Edgar Allan Poe Das Geheimnis der Marie Rogêt

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Inhaltsangabe zu „Das Geheimnis der Marie Rogêt“ von Edgar Allan Poe

Diese Hardcover-Ausgabe ist Teil der TREDITION CLASSICS. Der Verlag tredition aus Hamburg veröffentlicht in der Buchreihe TREDITION CLASSICS Werke aus mehr als zwei Jahrtausenden. Diese waren zu einem Großteil vergriffen oder nur noch antiquarisch erhältlich. Mit TREDITION CLASSICS verfolgt tredition das Ziel, tausende Klassiker der Weltliteratur verschiedener Sprachen wieder als gedruckte Bücher zu verlegen und das weltweit! Die Buchreihe dient zur Bewahrung der Literatur und Förderung der Kultur. Sie trägt so dazu bei, dass viele tausend Werke nicht in Vergessenheit geraten. (Quelle:'Fester Einband/21.02.2013')

Äußerst seltsam. Lebenszeitverschwendung.

— Hibernia

Dupin's Zeitungsjagd: Entlarvung des Täters, der Presse und anderer Scheinheiligkeiten mit Hilfe derselben Medien.

— hege
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  • Dupin ermittelt

    Das Geheimnis der Marie Rogêt

    hege

    01. December 2014 um 14:58

    Poe geht es um Schaustellung. Erstens stellt er den Intellekt eines Ermittlers in den Vordergrund, einer, der in der Lage ist aus gesetzten Prämissen die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen, wie es der formalen Logik ziemt , und zweitens weist er auf die „Massenpsychose“ oder „öffentliche Meinungsbildung“ gedruckter Medien im Prozess hin. Einflussnahme, Teilnahme und alle ihre Aspekte, auch Ignoranz und Manipulation, sind im Werden abgehandelt. Den Rahmen bildet ein Whodunnit. Der tatsächliche Mord an einer Mary Cecilia Rogers wird zur Geschichte des Mordes der schönen Marie Rogêt; das Geheimnis ihres Verschwindens und buchstäblichen Auftauchens aus der Seine. Marie Rogêt war eine Angestellte in einer Parfümerie in Paris und verschwand urplötzlich und spurlos. Nach vier Tagen wird ihre Leiche gefunden. Die Polizei tappte natürlich im Dunkeln und so wurde der Präfekt Dupin um Hilfe gebeten. Die Aufklärung des Falls durch Dupin erfolgte grundsätzlich auf der Basis ausgewerteter polizeilicher Zwischenberichte und Zeitungsartikel, sowie auf Briefen von Einsendern an die jeweiligen Zeitungen. Zugegeben, ich tat mich ab Seite zweiundvierzig sehr schwer mit dem Weiterlesen des Buches, da ich annahm, dass nach der Schilderung bzw. Aneinanderreihung / Rückrufung sämtlicher Zeitungsartikel endlich Action und Dialoge eintreten werden. Die Schreibweise Poes erfordert also vom Leser äußerste Konzentration (keine leichte Lektüre!), um mit der Beweisführung und Kombination von Fakten mithalten zu können. Es hat mich sehr verwundert, aber im Hinblick auf den Entstehungszeitraum und den aufkommenden naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, war es nur logisch, dass hier mit neuesten forensischen u.a. medizinischen Einblicken sowie der Kenntnis des Pariser Milleus jongliert wurde. So gesehen war das entstandene Werk natürlich zeitgemäß und Poe ließ seinen Helden Dupin erst baden in der Suppe der Weisheit und dann glänzen. Dupin erklärte, dass Marie Rogêt nicht das Opfer einer „Bande“ (lt. Presse) gewesen ist, sondern das eines Marineoffiziers. Und damit wurden die Spürhunde Paris' auf die richtige Fährte gesetzt. Für diesen Klassiker vergebe ich respektvolle vier Sterne.

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  • Rezension zu "Das Geheimnis der Marie Rogêt" von Edgar Allan Poe

    Das Geheimnis der Marie Rogêt

    SitataTirulala

    27. December 2011 um 13:37

    "So ist also jede auf die Fiktion gegründete Schlussfolgerung auf das wahre Ereignis anwendbar, und der Zweck der Geschichte war die Ergründung der Wahrheit." ---------- Und diese wahren Ereignisse waren folgende: In der Nähe von New York war die Leiche einer jungen und bei den Leuten beliebten Tabakverkäuferin namens Mary Cecilia Rogers gefunden worden. Zunächst sah es so aus, als würde sich das Verbrechen schnell aufklären, doch auch mit steigender ausgesetzter Belohnung blieben die erwünschten Hinweise aus, der Mord blieb ein Rätsel. Edgar Allan Poe hat sich diesen Fall zur Vorlage genommen und nach Paris verlagert. Dass er sich dabei wenig Mühe gegeben hat, die Parallelen zu verschleiern, zeigt allein schon der Name des Mordopfers: Mary Rogers - Marie Rogêt. Poe lässt seinen bereits aus "Die Morde in der Rue Morgue" bekannten Ermittler Dupin zu Werke gehen. Zunächst erstattet der Präfekt der Polizei ihm Bericht über den Zwischenstand der Ermittlungen und bittet ihn um seine Mithilfe. Alles andere rekonstruiert Dupin aus den lebhaften, zahlreichen Berichten und Schlussfolgerungen der Tagesblätter. Kein Tatort-Besuch, keine Leichenschau, keine eigenhändigen Zeugenbefragungen. Dupin genügen die Pressestimmen. Und die Schlüsse, die er daraus zieht, sind manchmal tatsächlich beeindruckend. Andererseits ist es aber auch stellenweise anstrengend, weil es immer dasselbe Prinzip ist: Dupin liest einen Artikel vor und pflückt ihn auseinander, zieht die Einzelteile heraus, die er braucht und für wichtig befindet. Abgesehen davon, dass es fraglich ist, ob sich die Wahrheit auf diese Art und Weise ergründen lässt, ist die Geschichte aber gut und flüssig lesbar geschrieben - trotz der Tatsache, dass sie aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammt und damit ja schon etwas älter ist. Anmerkung: Diese Geschichte Edgar Allan Poes gibt es bei amazon kostenlos im Kindle-Shop!

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