Edgar Hilsenrath Der Nazi & der Friseur

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Inhaltsangabe zu „Der Nazi & der Friseur“ von Edgar Hilsenrath

Edgar Hilsenraths Weltbestseller in Neuausgabe. »Ich bin Max Schulz, unehelicher, wenn auch rein arischer Sohn der Minna Schulz ...« So beginnt Edgar Hilsenraths berühmter Roman über den SS-Mann und Massenmörder, der in die Rolle seines Opfers Itzig Finkelstein schlüpft und ein angesehener Bürger und Friseursalonbesitzer in Tel Aviv wird. »Dem Romancier Edgar Hilsenrath gelingt in ›Der Nazi und der Friseur‹ scheinbar Unmögliches – eine Satire über Juden und SS ...] Ein blutiger Schelmenroman, grotesk, bizarr und zuweilen von grausamer Lakonik, berichtet von dunkler Zeit mit schwarzem Witz.« (Der Spiegel)

gewöhnungsbedürftig, wenn man andere bücher über den holocaust kennt. fazit: lesenswert - ein "guter magen" ist hilfreich.

— lisalercher

Gab es zu diesem Buch mal einen Film? Ich kenne das irgendwie aus dem Kino!

— aia

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  • wie weit darf ein autor gehen?

    Der Nazi & der Friseur

    lisalercher

    11. December 2015 um 09:32

    Der Nazi & der Frisör zählt zu jenen büchern, bei denen mir das lachen buchstäblich im hals stecken blieb. die geschichte wird in einer teilweise sehr derben sprache erzählt, mit grauslichkeiten wird nicht gespart. dem letzten drittel fehlte ein wenig das tempo und nach meinem geschmack hätte die geschichte nicht so lang auserzählt werden müssen. aber nachdem ich natürlich wissen wollte, wie der autor zum ende kommt, blieb ich selbstverständlich bis zur letzten seite dran. fazit: nix für schwache nerven und empfindsame gemüter - aber allemal eine spannende erfahrung, die die frage hinterlässt - wie weit darf ein autor/eine autorin bei einem derart heiklen thema gehen?

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  • Mag ich nicht...

    Der Nazi & der Friseur

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. April 2013 um 10:39

    Das Buch "Der Nazi & der Friseur" war überhaupt nicht mein Fall. Da ich es nur angelesen habe und zwischendurch einige Seiten durchgeblättert hatte, werd ich es nicht in dem Sinne renzensieren, nur meinen Eindruck schildern: Die Sprache hat was, schmeichelnd und eingängig ist sie, beinah lapidar und nebensächlich erzählt aber dennoch so gut, dass man gerne weiterlesen möchte. Wenn der Inhalt nicht wäre. Ich hatte erwartet, einen Schelmenroman über die Zeit des Nationalsozialismus zu lesen. Entweder ist mein Humor nicht schwarz genug oder das Buch ist tieftiefschwarz. Über das erste Buch bin ich leider oder zum Glück nicht hinausgekommen. Als der sieben Wochen alte Säugling Max Schulz von seinem Stiefvater vor den Augen der Mutter sexuell mißbraucht wird, hat es bei mir aufgehört. Tapfer habe ich weiter gelesen. An der Stelle, an der die Mutter dem Stiefvater sagt, der Sohn habe einen Dachschaden und dies läge an folgendem: "Dein Sch** war ganz einfach zu groß und zu lang. Der stieß an seinen Hirnkasten an. Oder an sein Dach. Und was entstand: ein Dachschaden." war Schluss bei mir. An anderer Stelle wird beschrieben, dass Max von einer widerlichen, alten, häßlichen Kräuterhexe zum Sex gezwungen wird. Es ist alles so beschrieben, dass ich mich innerlich nur schütteln kann. Satire hin, Satire her - ich konnte mit den gelesenen Kapiteln nichts anfangen, es hat mich angeekelt. Nun könnte man sagen, lies doch mal weiter, das ist ein gutes Buch, das wird besser, das erste Kapitel ist schockierend, gib mal nicht so schnell auf. Nur: Muss ich das? Nein, ich muss nicht. Ich mag das Buch nicht. Punkt. Und widme mich lieber anderen Büchern, die mir gut tun. 

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  • Rezension zu "Werke / Der Nazi & der Friseur" von Edgar Hilsenrath

    Der Nazi & der Friseur

    awogfli

    06. March 2012 um 18:58

    Ein sehr empfehlenswertes Buch, das das Thema Nationalsozialismus aus völlig neuer Sichtweise aufrollt: aus der Sicht des Täters und Mitläufers. Sehr gut geschrieben teilweise sehr (selbst)ironisch und erklärt sehr gut wie so was passieren kann, ohne die Täter zu entschuldigen. Lesenswert!!

  • Rezension zu "Werke / Der Nazi & der Friseur" von Edgar Hilsenrath

    Der Nazi & der Friseur

    Bibipiano

    14. January 2012 um 20:09

    Ein sehr wichtiges und lesenswertes Buch.

    Der Schockzustand klingt erst langsam ab.

  • Rezension zu "Der Nazi & der Friseur" von Edgar Hilsenrath

    Der Nazi & der Friseur

    Saari

    22. June 2011 um 11:14

    Der Nazi und der Friseur ist ein böser Roman, in dem Hilsenrath zum einen die Klischees über Juden gezielt überspitzt, um die Absurdität dieser zu verdeutlichen und zum anderen die Tätermotive im Nationalsozialismus anhand seiner Hauptfigur Max Schulz offenlegt Nur ein Jude, der den Holocaust überlebt hat, darf wohl solch ein satirisches, von böser Ironie durchzogenes Buch schreiben. Als Leser traut man sich kaum zu lachen, geschweige denn, sich ständig zu fragen, ob Max Schulz mit seiner "neuen" Identität wohl durchkommt und straffrei bleibt. Leider blieb Der Nazi und der Friseur viel zu lange ungewürdigt. Erst Jahre nach der Veröffentlichung in den USA fand sich ein deutscher Verleger, der sich des Manuskripts annahm. Dass der Roman die Gemüter spaltet, ist verständlich, jedoch erfährt er meines Erachtens nicht die notwendige Anerkennung, die ihm gebührt.

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  • Rezension zu "Werke / Der Nazi & der Friseur" von Edgar Hilsenrath

    Der Nazi & der Friseur

    PatryciaMari

    Also ich konnte das Buch nicht zu ende lesen bin zu Seite 140 gekommen und habe es dann wieder in den Schrank gelegt, fand es geschmacklos, ich weiß es liegt an meine Einstellung. Trotzdem kann ich nicht einen Massenmord egal wann und wo er passiert ist ins lächerliche ziehen.

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  • Rezension zu "Der Nazi & der Friseur" von Edgar Hilsenrath

    Der Nazi & der Friseur

    Zibbi1987

    21. July 2010 um 20:21

    Sie werden beinahe gleichzeitig geboren, wachsen nebeneinander auf, sind die besten Freunde, der eine, Max, geht immer beim anderen, Itzig, aus und ein, wird wie ein Mitglied der Familie behandelt, in die Synagoge mitgenommen, mit den Sitten und Gebräuchen eines normalen assimilierten jüdischen Familienalltags vertraut gemacht. Als es soweit ist, tritt Max bei Finkelstein als Friseurlehrling ein - und nicht bei seinem Stiefvater, der direkt gegenüber ebenfalls einen Friseurladn betreibt. Kurz: man kann sich kaum vorstellen, was den dunklen, glubschäugigen Max mit der Hakennase und den blonden, bläuäugigen, hochgewachsenen Itzig trennen könnte. Doch wir haben die Dreißigerjahre, und da kommt einer mit dem Stock, und der gibt all denen Macht, die sie vorher nicht hatten - also wird aus Max Schulz ganz rasch ein SS-Mann, der dann in einem Lager in Polen seine Pflicht tut. Seine Pflicht, die er auch dann tut, als die Finkelsteins eingeliefert werden. Da tut er sie sogar besonders eifrig. Nach dem Krieg aber ist es plötzlich gar nicht mehr so gut, unter den ersten gewesen zu sein, die die Zeichen der Zeit erkannt hatten; aber ... sieht Max nicht eigentlich aus wie ein Jude? Und weiß er nicht, wie sich ein Jude zu benehmen hat, spricht er nicht Jiddisch, sogar ein wenig Hebräisch? Und weiß er nicht schließlich selbst mit absoluter Gewissheit, dass der, dessen Namen er sich angeeignet hat, ihn nicht mehr braucht? Und so wird aus dem Massenmörder Max Schulz der Jude Itzig Finkelstein, der sich erst in Berlin als Schwarzhändler einen Namen macht und dann auf der Exodus nach Isreal auswandert. Und was soll er dort schon machen? Ja, richtig - einfach einen Friseursalon. Und natürlich nebenbei in der berüchtigten Terrorgruppe Schwarz mit agiert, einen wesentlichen Vorstoß im Befreiungskrieg erzielt, heiratet, und immer noch die Zeitungsunterlagen nach dem Namen Max Schulz durchsucht... Das Buch ist zum Teil eine herbe Satire, da es die damaligen Umstände des 2. Weltkrieges versucht "lustig" bzw. sarkastisch darzustellen. Und ich persönlich fand, dass es ein kleiner Beigeschmack war. Andererseits ist die Naivität des Max Finkelstein wiederum so herrlich, dass man sich nur ausschütten kann, auch wenn es eben diese damalige Problematik des 2. Weltkrieges widerspiegelt. Lesenswert

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  • Rezension zu "Der Nazi & der Friseur" von Edgar Hilsenrath

    Der Nazi & der Friseur

    Kerstiger

    19. February 2010 um 09:51

    Ui - so manches Mal habe ich beim Lesen stocken und erstmal tief durchatmen müssen – so eine Geschichte darf auch nur ein Jude selbst erzählen, und selbst dann ist es noch skandalträchtig (zumal das Buch vor 30 Jahren etwa veröffentlicht wurde – wie mag es damals aufgenommen worden sein?), aber es war auch schlichtweg faszinierend, im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend! Knallhart erzählt, abstoßend und dennoch fesselnd – ich werde das Buch nie vergessen!

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  • Rezension zu "Der Nazi & der Friseur" von Edgar Hilsenrath

    Der Nazi & der Friseur

    pudelmuetze

    02. November 2009 um 07:40

    Dieses Buch lässt sich sehr gut weglesen, aber es wird sicherlich nicht jedermanns fall sein, da es doch etwas sehr schwarz geschrieben ist. Mein Fazit ist aber, jedem der einen gesunden schwarzen Humor besitzt kann man dieses Buch empfehlen. Die Story ist gut geschrieben und auch vom Spannungsfaktor geht es nicht erst auf Seite 50 los sondern man ist bereits nach den ersten paar Seiten gefesselt.

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  • Rezension zu "Der Nazi & der Friseur" von Edgar Hilsenrath

    Der Nazi & der Friseur

    Tweetywoman76

    15. February 2009 um 17:26

    Eine schwarze Satire über Juden und Nazis - als Leser sollte man sich von Beginn an dessen bewusst sei, sonst behält das Buch einen faden Beigeschmack. Kein Wunder, dass sich deutsche Verlage schwer taten, Hilsenraths Werk zu veröffentlichen. Denn: was nicht sein kann, das nicht sein darf ?! Dennoch, mich hat Hilsenraths "Der Nazi & der Friseur" sehr angesprochen, zumal ich es nicht als Absurdum sehe, dass sich Täter in Opfer verwandeln, um ungeschoren davon zu kommen. Sein Schreibstil ist derb und lakonisch, doch gerade deshalb regt er zum Nachdenken an. Ein Buch, das aufgrund seiner Andersartigkeit bewegt, setzt es sich doch auf scheinbar völlig absurde Weise mit der Bearbeitung des Holocausts auseinander.

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  • Rezension zu "Der Nazi und der Friseur" von Edgar Hilsenrath

    Der Nazi & der Friseur

    SarahCatherine

    29. December 2008 um 19:25

    In ihrer Kindheit und Jugend sind Max Schulz und Itzig Finkelstein Freunde, was jäh endet, als Hitler auf den Plan tritt. Schulz wird Nazi, Finkelstein verfolgt. Schulz nimmt nach dem Krieg die Identität von Finkelstein an, da er selbt als Massenmörder gesucht wird. Er wandelt sich zu einem Juden, lebt nach jüdischen Grundsätzen, zieht nach Israel und kämpft für "sein Volk". Schön ist diese Geschichte nicht. Der Schreibstil Hilsenraths ist holprig, bisweilen grausam, aber immer klar, knapp und präzise. Mir ist es recht schwer gefallen, wirklich in diese Geschichte einzutauchen, da durch die Sprache doch eine gewisse Distanz aufgebaut wird. Im Nachhinein muss ich sagen, dass die Geschichte an sich gut ist und es dem Autor gelingt, den Irrsinn nach dem Krieg - dass sich ein deutscher Täter dermaßen in ein Opfer hineinversetzt und schließlich sogar dessen Leben lebt - erschreckend realistisch und unverblümt zu beschreiben.

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  • Rezension zu "Der Nazi und der Friseur" von Edgar Hilsenrath

    Der Nazi & der Friseur

    Jens65

    18. July 2008 um 21:27

    Ausgezeichneter Roman zum Holocaust. Durch die humorvolle, aber nie lächerliche Darstellung des bedrückendsten Themas Deutscher Geschichte gelingt eine Annäherung, die selbst für diejenigen Leser, die eigentlich nichts mehr aus der Zeit des Nationalsozialismus hören möchten, eine Bereicherung darstellt. Der Roman bleibt, trotz (oder gerade wegen?) zahlreicher Tabubrüche hinsichtlich des Themas, unterhaltend und ohne Längen. Sehr empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Der Nazi & der Friseur" von Edgar Hilsenrath

    Der Nazi & der Friseur

    Georg

    24. July 2007 um 15:13

    Ein Buch, was polarisiert. Es ist durchaus nachvollziehbar, dass sich in Deutschland viele Verlage nicht getraut haben, dieses Werk zu veröffentlichen. Niemals zuvor hat sich ein Autor in so einem einmaligen Stil mit der Massenvernichtung auseinandergesetzt. Für mich ein sehr lesenswertes Buch. Es wird auch Zeit, dass es in Deutschland auch solche Bücher gibt. Im Ausland war dieser Roman auch sehr erfolgreich.

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  • Rezension zu "Der Nazi & der Friseur" von Edgar Hilsenrath

    Der Nazi & der Friseur

    yofresh

    17. June 2007 um 08:49

    Ein 30 Jahre altes Buch wirft die alte Frage wieder auf: Darf man über den Nationalsozialismus lachen? Ja, man darf. Lange war das Buch lediglich in den USA erhältlich, weil man dachte, man könnte den Deutschen kein Buch zu lesen geben, in dem ein SS-Oberscharführer zum jüdischen Friseur wird. Die Geschichte: Max Schulz, Sohn einer Hure, wird am selben Tag geboren, wie Itzig Finkelstein (wobei aber der arische Max Schulz die "typisch jüdischen Merkmale (krumme Nase, Froschaugen)" hat (herrlich, wie Hilsenrath hier die Argumente des Regimes vorführt). Max Schulz wird von seinem Steifvater missbraucht. Max lernt das Friseurhandwerk beim Vater von Itzig. Die beiden Jungen werden Freunde, aber durch die NS-Zeit gespalten. Nach 1945 schlüpft Max in die "Haut" von Itzig und gibt sich nun als Jude aus. Er wird in Israel zu einem sehr angesehenen Friseur. Doch in seinem inneren tobt ein Kampf. Immer mehr offenbahrt er sich, da er insgeheim doch für seine Sünden büsen möchte. Aber zwischenzeitlich glaubt ihm niemand mehr. Fazit: Edgar Hilsenrath hat in diesem Buch mit seinen Erinnerungen abgerechnet und ein faszinierendes Buch geschrieben. Als überlebender der NS-Zeit darf er sich das auch erlauben! Das Buch bleibt dem Leser noch lange in Erinnerung und ist ein faszinierendes Buch, eine Abrechnung mit dem "was ist möglich". Schön, dass es so ein Buch geben kann und darf!

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  • Rezension zu "Der Nazi & der Friseur" von Edgar Hilsenrath

    Der Nazi & der Friseur

    hellokaddi

    20. March 2007 um 18:37

    Die Geschichte ist außerordentlich packend geschrieben. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Die klare Sprache ist beeindruckend und steht im Gegensatz zu der wirklich bizarren Handlung, der Verschmelzung von Täter und Opfer. Unbedingt lesen!

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