Edgar Keiser Gorgon (Horror Stories 1)

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Inhaltsangabe zu „Gorgon (Horror Stories 1)“ von Edgar Keiser

GORGON Neun Horrorgeschichten, die hoffentlich nie so passiert sind. Die Geschichte von der Frau, die ihr Haus sauber halten wollte Die Geschichte von dem Mann, der die Wahrheit zu kennen glaubte Die Geschichte von der toten Frau im Schnee Die Geschichte von dem Liebespaar, das sich nie begegnete Die Geschichte von dem Brief aus der Hölle Die Geschichte von dem ewigen Krieg Die Geschichte von dem Baum, der nicht sterben wollte Die Geschichte von dem Fremden und seinem Koffer Die Geschichte von dem Mädchen, das sich etwas wünschte HORROR STORIES umfasst einen Zyklus von Kurzgeschichtensammlungen. Das Genre „Horror“ wird dabei weitläufig interpretiert; die Grenzen zu „Thriller“, „Fantasy“ und „Science-Fiction“ bleiben fließend. Konzeptionell stellen die gesamten Buchtitel einen Bezug zur griechischen Mythologie her, die in ihrer Vielfalt dem Horrorgenre thematisch seit jeher reichlich Inspiration liefert. Leseprobe aus Die Sondervorstellung: Mit Herzklopfen fuhr Tom von seiner Matratze hoch. Er war sicher, dass ihn ein Geräusch geweckt hatte. Die Dunkelheit, die ihn umgab, schien vollkommen, aber nach und nach konnte er durch das fahle Mondlicht seine Umgebung erkennen. Da alles in Ordnung zu sein schien, ließ er sich wieder zurückfallen und schloss die Augen. „Hallo, Tom.“ Wieder saß Tom aufrecht im Bett, die rechte Hand sofort nach der Schrotflinte tastend. Er fand sie nicht. „Bleib ruhig, Tom. Wir sind doch alte Freunde.“ Die Stimme, die keinen unangenehmen Klang hatte, kam von einer männlichen Person, die nicht weiter als zwei Meter von Toms Bett entfernt sein konnte. Und jetzt erkannte er auch schwach einen Mann, der es sich offenbar in seinem Sessel bequem gemacht hatte. Tom versuchte, seiner kraftlosen Zunge einen Satz zu entlocken. „Wer zum Henker sind Sie? Was tun Sie hier?“ Es gelang ihm gerade noch, den idiotischen Hinweis, dass das Kino geschlossen sei, zu unterdrücken. Er hörte etwas wie ein Fingerschnippen, und daraufhin war der Vorführraum in ein blaues Licht getaucht, welches den nächtlichen Besucher erkennbar werden ließ. Tom war verblüfft. „Sie? Wie sind Sie hereingekommen?“ „Ich habe für den Eintritt bezahlt, Tom. Du hast mich selbst hereingelassen ... damals. Erinnerst du dich nicht mehr?“ Der Fremde hatte seinen kleinen Handkoffer neben sich auf den Fußboden gestellt und lehnte sich nun nach vorne, um Tom direkt in die Augen zu sehen. Tom erinnerte sich sehr wohl an den vermeintlichen Durchreisenden, der vor einigen Wochen, die so endlos lange zurückzuliegen schienen, ein Billett für die Raucherloge gekauft hatte. Wie zur Bestätigung blies der Fremde Zigarettenrauch in Form von kleinen Kreisen durch den nun blauen Raum. Dass Tom bei dem Fremden keine Zigarette sehen konnte, trug dabei keinesfalls zu seiner Beruhigung bei. „Siehst du, ich bin schon eine ganze Zeit lang hier. Ein Stammgast, sozusagen. Aber nun ist es an der Zeit, dass wir ein Gespräch führen sollten. Meinst Du nicht auch?“ „Was wollen Sie, Mann? Was ...“ „Die Frage ist nicht, was ich möchte, sondern was du möchtest“, führte der Fremde aus. Widerwillig musste Tom erkennen, dass ihm der Mann mit seiner einschmeichelnden Stimme nicht unsympathisch war. „Ich bin nur hier, um dir über eine schwierige Zeit hinwegzuhelfen. Verstehst du, was ich meine?“ Tom verstand.

Sehr durchwachsen. Mal wahnsinnig gut, mal wahnsinnig enttäuschend

— KyraCade
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    Gorgon (Horror Stories 1)

    LeseBlick

    03. November 2017 um 19:11

    Und das ist ein Punkt, der mich in dem Genre immer wieder begeistern kann. Horror ist nicht gleich Horror.Auch wenn ich einen Hang zum Blutrünstigen habe, versuche ich es doch immer auch wieder mit der anderen Seite des Horrors. Sehr oft greife ich dann zu Kurzgeschichten. Um diese geht es auch in der Horror Stories Reihe von Edgar Keiser. Wie im Klappentext erwähnt, lässt er die Grenzen zu Thriller, Fantasy usw. offen. Diesen Hinweis finde ich gar nicht schlecht muss ich sagen. Denn ich habe schon viele Bücher gelesen, die eindeutig als Horror ausgeschrieben sind, aber doch einen sehr weiten Genre-Mix beinhalten. Dann bekomme ich als Leser einfach nicht das, was ich erwarte. Hier bin ich sehr offen herangegangen und wurde nicht enttäuscht, eher sogar überrascht.Wenn man sich lesetechnisch viel in diesem Genre herumtreibt, denkt man häufig, man hat schon alles gelesen. Edgar Keiser konnte mich bei einigen der neun Kurzgeschichten zum Staunen bringen.Es wird euch nicht viel helfen, dennoch möchte ich es in meiner Rezension nicht auslassen, dass mich folgende Titel total begeistert haben. WOW!Die Geschichte von der toten Frau im Schnee Die Geschichte von dem Liebespaar, das sich nie begegnete Die Geschichte von dem Mädchen, das sich etwas wünschte In meinen Rezension nehme ich nie etwas vorweg, dennoch will ich ein paar Sätze zu den einzelnen Kurzgeschichten dalassen und auch eine kurze Bewertung.Die Geschichte von der Frau, die ihr Haus sauber halten wollteLustige Idee. Super Einstieg in die Sammlung.(3 Sterne)Die Geschichte von dem Mann, der die Wahrheit zu kennen glaubte Perfekt im Genre Horror einzusortieren. Bomben Atmosphäre. Idee top.(4 Sterne)Die Geschichte von der toten Frau im Schnee Hier hatte ich keine Idee wohin es geht und dann DAS. Bämm. Mega mit toller Message!(5 Sterne)Die Geschichte von dem Liebespaar, das sich nie begegnete Ich mag es gar nicht sagen, aber ich war zutiefst begeistert und zu Tränen gerührt. DIE Geschichte, die mir am meisten in Erinnerung bleiben wird.(5 Sterne)Die Geschichte von dem Brief aus der HölleSuper. Eine Geschichte, die fesselt.(5 Sterne)Die Geschichte von dem ewigen Krieg War mir wirklich zu kurz. Die Message ist klar, aber der Weg dahin war mir zu knapp.(2 Sterne)Die Geschichte von dem Baum, der nicht sterben wollteEbenso gute Idee, konnte mich aber nicht so mitreißen, wie manch andere.(3 Sterne)Die Geschichte von dem Fremden und seinem Koffer Eine längere Geschichte in der Sammlung, die nett war zu verfolgen.Tolles Ende!(5 Sterne)Die Geschichte von dem Mädchen, das sich etwas wünschte Wenn ein Autor den Leser auf mehreren Seiten im Dunkeln stehen lässt und mit einem Satz die Kinnlade zum Fallen bringt. I love it!(5 Sterne)Vom Aufbau und Schreibstil konnte Keiser mich mitziehen. Lediglich die eine sehr kurze Geschichte war nicht meins. Ich freue mich nun tierisch auf mehr. Gott sei Dank hab ich noch 8 Sammlungen vor mir.Mein FazitEine Kurzgeschichtensammlung, die mir aufgrund der sehr vielschichtigen Ideen und Themen in Erinnerung bleiben wird.Hinsichtlich der kommenden Bände bin ich weiterhin gespannt auf den Bezug zur griechischen Mythologie.Unbedingt reinlesen!

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