Edgar Rai

 4 Sterne bei 414 Bewertungen
Autor von Nächsten Sommer, Wenn nicht, dann jetzt und weiteren Büchern.
Autorenbild von Edgar Rai (© Aufbau Verlag)

Lebenslauf von Edgar Rai

Ein Rebell in der Literaturwelt: Edgar Rai wird 1967 in Hessen geboren. Nachdem er als Jugendlicher von der Schule verwiesen wird, zieht er für ein Jahr nach Amerika. Nach seiner Rückkehr macht er seinen Schulabschluss und studiert anschließend in Berlin und Marburg Musikwissenschaften und Anglistik. Er arbeitet in verschiedenen Berufen, unter anderem als Chorleiter, Handwerker und Redakteur, bis er 2001 sein festes Arbeitsverhältnis kündigt und seither als freier Schriftsteller tätig ist. Von 2003 bis 2008 unterrichtet er an der Universität Berlin Kreatives Schreiben. Seinen Debütroman »Ramazotti« veröffentlicht er 2001 im Aufbau Verlag, bekannt sind vor allem die »Bullenbrüder«-Bücher oder sein Roman »Halbschwergewicht«. In letzterem geht es um Lucky, der seinem Namen alles andere als gerecht wird. Nach über drei Jahren wird Lucky aus dem Gefängnis entlassen und versucht, seiner Vergangenheit auf den Grund zu gehen. Doch noch während er auf der Suche nach der Wahrheit ist, gerät er erneut in Mordverdacht. Neben dem Schreiben seiner eigenen Bücher arbeitet Edgar Rai auch als Übersetzer für englischsprachige Romane. Der Autor hat drei Kinder und lebt in Berlin.

Neue Bücher

M.I.A. - Das Schneekind

 (11)
Erscheint am 22.09.2020 als Taschenbuch bei Aufbau TB.

Alle Bücher von Edgar Rai

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Buchformat:
Cover des Buches Nächsten Sommer (ISBN: 9783746627328)

Nächsten Sommer

 (176)
Erschienen am 30.05.2011
Cover des Buches Wenn nicht, dann jetzt (ISBN: 9783746629797)

Wenn nicht, dann jetzt

 (58)
Erschienen am 19.08.2013
Cover des Buches Sonnenwende (ISBN: 9783746628127)

Sonnenwende

 (37)
Erschienen am 16.04.2012
Cover des Buches Die Gottespartitur (ISBN: 9783827011497)

Die Gottespartitur

 (29)
Erschienen am 10.03.2014
Cover des Buches Bullenbrüder: Tote haben keine Freunde (ISBN: 9783499272110)

Bullenbrüder: Tote haben keine Freunde

 (26)
Erschienen am 24.04.2018
Cover des Buches Etwas bleibt immer (ISBN: 9783492312073)

Etwas bleibt immer

 (17)
Erschienen am 01.03.2018
Cover des Buches Vaterliebe (ISBN: 9783548266930)

Vaterliebe

 (15)
Erschienen am 13.03.2008
Cover des Buches Im Licht der Zeit (ISBN: 9783492058865)

Im Licht der Zeit

 (12)
Erschienen am 05.08.2019

Neue Rezensionen zu Edgar Rai

Neu

Rezension zu "M.I.A. - Das Schneekind" von Edgar Rai

Gewissenlose Forscher und ihr Ehrgeiz
EmiliAnavor 5 Monaten

Die Hotelangestellte Sandra hat soeben die Affäre mit ihrem Chef beendet und fährt aufgewühlt über die nächtlichen, eisglatten Straßen in den Schweizer Bergen nach Hause, als ihr ein Wagen entgegenkommt. Sie hat Glück und kann ausweichen, doch der Wagen auf der Gegenfahrbahn stürzt ab, der Fahrer stirbt, noch während Sandra hinzueilt, und sie nimmt sich des kleinen, verängstigten Mädchens an, das auf dem Rücksicht gesessen hatte. Nachdem die kleine Mia schließlich wohlbehalten bei ihrer eigenartig kalten, distanzierten Adoptivmutter abgegeben worden ist, beginnen sich seltsame Vorfälle in Sandras Umfeld zu häufen: das Haus ihres Nachbarn, dem sie von dem Unfall erzählt hatte, brennt plötzlich bis auf die Grundmauern nieder, eine Leiche wird gefunden, bei der alles darauf hindeutet, dass es die des hilfreichen Nachbarn ist. Sandra wird von schwarzen Autos verfolgt, sie erhält verschlüsselte Warnungen, - und als sie Mia, das Kind, das ihr in jener Schneenacht ans Herz gewachsen ist, besuchen möchte, sagt man ihr, dass die Kleine wegen ihres Gesundheitszustandes in ein Krankenhaus gebracht wurde, das sich sehr bald als Forschungsinstitut herausstellt. Sandras Misstrauen ist geweckt und sie beschließt, auf eigene Faust der rätselhaften Angelegenheit auf den Grund zu gehen. Ein gefährliches Unterfangen...

Der Thriller lässt sich zugegebenermaßen spannend an und scheint meine aufgrund des Klappentextes in ihn gesetzten Erwartungen in jeder Beziehung zu erfüllen.

Doch in dem Maße, wie sich die Spannung bis zur Hälfte des Buches steigert, häufen sich auch die Unklarheiten und Verwirrungen, die bald überhand nehmen und eine durchaus realistische Geschichte um größenwahnsinnige Forscher, die Gott spielen und denen, um ihr Ziel zu erreichen, nichts heilig und kein Menschenleben achtenswert ist, immer mehr abflachen lassen bis zu einem abrupten, überstürzten und allzu glatten, beschönigenden Ende, bei dem nicht nur viele Fragen, die sich im Laufe der Handlung auftun, unbeantwortet bleiben, sondern das gleichzeitig neue aufwirft und insgesamt wenig befriedigen kann.

Das Thema an sich, Eingriffe in das menschliche Erbgut von einer Art, die zumindest in Deutschland nicht zulässig ist, ist interessant und aktuell, und bis zu einem gewissen Punkt gelingt es den Autoren auch, diese Aktualität und auch Unerhörtheit zu vermitteln. Leider bleiben sie an der Oberfläche, gehen nicht tief genug, um den auf dem Gebiet der Genforschung wenig bewanderten Durchschnittsleser mit den nötigen Informationen zu versorgen, die das Rätsel um die kleine Hauptperson Mia, die bedauernswerterweise nach dem fulminanten Beginn nur noch einmal kurz zum Schluss auftaucht, wirklich zu erhellen.

Die zweite Protagonistin, Sandra, hingegen, begleitet den Leser kontinuierlich. Und dennoch will es mir nicht gelingen, mich ihr anzunähern, mich mit ihr anzufreunden, so blass und unbedeutend, unbedarft und naiv erscheint sie mir während der gesamten Handlung.

Das kann man von ihrer patenten, unkonventionellen Mutter Heide, der sich Sandra schließlich anvertraut, nicht behaupten! Sie ist diejenige Figur in dem Thriller, die diesem ein wenig Spritzigkeit und auch Witz verleiht und die einzige, die nicht so stereotyp gezeichnet ist wie ausnahmslos alle anderen handelnden Personen, die bösen wie die guten. Die einzige auch, die nach dem Lesen noch eine Weile im Gedächtnis des Lesers bleiben mag, während die anderen, sogar das allzu abwesende Schneekind Mia, sich schon bald in immer schwächer werdende graue Schatten verwandelt haben.

Alles in allem kommt mir der Thriller wie der bloße Entwurf für etwas Größeres, Bedeutenderes, Stimmigeres vor, das hier aber leider nur zu ahnen ist. Schade!

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Rezension zu "Im Licht der Zeit" von Edgar Rai

Nicht nur für Cineasten ein großes Lesevergnügen
YukBookvor 5 Monaten

Der Tonfilm – für uns das Selbstverständlichste der Welt, in den 1920er Jahren eine Erfindung, die als revolutionär gefeiert wurde. In diesem Roman schildert Edgar Rai die Entstehung des ersten großen deutschen Tonfilms "Der Blaue Engel", der mit dem Oscar-Preisträger und Egomanen Emil Jannings und der noch völlig unbekannten Marlene Dietrich verfilmt werden soll. Bis dahin ist es für die Revue-Sängerin, die ihre Laufbahn als Geigenspielerin begann und vergeblich auf einen Durchbruch als Schauspielerin wartete, ein weiter Weg.

Von Anfang an faszinierte mich die Figur der Marlene, die Rai in all ihren Facetten zum Leben erweckt: Einerseits ist sie eine verführerische und vergnügungssüchtige Frau, die sich ohne jede Scheu nimmt, was sie begehrt; andererseits eine unglückliche und schuldbewusste Mutter, die unter der Kühle ihrer Tochter leidet; in jedem Fall aber eine schlagfertige und selbstbewusste Frau, die ihre Stärken zu ihren Gunsten einzusetzen weiß.

Ihre Wandlung von einer unbedeutenden Revuenummer zum Publikumsliebling vollzieht sich inmitten eines quirligen Settings, in dem für jeden Beteiligten, vom Darsteller über den Drehbuchautor und Regisseur bis hin zum Ufa-Boss, alles auf dem Spiel steht und die menschlichen Reibereien und kochenden Emotionen in jeder Zeile zu spüren sind. Der Autor gibt nicht nur jeder Figur genügend Raum zur Entfaltung, sondern zeichnet uns auch ein üppiges Bild der Berliner Künstlerszene, die durch Unterhaltung, Zerstreuung, Leichtfertigkeit und Zügellosigkeit geprägt war. Für Cineasten und Fans der Goldenen Zwanziger ein wahrer Lesegenuss!

Kommentare: 2
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Rezension zu "Im Licht der Zeit" von Edgar Rai

‚Deine Rolle hat dich einfach noch nicht gefunden.‘
sabatayn76vor 7 Monaten

‚Deine Rolle hat dich einfach noch nicht gefunden.‘ (Seite 90)

Frühjahr 1929: In Amerika hat der Tonfilm die Kinos erobert und damit die Stummfilmära beendet, doch in Deutschland ist diese neue Kunstform noch nicht angekommen.

Der Drehbuchautor Karl Vollmöller ist fest entschlossen, mit dem Dreh von ‚Der blaue Engel‘ ein neues Zeitalter einzuläuten. Er genießt die Unterstützung der mächtigen Ufa, hat es geschafft, Heinrich Mann die Filmrechte an ‚Professor Unrat‘ abzukaufen, hat mit Josef von Sternberg einen genialen Regisseur an Land gezogen und sogar den allerersten Oscar-Gewinner Emil Jannings überzeugt, wieder mit seinem Feind von Sternberg zusammenzuarbeiten und die männliche Hauptrolle im Film zu übernehmen. Nur die weibliche Hauptrolle fehlt ihm noch, und da wird er auf Marlene Dietrich aufmerksam, die zwar als Revuegirl erfolgreich ist, aber als miserable Schauspielerin gilt.

Im Sommer hatte ich das Vergnügen, bei der Berliner Vorpremiere von ‚Im Licht der Zeit‘ das Buch kennenzulernen und der Lesung von Edgar Rai zu lauschen. Ohne diese Veranstaltung wäre ich gewiss nicht auf den Roman aufmerksam geworden, weil ich zwar Bücher mag, die in Berlin spielen, jedoch weder den Film ‚Der blaue Engel‘ gesehen habe noch ein Marlene Dietrich-Fan bin.

‚Im Licht der Zeit‘ hat mich von der ersten Seite an ins Berlin des ersten Drittels des 20. Jahrhunderts versetzt, aber aufgrund der regelrechten Namensflut empfand ich den Roman anfangs als recht verwirrend und bisweilen als etwas zu ausufernd. Nach diesem etwa holprigen Einstieg wurde die Geschichte um ‚Der blaue Engel‘ allerdings nach wenigen Kapiteln extrem spannend.

Der Roman ist in anspruchsvoller Sprache geschrieben, die sich nichtsdestotrotz flüssig lesen lässt, auch wenn mir manche Phrasen etwas zu blumig waren und etwas zu bemüht schienen. Letztendlich hat mich Rai jedoch perfekt unterhalten und mir den Film, Dietrich, die Filmindustrie sowie die gesellschaftliche und politische Situation im Deutschland der Weimarer Republik sehr nahe gebracht.

Etwas gestört hat mich, dass durch das Vermischen von Fiktion und Realität unklar bleibt, wo sich der Roman an die historische Wahrheit hält und wo Rai seiner Phantasie freien Lauf lässt. Diese Mischung liest sich zwar ausgesprochen angenehm und fesselnd, aber am Ende hätte ich mir dennoch eine kleine Auflösung und Erklärung gewünscht.

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Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Die Gottespartitur
In unserem "Adventskalender" #24BerlinerBuchhandlungen hat sich heute Edgar Rais DIE GOTTESPARTITUR versteckt. Gewinnen könnt ihr es auf zweierlei Art. Entweder ihr folgt diesem Link:

bit.ly/adventskalender-04

Oder ihr schnappt euch ein zweites Exemplar, das wir wieder unter allen LovelyBookern verlosen, die obigen Link in einem ihrer sozialen Netzwerke teilen und dies hier belegen. (Screenshot, Link)

Und darum geht's: in der GOTTESPARTITUR:

Zuerst nimmt Gabriel Pfeiffer den schüchternen Geistlichen nicht ernst, der ihn auf der Buchmesse anspricht: »Es geht um Gott!" – möglicherweise habe er eine bedeutende Entdeckung gemacht. Was soll der erfahrene Literaturagent damit anfangen? Erst als er Tage später in einer Zeitungsnotiz liest, dass ebenjener Seminarist Matthias tot in einer bayerischen Dorfkirche gefunden wurde, zieht ihn die Geschichte in den Bann: in ihrem Zentrum ein geheimnisvolles Manuskript, das schon um 1780 den Wissenschaftler Charles Burney elektrisierte. Auf seiner Suche bereiste der Gelehrte halb Europa, bis ihm das kostbare Stück in Bologna endlich in die Hände fiel. Das Aufsehenerregende ist: Es zog eine Spur des Todes hinter sich her, ein jeder Besitzer verstarb auf mysteriöse Weise. Diese Geschichte lässt Gabriel nicht mehr los. Er recherchiert in den Archiven von London und in dem bayerischen Dorf. Was er findet, ist mehr als eine gute Story: Es geht um Gott, wie prophezeit. Es geht um den Glauben, um Gewissheit und Liebe - und am Ende um Leben und Tod.

VIEL GLÜCK!
8 BeiträgeVerlosung beendet
Letzter Beitrag von  Huschdegutzelvor 6 Jahren
Danke:-)
Cover des Buches Wenn nicht, dann jetztD
Der Autor Edgar Rai ist für seine wunderbaren Romane bekannt und beliebt. Für alle, die turbulenten Beziehungsromanen einfach nicht widerstehen können, ist sein neues Buch "Wenn nicht, dann jetzt" unbedingt zu empfehlen. Darin erzählt er liebevoll und mit viel Humor eine ganz besondere Liebesgeschichte:

Mehr zum Inhalt:
Jan ist in den besten Jahren. Nur warum die so heißen, ist ihm schleierhaft. Als Vater einer 16-jährigen Tochter ist er ein Versager und als Ehemann eine Vollniete. Das liegt weder an seiner Intelligenz noch an seinem Charme. Das liegt vor allem daran, dass er die Frau, die er bis heute liebt, vor 15 Jahren verlassen hat: Sergeja. Musikerin und Mutter der gemeinsamen Tochter Mia. So richtig hat Jan nie begriffen, was ihn damals geritten hat, und jetzt will Sergeja wieder heiraten – einen anderen. Und zwar in dem kleinen slowenischen Dorf, in dem auch sie sich damals das Jawort gaben. Ist es zu spät? Ab in den Süden!

Wer für die sonnigen Frühlingstage noch die perfekte Lektüre sucht, der sollte seine Chance nutzen und sich gleich für die Leserunde zu "Wenn nicht, dann jetzt" anmelden. Zusammen mit dem Rütten & Loening Verlag suchen wir 25 Testleser. Als Tüpfelchen auf dem i kommt noch dazu, dass Edgar Rai hier in der Leserunde eure Fragen beantworten wird.

Ihr habt Lust und Zeit für die Leserunde, möchtet euch mit den anderen Lesern sowie dem Autor über das Buch in Leseabschnitten austauschen und zum Schluss eine Rezension schreiben? Dann bewerbt euch jetzt als Testleser.

Beantwortet dazu unter "Bewerbung als Testleser" bis 13. Mai folgende Frage:

Glaubt ihr, dass nach 15 Jahren Trennung, eine Liebe neu aufblühen kann?

PS: Für alle, die den Autor gern auch mal live erleben möchten, gibt es bei der Buchpremiere in Berlin die Möglichkeit dazu. Hier alle Infos in der Kurzübersicht:

Samstag, 12. Mai, 21 Uhr
Club Prince Charles
Prinzenstraße 85 F, Eingang über Prinzenhof
10969 Berlin

Der Eintritt ist frei!

423 Beiträge

Zusätzliche Informationen

Edgar Rai im Netz:

Community-Statistik

in 575 Bibliotheken

auf 93 Wunschzettel

von 6 Lesern aktuell gelesen

von 10 Lesern gefolgt

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