Eckart Altenmüller

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Vom Neandertal in die Philharmonie

Vom Neandertal in die Philharmonie

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Erschienen am 26.01.2018
Neurologische Erkrankungen bei Musikern

Neurologische Erkrankungen bei Musikern

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Erschienen am 01.09.2013

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Rezension zu "Vom Neandertal in die Philharmonie" von Eckart Altenmüller

Musik als existenzieller Bestandteil menschlichen Lebens
michael_lehmann-papevor 6 Monaten

Musik als existenzieller Bestandteil menschlichen Lebens

„Musik ist nicht nur Berieselung, sondern für viele Menschen eine große Bereicherung in ihrem Leben“.

Was aber genau ist „Musik“. Mozart? Pop? Oder auch Walgesänge und ein abendliches „Froschkonzert“?

Solchen Fragen geht Eckart Altenmüller in diesem gut verständlich verfassten, grundlegenden, Werk zunächst nach. Und greift dabei weit in die Evolution auf sozialer Ebene, aber auch in die Biologie auf körperlicher „Hör-Ebene“ zurück.

Wobei bei allem im Hintergrund grundlegend gilt:

„…denn es gibt nicht die Musik, es gibt viele Musiken….Was für die einen unerträglicher Lärm ist, erzeugt bei anderen größte emotionale Bewegung“.

Musik ist also nicht nur die Verbindung von Lauten, die durch Schallwellen im Ohr als Geräusch anlangen, sondern auch eine je kulturelle Entfaltung. Wie verschiedene Sprachen, die einander teils überaus fremd sind, aber auch in anderen Teilen Nähe und Verwandtschaft der einzelnen Worte und Vokabeln kennen. Mit vielen Beispielen, auch über QDR Code direkt aus dem Werk heraus über Handy zu öffnen, geht Altenmüller breitestmöglich allen Fragen nach, die mit der Musik zusammenhängen.

Ob Tiere auch musizieren wird dabei ebenso sorgfältig beantwortet, wie Altenmüller beredt auf die Anfänge der Musik „im Neandertal“ eingeht, bis dahin, Musik als „Ursprache“ zu kennzeichnen.

„Die Musik ist die wahre allgemeine Sprache, die man überall versteht, daher wird sie in allen Ländern….mit großem Ernst und Eifer, unaufhörlich geredet“.

Der physische Vorgang der Umsetzung von Schall in Klang legt sich dabei ebenso vor die Augen (und Ohren) des Lesers, wie die weitergehenden inneren Abläufe im Rahmen der „Gedächtniskunst“ und der „Konstruktion“ von Musik bis zu aktuellen Erkenntnissen der Neurologie, „Hören formt das Gehirn“ indem die „Gehörbildung neuronale Netzwerke kreiert“.

Dort, etwa kurz vor der Mitte des Werkes treten dann die eigentlichen Themen und Inhalte Altenmüllers verstärkt in den Raum. Die „Wirkung“ der Musik. Einerseits auf jene, die sie erzeugen und andererseits, ebenso wenn nicht fast noch wichtiger, weil deutlich mehr, auf jene, die Musik rezipieren.

Musik wirkt, und das vor allem in den Emotionen, die sie hervorruft. Die Verbindung von Schallwellen und Klängen im Ohr mitsamt der dabei wachgerufenen Emotionen formt das Gehirn in seiner Vernetzung. Somit ist Musik einerseits eine universelle emotionale Sprache, und das seit den evolutionären Wurzelnd es Menschen her, wie Altenmüller überzeugend ausführt, und anderseits eine Form von „Heilmittel“ ebenfalls auf den emotionalen Bereich konzentriert.

Und das nicht nur als „Trost“ für die Seele, oder als „Hilfe beim Chillen“, sondern Altenmüller verweist ganz handfest auf die „Neuroplastizität“ als medizinisch beobachtbares Heilmittel, unter anderem bei Schlaganfallpatienten, aber auch in den Krankheitsbereichen von Demenz und Alzheimer als „Mittel gegen das Vergessen“.

„Die Mittel zur Heilung sind dabei Trance, Suggestion und Geborgenheit in der Gruppe“, vermittelt und fühlbar gemacht durch Musik.

Dass dabei am Ende der Leser sich weitgehend bestätigt in seinem intuitiven Empfinden der Wichtigkeit der Musik wiederfindet, ausgestattet dann mit vielfachen Informationen rund um die Musik, spricht am Ende zudem noch für die Lektüre, die nicht angespannt, sondern flüssig und klar im Stil umfassend in Worte fasst, was die Mehrzahl der Menschen ihr Leben lang bis dato vielleicht eher unbewusst mit der Musik verbunden haben.

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