Ece Temelkuran Was nützt mir die Revolution, wenn ich nicht tanzen kann

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Inhaltsangabe zu „Was nützt mir die Revolution, wenn ich nicht tanzen kann“ von Ece Temelkuran

On the Road im Arabischen Frühling: Vier Frauen in einem alten weißen Mercedes, unterwegs von Tunis nach Beirut: Amira, Tänzerin und Aktivistin, Maryam, Wissenschaftlerin und fromme Muslima, und die Ich-Erzählerin, eine arbeitslose Journalistin. Und dann ist da noch Madame Lilla, eine geheimnisvolle alte Dame, die die Frauen auf diese Reise ins Ungewisse eingeladen hat. Eine Hymne an die Freundschaft, ein wilder Roadtrip und eine rasante Geschichte über weibliche Selbstbehauptung.

Moderne Scheherazade "mit alles"

— Alira
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Zu gewolltes Kunstmärchen, das mehr für Verwirrung sorgt, als dass es fasziniert. Was es rettet ist die außergewöhnliche Sprache.

— DieSchwarzeKathatze
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In der Tat ein Kultroman für Frauen, hoffentlich findet dieses Buch noch viele Leser, ich war tief bewegt!

— Favole-Luna
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"Das Kultbuch einer neuen Frauengeneration." Unbedingt lesen!

— sonnja
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  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

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        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Sich selbst anpusten – und dem Wind überlassen

    Was nützt mir die Revolution, wenn ich nicht tanzen kann
    Ginevra

    Ginevra

    02. February 2016 um 18:13

    Vier Frauen machen sich mit einem klapprigen Auto auf den Weg – quer durch die Länder, durch die der „Arabische Frühling“ seine Spuren gezogen hat. In Tunesien treffen sie zufällig zusammen: Amira, die schöne Tänzerin, die von Vater und Bruder verprügelt und vertrieben wurde. Maryam aus Ägypten, die manchmal wie ein Mann aussieht. Die geheimnisvolle, alte Madame Lilla, die gerne die Richtung angibt. Und eine türkische Journalistin, die aus ihrer Perspektive die Geschehnisse schildert, und die auf der Suche nach den sieben "Göttinnenregeln" ist. Ein fantastischer Road Trip beginnt – entgegengesetzt zu den Flüchtlingsströmen, durch Tunesien, Syrien, Ägypten und den Libanon. Die vier Frauen tragen jede ein Geheimnis mit sich herum, das sie in einem der vier Länder lösen möchte. Dabei sehen sie die aktuelle politische Lage in jedem der vier Länder, übernachten in Flüchtlingscamps und lernen weitere Frauenschicksale kennen. Madame Lilla zeigt ihnen ehrwürdige Kulturstätten, altertümliche Schriften, und sie erzählt ihnen jede Menge alte arabische und altgriechische Mythen. All dies gibt ihnen Hinweise auf die Lösungen ihrer Probleme. Ece Temelkuran, 1973 in Izmir geboren, ist eine türkischen Autorin und Journalistin, die zuvor Rechtswissenschaften studierte. Aufgrund ihrer kritischen Artikel über die Verfolgung der Kurden durch die türkische Regierung verlor sie ihre Anstellung bei einer Zeitung und schreibt seitdem erfolgreiche Bücher. Im ersten Drittel hat mich dieses ungewöhliche Buch total fasziniert: wir begeben uns auf eine Reise voller Geheimnisse und Überraschungen, die zunächst wie ein Märchen aus tausendundeiner Nacht erscheint. Madame Lilla übernimmt dabei die Rolle eines weiblichen Conférenciers, mit Humor und Weisheit, aber auch etwas unheimlich. Wir blicken in die menschlichen Abgründe, insbesondere in die der Männer, die Frauen in ihrer Freiheit einengen, über sie verfügen, sie ins Unglück stürzen. Wir lernen aber auch Frauen kennen, die sich wehren – mit Liebe, Kraft und Fantasie. Besonders Amiras Geschichte hat mich dabei sehr berührt. Das Buch kam mir stellenweise feministisch vor, da es immer wieder die männlich dominierten Regierungsebenen kritisiert. Madame Lilla ist die Anführerin der kleinen Gruppe von Konterrevolutionärinnen – und sie ist streitbar, ohne sich kriegerisch zu duellieren. Ab der Hälfte des Buches hatte ich ab und zu das Gefühl, den roten Faden zu verlieren, da die Handlungsstränge immer verwirrender wurden, und sich Mythen und Realität vermischten – genau, wie Madame Lilla es auf den ersten Seiten angekündigt hatte. Da hätte ich mir von der Autorin oder vom Verlag ein paar Erläuterungen gewünscht, die Unkundigen wie mir einige rätselhafte Geschichten erläutern, z.B. die Sure der „Knotenanbläserinnen“, oder der Mythos von Dido und Penelope – oder vom kleinen violetten Käfer… Durch Nachgoogeln habe ich mich immer wieder schlau gemacht, wenn möglich, was ich auf Dauer etwas mühselig fand. Der poetische Schreibstil und die liebenswerten Frauenfiguren haben mich immer wieder dafür entlohnt. Fazit: ein bilderreiches Panoptikum der arabischen Welt, aufregend und poetisch – und trotz aller politischen Missstände optimistisch. 5 von 5 Sternen!

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  • Lasst uns gemeinsam tanzen!

    Was nützt mir die Revolution, wenn ich nicht tanzen kann
    sonnja

    sonnja

    "Das Kultbuch einer neuen Frauengeneration" Was soll denn da noch kommen? fragte ich mich als moderne, gebildete, europäischer Frau mittleren Alters und nahm das Buch dann doch ganz spontan mit. Titel, Einbandgestaltung und Klappentext lockten. Vier sehr unterschiedliche Frauen begegnen sich zufällig und gehen gemeinsam auf eine Reise von Tunis nach Beirut: Maryam, Professorin aus Ägypten; Amira, Tänzerin und Bloggerin aus Tunesien;, die Erzählerin, Journalistin aus der Türkei und Madame Lilla, eine geheimnisvolle alte Dame. Alle nehmen ihre Verletzungen und Ängste mit auf diese Reise, alle hüten ein Geheimnis. Ece Temelkuran erzählt eine fantastische Geschichte. Eine Frauengeschichte über Freundschaft, Verstehen und füreinander da sein. Eine politische Geschichte über den arabischen Frühling und die Hoffnung auf Erneuerung. Eine religiöse Geschichte über die Sehnsucht nach Liebe. Eine blumige orientalische Geschichte voller Realismus und Träumen. Die Geschichte erzählt von einer Reise durch Kriegsgebiet und zu sich selber. Es hat mich lange kein Buch mehr so begeistert und berührt zurück gelassen. Ich bin sicher, dass es bei jedem Lesen neue Gefühle und Erkenntnisse erweckt. Es erzeugt sehr viel -im Moment so bitter benötigtes - Verständnis für den Islam und die Hoffnungen der Frauen auf eine echte Gleichberechtigung.

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    • 3
  • Von wegen Kultubuch

    Was nützt mir die Revolution, wenn ich nicht tanzen kann
    Alira

    Alira

    02. April 2015 um 18:50

    Drei Frauen fahren in einem alten Mercedes von Tunis nach Beirut. In  zusammenhanglosen Szenen bzw. in einer Handlung, deren Struktur ich nicht erkennen konnte, wird ihre Freundschaft beschrieben. Die Technik dieser Erzählung fällt für mich noch am ehesten unter “Moderne Scheherazade mit alles”. Durch die vielen Konstruktionen (u.a. wurde Königin Dido, die Gründerin Karthagos, eingebaut) wurde für mich diese Selbstfindungslektüre aber nicht nur chaotisch, sondern auch anstrengend zu lesen und nicht nachvollziehbar. Ich gestehe, dass ich bis zum Schluss auf irgendetwas gehofft habe, muss aber leider feststellen, dass sich meine Ausdauer nicht gelohnt hat.

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  • Was nützt mir die Revolution, wenn ich nicht tanzen kann?

    Was nützt mir die Revolution, wenn ich nicht tanzen kann
    MaikeHerzpotenzial

    MaikeHerzpotenzial

    02. November 2014 um 19:47

    Mitten im arabischen Frühling treffen in einem Hotel in Tunis drei junge Frauen aufeinander. Amira, die schöne tunesische Tänzerin, die in New York gelebt hat und als politische Aktivistin tätig war. Maryam, die Wissenschaftlerin aus Ägypten und gläubige Muslima, die während der Revolution in ihrem Heimatland mit auf dem Tahrir-Platz war. Und die türkisch-stämmige Ich-Erzählerin, die als Journalistin gearbeitet hat, aber nun ihren Job verloren hat. Alle drei verbindet, dass sie vor irgendetwas in ihrem Leben weglaufen, sei es die Familie oder die politische Situation in ihren Heimatländern. Eines Abends lernen sie die geheimnisvolle alte Dame Madame Lilla kennen, die ihnen ein verlockendes Angebot macht. Sie sollen sie auf eine Reise in den Libanon begleiten, einmal quer durch Tunesien, Libyen und Ägypten. Die drei willigen ein und so brechen die Frauen zu einem abenteuerlichen Road-Trip mit ungewissem Ende auf. Vier unterschiedliche Frauen auf der Reise ihres Lebens, so könnte man das Buch auch beschreiben. Alle Frauen tragen dabei ihr eigenes Päckchen und erst nach und nach wird klar, warum sie sich auf diese Reise eingelassen haben. Denn das darf man nicht vergessen: Amira. Maryam und die namenlose Ich-Erzählerin haben sich erst wenige Abende vor Beginn des Trips getroffen, Madame Lilla lernen sie quasi den Abend vorher kennen. Im Endeffekt gehen also vier sich völlig Unbekannte auf eine Reise, die voller Gefahren ist. Und dennoch haftet dem ganzen Unterfangen etwas an, dass ich als "zauberhaft" beschreiben würde. Denn die vier Frauen vertrauen intuitiv aufeinander und halten zusammen und schaffen es so, auch au gefährlichen Situationen zu entkommen. Und so entsteht erst Vertrauen und schließlich Freundschaft. Ece Temelkuran gelingt es meisterlich, eine moderne Form des 1001 Nacht-Feelings zu erschaffen. Die Art, wie sie die Geschichte erzählt, ist fließend und sie schafft es - genau wie Sheherazade - die Spannung immer aufrecht zu erhalten und den Leser ganz natürlich zum Weiterlesen zu bewegen. Dennoch war das Buch für mich keines, dass ich einfach zwischendurch lesen konnte. Ich habe es zwischendurch immer wieder aus der Hand gelegt, um über das Gelesene nachzudenken und es für mich verarbeiten zu können. Zum Beispiel, als die drei Frauen in Ägypten bei einer Freundin Madame Lillas die Regeln der Göttinnen lernen. Regeln, die Frauen auf der ganzen Welt beherzigen können und für mich eines der stärksten Argumente, warum dieses Buch bereits jetzt als ein Kultbuch gehandelt wird. Die Autorin hat sehr selbstständige Charaktere geschaffen, die (teilweise lautstark) ihre persönlichen Freiheiten fordern, aber auf sich allein gestellt mit ihnen nicht umzugehen wissen. Erst im Miteinander gelingt es ihnen, zu sich selbst und zu ihrer Unabhängigkeit zu finden. Fazit: Ece Temelkurans Roman ist ein Buch über Freundschaft, über das Füreinander da sein und über in gewisser Weise auch über Liebe. Denn es kommt nicht nur darauf an, dass man andere liebt, sondern auch darauf, dass man sich selbst liebt. Damit hebt sie etwas hervor, was Frauen auf der Welt beherzigen können. Denn nur wer sich selbst liebt und mit all seinen guten und schlechten Seiten akzeptiert, kann sein vollen Potenzial entfalten, für die eigenen Ziele kämpfen und für seine Ideale einstehen.

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