Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym

von Edgar Allan Poe 
2,7 Sterne bei6 Bewertungen
Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym
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Positiv (2):
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Gruselig-schaurige Abenteuergeschichte!

Kritisch (4):
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Ein Format, das den Kurzgeschichtenschreiber Edgar Allen Poe eindeutig überforderte.

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Inhaltsangabe zu "Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym"

'Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym' ist der einzige Roman aus der Feder des amerikanischen Schriftstellers Edgar Allan Poe, der vor allem mit seiner Kriminalliteratur und phantastischen Literatur diese Genres entscheidend prägte. Der Roman erzählt die Geschichte des Arthur Gordon Pym, der seit der Jugend an von der Seefahrt fasziniert ist und als blinder Passagier auf einem Walfänger die unglaublichsten Abenteuer und Gefahren durchstehen muss.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783868203035
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:Nikol
Erscheinungsdatum:14.09.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    -Anett-s avatar
    -Anett-vor 4 Monaten
    Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym

    Dieses Jahr will ich unbedingt mehr Klassiker lesen. Und wer darf natürlich dabei gar nicht fehlen? Genau: Edgar Allen Poe. Der Meister der Kurzgeschichten. Aber diesmal soll es keine Kurzgeschichte sein, sondern ein kleiner und feiner Roman.

    Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym (The Narrative of Arthur Gordon Pym of Nantucket) ist der einzige Roman des Autors. Der Autor beschreibt darin das Leben des Arthur Gordon Pym von der Insel Nantucket. Pym ist ein Abenteurer und macht sich auf eine Seereise die sein Leben komplett verändert.

    Pym erlebt auf eben dieser Reise jede Menge Abenteuer von Schiffbruch und Meuterei bis hin zu Kanabalismus und Unglaublichen. Poe verwebt hier realistisches, als auch phantastisches gut miteinander. Und wenn ich von einigen Logikfehlern absehe (was passierte z.Bsp. Mit dem Hund?), fühlte ich mich gut unterhalten.

    Der Schreibstil ist sehr sachlich, enge Bindungen zu den Protagonisten werden (meinerseits) nicht aufgebaut, aber das habe ich auch nicht erwartet bei Poe.
    Der Autor zaubert eine irrationale, finstere Spannung, und es gibt immer wieder den Wechsel zwischen Gefahr und Rettung.

    Das der Schluss denkbar überraschend kommt ist wohl mitllerweile kein Geheimnis mehr, aber eben dieser machte das Werk zu dem, was es ist: Rätselhaft!
    Außerdem fand ich hier auch das Nachwort von Jörg Drews sehr interessant und spannend. So haben sich andere Autoren von dem mysteriösen Schluss des Buches angezogen gefühlt und so schrieb C.A. Drake und Jules Verne Bücher in Andeutung des Poe-Romans.
    Und auch in der Erzählung „Schiffbruch mit Tiger“ griff Yann Martel einige Motive aus dem Buch auf.

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    gsts avatar
    gstvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Format, das den Kurzgeschichtenschreiber Edgar Allen Poe eindeutig überforderte.
    Altmodische Sience-Fiction-Literatur

    In meiner Jugend war ich Edgar-Allen-Poe-Fan. Ich liebte seine Gruselgeschichten. Sie hatten gerade die richtige Länge. Als nun in der Klassiker-Leserunde Poes (*1809 +1849) erster und einziger Roman vorgeschlagen wurde, war ich mit Begeisterung dabei. Leider hielt diese Begeisterung nicht allzu lange an. Denn Poe war kein Roman-Schriftsteller, wie sich hier deutlich zeigte. 

    In diesem Abenteuer-Roman beschreibt er Arthur Gordon Pyms Leben auf dem Meer. Der war als Jugendlicher von zu Hause ausgerissen, um mit seinem Freund Augustus an Bord der Grampus die Welt zu erobern. Natürlich geht das nicht so glimpflich ab, wie die Jugendlichen sich das vorgestellt hatten. Es kommt zur Meuterei und zum Schiffbruch, das Überleben wird fraglich, bis die beiden übrig gebliebenen Seeleute von der „Jane Guy“ aufgenommen werden, einem Segler, der Handel in der Südsee treibt und Robben jagt. Nun werden verschwundene Inseln gesucht, seltsame Tiere gefunden und schließlich der bis dahin noch unerforschte Südpol bereist …

    In diesem letzten Abschnitt des Buches geht die Phantasie mit dem Autor durch. Er besucht zwar nicht in das Weltall, aber entdeckt in der unbekannten Wildnis die tollsten Dinge – wie farbiges Wasser und seltsame Gestalten. Leider gelingt es dem Autor nicht, diese Episoden so spannend zu erzählen, dass der Leser mitfiebert. Ganz im Gegenteil: Ich war kurz vorm Aufgeben. 

    Diese über 200 Seiten lange Erzählung entstand bereits 1837, also zehn Jahre vor Poes Tod. Um sie zu füllen, fügte er Exkurse nautischer, geografischer und biologischer Art ein. Laut Wikipedia dürften seine wichtigsten Quellen die Denkschriften von Jeremiah N. Reynolds gewesen sein, der sich sehr für die Erforschung der Südsee einsetzte. 

    Mich konnte dieser Abenteurroman nicht überzeugen. Er war an vielen Stellen nicht nur unglaubwürdig, sondern – viel schlimmer – sehr langweilig. Empfehlen kann ich ihn also nicht. 

    Kommentare: 2
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    Schnicks avatar
    Schnickvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Starker Anfang, schwaches Ende. Poes einziger Roman ist zum Glück Poes einziger Roman.
    Der Beweis, dass es gut ist, dass Edgar Allan Poe nur diesen einen Roman schrieb

    Es gibt Schriftsteller, die besser keine Romane schreiben. Edgar Allan Poe war einer von ihnen. Der Beweis liegt in Form seines einzigen Romans "Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym" vor. 


    Der Roman beginnt zunächst gut, wenn auch nicht überragend. Der jugendliche Pym schleicht sich von zu Hause weg, um zur See zu gehen. Doch dann nimmt das Unglück seinen Lauf. Was anfangs noch amüsant, aufregend und abenteuerlich ist, entpuppt sich für Arthur Gordon Pym nach und nach zu einem Horrortrip - und der Leser darf daran teilnehmen.

    Die ersten 13 Kapitel sind durchaus spannend, dank der leider sehr distanzierten Erzählweise (und das trotz Ich-Erzählung!) muss der Leser sich aber auch hier schon ins Zeug legen und seine eigene Vorstellungskraft einsetzen, um das Grauen an sich heranzulassen. Was sich auch hier schon bemerkbar macht: Viele Kleinigkeiten werden bis zum Erbrechen erklärt, andere durchaus wichtige Ereignisse werden aber komplett ausgelassen (ohne zuviel verraten zu wollen, sage ich nur: Hund).

    Ab Kapitel 14 kann man das Buch dann im Grunde vergessen: Was ab da folgt, entzieht sich einer Beschreibung. Oder doch: Wir bekommen Breitengrad um Breitengrad um die Ohren gehauen, das Buch wird immer fantastischer und mündet dann in ein völlig unbefriedigendes Ende, das Zeugnis über Poes ausgehende Ideen ablegt.

    Ich verstehe nicht, weshalb er nicht einfach nach Kapitel 13 aufgehört hat. Musste er einen Vertrag einhalten? Hat ihn seine Eitelkeit getrieben, unbedingt einen Roman schreiben zu müssen?

    Pym mag andere Schriftsteller beeinflusst haben, aber das ändert trotzdem nichts daran, dass dieser Roman eine Enttäuschung ist.

    Ich bin froh, dass Poe nicht mehr Romane geschrieben hat.

    Kommentare: 1
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    Shannons avatar
    Shannonvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Gruselig-schaurige Abenteuergeschichte!
    Ein echter Poe!

    In diesem Buch ist drin was vorne draufsteht - nämlich Poe! Keinesfalls sollte man sich vom Thema der Abenteuergeschichte irreführen lassen, es gruselt was das Zeug hält auf die eine oder andere Art und Weise.
    Poe schafft es eine spannende kleine Entdeckergeschichte zu schreiben und spart nicht mit grausigen Details wenn es um das Überleben auf See, dem Entdecken neuer Kontinente, Kontakten mit neuen Ethnien und Meutereien geht. Er tut dies teilweise auf Kosten von Charaktertiefe, Logik und emotionaler Verständlichkeit.
    Nichtsdestotrotz steht dieses Buch in der Tradition der Abenteuergeschichten seiner Zeit und ist auf seine Art ein äußerst kurzweiliges Lesevergnügen.

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    Apfelgruens avatar
    Apfelgruenvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Fängt spannend an, lässt dann aber leider stark nach.
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    VegaNerdss avatar
    VegaNerdsvor 2 Jahren

    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Apfelgruens avatar
    Herzlich willkommen zur aktuellen Leserunde der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur"!

    Im Mai wollen wir zusammen "Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym" von Edgar Allan Poe lesen.

    Klappentext:
    'Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym' ist der einzige Roman aus der Feder des amerikanischen Schriftstellers Edgar Allan Poe, der vor allem mit seiner Kriminalliteratur und phantastischen Literatur diese Genres entscheidend prägte. Der Roman erzählt die Geschichte des Arthur Gordon Pym, der seit der Jugend an von der Seefahrt fasziniert ist und als blinder Passagier auf einem Walfänger die unglaublichsten Abenteuer und Gefahren durchstehen muss.

    Die Leserunde beginnt am 1. Mai. Bücher gibt es nicht zu gewinnen, wir freuen uns aber über jeden, der mit uns lesen möchte!
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