Hanni ist schwer krank als sie Snity begegnet. Snity ist ein Lichtwesen vom Stern der guten Gedanken und bietet Hanni einen verlockenden Handel an: Snity will zeitweise Hannis Körper übernehmen während Hanni in der Zwischenzeit als Lichtgestalt die Sternenwelt erforschen kann. Hanni geht auf den Handel ein, doch während Snity mit Begeisterung und einer gehörigen Portion Naivität die Menschenwelt erforscht, merkt Hanni, dass sie ihre menschliche Existenz vermisst und die Grenzenlosigkeit ihres Lichtdaseins für sie keinen Wert hat. Je mehr Zeit vergeht desto unwilliger wird Snity den menschlichen Körper wieder zurückzugeben.
Das Buch erzählt eine beeindruckende Geschichte von der Faszination Mensch zu sein. Mit den Augen der bedürfnislosen Lichtgestalt Snity wird ausgeführt wie vielfältig das menschliche Dasein ist, welche unglaublichen Facetten es hat und wie reich es sein kann trotz der im Vergleich zu der Grenzenlosigkeit des Lichtdaseins engen Grenzen. Das ganze wird mit einem geradezu magischen Sog erzählt, der trotz des phantastischen Inhalts relativ schlicht ist.
Der Schluss war mir aber nicht ausgereift genug. Es bleiben viele lose Enden, da Snity in Hannis Leben vieles verändert hat, was Hanni als sie selbst nicht aufrechterhalten können wird, das beginnt bei der außergewöhnlichen mathematischen Begabung und endet nicht mit dem außerordentlichen musikalischen Talent. Das hat mir die Freude an der Geschichte etwas verdorben. Dieses ziemlich abrupte Ende, das beide Protagonistinnen in der Luft hängen lässt, besonders Hanni.
Eine ungewöhnliche Liebeserklärung ans Leben auf der Erde mit einem leider ziemlich unbefriedigenden Abschluss.









