Eddie Joyce Bobby

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Inhaltsangabe zu „Bobby“ von Eddie Joyce

Der Tag, an dem sich alles veränderte – die mitreißende Geschichte einer New Yorker Familie nach 9 /11

Fast zehn Jahre ist es her, dass Bobby Amendola als Feuerwehrmann beim Einsturz der Twin Towers sein Leben lassen musste, und noch immer sind die Wunden in seiner irisch-italienischen Familie nicht verheilt. Weder bei dem Vater, der selbst Feuerwehrmann war, noch bei der Mutter, die weiterhin jeden Morgen in das unveränderte Zimmer des toten Sohnes geht. Auch beim großen Bruder, einem erfolgreichen Firmenanwalt, bricht der wohlgeordnet-sorgenfreie Alltag gerade auseinander, während das Leben seines Bruders Franky noch nie anders als zerbrochen war. Und dann will Bobbys Witwe ausgerechnet am neunten Geburtstag von Bobby Junior einen neuen Mann mitbringen in das Familienhaus auf Staten Island.

Ein zärtlicher, bewegender Roman über Familie, Liebe, Verlust und Akzeptanz – und über das kleine Glück des Alltags.

unglaublich bewegend!

— CarasBuecherwahn

Die Geschichte der Angehörigen ist sehr bewegend und bildlich erzählt. Der 11.9. ansich steht überraschenderweise im Hintergrund.

— Dai-Quiri

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  • Bobby

    Bobby

    lesemaus

    31. December 2016 um 20:01

    Während des Angriffes auf den World Trade Center kommt Bobby um. Er war Feuerwehrmann und geliebter Ehemann, Vater und Sohn. Seine Frau lernt nach acht Jahren einen neuen Mann kennen und verliebt sich ihn. Zum Geburtstag ihres Sohnes soll er dabei sein und so begibt sie sich zu ihrer Schwiegermutter. Ihr erzählt sie von ihm und somit beginnt die aufwühlende Tagen für die einzelnen Familienmitglieder. Zu einem fällt es jeden schwer Bobby los zulassen und zum anderen, dass seine Ehefrau ein neues Leben mit einem anderen beginnen möchte. Einfühlsam und mit Sprachgewandtheit erzählt der Autor die Geschichten der einzelnen Familienmitglieder. Gleichzeitig wird dem Leser ein kleiner Eindruck mitgegeben, wie die Amerikaner mit dem "Feind" umgeht.Mir hat das Buch sehr gefallen, auch wenn ich manchmal nicht verstanden habe, warum die Familienmitglieder Leben der Witwe bestimmten.

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  • Bewegende Familiengeschichte - beeindruckender Debüt-Roman

    Bobby

    Lesegenuss

    12. November 2016 um 10:19

    9/11/2011 der Tag, an dem die Welt den Atem anhielt,der Tag, an dem der Feuerwehrmann Bobby Amendola im World Trade Center sein Leben verlor,der Tag, an dem eine Familie den Ehemann und Vater, den Sohn und Bruder verlor, ein ungeborenes Kind, das nie seinen Vater kennenlernen durfte,der Tag voller Leid und Schmerz, Wunden, die wohl nie richtig heilen …Bobby Amendola lebt mit seiner Familie auf Staten Island, wie auch seine Eltern, die Großeltern zuvor. Ihre Wurzeln waren irisch-italienisch. Gail und Michael Amendola hatten drei Söhne. Nach dem Anschlag auf das World Trade Center sind nur noch Peter und Franky über. Bobby war mit Leidenschaft Feuerwehrmann gewesen, wie auch sein Vater schon uvor.Knapp zehn Jahre später zu Bobby jr. neunten Geburtstag erfahren die Amendolas, dass ihre Schwiegertochter einen neuen Mann kennengelernt hat, es sei etwas ernstes.Und sie will ihn mitbringen zur Feier. Eddie Joyce beschreibt in seinem Buch "Bobby", dessen englischer Titel "Small Mercies" heißt, das Leben einer Familie nach diesem furchtbaren Unglück. Das Zentrum um die Amendolas ist Gail. Mit ihr hat der Autor eine Charaktere in den Fokus gestellt, die alle Fäden um sich herum in der Hand hält, redet, schlichtet, erklärt, versucht zu verstehen. Gerade die beiden anderen Söhne sind so unterschiedlich. Peter ist erfolgreicher Anwalt in Manhattan, Franky ist ein unangenehmer Mensch (das Buch beschreibt ein anderes Wort ☺, Anfangsbuchstabe "A")In seinem Interview erklärt der Autor, warum die Geschichte auf Staten Island platziert ist. Und ja, mit seinem Buch "Bobby" hat er diesem Stadtbezirk von New York eine Stimme gegeben. Wer mehr über die Geschichte von Staten Island erfahren möchte, schaut im Internet nach. Ich fand es sehr interessant und auch aufschlussreich. Das Buch "Bobby" beschreibt die Schwierigkeiten des Lebens nach dem Tag X. Es gibt Familien, die daran zerbrechen, der Belastung nicht standhalten. "Bobby" ist mehr als nur eine Familiensaga, es ist auch eine Homage für Staten Island. Die Zeit heilt alle Wunden?!Nein, nicht immer. Aber man sollte den Blick nach vorn nicht aus den Augen verlieren. Geliebte Menschen vergißt man nicht. Sie haben immer einen Platz in unserem Herzen. Es sind die besonderen Momente, Augenblicke, an die man sich erinnert.So ist es nur natürlich, dass jeder mit dem Verlust anders umgeht.Auch 15 Jahre nach Nine-Eleven ist  "Bobby" von Eddie Joyce ein ganz besonderes Buch. Eine emotionale Familiensage, die durch die Schilderungen der alltäglichen Situationen lebt. Es ist der Debütroman von Eddie Joyce.

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  • Starkes Debüt

    Bobby

    juergen_schmidt

    08. November 2016 um 19:22

    Ein rundum gelungenes Werk ist der Debütroman von Eddie Joyce. Der auf Staten Island lebende Feuerwehrmann Bobby Amendola, jüngster Sohn einer italienisch-irischen Familie, verliert bei den Anschlägen vom 11. September 2001 sein Leben. Ein Schicksal von vielen, könnte man meinen. Das stimmt natürlich, aber auch wieder nicht! Joyce gelingt es am Beispiel dieser Familie aufzuzeigen, wie viel Schmerz den Hinterbliebenen zugefügt worden ist, wie andauernd und weitreichend er war und noch immer ist. Trotzdem ist „Bobby“ kein traurig-melancholischer Roman, eher eine Art sachlicher Bestandsaufnahme. Nach 9/11 sind mittlerweile halt viele Jahre vergangen! Die Amendolas haben irgendwie zum Leben zurückgefunden, was blieb ihnen auch anderes übrig. Im Alltag wird wieder gelacht, gefeiert, getrunken … Man hat seine Ziele, seine täglichen Kämpfe und Sorgen. Und dennoch ist der tote Sohn, ist der verstorbene Bruder, der Ehemann und Vater allgegenwärtig. Bobby ist immer dabei – es geht nicht anders. Somit bleibt es nicht aus, dass kaum eine Ablenkung wirklich gelingt. Jede Freude, so nötig und berechtigt sie auch sein mag, hat ihren üblen Beigeschmack. Der Preis für das Weiterleben wird bis heute mit schlechtem Gewissen beglichen, auch wenn jeder weiß, dass Bobby das niemals so gewollt hätte … Erzählt wird die Geschichte auf hohem Niveau, mit viel Wortwitz sowie einigen obszönen Ausrutschern, die vermutlich authentisch sind. Zumindest für eine derart unterschiedliche Familie auf Staten Island.  

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  • Small Mercies

    Bobby

    serendipity3012

    13. July 2016 um 11:12

    Small Mercies „Small Mercies“, kleine Barmherzigkeiten, kleine Gnaden, es mag sie geben für die Mitglieder der Familie Amendola, für die sich alles verändert hat. Man kann ihr Leben einteilen in ein Davor und Danach, und der Scheitelpunkt dieser beiden Zeiten ist der 11. September 2001, an dem Bobby, der jüngste von drei Söhnen als Feuerwehrmann bei der Ausübung seines Berufs in den Zwillingstürmen ums Leben kam. Er hinterließ seine Eltern, die irischstämmige Gail und Michael, dessen Familie aus italienischen Einwanderern besteht, seine beiden älteren Brüder Franky und Peter und seine Frau Tina, mit der er bereits Tochter Alyssa hatte und die mit seinem Sohn schwanger war, als die Anschläge passierten. Er wird nach seinem Vater benannt werden: Bobby junior, der seinen Vater nur von Fotos und aus Erzählungen kennt. „Bobby“ ist der Debütroman des Amerikaners Eddie Joyce, der wie seine Romanfiguren aus Staten Island kommt, und der wie Peter Amendola, ältester Bruder Bobbys, lange Zeit als Anwalt tätig war, bevor er sich dem Schreiben widmete. Die Passagen, die in Peters Arbeitsumfeld, seiner Kanzlei spielen, sind so unmittelbar, so realistisch wie alle anderen – vielleicht findet sich in der Biographie des Autors eine Begründung hierfür, wenn die Welt der Justiz so fesselnd und eindrücklich auf den Leser wirkt.Peters Geschichte ist aber nur ein Beispiel von vielen dafür, dass Joyce mit diesem Roman mit dem unspektakulären Titel, der zunächst gar nicht in die Richtung zu weisen scheint, in die die Geschichte sich eigentlich bewegt, ein großer Wurf gelungen ist. „Bobby“, ein Spitzname, der einen Leser, der sonst nichts über das Buch weiß, erst einmal keine weiteren Anhaltspunkte gibt – die deutsche Titelwahl ist eher unglücklich.Der Roman aber ist gelungen. Schon nach wenigen Seiten weiß er zu fesseln und gefangen zu nehmen mit der Art und Weise, wie Joyce dem Leser die einzelnen Familienmitglieder nahe bringt. Er widmet jedem von ihnen einzelne Kapitel, erzählt die Geschichte komplett im Präsens, auch wenn er weit in die Vergangenheit abtaucht, so dass man nicht nur dadurch, sondern auch durch seine oft knappe, sehr treffende Sprache (die auch mal etwas derbe wird, wobei die Dosierung stets die richtige ist), immer unmittelbar bei den Figuren ist und mit ihnen am Tisch zu sitzen scheint und sie direkt beobachtet. Denn das beherrscht der Autor: Seine Figuren beobachten und sie für den Leser lebendig machen. 9 Jahre ist es her, als die Geschichte damit einsetzt, dass Tina, Bobbys Witwe, Gail verkündet, dass sie einen neuen Freund hat. Gail und Tina haben zusammen getrauert, sie haben sich gestützt, wo es möglich war, sie haben sich gegenseitig Geschichten von Bobby erzählt, die die andere noch nicht kannte. Gail weiß, dass Tina lange allein war und es egoistisch ist, sich zu wünschen, dass nie ein anderer den Platz ihres Sohnes einnimmt – und geht das überhaupt? Niemand kann Bobby ersetzen. Gails Gefühle sind widersprüchlich, denn natürlich möchte sie Tina das neue Glück von Herzen gönnen. Bobbys Eltern, seine Brüder, Tina, sie alle haben feststellen müssen, dass die Welt sich einfach weiter dreht, obwohl sie doch für sie stehen geblieben ist. Peter ist erfolgreicher Anwalt und manövriert sich selbst eine faustdicke Ehekrise und Franky, der immer so etwas wie Bobbys bester Freund war, ist nach Bobbys Tod abgestürzt, er trinkt zu viel, kriegt nichts auf die Reihe, wurde wegen Körperverletzung angezeigt. Joyce gelingt es eindrücklich, darzustellen, wie das ist: Die Welt dreht sich weiter, aber die Trauer bleibt. Alle gehen auf ihre Weise mit dem Verlust um, niemand von ihnen hat er nicht verändert.„Er [Peter] hatte es geschafft und den Berggipfel erklommen, und jetzt lag ihm die Welt zu Füßen. Er war Partner einer der renommiertesten Anwaltskanzleien des Landes. Und Bobby war trotzdem tot.“ S. 129Eddie Joyce’ Roman „Bobby“, greift ein Thema auf, das es so oder ähnlich schon oft in der Literatur gegeben hat. Tatsächlich ist es gar nicht so entscheidend, dass Bobby bei den Anschlägen des 11. September umgekommen ist, da diese und deren Hintergründe nur ein Randthema des Romans sind. Wichtiger dabei ist, dass sein Tod aus heiterem Himmel kam, dass er zur falschen Zeit am falschen Ort war, auch, dass es Verantwortliche gibt, die ihn auf dem Gewissen haben, auch wenn man diese nicht eindeutig benennen kann, dass sich das Klima in den USA gewandelt hat. In erster Linie ist „Bobby“ aber die Geschichte einer Familie. Einer Familie mit Problemen, wie sie überall vorkommen, mit guten und schlechten Zeiten zwischen Eheleuten, mit Konflikten zwischen Generationen, mit allem, was dazu gehört. Und mit einem Verlust so groß, dass er kaum in Worte zu fassen ist. Joyce schafft es trotzdem, die Trauer zu vermitteln und den Leser spüren zu lassen. „Bobby“ ist aber kein nur trauriges Buch. Es gibt schließlich immer wieder die kleinen Barmherzigkeiten. Und die Gewissheit, dass es irgendwie weitergeht, obwohl die Zukunft manchmal beängstigend ist, wo die Vergangenheit so unbarmherzig war.„Die Liebe schützt Dich nicht; sie setzt dich aus.“ S. 394

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  • Die "little mercies" überwidnen den Schmerz

    Bobby

    WinfriedStanzick

    05. July 2016 um 10:26

    Eddie Joyce, der Autor dieses empfehlenswerten Romans ist in Staten Island geboren und aufgewachsen. Man spürt seinem Romandebüt auf fast jeder Seite ab, wie sehr er diesen Stadtteil von New York liebt, der unter den Bezirken New Yorks schon immer die geringste Bedeutung hatte.Eddie Joyce Roman beschäftigt sich mit den Langzeitfolgen des Anschlages auf die Zwillingstürme in New York am 11. September 2001 und er hat sich eine ganz normale Familie aus Staten Island dafür ausgesucht. So wie der Familie des bei dem Anschlag ums Leben gekommenen Feuerwehrmannes Bobby Amendola geht es in New York noch vielen Familien, in denen auch nach 15 langen Jahren die Wunden, die dieser weltweit schlimmste Terroranschlag gerissen hat, längst nicht verheilt sind.Das Buch handelt vom Leben der irisch-italienischen Einwandererfamilie Amendola, von Gail und Michael und ihren drei Söhnen Peter, Franky und Bobby.In der Gegenwartsebene arbeitet Peter als erfolgreicher Anwalt in Manhattan, schlittert jedoch gerade in meine große Lebenskrise, Franky ist schwer alkoholabhängig und bekommt zum Leidwesen seiner Eltern sein Leben einfach nicht in den Griff und Bobby ist seit zehn Jahren tot.Dessen Witwe Tina hat einen neuen Mann kennengelernt und es ist letztlich diese Tatsache, die bei allen Familienmitgliedern die Wunde des Todes von Bobby neu aufreißt. Denn Wade, so heißt der Mann, soll zusammen mit Tina zum Geburtstag von Klein-Bobby zum ersten Mal in der Familie eingeführt werden.Wie werden alle das aufnehmen? Was wird geschehen? Wie wird sich die Familie in der Zukunft entwickeln?  Doch Eddie Joyce bleibt nicht nur in der Gegenwart, sondern er lässt insbesondere Gail immer wieder sich erinnern. Ihr Gedächtnis und das des auktorialen Erzählers blättern sich vor dem Leser auf wie ein Album, wie ein familiäres Tagebuch, das zurückreicht bis in Zeit der Einwanderung der beiden Familienstränge. Und es ist ein Dokument eines sich verändernden Stadtteils New Yorks.Im Original trägt der 2015 bei Random House in New York erschienene Roman den Titel „Little Mercies“. Das kann man übersetzen mit „Kleine Gnaden oder Barmherzigkeiten“. Und von solchen Gnadenmomenten, von solchen Zeiten und Augenblicken der Freude in einer Familie, in der bei allen Mitglieder auch noch nach zehn Jahren immer der Schleier des Schmerzes über jeder einzelnen Seele liegt so wie damals der Staub über Manhattan, erzählt ein Buch, das mich gefangen nahm, mich berührte und mir ein Stück Geschichte erzählte von New York und Staten Island und von Basketball, jenem Spiel, das Bobby so liebte.Ein Buch mit einer sanften, einer segensreichen Botschaft: so groß der Schmerz auch ist, die „little mercies“ werden ihn langsam aber sicher aushöhlen und verwandeln in neues Leben und neuen Lebenssinn.

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