Edgar Allan Poe Die Morde in der Rue Morgue

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Inhaltsangabe zu „Die Morde in der Rue Morgue“ von Edgar Allan Poe

Edgar Allan Poes (1809–1849) Erzählungen gehören zu den unumstrittenen Glanzstücken der Weltliteratur. Dieser Band präsentiert die beiden berühmtesten seiner grandiosen Geschichten: In 'Die Morde in der Rue Morgue' begleitet der Ich-Erzähler den mit logischem Spürsinn staunenswert begabten Auguste Dupin bei der Aufklärung eines rätselhaft-grausamen Verbrechens, das ganz Paris in Aufruhr versetzt hat. 'Der Untergang des Hauses Usher' erzählt in schaurig-schönen düsteren Bildern und mit großer psychologischer Raffinesse vom alptraumhaften Niedergang einer Familiendynastie, dessen Verlauf tief in die beklemmenden Abgründe der menschlichen Seele führt.

Erinnert mich etwas an Sherlock.

— Gwen_liest
Gwen_liest

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  • Rezension zu "Die Morde in der Rue Morgue" von Edgar Allan Poe

    Die Morde in der Rue Morgue
    einMalTee

    einMalTee

    22. April 2011 um 16:44

    Edgar Allan Poe, gerade einmal 40 Jahre alt geworden, gilt als Erfinder des Horrorgenres und der klassischen Dedektivgeschichte. Der Anaconda-Verlag hat mit der Doppelherausgabe der Geschichten „Die Morde in der Rue Morgue“ und „Der Untergang des Hauses Usher“ die bekanntesten seiner Kurzgeschichten herausgegeben. Zu einem niedrigen Presi gibt es hochwertige Literatur und eine Menge Spannung zugleich. In „The Murders in the Rue Morgue“ (so der Originaltitel) geht es um einen bizarren Doppelmord in Paris. Mutter und Tochter wurden brutal hingerichtet; die Mutter war kaum wiederzuerkennen und die Tochter steckte kopfüber im Kaminschacht. Monsieur Dupin versucht mit seinem Partner, der als Ich-Erzähler auftritt, den Fall zu lösen. Geschickt, an vielen Stellen äußerst genial und sehr weise verknüpft Dupin unterschiedliche sich teils widersprechende Zeugenaussagen, sodass er nur mit dem Betrachten des Tatortes und seiner spitzfindigen Gedanken auf den Täter kommt: Ein Oran-Utan. An diesem Punkt stelle ich mir die Frage, ob ich staunen oder lachen soll. Das riesige Tier ist einem Maltesischen Schiffsjungen entflohen und irrte durch die Stadt, kam in die Wohnung der beiden Frauen und brachte sie ungewollt um. Anders als beim klassischen Krimi schafft der Leser es hier nicht den Mörder selbst zu finden, allein aufgrund der Schwere des Falls und der außerordentlichen Gestalt des Täters. Spannend geschrieben ist es in jedem Fall, es macht riesigen Spaß, den Gedanken und Schlussfolgerungen vom Dupin zu folgen. Genau so unterhaltsam geht es bei „The Fall of the House of Usher“ weiter. Roderick Usher, ein alter Adelsvertreter, bestellt einen fast vergessenen Jugendfreund zu sich – der Ich-Erzähler – der ihn unterhalten soll. Usher selbst ist geistig verwirrt und nicht mehr klar bei Sinnen. Er lebt in grausiger Umgebung: In einem alten Schloss, nahe einem Sumpf und sein Freund muss bei Nacht und Nebel zu ihm reiten. Perfekte Ausgangssituation für eine extraordinäre Geschichte. Ushers angebliche Zwillingsschwester wurde kürzlich begraben. In einer unruhigen Nacht liest der alte Freund Usher eine Geschichte vor, die im Mittelalter spielt, mit Schrecken und bösen Überraschungen gespickt ist. Draußen stürmt es und plötzlich geht die Tür des Raumes auf und darin steht die tot geglaubte Schwester. Blut überströmt. Sie wurde lebendig begraben. In dem Moment als sie sich an ihrem Bruder rächen will, stirbt dieser vor Schreck und der Freund kann noch rechtzeitig und unversehrt vom Anwesen fliehen. Diese kurze Erzählung ist gleichzeitig skurril und gruselig. Durch die Kürze und Genauigkeit an Sprache ist es ein schnelles aber spannendes und wundervolles Leseerlebnis. Beide Klassiker lohnen sich gelesen zu haben. Sowohl aufgrund der Geschichte als auch, damit man behaupten kann, es gelesen zu haben.

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  • Rezension zu "Die Morde in der Rue Morgue" von Edgar Allan Poe

    Die Morde in der Rue Morgue
    Penelope1

    Penelope1

    07. March 2011 um 07:31

    In diesem Band sind gleich zwei Erzählungen von Adgar Allan Poe enthalten: "Die Morde in der Rue Morgue" und "Der Untergang des Hauses Usher". Beide gehören wohl zu den bekanntesten Erzählungen des amerikanischen Schriftstelles. Im Krimi "Die Morde in der Rue Morgue" werden zwei Frauen in Paris grausam ermordet, gestohlen wird hingegen nichts... Auguste Dupin, ein Meister der Analyse und der Logik, erfährt hiervon aus den ausführlichen Zeitungsberichten, in denen sogar die Zeugenaussagen detailliert wiedergegeben werden. Er kombiniert geschickt und ahnt sehr bald, dass hier etwas nicht stimmt... Er agiert auf seine eigene Weise und es gelingt ihm tatsächlich, den wahren Mörder zu finden. Poe beobachtet und erzählt aus der Ich-Perspektive, zieht den Leser somit in die Ermittlungen mit hinein und gibt ein Paradebeispiel für Spürsinn und logische Kombination. Dieser Krimi ist einer der ersten Krimis, die sich mit einem Mord in geschlossenen Räumen befasst, und Poe hat mit Auguste Dupin eine Figur geschaffen, die hier ihren ersten Fall löst. In "Der Untergang des Hauses Usher" wird der namenlose Ich-Erzähler zu seinem ehemaligen, guten Freund gerufen. Auf dessen Anwesen angekommen, spürt er sofort, dass hier etwas Unheimliches, Dunkles auf ihn wartet... Der hypochondrische und scheinbar dem Wahnsinn verfallende Herr des Hauses, der "letzte Usher" schöpft aus ihm zunächst neue Kraft, doch seine Schwester stirbt kurze Zeit darauf. Sie wird im Keller aufgebahrt und als ein starkes Unwetter heraufzieht, versucht der Besucher, Usher abzulenken, was ihm jedoch nicht gelingt - im Gegenteil: seine Geschichte, die er vorliest, scheint alle Eindrücke von außen nur noch zu verstärken. Der Abend endet mit einem grausigen Höhepunkt. Diese beiden Werke haben mich beeindruck, beide auf ihre Art. Der Doppelmord auf die Art und Weise, wie Dupont mit Scharfsinn und Beobachtungsgabe ein Verbrechen aufklärt, das er nur aus der Zeitung kennt, und der zweite Roman durch die intensive Schilderung des geistigen Verfalls, dem der Hausherr nicht entfliehen kann und das letztendlich auch den Verfall des Anwesens heraufbeschwört. Geschrieben wurden die Geschichten aus der Sicht eines Ich-Erzählers, im Stil des 19. Jahrhunderts, an den man sich jedoch schnell gewöhnt und sich von den Ereignissen mitreißen lässt, bis es zur Auflösung bzw. zum Höhepunkt kommt. Zwei glänzende Werke!

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