Edgar Hilsenrath Sie trommelten mit den Fäusten den Takt

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Inhaltsangabe zu „Sie trommelten mit den Fäusten den Takt“ von Edgar Hilsenrath

Ob Hilsenrath in seinen Geschichten gemächlich die Bukowina durchwandert oder als bissiger Satiriker Erlebnisse in der Bundesrepublik aufspießt, immer versteht er es, sein Lesepublikum zu fesseln und zu unterhalten. Erzählungen, Berichte, biographische Selbstauskünfte – noch einmal zeigt sich Hilsenrath als wunderbar eindringlicher, pointierter und zärtlicher Erzähler.

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  • Rezension zu "Sie trommelten mit den Fäusten den Takt" von Edgar Hilsenrath

    Sie trommelten mit den Fäusten den Takt

    Wolkenatlas

    12. September 2012 um 11:09

    Kurzprosa eines großen Autors "Ich bin gebürtiger Deutscher, Jude, Kosmopolit, wehrhafter-Pazifist, Zigeuner, Österreicher, K.u.K-Mensch, Ukrainer, Pole - da meine Eltern aus diesen Gegenden stammen - bin ich angeblich ein bißchen verrückt, aus meiner persönlichen Perspektive gesehen allerdings völlig normal ..." Dieser bei DTV im Taschenbuch erschienene Band mit 29 Texten des 1926 geborenen deutsch-jüdischen Autors Edgar Hilsenrath ist, sicherlich in Ermangelung einer passenderen Bezeichnung, mit "Erzählungen" überschrieben. In Wahrheit sind es gesammelte Texte, die von Selbstauskünften über Satiren bis hin zu teilweise sehr kurzen Erzählungen führen. Die meisten Texte entziehen sich allerdings der Einordnung in eine spezifische Gattung. Edgar Hilsenrath musste 1938 mit seinem Bruder und der Mutter flüchten. Sie flüchteten in die Bukowina, zu den Großeltern. Trotzdem kam die Familie 1941 in ein Getto in der Ukraine. Edgar Hilsenrath konnte glücklicherweise überleben und gelangte schließlich 1951 über die Türkei und Syrien in die Vereinigten Staaten von Amerika, wo er sich mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser hielt. Er begann zu schreiben, aber Erfolge blieben vorerst aus. Erst mit dem Roman "Der Nazi & der Friseur" konnte er den Durchbruch schaffen, auch wenn der Roman in Deutschland angefeindet wurde. Erst 1975 kehrte er nach Deutschland zurück. Die Texte sind zwischen 1978 und 2008 entstanden und beschäftigen sich mit unterschiedlichsten Themen. Interessante Betrachtungen über Erich Maria Remarques großartigen Roman "Arc de Triomphe" wechseln sich mit Dialogen ab, die der Autor entweder mit seinem Ego, mit seinem Spiegelbild, mit einem Fremden oder mit einem Journalisten führt. Oder als fiktiver Briefverkehr mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Auch kritische Beobachtungen über den Staat Israel finden sich in diesem Buch. Ein ganz starker Dialog setzt dem Erzähler ein Kind gegenüber und den Leser in eine Art Absurdistan, in dem sechs Millionen Juden mit tausend Kilometern Autobahn aufgewogen werden. Die größte Wirkung erzielen die Texte, wenn man sie nicht hintereinander, sondern mit einer guten Portion Abstand liest. Möglicherweise auch nicht chronologisch, sondern in persönlicher Reihung. Den stärksten Eindruck aber haben die in diesem Band inkludierten kurzen erzählerischen Prosatexte hinterlassen, die eindringlich beweisen, welches Können der Autor besitzt. Fazit: Starke Texte, die Lust auf einer Wiederbeschäftigung mit dem Schaffen dieses Autors machen. Absolute Empfehlung. (Erstveröffentlicht auf www.sandammeer.at)

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