Eberhard Fohrer

 4,8 Sterne bei 31 Bewertungen

Lebenslauf von Eberhard Fohrer

Jahrgang 1952, geboren in Marburg. Der Müller-Autor der ersten Stunde studierte Germanistik und Geschichte, wandte sich aber gleich nach dem Staatsexamen dem Reisejournalismus zu. In den ersten Jahren nach der Verlagsgründung war er nicht nur Autor, sondern auch Lektor und Layouter. Mittlerweile arbeitet er seit über dreißig Jahren als hauptberuflicher Reisebuchautor. Seine Bücher sind Bestseller und sein Reiseführer zu Kreta (der inzwischen in der 21. Auflage vorliegt) gilt unter Griechenlandkennern als »Kreta-Bibel«.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Lanzarote Reiseführer Michael Müller Verlag (ISBN: 9783966851534)

Lanzarote Reiseführer Michael Müller Verlag

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Erscheint am 27.10.2022 als Taschenbuch bei Müller, Michael.

Alle Bücher von Eberhard Fohrer

Cover des Buches Kreta Reiseführer Michael Müller Verlag (ISBN: 9783966851558)

Kreta Reiseführer Michael Müller Verlag

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Erscheint am 26.01.2023
Cover des Buches Santorini (ISBN: 9783899537208)

Santorini

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Erschienen am 03.07.2012

Neue Rezensionen zu Eberhard Fohrer

Cover des Buches Sardinien Reiseführer Michael Müller Verlag (ISBN: 9783956549410)wschs avatar

Rezension zu "Sardinien Reiseführer Michael Müller Verlag" von Eberhard Fohrer

Sardinien, die 17te...
wschvor 6 Monaten

Auch diese Neuauflage des beliebten, weil guten Reiseführers zu Sardinien ist mal wieder "Kein alter Wein in neuen Schläuchen". Die Auflage umfasst jetzt einschliesslich des rudimentären Wörterbuches ‚Deutsch – Italienisch‘ 631 Seiten

Der Text ist nach wie vor in ausreichend grosser Schrift und einen zweispaltigen Satzspiegel gesetzt. So ist alles gut lesbar. Die Wiedergabequalität der Farbfotos nach wie vor sehr gut, des kompakten Buchformates wegen sind diese Bilder nicht gerade so groß wie eine Fototapete. Und nach wie vor haben die grösseren Ortschaften immer noch ihren Auszug aus einem Stadtplan abbekommen. Die beiliegende Strassenkarte verfügt über den Maßstab 1:300.000. 

Eberhard Fohrer hat seine Kenntnisse von und Erfahrungen über und mit Hotels, anderen Unterkünften wie die allgemein sehr schönen Agroturismo-Anbieter, über Restaurants, Badestrände, Museen etc. Alles natürlich aktualisiert. Ob die Preisangaben beziehungsweise Preisklassifizierungen auch für die kommende Reisesaison stimmig sind, liegt an den Gastronomen, nicht am Autor. Italienische Restaurants sind da bekanntlich recht flexibel…

Eberhard Fohrer beschreibt die ‚Karibik Europas‘ in einem sehr angenehm zu lesenden Textstil. Die Auszüge aus den Stadtplänen ermöglichen es wohl jedem Leser, das, was er an Informationen über die Sehenswürdigkeiten gelesen hat, auch im Original zu finden. Die oben erwähnte beigelegte Strassenkarte ist immer noch auf einem nicht sonderlich knick- und faltenvertragenden, also recht dünnen Papierbigen gedruckt. Nach wie vor gilt: wer seine Fahrten über die Insel, sei es mit dem Auto mit Blechdach oder bevorzugt mit Cabrio oder Moped besser planen möchte, dem sei die Straßenkarte von freytag & berndt ans Herz gelegt. Diese zeigt im Massstab 1:150.000 so gut wie jede Kurve, jeden geteerten "Feldweg" und wahrscheinlich auch jede Badebucht.

Geblieben ist die Unterteilung in fünf Abschnitte. Beginnend mit Nordsardinien und dem für uns wahrscheinlich wichtigsten Fährehafen in Olbia entgegen dem Uhrzeigersinn einmal rund um die Insel. Aber nicht nur die Küstenregionen werden so im Detail beschrieben, dass jeder Reiselustige sich ein Bild davon machen kann, was ihn erwartet. Auch das Innere der Traum-Insel hat seinen ausführlichen Textteil abbekommen.

Teilweise sind die bekannten farblich unterlegten Textboxen unter dem Stichwort "Alles im Kasten" in den Fliesstext eingearbeitet und auch hier erweitert. Viele interessante Nebensächlichkeiten wie beispielsweise etwas über den Casu marzu, einen Madenkäse... Wer wissen will, was es damit auf sich hat: jetzt steht es nicht mehr auf auf Seite 130, sondern auf Seite 625.

Geblieben sind auch die Inseln und Inselchen um Sardinien, das La-Maddalena-Archipel im Norden

Kurzum: die erste, aber nicht letzte Reise nach Sardinien führte uns per Flieger nach Olbia und von dort mit einem preiswerten gemieteten Kleinwagen von Chevrolet (grässliche Karre) durch den Norden der Insel. Etwa bis auf die Höhe von Nuoro. Abgesehen von dem Auto ein Traum. Mittlerweile war der südliche Teil Sardiniens dran. Im eigenen Auto. Mit Stoffmütze…

Das wir sicher nicht der letzte Urlaub bei den Sarden gewesen sein. Wenn ich mir die Neuauflage so durchschaue, steigt die Vorfreude auf die herrliche Insel ungemein.


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Cover des Buches Comer See Reiseführer Michael Müller Verlag (ISBN: 9783956549397)aus-erlesens avatar

Rezension zu "Comer See Reiseführer Michael Müller Verlag" von Eberhard Fohrer

Jede Seite schon eine kleine Reise
aus-erlesenvor 7 Monaten

Einer der am meisten gemachten Fehler ist wohl, den Comer See überkorrekt einzudeutschen: Es ist nicht der Comoer See! Will man nicht gleich als Touri unangenehm auffallen, sondern etwas auf sich halten, verbringt man die Zeit am Lario, römisch für Lacus Larius. So nennen die Einheimischen den Comer See. Wie alle oberitalienischen Seen nimmt auch der Lago di Como eine besondere Stellung unter den eiszeitlichen Hinterlassenschaften ein. Und das nicht nur, weil Hollywood den See für sich entdeckt hat, George Clooney kann man ab und an hier urlauben sehen. Doch wer will schon Georg Clooney hinterherhecheln, wenn er in dieser grandiosen Kulisse die schönste Zeit des Jahr verbringt?!

Beginnend an der Schweizer Grenze im Norden schlängelt sich eine der beeindruckendsten Landschaften durch die Alpen. Ein Blau, das so kitschig ist, dass es schon wieder wahr sein muss. Das ist der Lago di Como. Bei einer Seefahrt (wortwörtlich zu nehmen) sieht sich das Auge nicht satt genug. Alles so hübsch, so ansehnlich, so fein. Reisebuchautor Eberhard Fohrer ist auch dieser Faszination erlegen. Doch rasch aus dem Rausch erwacht, macht er sich ans Werk und beweist auf mehr als zweihundertfünfzig Seiten, dass nicht allein das Wort hübsch ausreicht, um die Sinne mit Eindrücken zu fluten. Fast schient, dass er keinen Steinen auf dem anderen gelassen hat, um seinen Reiseband nachhaltig mit Wissen zu füllen. Ob man nun zu Fuß, mit dem Rad oder dem Auto unterwegs ist, Fohrer war schon da. Und er weiß wirklich alles, was man wissen muss. Jetzt muss man nur noch selbst auswählen, was man sehen, tun, erkunden will. 

Abwechselungs- und kenntnisreich kann man jedem Tipp des Autors folgen. Como, die namensgebende Stadt, verschlungene Pfade, exzellente Restauranttipps, unvergessliche Aussichten – und immer wieder kleine Geschichten am Rande (in diesem Fall in farbigen Kästen) lassen jeden Ausflug im, am und rund um den Comer See zu einem besonderen Erlebnis werden. Selbst die große Geschichte hat vor dem See nicht Halt gemacht. Ende April 1945 wurde hier der Duce auf der Flucht von Partisanen aufgegriffen. Einen Tag später baumelte sein lebloser Körper in Mailand auf dem Piazzale Loreto. 

Noch ein letztes Wort zu Hollywood und Comer See. Der Ort Bellagio am Kamp, wo sich der See in zwei Arme teilt ist nicht nach dem gleichnamigen Casino in Las Vegas benannt. Das war wohl eher anders herum…

Es gibt nur wenige Seen, die es schaffen, dass ein Autor ein Buch über sie so reichhaltig füllen kann. Inklusive Ausflüge gen Milano und Bergamo und umliegende Seen ist es dank dieses Buches ein Leichtes hier viele Tage und Wochen ohne den leisesten Anflug von Routine zu verbringen. 


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Cover des Buches Venetien Reiseführer Michael Müller Verlag (ISBN: 9783956547607)wschs avatar

Rezension zu "Venetien Reiseführer Michael Müller Verlag" von Eberhard Fohrer

(Fast) alles drin...
wschvor 3 Jahren

Venetien besteht aus sieben Regionen: Venezia (logo, inklusive 'dem' Venedig), Rovigo, Padova, Verona, Vicenza, Treviso und im Norden Belluno. 

Alle Regionen mit ihren bedeutsamsten Städten werden von Eberhard Fohrer detailliert und unterhaltsam beschrieben. 

Zu den Städten gehören zum einen kleinere, aber dennoch sehenswerte Städtchen wie Torbole, Malcésine, Garda, Bardolino, Lazise oder Sirmione, alle am Ostufer des Gardasees gelegen. Das Westufer lässt der Autor ‚links‘ liegen: dieses Ufer des Gardasees gehört schliesslich zur Provinz Lombardia. Naja, Sirmione eigentlich auch, aber der touristischen Bedeutsamkeit wegen wird hier inhaltlich ein Auge zugedrückt.

Klar gegliedert, mit 30 Karten und zahlreichen Farbfotos illustriert wird über alle wichtigen Fakten, aber auch nett zu wissende Hintergrundinformationen informiert. Ein Beispiel im Zusammenhang mit dem Casa di Giulietta (Haus der Julia, Stichwort Shakespeare 'Romeo und Julia'). Zitat: "Darüber kann man andachtsvoll den berühmten Balkon der Julia bestaunen, den Romeo einst im Mondschein auf einer Leiter erklettert haben soll, um Julia seine Liebe zu gestehen. Allerdings handelt es sich dabei um einen historischen Sarkophag, den man erst im frühen 20. Jahrhundert an die Hausfassade anbaute. Für 800 € kann man sich seit einigen Jahren auf dem Balkon auch das Ja-Wort geben". 

Wie lange die Ehen, die in einem Sarg geschlossen wurden gehalten haben, wurde noch nicht erforscht...

Der Reiseführer selbst entspricht dem hohen Michael-Müller-Standard. Im konkreten sind auf den ersten Seiten mehr allgemeine Informationen zu den verschiedenen Regionen abgedruckt. Ausführlich geht es im letzten Teil des 439 Seiten starken und damit auch recht schweren, für die Brusttasche eines Sommerhemdes eher ungeeigneten Reiseführers zur Sache: Geographie, Umwelt, Geschichte, Kunst und Kultur, Anreise bis Zoll. Die oben erwähnten sieben Provinzen nehmen den grössten Teil des Reiseführers ein. Inklusive zahlreicher aktueller Hinweise auf empfehlenswerte Übernachtungsmöglichkeiten, Restaurants, Cafés und Bars. Blöderweise sind auch meine zwei Lieblings-Hotelchen aufgeführt. In einem der Beiden ist Trüffel Trumpf. Die Fleischgerichte werden auf einem enormen nachmittags gegen 17:00 Uhr angefeuerten Holzgrill (keine Holzkohle, sondern Buchenscheite!) gegrillt.. Wer es genau wissen will, schaue sich im Buch mal Seite 65 an. In dieser Neuauflage hat jetzt auch das Castello San Antonio, nur wenige Kilometer vom Lazises Ufer entfernt, Platz gefunden. Es ist trotz des nur einen Sterns eine richtig nette Adresse. Die Zimmer sind relativ klein, vor allem das Bad. Zum Ausgleich haben aber die Zimmer einen kleinen Balkon. Von denen man ebenso wie von der Frühstücksterrasse einen traumhaften Blick über Lazise und den südlichen Teil des Gardasees hat. Dieser Ausblick macht die knochenharten Brötchen zum Frühstück mehr als wett…

Ein sehr schönes B&B in Marostica wird zu meinem Glück nicht erwähnt. Eben so wenig wie das recht teure, aber sehr gute Restaurant im Innenhof des Castello Superiore. Der Hinweis auf den DIESEL-Outlet-Shop wenige Kilometer vor Marostica kann ruhigen Gewissens geknickt werden…

MM-Standard ist das am Ende des Reiseführers zu findende Kapitel "Etwas Italienisch", das umfangreiche Stichwortverzeichnis und eine beiliegende Übersichts- und Straßenkarte im Massstab 1:500.000. Wer von Lazise auf kleinen Strassen mitten durch die Reblandschaft nach Verona fahren möchte, um dort eine Aufführung in der Arena di Verona zu geniessen, braucht also eine bessere Straßenkarte. Meine Empfehlung: die ausgezeichneten Karten aus Österreich: freytag & berndt heisst der Verlag.

Apropos Arena di Verona:

Eberhard Fohrer hat zu den Opern-Aufführungen in der Arena zwei wichtige Hinweise vergessen. Wer eine Aufführung zu moderaten bis supergünstigen 30,00 oder 40,00 EUR besuchen möchte (Gradinata non numerata) sollte sich je nach Besucherandrang erstens etwa gegen 18:30 Uhr vor dem entsprechenden Tor der Arena anstellen, um Einlass zu bekommen. Dabei werden die seitlichen Tore werden nicht gar so bestürmt. Die Sitzplätze, der Name sagt es schon, sind eh nicht nummeriert. Man steht sich dann zwar bis gegen 20:00 Uhr (offizielle Einlasszeit) die Beine in den Bauch. Beim Anstehen ist dann abwechseln angesagt. Zweitens: die gegen 3,00 € Gebühr verliehenen Kissen sind mehr als dünn. Ein aufblasbares Flugzeugnackenkissen mit zu nehmen ist somit keine schlechte Idee. Die Steinstufen in dieser Preisklasse sind auf keinen Fall bequemer oder unbequemer als die genauso ungepolsterten Metall-Klappsitze in den teuren Bereichen. Drittens: sehr oft kommt gegen 21:30, 22:00 Uhr ein empfindlich kühler Wind auf. Gegen das Frösteln hilft eine mitgebrachte Jacke ungemein...


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