Eberhard Rathgeb

 3.5 Sterne bei 70 Bewertungen
Autor von Cooper, Kein Paar wie wir und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Eberhard Rathgeb

Familie ist sein zentrales Thema: Eberhard Rathgeb wurde 1959 als Sohn deutscher Einwanderer in Buenos Aires geboren. 1963 siedelte er mit seiner Familie nach Deutschland über. Als Feuilleton-Redakteur war Rathgeb lange Jahre bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung tätig. Außerdem schrieb er für deren Berliner Sonntagsausgabe. In dieser Zeit entstanden auch erste Sachbücher wie „Schwieriges Glück – Versuch über die Vaterliebe“ (2007). 2013 veröffentlichte Rathgeb dann seinen ersten Roman. Sein Debüt „Kein Paar wie wir“ handelt von dem Leben zweier unzertrennlicher Schwestern und deren berührende Geschichte, wie sie der Tyrannei ihres Vaters entfliehen. Im selben Jahr erhielt Rathgeb dafür den Aspekte-Literaturpreis des ZDF. Es folgten die Romane „Das Paradiesghetto“ (2014) und „Cooper“ sowie erneut Sachbücher, darunter „Am Anfang war Heimat. Auf den Spuren eines deutschen Gefühls“ (2016). Im Zentrum steht die Lebensgeschichte von Rathgebs Vater, anhand derer in essayistisch-erzählerischer Darstellung Heimatgefühle und damit das, was Heimat überhaupt zu bedeuten vermag, ausgelotet werden. Worin begründet sich das deutsche Heimatgefühl? Rathgebs Darstellung liest sich wie eine Ehrenrettung des schwierigen Begriffs und damit der „Heimat“ überhaupt. Eberhard Rathgeb lebt gemeinsam mit seiner Frau, der Literaturjournalistin Iris Radisch, in Norddeutschland auf dem Land. Das Ehepaar hat drei Töchter.

Alle Bücher von Eberhard Rathgeb

Cover des Buches Cooper9783596701513

Cooper

 (58)
Erschienen am 25.07.2018
Cover des Buches Kein Paar wie wir9783596030415

Kein Paar wie wir

 (8)
Erschienen am 21.08.2014
Cover des Buches Zwei Hälften des Lebens.9783896675972

Zwei Hälften des Lebens.

 (2)
Erschienen am 08.04.2019
Cover des Buches Das Paradiesghetto9783596032044

Das Paradiesghetto

 (1)
Erschienen am 28.07.2016
Cover des Buches Am Anfang war Heimat9783896675415

Am Anfang war Heimat

 (1)
Erschienen am 08.03.2016
Cover des Buches Schwieriges Glück9783446209435

Schwieriges Glück

 (0)
Erschienen am 04.08.2007
Cover des Buches Die engagierte Nation9783446206311

Die engagierte Nation

 (0)
Erschienen am 19.09.2005
Cover des Buches Karl oder Der letzte Kommunist9783446259942

Karl oder Der letzte Kommunist

 (0)
Erschienen am 23.07.2018

Neue Rezensionen zu Eberhard Rathgeb

Neu

Rezension zu "Zwei Hälften des Lebens." von Eberhard Rathgeb

Konträre Schicksale zweier Freunde
YukBookvor einem Jahr

Biografien von bedeutenden Persönlichkeiten zu lesen, kann ungemein bereichern. Einen besonderen Reiz hat das Ganze, wenn sich zwei Lebensläufe verschränken und die Freundschaft und ihr paralleles Schaffen im Mittelpunkt stehen. Um solch eine Beziehung geht es in diesem Buch, und zwar zwischen dem Philosophen Hegel und dem Dichter Hölderlin. 

Beide wurden 1770 geboren, studierten gezwungenermaßen Theologie im Evangelischen Stift Tübingen, obwohl sie der Philosophie viel näher standen und waren von den Werken Rousseaus begeistert. Nach dem Studium trennten sich ihre Wege und kreuzten sich später in Frankfurt am Main, wo sie beide als Hauslehrer tätig waren. In ihrer Weltanschauung entwickelten sie sich unterschiedlich: Während Hegel alles der Vernunft unterwarf, ließ Hölderlin sich von seinen Stimmungen, Sehnsüchten und persönlichen Neigungen leiten und brachte seine Empfindungen dichterisch zu Papier.

Zwischendurch reflektiert der Autor darüber, warum er sich gerade mit diesen beiden Gelehrten so intensiv beschäftigt und wie seine Tochter oder seine Nachbarn darauf reagieren. Wiederholt stellt er die enormen Unterschiede zwischen der damaligen und heutigen Zeit heraus und fragt sich, ob wir wohl jemals ihre Werke gänzlich verstehen werden. Womit ich mit schwer tat, waren die häufigen Abschweifungen. Kaum hatte ich mich ein wenig in die Person von Hölderlin oder Hegel vertieft, wurde ich herausgerissen, weil eine Vielzahl von Zeitgenossen die Bühne betraten und die literarischen, politischen und sozialen Hintergründe detailliert erläutert wurden. So blieb bis zum Schluss eine Distanz zu den Hauptakteuren, ähnlich wie in einem Geschichtsbuch.

Nichtsdestotrotz bekam ich einen interessanten Einblick, wie schwer es damals für Intellektuelle war, ohne Amt oder Auftrag finanziell über die Runden zu kommen und wie sie sich mit Gleichgesinnten verbündeten, um nicht in geistige und soziale Isolation zu geraten. Öffentlich traten sie als Bedienstete auf, im Geheimen folgten sie ihren intellektuellen Ambitionen. Erstaunlich fand ich auch, wie wenig die Geschehnisse im revolutionären Frankreich die beiden Herren berührte. Sie zogen es vor, sich in die Ideale der griechischen Antike zu flüchten. Wer sich eher unbedarft wie ich an die Lektüre dieses fakten- und zitatenreichen Buches wagt, sollte Geduld und Konzentration mitbringen; Hegel- und Hölderlin-Kenner werden sicher einen viel leichteren Zugang zu der Thematik finden.

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Rezension zu "Cooper" von Eberhard Rathgeb

Novellen & ihre Tücken
wortberauschtvor 2 Jahren

Aus "3 Geschichten - 3 Eindrücke"

Dieses Buch fing verdammt stark an! Schachtelsätze mit Gänsehaut-Tiefgang und ich hätte wirklich gefühlt jeden zweiten Satz unterstreichen können. Diese Unheimlichkeit, welche durch die Seiten zieht. Eine unheilvolle Vorahnung, nur die Protagonist*innen verschließen ihre Augen davor. Es ist die Geschichte des Schicksals, des Lebens, des Schmerzes. Ein Trauma. Zwei Traumata. Besonders die Beschreibung des ersten Einschnitt ins familiäre Leben hat mich „fasziniert“ (mir fällt beim besten Willen kein anderes Wort dazu ein). Einen Übergriff so zu be- und umschreiben habe ich bislang nicht gelesen. Die Monate vergehen. Die Jahre ziehen vorüber. Und so ist es im Verlauf auch mit meinen Eindrücken. Der erste Abschnitt des Buches hat mich absolut überzeugt, ich war dezent in die Worte des Autors verliebt. Und der zweite Part, welcher zu viel in eine zu kleine bzw. kurze Geschichte einflechten wollte. Die Begeisterung nahm ab. Ich trauere dem „was es hätte sein können“ hinterher!

Wortkabinett:

"Eines Tages, der nicht so zufällig, wie er sich dem Anschein nach gibt, […]"
(Seite 12 | Ich war verloren in den Worten von S. 12-13)

"Es gibt kein Vergessen. Nur die Erinnerungen verblassen, sie treten in den Hintergrund, sie zerfallen, aber sie lösen sich nicht auf."
(Seite 120)

| © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |

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Rezension zu "Cooper" von Eberhard Rathgeb

Für mich absolut nicht lesbar...
tragalibrosvor 2 Jahren

Es ist ein Tag wie jeder andere. Eine junge Familie setzt sich zur unbeschwerten Tour ins Auto. Lisa, Jakob und die zwei kleinen Töchter Nora und Carlotta. Die Eltern haben auf dem Land ein kleines Haus gekauft, für schöne Wochenenden, fern der Stadt. Doch draußen wartet das Dunkel, und im Dunkel wartet das Unheil, so, wie es auf jeden warten kann.


Von diesem Buch habe ich mir eigentlich so etwas wie eine Horrorgeschichte oder angenehmen Grusel erhofft, doch beides blieb aus. 

Der Autor hat einen seltsamen Schreibstil. Zwar schnörkellos und direkt, aber es kommt keinerlei Gefühl, geschweige denn Sympathie für die Charaktere rüber. 
Die Geschichte liest sich zäh, stockend und machte mir beim Lesen absolut keinen Spaß. 
Zudem verwendet der Schriftsteller bei den Dialogen seiner Akteure keine wörtliche Rede, was mich ebenfalls von Beginn an sehr störte. Ich kann mit Büchern nichts anfangen, bei denen Rechtschreib- und Grammatikregeln außer Acht gelassen werden. 

Eine Aneinanderreihung von philosophisch anmutenden Aussprüchen und Phrasen ohne Ende wurden hier verbastelt und hinterlassen absolut keinen Eindruck bei mir. Da sich der lahme Schreibstil durch das gesamte Buch zog, habe ich mich furchtbar schwer mit dem Lesen getan und war heilfroh, dass das Werk nur knapp über einhundert Seiten lang ist. 

Nun, nach Beendigung des Romans, bleibt nichts von der Geschichte in meinen Gedanken hängen. 

Ich kann hierfür nur einen Stern geben.

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