Edgar Allan Poe , Gundula Müller-Wallraf Das verräterische Herz und andere unheimliche Geschichten

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Inhaltsangabe zu „Das verräterische Herz und andere unheimliche Geschichten“ von Edgar Allan Poe

Das Herz des Opfers, das unter dem Dielenboden schlägt und den Täter in den Wahnsinn treibt; ein junger Mann, der die schaurigen Heilmethoden einer psychiatrischen Klinik kennenlernt; ein Ehemann, der den Leichnam seiner Frau in einer Kiste mit an Bord eines Passagierschiffs übersetzen will; ein Hypnotiseur, der einem Sterbenden Erkenntnisse über das Leben nach dem Tod abzugewinnen versucht. Gris Grimly ergänzt mit seinen herrlich bösen und karikaturistischen Illustrationen die schaurigen Geschichten Poes perfekt. Die großartigen Werke des Meisters der fantastischen Literatur werden hier frisch und kongenial in Szene gesetzt.

Großartig illustrierte und bearbeitete Ausgabe einiger Poe-Klassiker, die wirklich Spaß macht. Besonders für Klassiker-Lesemuffel geeignet.

— Anke_Ackermann
Anke_Ackermann

Interessantes Buch aber definitiv nichts für Kinder!

— QueenDebby
QueenDebby

Wer sich für Poe begeistern möchte, Finger weg!

— thelexxx
thelexxx

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    Das verräterische Herz und andere unheimliche Geschichten
    thelexxx

    thelexxx

    Irgendwo in den Tiefen meiner Erinnerung gehe ich durch einen düsteren, abendlichen Thüringer Wald - zurück zu dem kleinen Ferienhäuschen, in dem ich in diesem Sommer die Ferien verbrachte. Neben mir geht mein Großvater und verstärkt die ohnehin schon düstere Atmosphäre eines Waldes beim Anbruch der Dunkelheit durch ein paar schaurige Geschichten. Eine dieser Geschichten war die eines Mannes, der in einem alten und finsteren Haus einen grausamen Mord begeht. Die Leiche des Opfers wird der skrupellose Mörder dadurch los, dass er sie unter die Dielen eines der düsteren Salons bettet. Doch dann, als der Mörder anfängt, sich sicher zu fühlen, beginnt ein Herz unter dem alten Holzfußboden erneut zu schlagen. Bumm-Bumm, Bumm-Bumm. Die Bilder, die dies in meiner Fantasie hervorrief, erschütterten mich bis ins Mark. Wieder und wieder musste ich an das verräterische Pochen aus der Dunkelheit denken - so lange, bis ich es beinahe selbst zu hören glaubte. Und gerade hierin liegt der kritische Punkt: Kann es gelingen, die schauderlichen Geschichten Edgar Allan Poes durch Illustrationen wirklich zu bereichern oder ist in diesem speziellen Falle doch die Feder unserer guten alten Fantasie die bessere Wahl? Denn diese Ausgabe ist mehr Comic als Geschichtensammlung und steht auch dazu. Der Fokus liegt eindeutig auf den Illustrationen dieser nur vier Geschichten starken Ausgabe. Die Leidenschaft des Zeichners, Gris Grimly, für das Horror-Genre und das schaurige, viktorianische England ist dabei so unübersehbar wie die, des Filmemachers Tim Burton. Und doch liegen Welten zwischen ihnen. Grimlys überspitzte und teilweise fast vulgäre Zeichnungen kämpfen auf verlorenem Posten, so bemüht sie auch seien mögen, denn den Geschichten und der Magie Edgar Allan Poes werden sie nicht im Geringsten auch nur in irgendeiner Weise gerecht - und können es vielleicht auch gar nicht werden. Es ist, als machten sich die Disney-Studios dazu auf, Salingers Fänger im Roggen oder das Leben Charles Bukowskis in Form eines Zeichentrickfilms zu präsentieren. Was am Ende herauskommt, wirkt eher wie ein Haufen deplatzierter Karikaturen, statt die coole, düstere und verwegene, wie sagt man, Graphic Novel zu sein, die diese Ausgabe wohl gern wäre. Ich würde jetzt nicht so weit gehen, Grimly in irgendeiner Weise Frevel am Altmeister vorzuwerfen, aber gelungen ist das hier sicher nicht. Natürlich, es wird Menschen geben, die diese Ausgabe mögen, weil sie diese möglicherweise für innovativ, stilvoll oder einfach nur passend befinden, aber es soll auch Leute geben, die etwa Natascha Ochsenknecht für sympathisch, Paulo Coelho für geistreich oder Till Schweiger für einen Schauspieler halten. Was nun die Klasse der Geschichten Edgar Allan Poes betrifft, so ist diese natürlich sowohl über die Zeit als auch über jeden kritischen Ton erhaben. Und doch ist diese Ausgabe untrennbar mit dem illustratorischen Werk Gris Grimlys verbunden - was, wie wir nun wissen, nichts Gutes bedeutet. Dadurch, dass einige Szenenbilder fast ganze Seiten einnehmen und den Text nahezu immer in den Hintergrund oder vielmehr an den Rand der Bedeutungslosigkeit drängen, wird auch die Spannung, das Kernelement der Geschichten, dieses vorsichte Nagen an den eigenen Nerven, mitunter getötet und verschwimmt im Brei dieser comichaften Angeberei im Kostüm einer Hommage. Jeder Zauber ist gewichen! Wer sich für Poe begeistert (oder es vorhat, zu tun), der sollte sich lieber einem der unzähligen anderen Sammelbände zuwenden und die Bebilderung der Schauergeschichten des Altmeisters der eigenen, guten, alten Fantasie überlassen. Dass sich Klassiker und gute Illustrationen jedoch nicht zwingend ausschließen müssen, verdeutlicht der Knesebeck-Verlag auf eindrucksvolle Weise in seiner Ingpen-Serie. Dies jedoch ist ein Fehlgriff.

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  • Gruselklassiker im Comic-Gewand – die Illustrationen sind allerdings Geschmacksache

    Das verräterische Herz und andere unheimliche Geschichten
    tigger

    tigger

    30. November 2013 um 12:28

    Inhalt: Das Buch enthält vier Kurzgeschichten von Edgar Allan Poe, die von Gundula Müller-Wallfraf neu übersetzt und von Gris Grimly umfangreich illustriert wurden. Enthalten sind: - Das verräterische Herz - Die Heilmethoden von Doktor Teer und Professor Feder - Die längliche Kiste - Die Tatsachen im Falle Valdemar Mein Leseeindruck 1. Die Erzählungen: Den Erzählungen merkt man ihr Alter von mehr als 150 Jahren natürlich deutlich an, sie ziehen beim Lesen aber auch heute noch in den Bann und haben eine starke Dynamik. Thematisch kreisen alle vier Geschichten um die Themen „Wahnsinn“ und Tod. Trotzdem haben die Geschichten meiner Meinung nach eine sehr unterschiedliche Qualität: „Das verräterische Herz“ konnte mich immer noch fesseln, obwohl ich die Geschichte schon kannte: Ein Ich-Erzähler berichtet über seinen vermeintlich perfekten Mord und die Art und Weise, wie er sich schließlich doch verrät. Es ist meiner Meinung nach die stärkste Geschichte der Sammlung und eindeutig das „Zugpferd“ in dieser Zusammenstellung. Auf „Das verräterische Herz“ folgt die - wie ich finde - schwächste der vier Erzählungen. So wie der Titel „Die längliche Kiste“ eher nichtssagend daherkommt, entwickelt sich auch die Geschichte. Der Protagonist trifft auf einer Schifffahrt einen alten Bekannten, in dessen Gepäck sich eine große längliche Kiste befindet, und beginnt zu rätseln, was es mit der Kiste auf sich haben könnte und was sie enthält. Erst eine Havarie des Schiffs lüftet das Geheimnis – das leider nicht besonders originell ist und sich schon von Anfang an erahnen lässt. Nach den ersten beiden düsteren Geschichten kommen „Die Heilmethoden von Doktor Teer und Professor Feder“ ganz anders daher: Ein Protagonist  besucht eine psychiatrische Heilanstalt, um die dort angewandte neue Behandlungsmethode kennenzulernen – und trifft auf eine sehr skurrile Ansammlung von Menschen, die die Anstalt leiten. Diese Erzählung ist zwar sehr komödiantisch angelegt, aber leider auch sehr früh durchschaubar. Einen guten und gruseligen Abschluss bilden dann „Die Tatsachen im Falle Valdemar“: Hier wird ein Sterbender hypnotisiert. Was das für Folgen hat, ist auch heute noch originell zu lesen. 2. Die Illustrationen: Gris Grimlys Zeichenstil ist durchaus zum Thema passend und unterstützt die Dynamik der Geschichten – leider trifft er aber überhaupt nicht meinen Geschmack. Mir gefallen weder die Figuren noch die Farbgebung, und ich finde die Ausgestaltung sehr flüchtig. Hinzu kommt die sehr einheitliche Gestaltung, die wohl als verbindendes Element zwischen den Erzählungen gedacht ist. Gerade dieser einheitliche Stil wird, wie ich finde, den sehr unterschiedlichen Erzählungen aber eben nicht gerecht. 3. Die Neuübersetzung: Die Textpassagen hier sind sehr stimmig. An einer Stelle hätte ich mir allerdings eine kurze Übersetzererläuterung gewünscht, da der Begriff „Mesmerismus“/“mesmerisieren“ im Deutschen doch sehr „unüblich“ ist und mir nicht klar ist, warum die Übersetzerin hier nicht einfach das verständlichere Wort „Hypnose“ bzw. „hypnotisieren“ verwendet hat. Inwieweit ansonsten Kürzungen oder Änderungen gegenüber Original und bisherigen Übersetzungen vorliegen, kann ich leider nicht beurteilen, da mir die anderen Texte nicht zum Vergleich vorliegen. Meine Leseempfehlung: Für Jugendliche und Erwachsene, die gerne Klassiker bzw. klassische Gruselliteratur oder Comics lesen und sich mit Gris Grimlys Zeichenstil anfreunden können

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