Ebba D. Drolshagen Gebrauchsanweisung für Norwegen

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Inhaltsangabe zu „Gebrauchsanweisung für Norwegen“ von Ebba D. Drolshagen

Von Fjorden und Oslo, Ibsen und Grieg, Ziegenkäse mit Karamelgeschmack und Erdöl im Überfluss: Die Deutschnorwegerin Ebba D. Drolshagen nimmt uns mit auf eine abwechslungs- und erlebnisreiche Reise zu unseren nordischen Nachbarn. Norwegen hat Fjorde, Berge und Mette-Marit, es hat betrunkene Elche und verschleierte Bauernmädchen. Das Land ist lang, kalt, im Sommer zu hell und im Winter zu dunkel. Und es ist der Liebling der Energiegötter, die ihm Wasser, Öl und Gas geschenkt haben. Die Autorin berichtet aus dem protestantischen Emirat am Golfstrom, wo ein Bier sieben Euro kostet und der Ministerpräsident zu Staatsterminen in seiner heimatlichen Tracht erscheint. Wo qualifizierte Gastarbeiter willkommen sind. Wo die Regierung Kindergartenplätze für alle und die Gleichberechtigung der Frau vorschreibt. Wo die Zahl der Toten in der Literatur überdurchschnittlich hoch ist und Krimis hauptsächlich an Ostern gekauft werden. Sie erzählt von den Menschen im Reich der roten Holzhäuschen, der Trolle und Elfen, in dem der Nationalfeiertag vor allem eins ist: ein Fest der Kinder.

Norwegen und die Norweger kennen lernen

— wikiauslandde
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  • Eine etwas fremdelnde Gebrauchsanweisung

    Gebrauchsanweisung für Norwegen
    R_Manthey

    R_Manthey

    20. July 2015 um 12:02

    (Die Rezension bezieht sich auf die Ausgabe von 2012.)   Viele zeitgenössische deutsche Intellektuelle haben ernsthafte Schwierigkeiten, ihr Land zu lieben. Von Norwegern kennt man solch ein merkwürdiges Verhältnis zu Norwegen eigentlich nicht, außer vielleicht, wenn sie - wie die Autorin - auch ein deutsches Elternteil haben. Es ist schon seltsam: Hätte ich diesen Reiseführer vor meinen ersten Norwegen-Urlauben gelesen, wäre ich vielleicht auf die Idee gekommen, doch lieber in eine andere Gegend zu fahren. Ein Reiseführer, und gerade einer aus dieser ansonsten immer lesenswerten Reihe, sollte doch solche Wirkungen eher nicht beabsichtigen wollen. Oder doch? Die Autorin, die einen Teil ihrer Kindheit in Norwegen verbrachte, fremdelt ganz offensichtlich etwas mit diesem Land oder vielmehr mit seinen ursprünglichen ethnischen Einwohnern. Sie versteckt das zwar gekonnt hinter Ironie, kann es aber letztlich doch nicht ganz verbergen. Insbesondere kommt sie in Verständnisschwierigkeiten, wenn es um den Stolz der Norweger und gewisse Übertreibungen im norwegischen Nationalgefühl geht. Warum wohl fährt man aus Deutschland nach Norwegen in den Sommerurlaub? Entweder man möchte das norwegische Angelparadies erleben und gehörig tiefgefrorenen Fisch mit nach Hause nehmen oder aber man will die wunderbare norwegische Natur genießen und dabei möglichst nicht von Massenurlaubern gestört werden. Während man beim Fischexport wohl eher weniger mit den Sympathien der Norweger rechnen kann, kommt man der norwegischen Seele beim Wandern oder besser beim In-der-Natur-sein sehr nahe. Das jedenfalls habe ich aus diesem Buch gelernt. Für die norwegische Innenpolitik interessiert sich ein Norwegenurlauber in der Regel wohl nicht. Doch gerade dort liegt ein Schwerpunkt dieses Buches. Kauft man sich deswegen eine "Gebrauchsanweisung für Norwegen"? Als geistig reger Urlauber erwartet man Einblicke in die Seele des Landes, in Gewohnheiten oder Gebräuche, vielleicht erklärt aus der Perspektive der Norweger. Und schließlich sucht man nach dem, was im norwegischen Alltagsleben anders ist als in Deutschland. Man möchte wissen, was einen erwartet und vielleicht in das Leben der Norweger eintauchen, es aus ihrer Sicht kennenlernen. Das leistet dieses Buch nur zum Teil und dann aus einer etwas distanzierten Perspektive. Andererseits kann man doch viel über Norwegen aus dem Text lernen, allerdings mehr aus politischer und soziologischer Sicht, jedoch weniger als Vorbereitung auf eine Urlaubsreise. Die überarbeitete Version dieses Buches beginnt nach ein paar Impressionen vom Osloer Flugplatz mit den Geschehnissen am 22. Juli 2011, streift das norwegische Parteinspektrum mit eindeutigen Sympathien und kommt dann nach einigen Betrachtungen zu Trachten zur Rolle der Frau in der norwegischen Gesellschaft und entsprechenden Quotenregelungen. Erstaunt liest man da, dass Norwegen zu einer Gesellschaft geworden sei, die "mitunter geradezu geschlechtslos anmutet". Dann folgt lustigerweise ein Kapitel mit der Überschrift "Das Emirat am Golfstrom". Emirat scheint für die Autorin ein Synonym für Ölreichtum zu sein und weniger eins für die Unterdrückung von Frauen. Das norwegische Erdöl hat das Land reich gemacht. Und es bildet einen Katalysator für eine Entwicklung gegen die sich die norwegische Tradition zwar kräftig stemmt, die sie aber nicht verhindern werden wird. In einem armen Land mit ungünstigen klimatischen Verhältnissen, wenig industriellem Potential und einer geringen Bevölkerungsdichte kommt es selten zu einer differenzierten Bevölkerungsstruktur. Daraus resultiert offenbar die traditionelle Vorstellung von der Gleichheit aller Norweger vom König bis zum einfachen Bauern, die inzwischen mit der Realität nicht mehr viel zu tun hat, aber dennoch trotzig gepflegt wird. Die Frauenquote, so lernt man aus diesem Buch, ist übrigens nur ein Aspekt staatlicher Umerziehungspolitik. Urlauber merken das an saftigen Preisen für Alkohol und den ruinierenden Strafen bei Verkehrdelikten. Norwegischen Männern droht Knast, wenn sie auch nur irgendwo auf der Welt die Dienste kommerzieller Liebesdienerinnen in Anspruch nehmen. Und jeder Norweger kriegt eine Identitätsnummer zugeordnet. Ostdeutsche kennen das aus ihrer Vergangenheit. In Norwegen spielt diese Nummer jedoch eine viel bedeutendere Rolle, denn sie taucht überall auf. Auf diese Weise können Verhaltensweisen und Gewohnheiten leicht zugeordnet werden. Das ist nur ein Beispiel für Erkenntnisse, die man aus diesem Buch gewinnen kann, aber vielleicht gar nicht wissen wollte. Immerhin aber findet man auch einige praktische Hinweise, etwa zur fast ungenießbaren norwegischen Küche. Und schließlich begegnen dem Leser auch Ausführungen zu den Norwegern selber, bei denen man dann wieder sicher ist, dass Norwegen ein herrliches und sympathisches Land mit bescheidenen, höflichen und netten Menschen ist, in das man immer wieder gerne fährt. So eben, wie man es eigentlich in Erinnerung hatte. Wenn man etwas über Norwegen lernen möchte, ganz unabhängig von einem Besuch dort, bietet dieses Buch zahlreiche Informationen, die zwar nicht immer neutral dargeboten werden, dafür aber einen gewissen ironischen Touch besitzen und - wie so oft in dieser Reihe - von jemandem vermittelt werden, der die politischen und kulturellen Gepflogenheiten des Landes von innen kennt, aber in Deutschland lebt. Für eine Reisevorbereitung würde ich dieses Buch nur bedingt empfehlen, es sei denn, man hat vor, etwas länger in Norwegen zu leben.

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  • ein Einblick auf das Leben im Staat Norwegen und die Norweger

    Gebrauchsanweisung für Norwegen
    wikiauslandde

    wikiauslandde

    01. October 2014 um 22:21

    Gebrauchsanweisung für Norwegen berichtet über die Politik, Wirtschaft und den Staat Norwegen, über allgemeinen Auffälligkeiten und über die Norweger. Wirtschaft: Ölreichtum, die schwierige Landwirtschaft, Fischzucht, Walfang. Staat: Die besten Frauenrechte, Familienunterstützung, Stromgewinnung, soziale Gleichheit und Neid, Königshaus und Volk, die strengen Verordnungen gegen Alkohol. Volk: Wie hat Norwegen auf den Amoklauf reagiert, Trachtenkult, was die Norweger über die Norweger denken, Abneigung gegen EU, Sami, die zwei Arten der norwegischen Sprache. Allgemein: Unterschied Süd-, Nordnorwegen, Oslo, Bergen, Sommer und Winter, Essen in Norwegen, die hässliche Architektur Norwegens. Norweger: Hart im Nehmen bei Kälte, sportlich, Harmoniesucht, Bescheidenheit und die Verschwiegenheit, Volkssport Skilanglauf, Elchjagd, Fernsehen und Lesen, Wochenendhütten und Ferienhäuser. Das Buch behandelt alle wichtigen Punkte über Norwegen und gibt Einblick in die Lebensart und Denkweise der Norweger. Die Autorin erzählt zum Teil fasziniert über Norwegen: die Bescheidenheit und Naturverbundenheit der Norweger, der Reichtum und die puritanische Bescheidenheit des Landes. Gleichzeitig sieht sie manche Punkte und Gepflogenheiten in Norwegen kritisch und manchmal mit Humor.

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