

Francesca lebt in einem kleinen Dorf, dort kennt jeder die Legendes des Werwolfs. Doch entgegen aller Legenden soll Francesca genau diesen verfluchten Mann heiraten. Aber Francesca ist bereits mit einem Lehrer aus dem Dorf verlobt. Als sie dann jedoch Rocardo kennenlernt spürt sie eine Verbindung, die nicht ignoriert werden kann. Sie möchte Riccardo helfen den Fluch, der auf seiner Familie liegtg zu brechen. Doch ist dieser Fluch real oder sind es nur Geschichten aufgrund Unwissenheit. Kann Francescas Liebe tatsächliche allen Widerständen zum trotz Riccardo erreichen?


Die Geschichte hat mir sehr sehr gut gefallen. Der schöne Schreibstil war sehr eingängig und machte den Einstieg in die Geschichte sehr einfach. Einige Details bzw. Umstände sind mir jedoch viel zu kruz geraten. Ich hätte mir gewünscht das die Balance zwischen Füllinhalten und wichtige Vorgeschichte etwas besser ausbalanciert ist. Meiner Meinung nach, ist der Anteil an Fülltexten leider etwas zu hoch. Dies führt während des Lesens häufig zu einem auf und ab der Spannung.

Jedoch bleibt die Geschichte sehr schön und für eine schnelle Liebesgeschichte genau das richtige.

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Rezension zu "Die Vampir-Gondel" von Earl Warren

Nur für harmlose Gemüter etwas gruselig...
Asbeahvor einem Jahr

Mein Trash Test : Vampire in Venedig. Das wollte ich genauer wissen. Dieses ebook-Heftchen wird als Horror Roman bezeichnet, das habe ich von Anfang an nicht geglaubt bzw erwartet. Leider war es aber nicht mal ein kleines bisschen gruselig. Genauer gesagt, ich fand es sterbenslangweilig. 

Inhaltlich fand ich die Geschichte anfangs gar nicht so übel. Das Pärchen auf Hochzeitsreise in Venedig fand ich recht sympathisch. Auch, dass die Beiden Vampire erfühlen konnten, und dass letztere in einer getarnten Sphäre lebten, gefiel mir gut. Doch statt kurz und knackig wurde der Verlauf dann ausschweifend und uninteressant.

Schreibstil und Ausdruck sind für einen Groschenroman wohl ganz okay, allerdings sind die Dialoge manchmal (ungewollt?) lächerlich! Außerdem gab es allerlei Grammatik- und Flüchtigkeitsfehler. Dafür einen Stern Abzug.

Mehr als 2 Sterne kann ich hier leider nicht vergeben und ich bin froh, dass das Büchlein kostenlos war.


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