Edgar Noske

 3.9 Sterne bei 137 Bewertungen
Autor von Der Fall Hildegard von Bingen, Der Bastard von Berg und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Edgar Noske

Edgar Noske, geboren 1957, studierte Italienisch, Geschichte und Philosophie, machte eine Lehre als Industriekaufmann und jobbte als Taxifahrer, Hilfskrankenpfleger, Aushilfskoch und Kellner. Außerdem betrieb er einige Zeit ein Geschäft für Hemden und Krawatten und war Vertreter für Masten von Flutlichtanlagen. Seit 1991 lebt er als freier Autor in Niederkassel. Neben "Lohengrins Grabgesang" sind bei Goldmann bereits zwei fesselnde Mittelalter-Krimis erschienen "Der Fall Hildegard von Bingen" und "Der Bastard von Berg".

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Edgar Noske

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Cover des Buches Der Fall Hildegard von Bingen9783863588342

Der Fall Hildegard von Bingen

 (44)
Erschienen am 26.02.2015
Cover des Buches Der Bastard von Berg9783863588298

Der Bastard von Berg

 (25)
Erschienen am 16.01.2017
Cover des Buches Das Erbe des Papstes9783442463923

Das Erbe des Papstes

 (9)
Erschienen am 10.04.2007
Cover des Buches Die Eifel ist kälter als der Tod9783897053052

Die Eifel ist kälter als der Tod

 (5)
Erschienen am 24.10.2016
Cover des Buches Endstation Eifel9783863583354

Endstation Eifel

 (4)
Erschienen am 31.12.2015
Cover des Buches Im Dunkel der Eifel9783897055117

Im Dunkel der Eifel

 (4)
Erschienen am 01.10.2007
Cover des Buches Letzte Ausfahrt Eifel9783897056343

Letzte Ausfahrt Eifel

 (2)
Erschienen am 01.05.2009

Neue Rezensionen zu Edgar Noske

Neu

Rezension zu "Der Fall Hildegard von Bingen" von Edgar Noske

Gemächliches Sittengemädle
Viv29vor einem Jahr

In "Der Fall Hildegard von Bingen" nimmt Edgar Noske die Ereignisse um die Gründung des Klosters Ruprechtsberg durch Hildegard von Bingen und webt sie in eine Mischung aus historischen Fakten und Fiktion ein. Klappentext, Titel und Untertitel ("Ein Krimi aus dem Mittelalter") sind irreführend und unpassend. Es ist alles andere als ein Krimi (was auch völlig in Ordnung ist), sondern ein Sittengemälde der geistlichen Welt des 12. Jahrhunderts und ein Roman, der uns Hildegard von Bingen als Mensch nahebringt.

Viel Spannung sollte der Leser deshalb nicht erwarten. Die im Klappentext erwähnten gefundenen sterblichen Überreste sind zwar der Aufhänger für Hildegard von Bingen, aus ihrem Leben zu berichten, aber das "Geheimnis" ist keineswegs so "düster", wie es uns der Klappentext weismachen will. Eine in diesem Zusammenhang gemachte Aussage aus dem Buch faßt es gut zusammen: "Ich muss gestehen, ich war auf ein schlimmeres Geständnis gefasst." Ich auch. Mich hat es zwar nicht gestört, daß der Fokus des Buches ein anderer war, aber solch irreführende Vermarktung ist immer wieder ärgerlich.

Letztlich geht es in der ersten Hälfte des Buches um die Schwierigkeiten, die Hildegard von Bingen hatte, um Erlaubnis und Mittel für ihr eigenes Kloster zu erlangen. Die zweite Hälfte beleuchtet Bau und erste Zeit des Klosters. Die Rahmenbedingungen und der Großteil der Charaktere sind historisch belegt, die Details und diverse Charaktereigenschaften entspringen der dichterischen Freiheit. Edgar Noske hat die historischen Fakten mit einem farbigen, detailfreudig ausgearbeiteten Bild gefüllt, Namen mit Persönlichkeit versehen und so diese Zeit recht gut aufleben lassen. In manchen Fällen (wie bei der Dämonisierung des Abtes Kuno) gerät das Ganze ein wenig zur Karikatur; gelungene humorvolle Einschübe wechseln mit einigen platten Albernheiten. Die Detailfreude ist oft erfreulich, weil sie Geschehen und Umgebung greifbar macht, an anderen Stellen zieht sie die Geschichte zu sehr in die Länge.

Das Erzähltempo bleibt im ganzen Buch insgesamt gemächlich. Der erste Teil ist handlungsreicher und auch spannender. Im zweiten Teil häufen sich leider zu viele irrelevante Alltagsbegebenheiten, langatmige Dialoge, es gibt einige Wiederholungen. Der letzte Teil wirkte mir zu krampfhaft darauf bedacht, noch ein aufregenderes Ende hinzulegen.

Interessant war der Blick in die farbig geschilderte Klosterwelt jener Zeit und die gelungene Einflechtung historischer Gegebenheiten und der Probleme, denen Hildegard von Bingen sich stellen mußte. Auch Hildegard von Bingen hier als Menschen nahegebracht zu bekommen war eine lohnende Leseerfahrung. Hätte das Buch sich auf diese Stärken konzentriert und die Spannung durch straffere Erzählweise, nicht durch künstlich wirkende "Krimi"-Elemente geschaffen, hätte es mir noch wesentlich besser gefallen.

Kommentare: 2
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Rezension zu "Der Fall Hildegard von Bingen" von Edgar Noske

Ereignisse im Leben von Hildegard von Bingen
efellvor einem Jahr

Diesen historischen Roman habe ich gerne gelesen, obwohl ich die Mittelalterschmöcker sonst nicht so gerne habe. Aber die Figur und die Geschichte um Hildegard von Bingen haben mich doch auch als Apothekerin  interessiert. Leider kommt sie bei diesem Buch nicht gut hinweg, irgendwie war sie mir zu dominat, bestimmend, hat ihre Weissagen immer wieder falsch interpretiert, sodass sie an einigen misteriösen Eieignissen, sogar Todesfällen eigentlich Mitschuld war. Trotzdem gewährt der Roman viele Einblicke in die Zeit um 1150, ins Kloster, in die Hierarchie in der Kirche... Gut recherchierte historische Ereignisse und auch ubersichtlich umgesetzt, sodass man sich bestens in dieser Zeitspanne mit vielen Rückblenden zurechtgefunden hat.
Kein spannender Krimi, aber doch lesenswert.

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Rezension zu "Der Fall Hildegard von Bingen" von Edgar Noske

Die Mystikerin und ein Mord
Ginevravor 4 Jahren

Rheinhessen, im Jahre 1147: im Kloster Disibodenberg brodelt es. Abt Kuno ist wütend, denn die Nonne Hildegard strebt nach Unabhängigkeit ihres kleinen Frauenkonvents, das dem Männerkloster angegliedert ist. 
Hildegard ist als Heilerin bereits eine derartige Berühmtheit, dass sie dem Kloster zu guten Einnahmen verhilft - die Kuno ihrer Meinung nach nicht gerecht nutzt, denn die Nonnen leben sehr beengt und ärmlich, im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen. Hildegard möchte ein eigenes Kloster gründen, wie es ihr in einer Vision erschienen ist: in der Nähe von Bingen, auf dem Rupertsberg. Dort hätte sie Platz, um viele gut betuchte Novizinnen aus adligen Familien aufzunehmen, und um zahlende Gäste mit ihrer Heilkunst gesund zu pflegen.
Kein Wunder, dass Kuno alles daran setzt, um Hildegards Auszug zu verhindern! Dazu sind ihm buchstäblich alle Mittel Recht.

Jahrzehnte später sorgt ein verscharrtes Skelett im frisch eröffneten Kloster Rupertsberg für Rätsel... wer ist dieser Tote, und welche Rolle spielen Kuno und Hildegard bei seiner Tötung? 

Edgar Noske, geb. 1957, gest. 2013, hat einige historische Romane verfasst, die im Kölner Raum spielen. Starke Frauenfiguren haben ihn immer fasziniert - so wie die berühmte Mystikerin Hildegard von Bingen. In seinen Romanen verwendet er viele historisch belegte Fakten und einige Fachbegriffe, die aber im Anhang erläutert werden.

Mich hat dieser Roman sehr gut unterhalten, da er in einer bildhaften, lebendigen und humorvollen Sprache geschrieben ist. Ein paar Mal musste ich über die knackigen Sprüche der Mönche sehr lachen - dadurch wurden mir die Figuren sehr nahe gebracht!
Was mir persönlich etwas zu kurz kam, sind Infos über Hildegards Heilkunst. Der Schwerpunkt liegt eher auf dem Ränkespiel des Abtes Kuno und dem politischen und wirtschaftlichen Geschick der Hildegard, das mich wirklich erstaunt hat. Sie war außerdem eine richtige Universalgelehrte, die z.B. ein Gerät zum Destillieren von Wasser entwickelte, welches sie dann teuer als "Weihwasser" verkaufte.

Insgesamt gesehen ist es ein empfehlenswerter Roman, der mit viel Liebe und Humor geschrieben wurde - schade, dass dieser tolle Autor nicht mehr lebt...

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung für alle, die spannende Geschichten mit wahrem historischem Hintergrund lieben!





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