Eberhard Czichon , Heinz Marohn Thälmann

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Inhaltsangabe zu „Thälmann“ von Eberhard Czichon

Ernst Thälmann, die KPD und die Kommunistische Weltbewegung Abseits von 'Heldenverehrung', abseits aber auch von antikommunistischen 'Enthüllungen' neuerer Zeit würdigen Czichon und Marohn den Arbeiterführer. Sachlich und historisch genau, manchmal minutiös und gerade deshalb spannender als mancher Krimi, liefert ihr Report Schlüssel zum Verständnis von Leben und Wirken Thälmanns in seiner Zeit und der wechselseitigen Einflüsse zwischen ihm, seiner Partei und der kommunistischen Weltbewegung. Akribisch durchforsteten die Autoren die Archive und manches bislang nicht oder wenig Bekanntes sorgt für neue Klarheit. Manche Legende von Autoren verschiedenster politischer Richtungen hielt der Überprüfung nicht stand.

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  • Rezension zu "Czichon, E: Thälmann" von Eberhard Czichon

    Thälmann
    Heike110566

    Heike110566

    22. April 2012 um 14:52

    Ich wurde bislang vor allem durch zwei Thälmann-Bilder geprägt: 1. in der DDR (beginnend mit meiner Schulzeit 1972), wo Thälmann weitestgehend idealisiert wurde und 2. dem Thälmann-Bild, mit dem ich während meiner zweijährigen Mitgliedschaft in der trotzkistischen SAV (2004 bis 2006) konfrontiert war, wo Thälmann als Stalinist postuliert wurde. - Beide Bilder waren letztlich sehr einseitig, fokussierten sich nur auf bestimmte Aspekte und wurden dem bedeutenden Kommunisten, Arbeiterführer und KPD-Vorsitzenden Ernst Thälmann damit nicht gerecht. Für mich als Kommunistin ein unbefriedigender Zustand. Diese zweibändige Ausgabe ist eine differenzierte und überzeugende Auseinandersetzung mit Thälmann und der Entwicklung der Kommunistischen Partei Deutschlands. Ja, dieses Buch geht weit über eine reine Thälmann-Biographie hinaus. Wenn man Thälmanns Wirken losgelöst von den Kontexten, in denen er wirkte und die auf ihn wirkten, betrachtet, kann man weder Thälmanns Handeln verstehen noch seine Gedankengänge nachvollziehen und schon gar nicht das Bedeutsame erkennen, was Thälmann uns als seine Erben hinterlassen hat. Wer aber die Vergangenheit nur unter Berücksichtigung der uns heute bekannten Informationen betrachtet, kann nicht Thälmanns Leistung für die deutsche Arbeiterbewegung hinreichend bewerten, denn er vergißt, dass Thälmann und die anderen in der KPD-Führungsriege gar nicht alle uns heute bekannten Informationen hatten. Sie konnten nur in ihre Entscheidungsfindung einbeziehen, was ihnen auch bekannt war. Dass auch Thälmann nicht immer politisch recht hatte, mit seinen Analysen und Lage-Interpretationen auch mal daneben lag und Fehler begangen hat, wird in diesem Report nicht verschwiegen. Aber in der konkreten Situation, mit der Thälmann und die KPD jeweils konfrontiert wurden, kam es genau zu den Entscheidungen, die getroffen wurden, weil die Situation und die Kontexte so waren, wie sie waren. Das wird ebenfalls nicht verschwiegen. Und so ensteht ein Gesamtbild, das Thälmann und die KPD unter Berücksichtigung der jeweils vorhandenen Gegebenheiten reflektiert. Neben der Darstellung von Thälmanns Leben und der Arbeit und Entwicklung der KPD werden auch weitere Kontexte, die sowohl Thälmann als auch die KPD beeinflussten und auf die sie auch zurückwirkten, in Exkursen dargestellt. Am Ende des Reports gibt es noch Beiträge zum Thälmann-Vermächtnis in der DDR und die juristische Aufarbeitung des Mordes an Ernst Thälmann in der BRD (die Mörder haben sich ja nach dem Sieg der Roten Armee über den Hitler-Faschismus dorthin abgesetzt) sowie zur Bedeutung die Thälmann für uns heute hat. Die Autoren Eberhard Czichon und Heinz Marohn haben für diesen zweibändigen Thälmann-Report Unmengen von Material ausgewertet. Alles was sie in dem Werk betrachten, belegen sie mit Quellenmaterial und erläutern auch Aspekte immer wieder als Anmerkungen. Diese sind in einem über 160 Seiten langen Anmerkungsapparat nachzulesen. Eine sehr gut sortierte Literaturliste und ein umfangreiches Personenregister ergänzen diese Veröffentlichung, die in einem repräsentativ gestalteten Schuber angeboten wird. Dieser zweibändige Report ist ein sehr guter Wissenspeicher um das Leben von Thälmann und die Arbeit und Entwicklung der KPD.

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