Grenzgänger

von Eckhard Neuhoff 
5,0 Sterne bei1 Bewertungen
Grenzgänger
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Inhaltsangabe zu "Grenzgänger"

Grenzgänger ist keine klassische Autobiografie. Es ist vielmehr der Versuch, interessierten Menschen die möglichen Ursachen und die gravierenden Auswirkungen einer psychischen Erkrankung auf das Leben eines betroffenen Menschen und seine Umgebung aufzuzeigen.
Das Buch handelt von erlittenen Traumata, schweren Depressionen, gesellschaftlicher Isolation und dem schwierigen Umgang mit starken Emotionen. Dabei geht es dem Autor aber keineswegs um Schuldzuweisungen, sondern vielmehr darum, mögliche Wege aus der Krankheit aufzuzeigen, auch um das eigene Leben wieder als lebenswert erachten zu können.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783745081121
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:136 Seiten
Verlag:epubli
Erscheinungsdatum:23.06.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    HermannBorgerdings avatar
    HermannBorgerdingvor 2 Jahren
    Danke!

    Es gehört viel Mut dazu, sich öffentlich zu seiner psychischen Erkrankung zu bekennen. Es gehört noch mehr Mut dazu, dies offensiv in der Öffentlichkeit zu teilen und zu publizieren.

    Eckhard Neuhoff macht dies in seinem Blog „Gedankenwelt eines Psychos“ (https://eckhardneuhoff.blogspot.de/) hervorragend.
    Nun hat er mit „Grenzgänger“ sein erstes Buch veröffentlicht ( BoD, ISBN: 9783839167373).

    Und er reflektiert offen und ehrlich sein bisheriges Leben und seine Erkrankung, lässt uns an seinen autotherapeutischen Gedanken teilhaben und lädt uns ein, „ihn ein Stück des Weges zu begleiten, sich selber und sein Leben in seinen Zusammenhängen und Widersprüchen besser zu verstehen“.

     

    Keine Unterhaltungsliteratur, eben „autobiografische Fragmente“ und ein Text, der manchmal weh tut, aber oft hilft, psychisch kranke Menschen zu verstehen, ohne allzu belehrend rüber zu kommen. Und damit ein wichtiger Text.

     

    Eckhard Neuhoff bleibt im „Grenzgänger“ trotz seiner Offenheit merkwürdig distanziert, bis auf eine Szene werden autobiografische Erlebnisse nur vage angerissen und in einem eher allgemeinen Kontext gesetzt.
    Schade: Ich hätte mir gerne mehr Szenen, wie sein Eigenzitat aus einem älteren Text gewünscht. Da schreibt Neuhoff eindringlich und äußerst stark von seinem Leben in einer depressiven Phase.
    „Ich werde müde und gehe ins Bett. Wieder ein Tag geschafft. Aber morgen geht die Scheiße wieder von vorne los…“

    Aber Neuhoff schreibt auch, dass es ihn darum ging, „bestimmte Entwicklungen und Verhaltensweisen in einen für mich schlüssigen und erklärenden Zusammenhang zu bringen, und andere Menschen an diesem oft mühsamen Weg teilhaben zu lassen.“

    Und das ist ihm gelungen.

     

    Einen großen Teil nimmt die Auseinandersetzung mit dem Verhältnis zu seiner Mutter ein. Und das zu lesen ist schmerzhaft.
    Ich frage mich, ob es ein Problem unserer Generation (zwischen 1960 und 1979 geboren) sein kann, da ich in vielen Gesprächen ähnliche Erlebnisse gehört habe.
    Aber bevor ich jetzt ausschweifend werde, mein kurzes Schlußfazit:

    Lesen!
    Und sei es „nur“, um sich mal Gedanken zu seiner eigenen Sozialisation zu machen.

     

    Und:
    Danke, Eckhard! Für deinen Mut! Go on!

     

     

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