Mörderische Renovierung

von Edgar Cantero 
4,2 Sterne bei13 Bewertungen
Mörderische Renovierung
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

S

Super - einfach mal was anderes vom Schreibstil

Archers avatar

Richtig gut geschrieben, absolut originell, mit leichtem Horror- und Splatteranteil (vernachlässigbar, außer für Prinzessinnen).

Alle 13 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Mörderische Renovierung"

In Tagebucheinträgen, Briefen, Überwachungskameraaufnahmen, Tonaufzeichnungen und verschlüsselten Nachrichten wird eine außergewöhnliche Geschichte erzählt, die für Gänsehaut sorgt, die Tradition der Geisterhausgeschichten aber auf eine völlig neue Ebene führt. Einige Monate nachdem der letzte der Wells Söhne aus seinem Schlafzimmerfenster im Axton House – leider vergaß er, es vorher zu öffnen – gesprungen ist, bezieht ein eigenartiges europäisches Pärchen das verlassene Anwesen. A. ist 23 und entpuppt sich als der unvorhergesehene Erbe. Niamh ist eine stumme jugendliche Punkerin, die er selbst als seine Gefährtin oder Beschützerin beschreibt. Dass das Anwesen von Geistern heimgesucht werden soll, macht die beiden nur noch neugieriger auf ihr neues, bequemes – da reiches – Leben. Aber die Geister, die in diesem Haus herumspuken, sind bei weitem nicht das dunkelste Geheimnis von Axton House. Und nicht das mörderischste …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783946503491
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:420 Seiten
Verlag:Golkonda Verlag
Erscheinungsdatum:26.10.2018

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,2 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne5
  • 4 Sterne6
  • 3 Sterne2
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    S
    Sabrina-1994vor 20 Stunden
    Kurzmeinung: Super - einfach mal was anderes vom Schreibstil
    Geisterhaus oder doch nur böse Träume

    Die Mörderische Renovierung von dem Autor Edgar Cantero hat mir bereits in der Leseprobe sehr gut gefallen. Die Leseprobe war super zu lesen, da es einfach mal was anderes war und nicht nur "Text". Dieses Buch besteht aus Videoaufzeichnungen, Notizbuch-Mitschriften, Briefe, Geheimnisvollen Rätseln, Traumjournale, Zeitungsartikel und Tagebucheinträge. Den Mix fand ich super, wobei ich am Anfang eher skeptisch war, ob man dadurch nicht etwas durcheinander kommt - dem war aber nicht so! 

    Im Buch geht es um A. - 23 Jahre alt (männlich) und Lovecraft Fan und seiner guten Freundin Niamh - ca. 15 - 17 Jahre alt (weiblich) taub und Punkerin. A. hat von seinem ihm unbekannten Cousin dritten Grades ein verlassenes Anwesen (das Axton House) und ziemlich viel Geld vererbt bekommen. Hier trifft schriller Wahnsinn auf Spukhaus. 

    Nachdem A. und Niamh in das Anwesen einziehen passieren immer wieder merkwürdige Dinge: A. träumt schreckliches, wacht auf und geht ins Bad und sieht dort Gestalten bzw. meint er welche zu sehen. 
    Doch hinter dem ganzen Spuk steckt viel mehr - beide gehen einem dunklem Geheimnis auf die Spur und geraten in ein großes Rätsel von Aufgaben. 

    Ich finde das Buch super spannend - habe es mir aber deutlich gruseliger vorgestellt durch den Klapptext. Trotzdem gebe ich dem Buch 4/5 Sternen!

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    leaslesezaubers avatar
    leaslesezaubervor 2 Tagen
    Ungewöhnlich und spannend ab der ersten Seite!

    Das Cover hat mich sofort neugierig gemacht, es wirkt so wunderbar düster und deswegen auch so einladend, besonders zu Halloween hat es sehr gut gepasst und deswegen wollte ich es unbedingt lesen. Aber nicht nur das Cover hat mich zu dieser Entscheidung gebracht sondern auch die Idee hinter diesem Buch, auf jeden Fall mal etwas ganz besonderes und eben so anders. Bisher hatte ich von diesem Autor noch nichts gehört und auch der Verlag waren ganz neu für mich, desto gespannter war ich dadurch.

    Der Schreibstil ist fließend und sehr detailliert, dadurch kann man sich die Story viel besser vorstellen und ich kam auch super schnell in die Geschichte. Leider wirkt es etwas undurchsichtig da viele einzelnen Sachen passieren bzw. erläutert werden aber man weiß nicht genau wie das alles zusammen passen soll. Dadurch wirkt es etwas "unordentlich" allerdings hatte ich das Gefühl, dass der Autor es genau so auch rüberbringen wollte. Durch die Rätsel zwischendurch wird die Spannung immer wieder aufrecht erhalten und meine Neugierde wurde beim kleinsten abflauen sofort wieder geweckt.

    Auch wenn ich zwischenzeitlich das Gefühl hatte, dass die Geschichte etwas zäh wird, hat sich das immer schnell wieder in Luft aufgelöst. Die einzelnen Dokumente, die hier zusammengeführt werden sind für sich interessant aber der große Zusammenhang hat mir irgendwie gefehlt. Allerdings kann ich das nur als kleine Minuspunkte verbuchen weil ich das Buch in sich einfach so toll fand. Ich finde die Idee des Autors super und die Umsetzung hat auch sehr gut geklappt.

    Man findet hier eine interessante Mischung aus Humor, Grusel, Spannung und eben so viel mehr. man merkt, der Autor hat jede Menge Herzblut in die Geschichte gesteckt und den Leser bzw. mich, in seinen Bann gezogen.

    Ich schätze das Buch ist einfach so ungewöhnlich, dass es einfach unterhaltsam ist, selten habe ich so eine "merkwürdige" Mischung erlebt und das war einfach total interessant. Die Seiten verfliegen nur so und der Phantasie wird genug Raum gelassen.



    Fazit:

    Ein tolles Buch, dass mich sehr gut unterhalten hat und von dem ich gerne jederzeit mehr lesen wollen würde. Auch wenn ich ein paar kleinere Minuspunkte verteilt habe, hat es sich wirklich gelohnt jede Seite aufmerksam zu lesen. Alleine die tolle Aufmachung ist schon Belohnung genug! Jeder der gerne besondere Lektüre liest und sich zwischendurch gerne mal gruselt und dazu ein paar Rätsel lösen möchte ist hier genau richtig!

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Archers avatar
    Archervor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Richtig gut geschrieben, absolut originell, mit leichtem Horror- und Splatteranteil (vernachlässigbar, außer für Prinzessinnen).
    Tödliche Träume

    A. ist dreiundzwanzig und der Erbe eines großen Anwesens in den Staaten. Zu dem Anwesen gehören praktischerweise auch ein paar Millionen Dollar, sodass er es sich leisten kann, Müßiggang zu betreiben. Zu ihm gehört ein stummes, irisches, etwa 15jähriges Mädchen und einige Zeit später ein Hund namens Help. Das Erbe ist riesig, nicht nur finanziell gesehen. Im Haus befinden sich so viele Türen und Zimmer, ein Garten zum Verlaufen samt einem Labyrinth und Grund, soweit das Auge reicht. Doch schon nach kurzer Zeit bemerken sie, dass irgendwas in ihrem neuen Zuhause nicht stimmt. A. träumt immer scheußlichere Träume und vielleicht, so die düstere Ahnung, hat es einen Grund, warum der Mann, der ihm das alles vererbt hat, Selbstmord begangen hat ...

    Das ist mal eine originelle Geschichte, wie ich sie in der Art noch nie gelesen habe. Nicht nur, dass der Plot sehr interessant entwickelt wird und auch das ein oder andere Mal Humor nicht fehlt, ist die Art des Buches sehr cool gestaltet. In Tagebucheinträgen, Briefen an eine ominöse Tante Liza, Kameraaufzeichnungen und anderen Dokumenten wird vor dem Leser das Bild einer komplexen Story entworfen, die nur auf den ersten Blick einfach zu durchschauen ist. Ganz, ganz kurz gab es zum Ende des ersten Abschnitts einen kurzen Hänger, doch der endet mit einem solchen: einen Cliffhanger, der dazu zwingt, sofort weiterzulesen und Geheimnis um Geheimnis aufzudecken. Dabei bekommt man en passant Einblicke in Dechiffrierung und Decodierung - nicht immer leicht zu verstehen, aber wenn man sich reinfuchst, richtig faszinierend.

    Zum Abschluss eine Warnung: Das Buch spielt Mitte der 90iger, vielleicht schreckt das den einen oder anderen ab, denn die Technik mutet teilweise antik an. Außerdem werden viele überhaupt nicht mit den verschiedenen Arten der Erzählung, die ich oben erwähnt habe, klarkommen, das ist nicht jedermanns Sache und ziemlich oft ist Mitdenken erforderlich. Wen das alles nicht stört, bekommt von mir eine dicke Leseempfehlung. 

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Elohym78s avatar
    Elohym78vor 2 Tagen
    voller nervenaufreibender Spannung

    A erbt das alte und herrschaftliche Anwesend Axton House. Gemeinsam mit seiner Freundin Niamh fliegt er nach Virginia, um sich das Haus anzusehen und in Besitz zu nehmen. Doch ein Fluch liegt über diesem, denn die Besitzer bringen sich alle im Alter von fünfzig Jahren um. So auch A's Onkel, der aus dem - geschlossenen - Fenster in den Tod sprang. Doch was soll schon passieren, bleiben A immerhin noch siebenundzwanzig Jahre bin zu seinem 50. Geburtstag...
    Doch mit dem Hausgeist und den anderen - bösartig scheinenden - Geheimnissen hätte das junge Paar nicht gerechnet.

    Das Cover ist komplett in schwarz-weiß gehalten und zeigt das herrschaftliche Anwesen Axton House. Verwinkelt, riesig, mit einer Spur ins Unheimliche und doch irgendwie gemütlich, wie für eine Großfamilie geschaffen. Es fiel mir sehr leicht, es gedanklich zufüllen und die Vorkommnisse dort bildlich vor meinem inneren Auge entstehen zu lassen. Besonders fasziniert hat mich, dass je öfter ich das Bild betrachte, immer mehr Einzelheiten zu Tage treten. Kurz: ich finde es einfach großartig zu Titel und Inhalt des Buches gewählt!

    Edgar Cantero hat einen bitterbösen, zynischen und doch lustigen und gutmütigen Schreibstil, der mich begeisterte und faszinierte. Denn so was liest man nicht alle Tage und hebt sich definitiv von anderen Büchern ab. Allerdings habe ich das Gefühl, dass man ihn entweder liebt oder eher nicht. Ein Mittelding dürfte schwer zu finden sein und ich liebte den Stil von der ersten Zeile an! Cantero schreibt nicht im klassischen Roman-Stil, sondern schildert die Ereignisse, die sich in Axton House abspielen, anhand von Tagebucheinträgen, Briefen und Videoaufzeichnungen. Verblüffender weise wirkte das Geschriebene nicht zerfasert und unruhig auf mich, sondern flüssig und mir machte es Spaß, die Geschehnisse aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten. Mal ganz persönlich aus As Tagebuch, leicht geschönt in Briefen und mit nackten Tatsachen der Videoaufzeichnungen. Je mehr sich die Ereignisse zu spitzten, desto mehr benötigte ich den Abstand, den mir der Autor einräumte, den es wurde nicht nur brutal, sondern auch so unheimlich, dass sich mir die Nackenhaare aufstellten! Absolut realistisch und ganz großes Kopfkino!

    Gerade durch die Tagebucheintragungen As, gelang es mir, eine intensive Beziehung zu den Protagonisten aufzubauen und der seelischen Entwicklung der beiden zu folgen. Voller Neugierde kamen A und seine Begleiterin Niamh auf ihrem ererbten Anwesen an und nahmen es in Besitz. Die merkwürdigen Geschehnisse, die Geister und sonstigen nicht zu erklärenden Vorkommnisse, beobachten die beiden mit Skepsis und einer Neugierde, die an leichten Wahnsinn zu erinnern scheint. Das Abdriften in diesen Wahnsinn nehmen beide unterschiedlich wahr und ich muss gestehen, dass ich schon öfter Hals über Kopf abgehauen wäre, während die beiden immer noch in Neugierde schwelgen.

    Mein Fazit
    Ein moderner Gruselschocker, der mich faszinierte und begeisterte! Ich freue mich schon sehr auf weitere Bücher des Autors!

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Magischebuecherwelts avatar
    Magischebuecherweltvor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Dieses Buch ist wirklich einzigartig. Die Dokumentensammlungen finde ich richtig gut gelungen.
    Richtig fantastisch!

    Inhalt

    Der letzte Wells-Sohn ist durch das geschlossene Schlafzimmerfenster in Axton House gesprungen. Einige Monate danach hat ein eigenartiges europäisches Pärchen das verlassene Anwesen bezogen. A. ist ein Lovecraft-Fan und 23 Jahre alt. Neuerdings träumt er schlecht. A. bezeichnet Niamh als seine Gefährtin oder Beschützerin. Sie ist stumm und Punkerin. Noch neugieriger auf das Anwesen wurden sie, als sie erfahren haben, dass das Anwesen von Geistern heimgesucht werden soll. Doch diese Geister sind bei weitem nicht das dunkelste Geheimnis von Axton House. Auch das mörderischste sind sie nicht ...

    Meinung


    Die gesamte Aufmachung des Buches hat mich sofort angesprochen. Als ich dann den Klappentext gelesen habe, musste ich dieses Buch haben. Schon das Cover gefällt mir wahnsinnig gut. Es ist nicht gerade einfach gehalten, trotz der zwei Farben. Auch lässt es vermuten, dass die Geschichte nicht nur gruselig oder mörderisch ist, sondern eben auch humorvoll.

    In diesem Buch geht es um A. und Niamh (Nief ausgesprochen), die in Axton House ein neues Leben beginnen möchten und dort einziehen. Auch die Geschichte über die Geister in diesem Anwesen können sie davon nicht abhalten. Nur noch mehr Neugier macht sich in ihnen breit und sie fangen sogar an, über all diese Dinge zu recherchieren. Dabei wissen sie gar nicht, dass die Geister nicht das dunkelste Geheimnis von Axton House sind.

    Dieses Buch ist wirklich einzigartig. Ich habe bisher kein vergleichbares gelesen und bin total begeistert. Es ist nämlich nicht einfach geschrieben worden. Das Buch besteht vielmehr aus Notizen, Briefen, Tonbandaufnahmen, Videoaufnahmen, Anmerkungen, Rätzeln, Tagebucheinträgen und auch aus Träumen. Es ist wirklich wahnsinnig vielfältig und genau deshalb macht es auch so viel Spaß, dieses Buch zu lesen. Dadurch wurde es mir auch einfach gemacht, das Buch ziemlich schnell durchzulesen.

    Die Handlung ist grandios. Sie hat mich sofort angesprochen und mich in ihren Bann gezogen. Vorrangig ging es hier um Geister, bis diese gar nicht mehr so stark im Vordergrund standen. Denn wie schon im Klappentext steht, sind diese nicht das mörderischste und dunkelste Geheimnis von Axton House.

    Oft begleitet man Niamh und A. bei Rechercheaufgaben. Sie möchten mehr über das Haus und natürlich die Geister erfahren. So stoßen sie auf viele interessante und spannende Dinge. Auch eine Geheimgesellschaft taucht auf, über die Niamh und A. mehr herausfinden möchten. Zwar bleiben ein paar Fragen offen, dieser kleine Kritikpunkt stört aber nicht weiter.

    Niamh war mir von Anfang an wahnsinnig sympathisch. Sie ist ein ganz tolles Mädchen und es war spannend, ihr bei allem zu folgen. Die Notizen, die Niamh und A. sich geschrieben haben um sich zu verständigen haben mir auch sehr gut gefallen. Auch konnte ich hin und wieder herrlich lachen, da viel Humor in diesem Buch steckt.

    Für mich ist dieses Buch rundum gelungen und ich bin sichtlich begeistert von dieser tollen, spannenden und humorvollen Geschichte aus verschiedenen Dokumenten und Dialogen.

    Fazit

    Ein einzigartiges, außergewöhnliches und wahnsinnig spannendes Buch. Ich hatte wirklich viel Spaß beim Lesen und gerade die Zusammensetzung aus verschiedensten Dokumenten hat mir sehr gut gefallen. Ich habe noch kein vergleichbares Buch gelesen und fand dieses hier deshalb umso spannender. Es ist definitiv empfehlenswert und herrlich anders. 

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Leprachauns avatar
    Leprachaunvor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Beeindruckendes Erstwerk!
    Schwarzer unterhaltsamer Roman

    Dieses Buch enthält für mich so ziemlich alles, was ein gutes Buch so bieten muss... 
    Die äußere Gestaltung ist natürlich ein schwarzes Buch, das mit einem mysteriös aussehenden Einband eingehüllt ist. Beides passt gut zum Inhalt des vorliegenden Buches. 
    Zum Inhalt: Als A. mit Niamh zu seinem geerbten Haus aufbricht, ahnt er noch nichts von den Mysterien und Rätseln, die nicht nur der Tod des Erblassers sondern das ganze Haus aufgeben... 
    Das Buch beinhaltet nicht nur eine Erzählung, sondern wird immer wieder von "Tonaufnahmen", "Videoaufzeichnungen", Briefen, Werbepostern und ähnlichen Elementen durchbrochen, was für andere Gattungen vermutlich unpassend wäre fügt sich hier sehr gut in die Handlung ein. A. wirkt überzeugend und man kann sich gut in ihn hineinversetzen und Niamh ist einfach bezaubernd und herrlich unterhaltsam! Ein nettes Duo, das den Dingen auf den Grund geht. Ich würde sehr gerne einen weiteren Roman mit den beiden lesen!

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Xirxes avatar
    Xirxevor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Chaotische Geschichte, die vom Gruselmärchen zum Splattermovie mutiert. Nicht schlecht, aber verbesserungswürdig.
    Mehr Grusel und Spannung bitte ;-)

    Klappentext wie auch Umschlaggestaltung klingen vielversprechend: "Südstaaten-Gothic trifft auf europäischen Hip", dazu ein schwarzweißes Cover mit einem düsteren Gebäude, über dem ein mysteriöses Auge wacht. So startete ich mit einer gewissen Erwartungshaltung und wurde erst mal nicht enttäuscht. Der junger Student A. aus Großbritannien erbt von einem sehr entfernten, unbekannten Verwandten aus den USA eine Menge Geld und ein riesiges Gebäude: Axton House. Mit einer jugendlichen stummen Punk-Freundin, Niamh, reist er dorthin, um künftig dort zu leben und das Geheimnis um die Geister aufzuklären, die dort spuken sollen.
    Es ist zwar eine chronologisch aufgebaut erzählte Geschichte, doch die Art und Weise unterscheidet sich sehr von anderen Büchern. Verschiedenste Formen von Berichten werden aneinandergereiht, die das Geschehen auf sehr unterschiedliche Weise darstellen: As Tagebucheinträge und Briefe an seine Tante; die Dialoge zwischen Niamh und A., die Niamh alle mitschreibt; Aufzeichnungen diverser Kameras, die an unterschiedlichen Standorten installiert sind; Mitschnitte einer Art Tonbandgerät und noch etliches Anderes. So wechselt ständig die Perspektive, ohne dass jedoch Wichtiges versäumt wird; stattdessen ist es häufig spannungssteigernd, wenn beispielsweise eine Kamera plötzlich nur noch einen kleinen Bildausschnitt zeigt.
    Doch das hilft leider Alles nichts, denn die ersten 300 Seiten gestalten sich vergleichsweise zäh. Ja, es gruselt ein bisschen, Rätsel müssen gelöst werden (die für sich genommen wirklich interessant sind), aber für mich zeigte sich nirgendwo ein roter Faden, wo das Ganze denn hinführen sollte. Mit dem Auftauchen eines vermissten Freundes des Erblassers ändert sich das deutlich (leider sind dann bereits fast 3/4 des Buches gelesen) und es wird wirklich mysthisch, verwirrend und spannend, bis es am Ende leider in eine völlig andere Richtung wechselt.
    Was das sollte, ist mir noch immer nicht klar, denn dieser Schluss passt so überhaupt nicht zu der ganzen Art dieser Geschichte. Auf mich wirkte er wie ein Fremdkörper und ich habe die letzten Seiten (die, die in den USA spielen) zweimal gelesen. Vielleicht mit der Hoffnung, dass ich etwas übersehen hätte - was leider nicht der Fall war.
    Schade, denn der Autor kann wirklich witzig und unterhaltend schreiben. Und auch die Idee mit den aneinandergereihten Dokumenten hat seinen Reiz. So fehlt nur noch ein richtiger Plot, der die Spannung hält und nicht in einem zusammenhanglosen Massaker endet. Vielleicht ja beim nächsten Buch.

    Kommentieren0
    39
    Teilen
    KlaasHarbours avatar
    KlaasHarbourvor 3 Tagen
    Kurzmeinung: Tolle Umsetzung einer msystischen Geschichte mit dem gewissen Etwas!
    Horror im Axton House


    Ohne die Möglichkeit, das Buch zu gewinnen, hätte ich es wohl niemals auf dem Schirm gehabt. Nach Entdecken auf Vorablesen.de hätte ich es selbst gekauft, wenn ich es nicht zugeschickt bekommen hätte.


    Insgesamt hat es mir auch ganz gut gefallen. Natürlich fällt – wie schon in der Leseprobe – das Buch aus dem Rahmen. Die Geschichte an sich wirkt noch ziemlich normal, aber die Umsetzung ist alles andere als klassisch. Denn anders als nur durch Erzählung und Dialoge, wird der Leser zusätzlich anhand von Briefen, Tagebüchern, Videos und Mitschriften durch das Horror-House geleitet, bei dem der Leser wirklich miträtseln kann.


    Denn es ist wirklich ein Horror-House – komplett mit unerklärlichen Geschehnissen. Wir begleiten die Protagonisten Niamh und A. (wessen vollständiger Name leider nie aufgelöst wurde), welche durch ihre vielen Facetten wirklich gelungen sind.


    Für mich ist „Mörderische Renovierungen“ von Edgar Cantero wirklich eine spannende Story mit einer interessanten Schreibart. Die 400 Seiten sind abwechslungsreich und kurzweilig, ohne die Spannung zu vergessen. Allein das Ende kam etwas zu plötzlich und deckte leider nicht alles auf. Trotzdem: Tolle Umsetzung einer msystischen Geschichte mit dem gewissen Etwas!



    Kommentieren0
    0
    Teilen
    buchleserins avatar
    buchleserinvor 4 Tagen
    Ungewöhnlicher Erzählstil - Spannende Handlung

    Ein unheimliches Haus in Virginia wird mit samt dem Butler vererbt, doch dieser ist verschwunden. Es handelt sich um das Axton House der Familie Wells. Der letzte Eigentümer ist aus dem Fenster gesprungen. Der 23-jährige Erbe A. zieht dort mit seiner stummen Freundin Niamh ein. In dem Anwesen soll es spuken. Das junge Pärchen ist ganz neugierig auf das Axton House.

    Der Erzählstil ist etwas ungewöhnlich,  diese ganze Geschichte besteht größtenteils aus einer Anreihung verschiedener Dokumente. Niamh macht sich Notizen und kommuniziert so mit A., dadurch protokolliert sie die stattgefundenen Gespräche, auch mit anderen Leuten. A. schreibt Briefe an Tante Eliza und führt ein Traumtagebuch,  es gibt Video- und Tonaufzeichnungen, verschlüsselte Schreiben und andere Dokumente. Diese Ansammlung von Dokumenten haben den Lesefluss doch etwas gestört, besonders diese verschlüsselten Dokumente und welche verschiedenen Codes es gibt und wie was entschlüsselt wird. Für manch einen vielleicht sehr interessant, aber ich habe diese Stellen irgendwann nur noch überflogen. Durch die Anreihung der unterschiedlichen Dokumente  ließ sich dieser Roman nicht so leicht und flüssig lesen. Es war aber mal etwas anderes und ungewöhnlich.

    Die Handlung fand ich jedoch interessant und hat mir gut gefallen. Ein mysteriöses Anwesen, in dem Geister ihr Unwesen treiben, ein verschwundener Butler, eine geheime Gesellschaft.  Das hört sich ja alles schon spannend an. A. und Niamh arbeiten sich durch verschiedene Dokumente und versuchen zu verstehen, was es mit dem Axton House, dem Fluch und der Geheimgesellschaft auf sich hat. Niamh installiert überall im Haus Kameras und Tonaufzeichnungsgeräte.

    Das Pärchen hat mir sehr gut gefallen, besonders Niamh fand ich  sehr sympathisch und witzig.  Ihre  Dialoge per Notizen haben mir am besten gefallen von den ganzen Dokumenten. Die anderen Charaktere haben mich nicht so sonderlich begeistert, waren aber ganz okay. Die Handlung war schon spannend, jedoch ließ sich das Buch durch die Unterbrechungen durch die verschiedenen Dokumente eben nicht so flüssig lesen. Man hätte da ein paar Schreiben weglassen sollen.

    Von mir dennoch 4 Sterne für die spannende Handlung und vor allem wegen Niamh.

     

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    maulwurf789s avatar
    maulwurf789vor 5 Tagen
    Nichts für schwache Nerven.

    "Mörderische Renovierung" lautet der Titel dieses Buches von Edgar Cantero. Das Cover sowie die ungewöhnliche Aufmachung erwecken gleich die Neugierde und das Interesse. Ganz in Schwarz-Weiß-Tönen gestaltet mit einem umzaunten Anwesen im Vorder- und einem großen Auge im Hintergrund lässt das Buch eine Geschichte des Genre Horror und Grusel sowie etwas Fantasy erwarten. 


    Und darum geht es: A. ist 23 Jahre alt und hat von seinem, ihm bis jetzt unbekannten, Cousin Ambrose Welss ein Anwesen in Virginia geerbt. Mit seiner stummen, ebenso jungen Begleiterin Niamh reist er nach Amerika, um sein Erbe anzutreten. Das Axton House entpuppt sich als ein wahres Spukschloss, in dem sein Cousin Selbstmord begangen haben soll. A. verstrickt sich immer mehr in die Geschichte des Hauses und kommt einem Geheimbund auf die Spur, dessen Mitglied sein Onkel war...

    Auf interessante Art und Weise wird die Geschichte erzählt, bedient sich der Autor hierbei an Tagebucheinträgen, Videoaufzeichnungen, Tonaufnahmen, Briefen und verschlüsselten Nachrichten. Dieser ungewöhnliche Schreibstil erzeugt gleich zu Beginn viel Spannung, so dass man als Leser das Buch kaum aus der Hand legen mag und es förmlich verschlingt.
    Voller Grusel und Spannung wird eine geheimnisvolle Atmosphäre geschaffen. Dazu trägt besonders auch bei, dass man über die Protagonisten A. und Niamh nicht viel erfährt. So bleibt A. doch die ganze Handlung über namenlos.
    Etwas enttäuscht war ich jedoch vom Ende, so kam es mir doch etwas zu überraschend und schnell, fast schon überrumpelnd. Auch bleiben noch einige Fragen offen. 
    Dennoch aber eine wirklich gelungene, spannende Lektüre - jedoch nichts für schwache Nerven. Vier Sterne.

    Kommentieren0
    3
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Vorfreude! So freuen sich unsere Leser auf das Buch

    ChattysBuecherblogs avatar
    ChattysBuecherblogvor 2 Monaten
    Ein Klappentext, der mich neugierig macht.
    Kommentieren

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks