Eckart Kleßmann Goethe aus der Nähe

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Inhaltsangabe zu „Goethe aus der Nähe“ von Eckart Kleßmann

Selten wurde ein Vertreter der Weltliteratur von seinen Zeitgenossen so genau beobachtet und beschrieben wie Goethe. Die von Eckart Kleßmann zusammengetragenen Augenzeugenberichte, Quelle ist die Biedermann-Herwigsche Sammlung, stammen von Dienern und Fürsten, von schönen Frauen, Politikern und Künstlern, Bewunderern wie Neidern. Erhabenes steht neben Trivialem: Goethes Lust am Genießen wird ebenso beschrieben wie die Gedanken und Visionen des alten Mannes.

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  • Rezension zu "Goethe aus der Nähe" von Eckart Kleßmann

    Goethe aus der Nähe
    Sokrates

    Sokrates

    01. March 2011 um 17:56

    Goethe ist wohl eine der bekanntesten Figuren der deutschen Literatur überhaupt. Seine Verehrung treibt in manchen Bereichen bereits Stilblüten; in Weimar kann man fast alles in den Souvenirläden käuflich erwerben, was man sich vorstellen kann. Doch wer war Goethe tatsächlich? Eine schwierig zu beantwortende Frage, denn bekannt ist bspw., dass er bei seiner „Dichtung und Wahrheit“ gerne ein wenig dicker aufgetragen hat, wo er es gern wollte. Kaum eine Biographie kann außer Fakten einen Goethe rekonstruieren. Sein Werk ist lediglich die Abbildung seiner objektiven Interessen; was er privat dachte, welchen Charakter er hatte, kann man nur sehr schwer erahnen. Nachdem ich vor vielen Jahren bereits „Christiane und Goethe“ von S. Damm gelesen hatte und aufgrund der mitunter sehr düsteren Schilderungen über Goethes Verhalten seiner langjährigen Lebensgefährtin und späteren Ehefrau Christiane Vulpius gegenüber arg ins Wanken geriet, ob ich Goethe bewundern sollte oder nicht, habe ich mir einmal dieses Buch zur Hand genommen: ich wollte wissen, was Zeitzeugen, Freunde und Bekannte über Goethe geschrieben haben. Eben solche, die länger mit ihm in Kontakt standen, aber auch solche, die nur kurzfristig mit ihm in Kontakt kamen und vom „Goethe-Rummel“ wenig angetan und gefangengenommen wurden. Wer lang genug im Dunstkreis von Goethe existierte, nahm bereits zu seinen Lebzeiten entweder eine radikal oppositionelle Position ein oder wurde ebenfalls zu einem glühenden Verehrer. Im Buch sind – nach Themen geordnet – eine Unmenge an längeren und kürzeren Briefen (Abschnitten) zusammengestellt. Ihre Schreiber sind – die meisten – bekannte Persönlichkeiten der Klassik, nicht nur aus Weimar oder Jena. Versammelt sind Männer wie Frauen; insbesondere die Frauen der damaligen Zeit pflegten eine reiche Briefkultur in der eben auch „Klatsch und Tratsch“ beliebter Gegenstand der Unterhaltung war. Eckert Kleßmann hat, sofern antiquierte Worte oder Fremdworte verwandt wurden, diese jeweils in Fußnoten angefügt. Ansonsten verbleibt die Sammlung kommentarlos, denn die Briefe selbst vermitteln alles Wesentliche. Und am Ende: ist man immer noch nicht schlauer! Über Goethe kann man sich offensichtlich kein stimmiges Bild machen. Launenhaft war er für die einen, eingebildet, zum Teil hochnäsig; andere meinen, er wäre ruhig, innerlich fest, gesetzt, anspruchsvoll, würdevoll. Ein Fels, von seiner Statur her und vom Geiste. Seine Macken hatte er, aber die müssen ja nicht Ausdruck eines eingebildeten Charakters sein, sondern vielleicht auch nur Individualität? So gesehen bringt einem die Briefe-Sammlung nicht die Lösung des Problems, aber anregend-erheiternde Lektüre war es dennoch!

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