Edgar Allan Poe

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Autorenbild von Edgar Allan Poe (©)

Lebenslauf von Edgar Allan Poe

Edgar Allan Poe wurde als mittleres von drei Kindern am 19. Januar 1809 in Boston geboren. Seine Eltern waren beide Schauspieler. Sein Vater verließ die Familie nach der Geburt von Edgars jüngerer Schwester Rosalie. Poes Mutter starb 1811 im Alter von 23 Jahren an Tuberkulose. Die drei Geschwister blieben Mittellos und ohne Familie zurück. Jedes der drei Kinder wurde von jemanden aufgenommen. Edgar gelangte zur Kaufmannfamilie Allan. Francis und John Allan waren kinderlos, adoptierten Edgar allerdings nicht, sondern bezeichneten ihn immer als ihr Mündel, obwohl er ihren Namen annahm. John Allen verwöhnte Edgar auf der einen Seite, andererseits war er sehr streng ihm gegenüber. Die Allens gingen nach England um die dortigen Handelsgeschäfte besser im Blick zu haben. Poe wurde zunächst auf ein Internat nach Schottland geschickt. John Allen stammte aus Schottland. Poe wollte aber lieber nahe bei seiner Familie sein, so ging er auf in Internat in Chelsea und anschließend besuchte er die Schule des Reverend John Bransby in Stoke Newington, nördlich von London. Beide Schulen findet man in William Wilson wieder. Da die Geschäfte sehr schlecht gehen, kehrt die Familie nach Richmond zurück. Poe erhält auch hier eine ausgezeichnete Schulbildung, obwohl die Familie in bescheidenen Verhältnissen lebt, bis John Allen eine große Summe erbt. Edgar zeigt seine große Begeisterung für Literatur und Sprachen an seinen Schulen, ausserdem ist er ein herausragender Schwimmer. Poe verliebte sich in Sarah Elmira Royster, diese Beziehung endete allerdings als Poe zur Universität nach Virginia ging und Sarahs Vater gegen die Beziehung war. Als Poe zurückkam war Sarah mit einem anderen verlobt. Manche behaupten, dass sich Poe mit dieser Beziehung nur über seine verstorbene Liebe Jane Stanard hinwegtrösten wollte. Sie war die Mutter eines Schulkameraden und verstarb an Tuberkulose. An der Universität, trank und spielte Poe sehr viel, wodurch er hohe Schulden machte. Nach der Universität, zerstritt er sich mit John Allen und reiste unter mehreren Pseudonymen durchs Land, um auch seinen Gläubigern zu entgehen und trat der Army bei. Er verpflichtete sich für 5 Jahre und wurde schnell zum höchstmöglichen Dienstgrad befördert. Dass er der Army beitrat kann daran liegen, dass er seinem Idol Lord Byron nacheifern wollte, der ebenfalls ein ausgezeichneter Schwimmer war. Nach zwei Jahren half John Allen, Poe sich aus der Army freizukaufen und sorgte dafür dass Poe auf der US Military Academy in Westpoint aufgenommen wurde. Da er sich aber endgültig mit John Allen zerstritt, da dieser nach dem Tod von Francis neu heiratete provozierte Poe einen Herausschmiss um Allen bloßzustellen. Kurz nach seinem Austritt aus der Army veröffentlichte er seinen dritten Gedichtband. 1835 starb sein Bruder William Henry Leonard, zwar hatten die beiden Brüder sich nicht allzu oft gesehen, standen aber in regem Briefkontakt, angeblich soll Leonard sogar Mitautor bei zahlreichen Gedichten von Poe gewesen sein. Poe begann nun Romane zu schreiben um Geld zu verdienen. So erhielt er auch eine Anstellung bei Thomas W. Whites Southern Literary Messenger. 1836 holte er seine Cousine Virginia und seine Tante Maria Clemm zu sich nach Richmond. 1936 heiratete er auch die 13-jährige Virginia, die er immer "Sissy" - Schwester nannte. Er machte sich einen guten Ruf als scharfzüngiger Literaturkritiker. Er wechselte oft die Städte und arbeitete in Philladelphia, New York und Pennsylvania bei zahlreichen Zeitschriften wurde aber nie sehr erfolgreich. Seine Familie begleitete ihn stets. 1839 fasste er erste Pläne seine eigene Zeitschrift "The Stylus" herauszubringen, dies schaffte er allerdings nie, da er nicht das nötige Startkapital zusammenbrachte. 1847 verstarb Virginia an Tuberkulose. Poe verarbeitet ihren Tod in zahlreichen Werken. Poe verdarb sich seine Zusammenarbeit bei zahlreichen Zeitungen durch sein Alkoholproblem. Auch die Zusammenarbeit mit Verlegern und anderen Schriftstellern machte er durch seine scharfe Zunge zunichte. Nach Virginias Tod suchte er verzweifelt eine neue Frau. Nach einigen Beziehungen zu verheirateten Frauen verlobte er sich mit Sarah Helen Whitman. Die Verlobung wurde von ihr jedoch wieder aufgehoben, da sie Poe nicht traute. Poe nahm daraufhin eine Überdosis Opium, überlebte jedoch. 1849 verlobte er sich mit seiner Jugendliebe Elmira Shelton (geb. Royster).Poe starb am 7. Oktober 1849 in Baltimore. Als er auf dem Weg von Richmond zu seinem Haus nach Fortham unterwegs war um seine Hochzeit voranzutreiben. Wie und wo er starb ist ungeklärt.

Neue Bücher

Die Morde in der Rue Morgue und andere Erzählungen

Neu erschienen am 13.11.2020 als Taschenbuch bei Reclam, Philipp.

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Cover des Buches Unheimliche Geschichten (ISBN: 9783423281188)

Unheimliche Geschichten

 (105)
Erschienen am 10.03.2017
Cover des Buches Edgar Allan Poe: Gesammelte Werke (ISBN: B0147DJNZS)

Edgar Allan Poe: Gesammelte Werke

 (93)
Erschienen am 19.08.2015
Cover des Buches Sämtliche Erzählungen in vier Bänden (ISBN: 9783458069164)

Sämtliche Erzählungen in vier Bänden

 (35)
Erschienen am 18.08.2008
Cover des Buches Die Maske des roten Todes (ISBN: 9783928398688)

Die Maske des roten Todes

 (35)
Erschienen am 01.01.2001
Cover des Buches Meistererzählungen (ISBN: 9783791535807)

Meistererzählungen

 (32)
Erschienen am 01.01.1999

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Neue Rezensionen zu Edgar Allan Poe

Neu

Rezension zu "Poe: Unheimliche Geschichten" von Edgar Allan Poe

Phantastische Geschichten
Orishavor 3 Monaten

Kurz rezensiert:

Ein stechender Blick, der zu einem Mord verleitet und ein Herz das diesen verrät. Ein jähzorniger Mann, der im Affekt seine Frau tötet und ein Kater der sich für einen Mord rächt. Und der Teufel, der die Zeit in einem Dorf durcheinanderbringt.

Drei unheimliche Geschichten - Das verräterische Herz, der schwarze Kater und der Teufel im Glockenturm - , ausgewählt, von keinem geringeren als Fjodor Dostojewski für die 1861 erschienene Zeitung Vremja. Die Reihenfolge und Auswahl der Texte wurden vom Original übernommen und mit Illustrationen von Kat Menschik vervollkommnet. Das Buch allein ist schon ein Kunstwerk und Poes unheimliche Geschichten sind Klassiker der phantastischen Literatur - beides zusammengenommen sind ein Schmaus für die Sinne.

Fazit: Wer Poe mag, wird diese schmucke Ausgabe definitiv lieben. 

Kommentare: 4
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Rezension zu "Unheimliche Geschichten" von Edgar Allan Poe

"...doch lächeln nimmermehr"
The iron butterflyvor 3 Monaten

Unheimliche Geschichten aus der Feder von Edgar Allan Poe im Duett mit Benjamin Lacombes‘ wundersamen Illustrationen. Diese Mischung erhöht den Gänsehauteffekt, den die schaurigen Geschichten Poe’s erzeugen. Lacombe’s Interpretationen der Personen und einzelner Schlüsselsequenzen aus den Geschichten treffen die Stimmung sehr deutlich, da seine im ersten Moment „verniedlicht“ wirkenden Persönlichkeiten durch Haltung und Mimik eine sehr intensive Aussagekraft transportieren. In E.A. Poe’s Geschichten entwickeln sich ebenso die offenbar harmonischen Beziehungen schnell zu puren Grausamkeiten und stetiger Düsternis. Stille, freundliche Persönlichkeiten verkehren sich ins krasse Gegenteil oder erleiden schlimme Krankheiten, die sie dahinsiechen lassen. Lacombe fängt die schleichende Melancholie bis hin zum schaurigen Gewaltmoment auf seine eigentümlich bezaubernde Art ein.

Eine perfekte und sehr gelungene Kombination, die zur Lektüre der schaurigen Klassiker, wie z.B. Der schwarze Kater oder der Fall des Hauses Ascher anregt.


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Rezension zu "Die schwarze Katze" von Edgar Allan Poe

Eine atmosphärische Kurzgeschichte
ViktoriaScarlettvor 4 Monaten

Die schwarze Katze ist eine atmosphärische Kurzgeschichte mit schauriger Intensität. Genaueres erfahrt ihr spoilerfrei unten im Text. 

Meine Meinung zur Geschichte:
Da mir „das verräterische Herz“ des Autors sehr gefallen hat, war ich auf diese Kurzgeschichte sehr gespannt. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht, denn schon bald stellte sich ein leicht schauriges Gefühl ein. Edgar Allan Poe war wirklich ein Genie seiner Zeit mit seinem ausdrucksstarken Schreibstil. Denn auch dieser Text ist von einer unbändigen Intensität, die mich in ihren Bann gezogen hat. Wortgewandt und flüssig wird das Geschehen aus der Sicht einer weiblichen Protagonistin erzählt. 

Wie soll man dieser Frau nur glauben? Warum wurde sie so grauenhaft? Anders kann man sie nicht beschreiben. Fragen, die mich während dem Hören beschäftigten. Ich hörte die 30 Minuten in einem Rutsch und war am Ende überrascht, wie schnell sie vorbei ging. Der abgrundtiefböse Ausgang kam überraschend. Gleichzeitig konnte ich vermuten, dass so etwas passieren könnte. Die schwarze Katze ist ein kleines Mysterium und doch scheint sie normal. Das Feeling beim Hören war irgendwie besonders. 

Meine Meinung zur Sprecherin:
Juliane Hempel hat eine sehr angenehme und helle Stimme. Sie liest sehr locker und flüssig. Dadurch viel es mir leicht, mich in die Kurzgeschichte fallen zu lassen. Schade, dass sie nur so kurz ist, ich hätte der Sprecherin gerne noch länger zugehört. Die Klangfarbe ihrer Stimme zog schnell alle Aufmerksamkeit auf sich.

Mein Fazit:
Meine zweite Kurzgeschichte von Edgar Allan Poe hat mich schnell und in kompletter Manier überzeugt. Sie wurde vom Autor mit einer starken Intensität erzählt und von der Sprecherin mit ihrer hellen Stimme hervorragend vertont. Gefühlvoll und auf das Geschehen abgestimmt, wird sie von Juliane Hempel gelesen. Nach ein paar Minuten stellte sich auch ein leicht schauriges Gefühl beim Hören ein. Die Taten der Frau sind grausam!

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!

Das Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym
Herzlich willkommen zur aktuellen Leserunde der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur"!

Im Mai wollen wir zusammen "Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym" von Edgar Allan Poe lesen.

Klappentext:
'Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym' ist der einzige Roman aus der Feder des amerikanischen Schriftstellers Edgar Allan Poe, der vor allem mit seiner Kriminalliteratur und phantastischen Literatur diese Genres entscheidend prägte. Der Roman erzählt die Geschichte des Arthur Gordon Pym, der seit der Jugend an von der Seefahrt fasziniert ist und als blinder Passagier auf einem Walfänger die unglaublichsten Abenteuer und Gefahren durchstehen muss.

Die Leserunde beginnt am 1. Mai. Bücher gibt es nicht zu gewinnen, wir freuen uns aber über jeden, der mit uns lesen möchte!
128 Beiträge
Cover des Buches Novellen des Todes
So, für den Mai haben wir aus der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur" uns ausnahmsweise dafür entschieden, noch eine zweite Leserunde zu starten.

Es handelt sich dabei um eine kleine Sammlung von Kurzgeschichten von Edgar Allan Poe, die "Novellen des Todes". Natürlich muss sich nicht jeder das Buch besorgen, sondern kann auch einfach einzelne Kurzgeschichten mitlesen aus anderen Sammlungen.

Achtung: Damit sich die beiden Leserunden nicht so in die Quere kommen, startet diese Leserunde erst am 10.Mai!

Viel Spaß!
298 Beiträge
Letzter Beitrag von  disadelivor 5 Jahren

Zusätzliche Informationen

Edgar Allan Poe wurde am 18. Januar 1809 in Boston (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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von 77 Lesern aktuell gelesen

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