Eckart zur Nieden Das Uhrwerk des Meisters

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Inhaltsangabe zu „Das Uhrwerk des Meisters“ von Eckart zur Nieden

Deutschland um 1800, ein Land in der Krise: Tausende Auswanderer haben sich auf abenteuerliche Weise auf den Weg nach Russland gemacht – aus politischen Gründen, um ihres Glaubens willen oder aus wirtschaftlicher Not. So auch der junge Philipp. Mit einer befreundeten Nachbarsfamilie macht er sich auf einem Floß die Donau entlang auf nach Russland. Seine einzige Habe: ein kleiner Rucksack, das Andenken an die Wanduhr seiner Familie und die Hoffnung auf ein neues Leben. Doch während eines nächtlichen Unwetters zerbirst das Floß, viele ertrinken, verlieren alles – nun sind die Überlebenden jeder auf sich gestellt. Aber Philipp gibt die Hoffnung nicht auf … und kommt auf verschlungenen Wegen nach Korntal, einer neu gegründeten geistlichen wie politischen Gemeinde, wo Gläubige ihre Religion frei ausüben. Hier findet Philipp nicht nur seine Liebe und Heimat, sondern auch die Liebe zur Uhrmacherei – und erlebt neu, was Aufbruch und Hoffnung bedeuten. Die abenteuerliche Entstehungsgeschichte der Ev. Brüdergemeinde in Korntal mit Erklärung historischer Personen und Ereignisse im Anhang.

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  • Rezension zu "Das Uhrwerk des Meisters" von Eckart Zur Nieden

    Das Uhrwerk des Meisters
    mabuerele

    mabuerele

    05. March 2013 um 20:14

    „…Es geht mir darum, von vornherein allen schwärmerischen Vorstellungen entgegenzutreten, als müsse das Miteinander schon problemlos klappen, weil wir ja alle Brüder und Schwestern sind…“ Es ist das Jahr 1812 in einem Dorf in Württemberg. Als die Soldaten eines der Pferde seines Vaters beschlagnahmen wollen, weigert er sich. Daraufhin erschießen ihn die Franzosen und brennen den Hof nieder. Philipp ist nun Waise. Karl Stiller, ein benachbarter Bauer, nimmt ihn in seine Familie auf. Sein ältester Sohn Ruben muss auf Befehl des Fürsten mit Napoleon nach Russland. Zwischen Philipp und Magdalena entstehen erste zarte Bande. Philipp lernt bei Karl Stiller den Pietismus kennen. Diese Glaubensrichtung stellt wieder das Evangelium in den Mittelpunkt, nachdem auch in den Kirchen die Aufklärung Einzug gehalten hat. Um ihren Glauben leben zu können, denken viele über eine Ausreise nach Russland nach. Gottfried Wilhelm Hoffmann, kaiserlicher Notar und Bürgermeister von Leonberg, schlägt einen anderen Weg vor. Die Brüder sollen sich in Deutschland ansiedeln und den König um ein Glaubensprivileg bitten. Vorbild dafür ist die Herrenhuter Brüdergemeinde in Sachsen. Zusammen mit Karl Stiller und seiner Familie, zu der nun auch Philipp gehört, erlebe ich als Leser die Kämpfe und Diskussionen dieser Zeit. Eindringlich wird gemeinsam beraten, welcher Weg der Beste ist. Entscheidend für alles Tun ist der Glaube. Eingebettet in die Familiengeschichte wird gezeigt, wie Hoffmanns Traum langsam an Struktur gewinnt. Mir hat gefallen, dass er sehr realistisch an seine Planungen ging. Jeder Schritt wurde bedacht. Das eingangs angeführte Zitat belegt, dass Hoffman durchaus die Probleme und Schwierigkeiten sah, die auftreten konnten, auch wenn man gleichen Glaubens war. Behutsam wird die Entwicklung von Magdalena und Philipp geschildert. Beide reifen in den harten Jahren des Lebens. Philipp lernt zu vergeben. Die Darstellung seines Zwiespalt und seiner inneren Kämpfe bis zur endgültige Entscheidung gehören zu den stärksten Szenen des Buches. Das Buch ist einerseits spannend geschrieben, zeichnet sich aber andererseits auch durch tiefsinnige Gespräche über den Glauben aus. Das alles ist geschickt eingebettet in die gesellschaftlichen Verhältnisse jener Zeit. Das Buch ist in verschiedene Abschnitte gegliedert, die den Jahren entsprechen. Zu Beginn wird jeweils die Jahreszeit genannt und ein Zitat aus dem Vaterunser vorangestellt. Das Cover passt zur Handlung. Es weist auf das Handwerk hin, dass Philipp lernt.

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