Edgar Allan Poe Unheimliche Geschichten

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Inhaltsangabe zu „Unheimliche Geschichten“ von Edgar Allan Poe

Zum Sterben schön - der Poe für das 21. Jahrhundert Poes Werk war von Anfang an eine Provokation, das Modische, Unoriginäre war ihm verhasst. Das puritanische Amerika strafte ihn dafür mit übler Nachrede und Vergessen. Erst in Frankreich fand er posthum geistiges Exil, als niemand geringeres als Baudelaire ihn in den Rang setzte, der ihm gebührt, seine Werke in fünf Bänden übersetzte und kommentierte. Mit ebendieser Poe-Ausgabe von Charles Baudelaire beginnt die literarische Moderne. Andreas Nohl überträgt sie ins Deutsche und zeigt Poe, den großen Pionier, im Zeitalter von Copy & Paste und Epigonen auf der Höhe seiner Kunst. Der vorliegende erste Band trägt den Titel Unheimliche Geschichten: Poes unvergleichliche Erzählungen – von den Detektivgeschichten wie »Doppelmord in der Rue Morgue« über »Der Gold-Skarabäus« bis hin zu den Grotesken und den visionären Traumbildnissen wie »Ein Sturz in den Malstrøm« – bezeichnen bis heute die Höhepunkte ihrer Gattung, wenn sie sie nicht überhaupt erst begründet haben. Poe steht keineswegs in der Tradition der gothic tales, die von der Romantisierung der Angst leben – denn er hat das Gegenteil getan: Er hat der Angst alles Schauerlich- Beschauliche genommen und ihre zuckenden Herzmuskeln bloßgelegt. „Wenn jeder, der seine Einfälle Poe verdankt“, so Arthur Conan Doyle, „den zehnten Teil seiner Einnahmen opfern müsste, könnte diesem ein Denkmal errichtet werden, das größer ist als die Pyramiden…“ Enthalten sind: ›Der Doppelmord in der Rue Morgue‹, ›Der entwendete Brief‹, ›Der Gold-Skarabäus‹, ›Ente einer Ballonfahrt‹, ›Das beispiellose Abenteuer eines gewissen Hans Pfaall‹, ›»Manuskript in Flasche gefunden«‹, ›Ein Sturz in den Malstrøm‹, ›Die Fakten im Fall von M. Valdemar‹, ›Mesmerische Offenbarung‹, ›Eine Geschichte aus den Ragged Mountains‹, ›Morella‹, ›Ligeia‹ und ›Metzengerstein‹. Texte von Charles Baudelaire über Edgar Allan Poe und seine Erzählungen vervollständigen den Band. Bibliophile Ausstattung: Transparenter Schutzumschlag, farbige Zwischenblätter, Lesebändchen. So wird diese Poe-Ausgabe zum Sterben schön.

Die Atmosphäre war düster aber so richtig kam der Funken nicht rüber.. sollte es jedoch Verfilmungen geben, wäre es sehenswert.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Kongeniale Neuübersetzung und überaus lesenswert

    Unheimliche Geschichten
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    02. May 2017 um 15:38

    Kongeniale Neuübersetzung und überaus lesenswertBaudelaire hatte sich zu Zeiten des Werkes des „Verkannten und Geschmähten“ Schriftstellers Poe, der so absolut „gegen den Strich“ seiner Zeitgenossen schrieb, angenommen. Nicht aus Mitleid, sondern aus Überzeugung.Die damals fünfbändige, kommentierte Übersetzung der Werke Poes ins Französische war zugleich der Startpunkt für die breite Wertschätzung Poes zunächst in Frankreich und von da aus dann in aller Welt. Und, nicht zu kurz gegriffen, der Beginn der literarischen Moderne. Denn Poe ist tatsächlich ein „Zeitenwender“, was seine ganz eigene Art des Herangehens, des Schreibens und der Themenauswahl seiner Literatur angeht.Vom modernen Kriminalroman bis zum Thriller, vom „Schocker“ bis zum tiefgreifenden „ungemütlich-werden-lassen“, all diese Genres gründen auf der intensiven, anderen Art Poes, die Welt “durchscheinend“ für das Beängstigende werden zu lassen.In neuer Übersetzung von Andreas Nohl, sensibel und dem Original überaus treu verbunden bleibend und dennoch mit merklicher Frische für die Gegenwart diese Klassiker der Literatur neu aufbereitend, bietet diese neue Übersetzung eine Lektüre, durch welche die Zeitlosigkeit, die tiefen Grundlagen von Poes literarischem Schaffen noch einmal einen hervorragenden Zugang erhalten.Sei es das „Beispiellose Abenteuer eines gewissen Hans Pfaall“, sei es eine „Mesmerische Offenbarung“ oder die berühmten „Fakten im Fall von M. Valdemar“ (dem nicht ohne Grund der Name „Voldemoort“ in moderneren Zeiten korrespondiert), in dem die Schwelle zwischen Tod und Leben durch jenen „Mesmerismus“ einer besonderen Probe ausgesetzt wird, der so oft von Poe als Thema genutzt wurde und der, damals wie heute, durch die Kraft der „dunklen Sprache“ den Leser immer wieder in seinen tiefliegenden Existenzebenen trifft.„Ja -Nein – Ich habe geschlafen – und jetzt – jetzt – bin ich tot“.Oder eben, wie es bei „Metzgengerstein“ treffend fast wie ein Überschrift über das Werk Poes heißt:„Grauen und Tod haben in der Welt zu allen Zeiten ihr Unwesen getrieben“.Und Poe fasst genau dieses immer und immer wieder, mal vordergründig, mal hintergründig, in fremdartig anmutende Geschichten, die immer noch, manches Mal zumindest, wie „nicht von dieser Welt“ daherkommen.Wozu eben auch das Lebend es Mannes gehört. Auf das im Anhang, ebenso wie auf Baudelaire, bestens ausführlich eingegangen wird.„Was für eine beklagenswerte Tragödie ist das Leben Edgar Allen Poes! Und erst sein Tod, der schreckliche Ausgang, dessen Schrecken durch die Trivialität noch gesteigert wird“.Was sich im Übrigen genauso gut und tiefreichend liest, wie die im Band versammelten Kurzgeschichten selbst.

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