Eberhard Rathgeb

 3.4 Sterne bei 68 Bewertungen
Autor von Cooper, Kein Paar wie wir und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Eberhard Rathgeb

Familie ist sein zentrales Thema: Eberhard Rathgeb wurde 1959 als Sohn deutscher Einwanderer in Buenos Aires geboren. 1963 siedelte er mit seiner Familie nach Deutschland über. Als Feuilleton-Redakteur war Rathgeb lange Jahre bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung tätig. Außerdem schrieb er für deren Berliner Sonntagsausgabe. In dieser Zeit entstanden auch erste Sachbücher wie „Schwieriges Glück – Versuch über die Vaterliebe“ (2007). 2013 veröffentlichte Rathgeb dann seinen ersten Roman. Sein Debüt „Kein Paar wie wir“ handelt von dem Leben zweier unzertrennlicher Schwestern und deren berührende Geschichte, wie sie der Tyrannei ihres Vaters entfliehen. Im selben Jahr erhielt Rathgeb dafür den Aspekte-Literaturpreis des ZDF. Es folgten die Romane „Das Paradiesghetto“ (2014) und „Cooper“ sowie erneut Sachbücher, darunter „Am Anfang war Heimat. Auf den Spuren eines deutschen Gefühls“ (2016). Im Zentrum steht die Lebensgeschichte von Rathgebs Vater, anhand derer in essayistisch-erzählerischer Darstellung Heimatgefühle und damit das, was Heimat überhaupt zu bedeuten vermag, ausgelotet werden. Worin begründet sich das deutsche Heimatgefühl? Rathgebs Darstellung liest sich wie eine Ehrenrettung des schwierigen Begriffs und damit der „Heimat“ überhaupt. Eberhard Rathgeb lebt gemeinsam mit seiner Frau, der Literaturjournalistin Iris Radisch, in Norddeutschland auf dem Land. Das Ehepaar hat drei Töchter.

Alle Bücher von Eberhard Rathgeb

Cooper

Cooper

 (58)
Erschienen am 25.07.2018
Kein Paar wie wir

Kein Paar wie wir

 (8)
Erschienen am 21.08.2014
Das Paradiesghetto

Das Paradiesghetto

 (1)
Erschienen am 28.07.2016
Am Anfang war Heimat

Am Anfang war Heimat

 (1)
Erschienen am 08.03.2016
Karl oder Der letzte Kommunist

Karl oder Der letzte Kommunist

 (0)
Erschienen am 23.07.2018
Zwei Hälften des Lebens.

Zwei Hälften des Lebens.

 (0)
Erschienen am 08.04.2019
Die engagierte Nation

Die engagierte Nation

 (0)
Erschienen am 19.09.2005

Neue Rezensionen zu Eberhard Rathgeb

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Janna_KeJasBlogs avatar

Rezension zu "Cooper" von Eberhard Rathgeb

Novellen & ihre Tücken
Janna_KeJasBlogvor 2 Monaten

Aus "3 Geschichten - 3 Eindrücke"

Dieses Buch fing verdammt stark an! Schachtelsätze mit Gänsehaut-Tiefgang und ich hätte wirklich gefühlt jeden zweiten Satz unterstreichen können. Diese Unheimlichkeit, welche durch die Seiten zieht. Eine unheilvolle Vorahnung, nur die Protagonist*innen verschließen ihre Augen davor. Es ist die Geschichte des Schicksals, des Lebens, des Schmerzes. Ein Trauma. Zwei Traumata. Besonders die Beschreibung des ersten Einschnitt ins familiäre Leben hat mich „fasziniert“ (mir fällt beim besten Willen kein anderes Wort dazu ein). Einen Übergriff so zu be- und umschreiben habe ich bislang nicht gelesen. Die Monate vergehen. Die Jahre ziehen vorüber. Und so ist es im Verlauf auch mit meinen Eindrücken. Der erste Abschnitt des Buches hat mich absolut überzeugt, ich war dezent in die Worte des Autors verliebt. Und der zweite Part, welcher zu viel in eine zu kleine bzw. kurze Geschichte einflechten wollte. Die Begeisterung nahm ab. Ich trauere dem „was es hätte sein können“ hinterher!

Wortkabinett:

"Eines Tages, der nicht so zufällig, wie er sich dem Anschein nach gibt, […]"
(Seite 12 | Ich war verloren in den Worten von S. 12-13)

"Es gibt kein Vergessen. Nur die Erinnerungen verblassen, sie treten in den Hintergrund, sie zerfallen, aber sie lösen sich nicht auf."
(Seite 120)

| © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |

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tragalibross avatar

Rezension zu "Cooper" von Eberhard Rathgeb

Für mich absolut nicht lesbar...
tragalibrosvor 5 Monaten

Es ist ein Tag wie jeder andere. Eine junge Familie setzt sich zur unbeschwerten Tour ins Auto. Lisa, Jakob und die zwei kleinen Töchter Nora und Carlotta. Die Eltern haben auf dem Land ein kleines Haus gekauft, für schöne Wochenenden, fern der Stadt. Doch draußen wartet das Dunkel, und im Dunkel wartet das Unheil, so, wie es auf jeden warten kann.


Von diesem Buch habe ich mir eigentlich so etwas wie eine Horrorgeschichte oder angenehmen Grusel erhofft, doch beides blieb aus. 

Der Autor hat einen seltsamen Schreibstil. Zwar schnörkellos und direkt, aber es kommt keinerlei Gefühl, geschweige denn Sympathie für die Charaktere rüber. 
Die Geschichte liest sich zäh, stockend und machte mir beim Lesen absolut keinen Spaß. 
Zudem verwendet der Schriftsteller bei den Dialogen seiner Akteure keine wörtliche Rede, was mich ebenfalls von Beginn an sehr störte. Ich kann mit Büchern nichts anfangen, bei denen Rechtschreib- und Grammatikregeln außer Acht gelassen werden. 

Eine Aneinanderreihung von philosophisch anmutenden Aussprüchen und Phrasen ohne Ende wurden hier verbastelt und hinterlassen absolut keinen Eindruck bei mir. Da sich der lahme Schreibstil durch das gesamte Buch zog, habe ich mich furchtbar schwer mit dem Lesen getan und war heilfroh, dass das Werk nur knapp über einhundert Seiten lang ist. 

Nun, nach Beendigung des Romans, bleibt nichts von der Geschichte in meinen Gedanken hängen. 

Ich kann hierfür nur einen Stern geben.

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Duffys avatar

Rezension zu "Cooper" von Eberhard Rathgeb

Ein eigenartiges Buch
Duffyvor 2 Jahren

Vorab: Rathgebs Schreibstil, der den Leser ab der ersten Seite ganz sicher überrascht und vielleicht ein wenig abschreckt, ist schnell zu verinnerlichen. Was ihn eher unüblich macht, ist die Verwendung von langen Sätzen, als würde ein Punkt nicht manchmal die bessere Option sein. Es ist nicht so schlimm wie beispielsweise Saramago, doch wenn man sofort damit konfrontiert wird, überlegt man sich schon mal, ob man weiterliest. Doch keine Angst, des Autors Sprache ist geschmeidig und leicht, sie lebt von Bildern und widerstandslosem Erzählen.
Es ist die Geschichte einer jungen Familie, die sich ein Haus auf dem Land gekauft hat und nun dort die Wochenenden und Ferien verbringen will. Doch schon beim ersten Aufenthalt gibt es ein Ereignis, das Folgen für Mutter Lisa hat, denn eine intensive Begegnung mit etwas Schrecklichem wird sie zu einem therapeutischen Genesungsaufenthalt zwingen. dennoch ist niemand bereit, das Haus aufzugeben und es wird nochmals für einen längeren Aufenthalt besucht. doch das Schicksal hält jetzt ein noch viel größeres Unheil bereit.
Das was wirklich wie ein Roman beginnt, hält einige seltsame Überraschungen bereit. Ein dramaturgisch vollkommen rätselhaftes und eigentlich nichtssagendes zweites Kapitel, im weiteren Verlauf ein zwar schlüssiger Handlungsablauf, dann aber, nachdem das Unglück geschehen ist, auf den der Spannungsaufbau hinläuft, nimmt das Buch eine weitere rätselhafte Wendung. Plötzlich, auf den letzten 30 Seiten, taucht plötzlich der ominöse Cooper auf, der dem Buch den Titel gegeben hat und mit dem man schon gar nicht mehr gerechnet hat. Was dann folgt, hat den Charakter eines philosophischen Exkurses, mehr essayistisch als belletristisch, um auf den letzten Seiten wieder auf eine Hauptfigur zu kommen, die den Roman auch beschließt, ein wenig vorhersehbar zwar, aber gut und mit der gebotenen Sanftheit, sodass es hier nicht auch noch zu einer Verwirrung des Lesers kommt.
Natürlich wird sich Rathgeb einiges bei diesem Buch gedacht haben. Es schimmert natürlich durch, dass hier viel von Ängsten die Rede ist, aber dennoch - ein schlüssiges Fazit muss für den Verfasser dieser Zeilen unterbleiben. Entweder fehlt ihm die Sensibilität, oder es ist dem Autor tatsächlich nicht gelungen, den Leser für sich einzunehmen. Wobei die Grundstimmung durch den Stil von Rathgeb, wie oben beschrieben, immer gleichbleibend angenehm und versiert bleibt. Es ist nur schade, dass es inhaltlich irgendwie nicht passt/zu passen scheint.

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