Eckhard Neuhoff

 4,8 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor*in von Vom Grenzgänger zum Freien Menschen, Grenzgänger und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Eckhard Neuhoff, geboren 1967 im Ruhrgebiet, ist ein Psychiatrie- und Therapie-erfahrener Blogger, Schriftsteller und Dichter. Nach seinem Abitur 1986 und anschließendem Zivildienst durchlebte er, belastet durch komplexe seelische Traumata, eine über zehnjährige Odyssee durch die verschiedensten Ausbildungen und Berufe in ganz Deutschland, auf der Suche nach sich selbst und seinem Platz im Leben. Seit Mitte der Neunzigerjahre lebt er, seit 2006 vorzeitig berentet, wieder in seiner alten Heimat. Er liest viel und gerne und liebt Lyrik, Klassik, Rock und Blues. Mitte der Neunzigerjahre hat er das Schreiben für sich entdeckt und veröffentlicht seitdem regelmäßig autobiografisch geprägte Texte, Gedichte und Bücher, überwiegend zu den Themen Meditation, innere Entwicklung, Stille und Genesung. Mehr über den Autor erfahrt ihr auf seiner Homepage: https://eckhardneuhoff.com

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Eckhard Neuhoff

Neue Rezensionen zu Eckhard Neuhoff

Ein wunderbares Buch über die heilende Kraft der Poesie

Dieser Gedichtband ist ein wunderbar wertvolles Buch über die heilsame Kraft der Poesie und den eigenen Seelenraum der Stille, aus dem sie entspringt. In seinen tief berührenden, authentischen Gedichten verarbeitet Eckhard Neuhoff eigene seelische Traumata und die damit einhergehende Herausforderung, ein Leben in Balance und innerem Frieden zu leben. Sie zeigen auf berührende Weise, dass wir bei aller Verletztheit und Trauer tief in unserem Inneren einen unversehrten Kern tragen, aus dem sich unsere Über-Lebenskraft speist. Finden können wir diesen Kern in der Stille mit uns selbst.

Jedes Gedicht ist wie ein kleiner Lichtblick, ein weiterer kleiner Schritt auf einem großen Heilungsweg. Für mich ist das Buch ein Schatzkästchen der Hoffnung, das ich immer wieder gern öffne, um in Worten Trost, Kraft und Heilung zu finden.

Cover des Buches Grenzgänger (ISBN: 9783734775192)
Der_Spirituelle_Buecherblogs avatar

Rezension zu "Grenzgänger" von Eckhard Neuhoff

Der_Spirituelle_Buecherblog
Ein Lebensweg

Dieses Buch liegt schon seit einer Weile bei mir. Aber damals, kurz nachdem ich es erhielt, brach meine Welt, wie ich sie kannte, komplett zusammen, und ich war, überspitzt gesagt, mit meinem eigenen Überleben beschäftigt. Mir war klar, dass dieses Buch Grenzgänger keines ist, das man so nebenbei einmal lesen kann. Dieses Buch mit seiner sehr persönlichen und authentischen Geschichte des Autors benötigt Zeit und Ruhe und wohl auch Respekt. Nun, nachdem mein Leben wieder in gesunden Bahnen verläuft, und ich mich gesammelt habe, bin ich bereit. Also Grenzgänger, erzähl mir deine Geschichte.

Volkskrankheit Depression. Heutzutage zum Glück kein Tabuthema mehr. Depressionen gehören zu den häufigsten Formen psychischer Erkrankungen. Seit Anfang der 1990er-Jahre sind sie noch vor anderen Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus oder koronaren Herzerkrankungen als die gesellschaftlich belastendste Krankheitsgruppe einzuordnen. Psychische Erkrankungen – derzeit die drittwichtigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit in Deutschland – entstehen oft bereits in der Jugend, können aber häufig erfolgreich behandelt werden.

Allerdings musste ich auch schon erleben, dass diese Krankheit eine gern genommene Ausrede ist, sich nicht bewegen zu müssen. Und genau das kollidiert regelmäßig mit meiner Lebenseinstellung „Du bekommst das woran du denkst!“ oder auch „Jeder erschafft seine eigene Realität!“ Nicht, dass ich mein Leben perfekt danach ausgerichtet habe und das auch immer so sehe, aber bei anderen kann ich das sehr gut anwenden. Zwangsläufig mangelt es mir hin und wieder an Verständnis und Geduld, wenn Menschen um mich herum auf wahrgenommenes Unrecht pochen. Von daher war ich erstens gespannt, was ich zu lesen bekommen würde, und  – was noch interessanter war  – würde ich es schaffen, den Autor und das, was er schreibt unvoreingenommen zu beurteilen, oder ihn am Ende vielleicht sogar zu verurteilen.

Wie ich schon vermutet hatte, liest sich dieses Buch nicht zwischendurch, da es inhaltlich und literarisch sehr anspruchsvoll geschrieben ist. Ich musste mich ziemlich konzentrieren, um den komplexen Ausführungen des Autos zu folgen.

Man darf die Vergangenheit nicht vergessen. Wenn man nicht weiß wo man herkommt, weiß man auch nicht, wo man ist, und wenn man nicht weiß, wo man ist, weiß man nicht, wo man hingeht. Tiffany Weh

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Vergangenheit nicht immer ein schöner Ort ist, und es erfordert eine Menge Mut, diese noch einmal so intensiv Revue passieren zu lassen. Eckhard Neuhoff nimmt den Leser mit in seine Kindheit und erzählt von dem gespannten, schwierigen Verhältnis zu seiner, wie ich es ausdrücken möchte, narzisstischen Mutter. So begibt er sich auf eine Suche nach Ursachen und deren Auswirkungen auf sein bisheriges Leben. Er schreibt von den negativen Nachwehen, die das Erlebte auf sein Leben und seinen persönlichen Werdegang hatte, und auch noch bis heute hat.

Die Frage ist, ist es geistig gesund sich mit Erlebtem / der Vergangenheit zu beschäftigen und sich bewusst zu erinnern? Sie zu betrachten und sich in gewisser Hinsicht Klarheit darüber zu verschaffen, was passiert ist? Für Eckhard Neuhoff ist es das, und er setzt dadurch seinen inneren Heilungsprozess in Gang.

Auch wenn Eckhard Neuhoff mehrmals betont, nicht als Opfer gesehen werden zu wollen bzw. nicht die Opferrolle auszukleiden, kann ich ihm das bei dem, was er schreibt, und wie er es schreibt nicht ganz abnehmen, denn zum Teil sind seine Ausführungen eher klagend und anklagend. Zum Ende des Buchs kommt er zwar an den Punkt, an dem er von Vergebung gegenüber den „Tätern spricht, ich vermisse aber gerade im Hinblick auf die angestrebte innere Heilung, dass er sich in erster Linie sich selber vergibt.

Ich persönlich würde mir die Aufmachung bzw. das Cover des Buchs positiver wünschen. Auch wenn der Autor sich damit höchstwahrscheinlich persönlich ausdrücken wollte, auf mich wirkt es sehr düster und bedrückend. Ich habe mich gefragt, ob ich dieses Buch im Buchladen überhaupt wahrnehmen würde, und selbst wenn, würde ich es kaufen? Lädt das Buch mich dazu ein, gelesen zu werden? Wenn dieses Buch nur geschrieben wurde, um den persönlichen Heilungsprozess in Gang zu setzen, dann ist es gut so wie es ist. Wenn es aber geschrieben wurde, um von vielen Menschen gelesen zu werden, sollte der Autor, der sich dann zwar vielleicht in seiner Individualität  beschnitten fühlt, diese zumindest in dieser Hinsicht zurückstellen, und den Leser visuell dazu einladen das Buch zu lesen. Ich meine nicht pastellfarben und Glitzer, aber da sprechen 15 Jahre Werbebranche aus mir.



Mein Fazit, und ich hatte das die ganze Zeit im Kopf während ich las:

„Man kann nicht sagen: „Wenn das nicht geschehen wäre, dann hätte sich das ereignet“, weil man die jeweilige Alternative überhaupt nicht kennt. Man denkt vielleicht, dass etwas gut geworden wäre, aber es könnte sich auch als etwas schreckliches herausstellen. Wer „Wenn ich nur …“ sagen würde, ahnt gar nicht was er sich damit wünscht. Es gibt keine Gewissheit. Die Vergangenheit ist vergangen. Man kann nichts an ihr ändern und muss sie akzeptieren. Von einer sehr klugen Oma Wetterwachs

Cover des Buches Vom Grenzgänger zum Freien Menschen (ISBN: 9783748159018)
Fleur_de_livress avatar

Rezension zu "Vom Grenzgänger zum Freien Menschen" von Eckhard Neuhoff

Fleur_de_livres
Vom Grenzgänger zum Freien Menschen von

Meinung:

Das Cover ist eher ein Bild für den langen Weg, den der Autor hinter sich gebracht hat und auch noch vor sich hat. 

Der Autor schreibt sehr offen und ehrlich über seine Erkrankung. Das Erlebte wie Verarbeitete ist ein großer Hauptpunkt in diesem Werk. Er zeigt seinen Weg aus den düstersten Phasen seines Lebens. Der Weg, wie er ihn geschafft hat, war voller Tränen und doch ist er daraus als reiferer Mensch gekommen.

Die Offenheit mit dem Umgang von Depressionen ist hier sehr gut und als Leser wirklich interessant. Es zeigt auf, wie ein Betroffener sein Leben erlebt hat und auch wie andere Menschen auf ihn reagiert haben.

Der eigene Umgang mit einer solchen Erkrankung ist entscheidend für eine Heilung bzw. Remission einer solchen Erkrankung. Dem Autor hat der Weg der Spiritualität sehr geholfen. Das war spannend zu lesen, wie das ihm geholfen hat bzw. noch immer hilft.

Gespräche aus der Community

Bisher gibt es noch keine Gespräche aus der Community zum Buch. Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Welche Genres erwarten dich?

Community-Statistik

6 Bibliotheken

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks