Edgar Rai

 4,1 Sterne bei 578 Bewertungen
Autor von Nächsten Sommer, Wenn nicht, dann jetzt und weiteren Büchern.
Autorenbild von Edgar Rai (© Aufbau Verlag)

Lebenslauf von Edgar Rai

Ein Rebell in der Literaturwelt: Edgar Rai wird 1967 in Hessen geboren. Nachdem er als Jugendlicher von der Schule verwiesen wird, zieht er für ein Jahr nach Amerika. Nach seiner Rückkehr macht er seinen Schulabschluss und studiert anschließend in Berlin und Marburg Musikwissenschaften und Anglistik. Er arbeitet in verschiedenen Berufen, unter anderem als Chorleiter, Handwerker und Redakteur, bis er 2001 sein festes Arbeitsverhältnis kündigt und seither als freier Schriftsteller tätig ist. Von 2003 bis 2008 unterrichtet er an der Universität Berlin Kreatives Schreiben. Seinen Debütroman »Ramazotti« veröffentlicht er 2001 im Aufbau Verlag, bekannt sind vor allem die »Bullenbrüder«-Bücher oder sein Roman »Halbschwergewicht«. In letzterem geht es um Lucky, der seinem Namen alles andere als gerecht wird. Nach über drei Jahren wird Lucky aus dem Gefängnis entlassen und versucht, seiner Vergangenheit auf den Grund zu gehen. Doch noch während er auf der Suche nach der Wahrheit ist, gerät er erneut in Mordverdacht. Neben dem Schreiben seiner eigenen Bücher arbeitet Edgar Rai auch als Übersetzer für englischsprachige Romane. Der Autor hat drei Kinder und lebt in Berlin.

Neue Bücher

Cover des Buches Ascona (ISBN: 9783492070683)

Ascona

 (1)
Neu erschienen am 29.07.2021 als Hardcover bei Piper.

Alle Bücher von Edgar Rai

Cover des Buches Nächsten Sommer (ISBN: 9783746627328)

Nächsten Sommer

 (181)
Erschienen am 30.05.2011
Cover des Buches Bullenbrüder: Tote haben kalte Füße (ISBN: 9783499272127)

Bullenbrüder: Tote haben kalte Füße

 (64)
Erschienen am 26.03.2019
Cover des Buches Wenn nicht, dann jetzt (ISBN: 9783746629797)

Wenn nicht, dann jetzt

 (59)
Erschienen am 19.08.2013
Cover des Buches Sonnenwende (ISBN: 9783746628127)

Sonnenwende

 (38)
Erschienen am 16.04.2012
Cover des Buches Die Gottespartitur (ISBN: 9783827011497)

Die Gottespartitur

 (30)
Erschienen am 10.03.2014
Cover des Buches Bullenbrüder: Tote haben keine Freunde (ISBN: 9783499272110)

Bullenbrüder: Tote haben keine Freunde

 (28)
Erschienen am 24.04.2018
Cover des Buches Homecoming (ISBN: 9783746623849)

Homecoming

 (26)
Erschienen am 08.10.2007
Cover des Buches Etwas bleibt immer (ISBN: 9783492312073)

Etwas bleibt immer

 (17)
Erschienen am 01.03.2018

Neue Rezensionen zu Edgar Rai

Cover des Buches Ascona (ISBN: 9783492070683)cosima73s avatar

Rezension zu "Ascona" von Edgar Rai

Packend und bewegend
cosima73vor 11 Tagen

Anfang der 1930er-Jahre flieht Erich Maria Remarque aus Berlin in sein Haus in Ascona. Der Autor, der mit seinem Buch «Im Westen nichts Neues» grosse Erfolge feierte, fühlt sich in Deutschland nicht mehr sicher und hatte ein gutes Timing: Am Tag nach seiner Flucht wird Hitler zum Reichskanzler ernannt und wenig später landen Remarques Bücher im Feuer.

Erich Maria Remarque ist nicht der einzige in Ascona, mit ihm finden sich 1933 eine ganze Reihe in Deutschland nicht mehr gewünschter Künstler ein, unter anderem Else Lasker-Schüler, Marianne von Werefkin, Ernst Toller oder Emil Ludwig.

Remarque leidet an der Zeit, an Selbstzweifeln und unter seinem blockierten Schreiben, er ertränkt sein Leiden im Alkohol, treibt Raubbau mit seinem Körper, flüchtet sich in Liebschaften, die ihm dann doch wieder zu eng werden. Als auch noch seine Exfrau in Ascona auftaucht, wird alles noch komplizierter. Dann trifft er die eine Frau, in die er seine Hoffnungen setzt, obwohl sie teilweise innerlich wie äußerlich viel zu weit weg scheint. Als die Lage sich in ganz Europa zuspitzt, ist sie es, die ihn aus seinem Schweizer Exil holt.

Anhand von Erich Maria Remarques Biografie wird in «Ascona» das Bild einer Zeit wieder lebendig, die wohl als die schwärzeste unserer hiesigen Welt bezeichnet werden darf. Wir treffen zusammen mit Remarque auf eine ganze Reihe namhafter Persönlichkeiten, die alle ihre Heimat verloren haben und im Exil zwischen Verzweiflung, Ohnmacht und Hoffnung schwanken, wobei jeder für sich anders damit umgeht.

Edgar Rai ist es gelungen, sowohl Remarque als auch das Leben im Exil auf anschauliche, authentische, eindrückliche Weise zu schildern, die sowohl kompetent recherchiert und doch flüssig zu lesen ist. Es ist ihm gelungen, das Zeitzeugnis als unterhaltsame, mitreißende, betroffen machende und einnehmende Weise zu erzählen. Zudem weckt das Buch den großen Wunsch, mehr über die Zeit und die in der Geschichte spielenden Figuren zu erfahren.

«Ascona» ist aber nicht nur die Geschichte einer Zeit, es ist auch die Geschichte von Remarques Schreiben, mit allen Kämpfen, die damit zusammenhingen. Es ist die Geschichte der Entstehung seines Romans «Drei Kameraden», die Geschichte um das Ringen mit der Geschichte und mit sich selbst.


Fazit
Eine sehr intensive Geschichte um einen in Depressionen und Alkohol versunkenen Schriftsteller, die das Leiden an der Zeit sowie das Kämpfen ums eigene Überleben in derselben auf plastische, sprachlich hochstehende und trotzdem lesbare Weise erzählt. Ganz große Leseempfehlung.

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Cover des Buches Nächsten Sommer (ISBN: 9783746627328)gsts avatar

Rezension zu "Nächsten Sommer" von Edgar Rai

Sehnsucht nach mehr
gstvor 5 Monaten

Es ist Anfang Mai 2021 und die Außentemperatur steigt nicht über zehn Grad. Da kann man sich doch nur irgendwohin wünschen, wo das Wetter einen nach draußen lockt! Ich habe mit diesem Buch das richtige Trostpflaster gefunden. Schon die ersten Seiten zogen mich an:

„Es ist der erste richtig warme Tag dieses Jahres. Gestern war noch Winter, eine Ahnung von Frühling im Gepäck. Heute ist alles anders. Als würde man über LOS gehen und nochmal von vorn beginnen.“ (Seite 7)


Felix wohnt in Berlin in einem Bauwagen, seit er zu Hause ausgezogen ist. Und nun erreicht ihn die Nachricht, dass er von seinem Onkel ein Haus in Südfrankreich geerbt hat. Gemeinsam mit seinen Jugendfreunden kommt die Idee auf, es sofort zu begutachten. Marc stellt seinen alten VW-Bus zur Verfügung und Bernhard lässt sich überreden mitzufahren, weil sein Schwarm Zoe auch dabei sein will. Es sind recht unterschiedliche Typen, die sich hier zusammen auf die Reise machen.

Der Autor hat seine Idee in einem mitreißenden Schreibstil verpackt, der mich so manchmal herzhaft auflachen ließ. Schon bald hatte ich das Gefühl, selbst das Klappern des lockeren Auspuffs zu hören und mich an den Gesprächen zu beteiligen. Nach und nach lernte ich die Macken der Mitreisenden kennen und konnte mir ein gutes Bild von ihnen machen.

Marc ist Musiker durch und durch, Felix ein verkapptes Mathegenie ohne Abitur und Bernhard kümmert sich liebevoll um seine kranke Mutter, die in einem Heim lebt und kaum noch auf ihn reagiert. Zoe lässt sich erst in Genf vom Flugplatz abholen, weil sie mal wieder auf die leeren Versprechen ihres Chefs hereingefallen war, der sich doch nie von seiner Familie trennen würde. Die selbstbewusste Anhalterin Lilith ergänzt die illustre Gesellschaft, die so einige Schwierigkeiten auf dem Weg zu meistern zu hat.

Das Buch hat mich weitgehend gut unterhalten. Einzig der zweite gemeinsame Abend war mir etwas zu abgefahren. Da hat der Autor in meinen Augen zu sehr übertrieben, weshalb ich um einen Punkteabzug nicht herum komme.

Aber wenn man sich seine Vita anschaut, hat er wohl nicht zu sehr geflunkert. Bei Rowohlt habe ich folgendes über ihn gefunden: Edgar Rai, geboren 1967, wurde mehrerer Schulen verwiesen, ging ein Jahr nach Amerika und studierte Musikwissenschaften und Anglistik in Marburg und Berlin. Er arbeitete unter anderem als Drehbuchautor, Basketballtrainer, Chorleiter, Handwerker und Onlineredakteur. Seit 2001 ist er freier Schriftsteller und hat mehrere Romane veröffentlicht. Edgar Rai hat drei Kinder und lebt in Berlin.

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Cover des Buches Bullenbrüder: Tote haben kalte Füße (ISBN: 9783499272127)Harry_Robsons avatar

Rezension zu "Bullenbrüder: Tote haben kalte Füße" von Hans Rath

Krimispass
Harry_Robsonvor 5 Monaten

Die Bullenbrüder sind so gegensätzlich wie Feuer und Wasser.

Wenn es aber hart auf hart kommt, hilft jeder jedem und das geht mit Spannung aber auch mit Lachen von Statten. En Lesevergnügen ohne viel literarischen Tiefgang.

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Gespräche aus der Community

In unserem "Adventskalender" #24BerlinerBuchhandlungen hat sich heute Edgar Rais DIE GOTTESPARTITUR versteckt. Gewinnen könnt ihr es auf zweierlei Art. Entweder ihr folgt diesem Link:

bit.ly/adventskalender-04

Oder ihr schnappt euch ein zweites Exemplar, das wir wieder unter allen LovelyBookern verlosen, die obigen Link in einem ihrer sozialen Netzwerke teilen und dies hier belegen. (Screenshot, Link)

Und darum geht's: in der GOTTESPARTITUR:

Zuerst nimmt Gabriel Pfeiffer den schüchternen Geistlichen nicht ernst, der ihn auf der Buchmesse anspricht: »Es geht um Gott!" – möglicherweise habe er eine bedeutende Entdeckung gemacht. Was soll der erfahrene Literaturagent damit anfangen? Erst als er Tage später in einer Zeitungsnotiz liest, dass ebenjener Seminarist Matthias tot in einer bayerischen Dorfkirche gefunden wurde, zieht ihn die Geschichte in den Bann: in ihrem Zentrum ein geheimnisvolles Manuskript, das schon um 1780 den Wissenschaftler Charles Burney elektrisierte. Auf seiner Suche bereiste der Gelehrte halb Europa, bis ihm das kostbare Stück in Bologna endlich in die Hände fiel. Das Aufsehenerregende ist: Es zog eine Spur des Todes hinter sich her, ein jeder Besitzer verstarb auf mysteriöse Weise. Diese Geschichte lässt Gabriel nicht mehr los. Er recherchiert in den Archiven von London und in dem bayerischen Dorf. Was er findet, ist mehr als eine gute Story: Es geht um Gott, wie prophezeit. Es geht um den Glauben, um Gewissheit und Liebe - und am Ende um Leben und Tod.

VIEL GLÜCK!
7 BeiträgeVerlosung beendet
Huschdegutzels avatar
Letzter Beitrag von  Huschdegutzelvor 7 Jahren
Danke:-)
Der Autor Edgar Rai ist für seine wunderbaren Romane bekannt und beliebt. Für alle, die turbulenten Beziehungsromanen einfach nicht widerstehen können, ist sein neues Buch "Wenn nicht, dann jetzt" unbedingt zu empfehlen. Darin erzählt er liebevoll und mit viel Humor eine ganz besondere Liebesgeschichte:

Mehr zum Inhalt:
Jan ist in den besten Jahren. Nur warum die so heißen, ist ihm schleierhaft. Als Vater einer 16-jährigen Tochter ist er ein Versager und als Ehemann eine Vollniete. Das liegt weder an seiner Intelligenz noch an seinem Charme. Das liegt vor allem daran, dass er die Frau, die er bis heute liebt, vor 15 Jahren verlassen hat: Sergeja. Musikerin und Mutter der gemeinsamen Tochter Mia. So richtig hat Jan nie begriffen, was ihn damals geritten hat, und jetzt will Sergeja wieder heiraten – einen anderen. Und zwar in dem kleinen slowenischen Dorf, in dem auch sie sich damals das Jawort gaben. Ist es zu spät? Ab in den Süden!

Wer für die sonnigen Frühlingstage noch die perfekte Lektüre sucht, der sollte seine Chance nutzen und sich gleich für die Leserunde zu "Wenn nicht, dann jetzt" anmelden. Zusammen mit dem Rütten & Loening Verlag suchen wir 25 Testleser. Als Tüpfelchen auf dem i kommt noch dazu, dass Edgar Rai hier in der Leserunde eure Fragen beantworten wird.

Ihr habt Lust und Zeit für die Leserunde, möchtet euch mit den anderen Lesern sowie dem Autor über das Buch in Leseabschnitten austauschen und zum Schluss eine Rezension schreiben? Dann bewerbt euch jetzt als Testleser.

Beantwortet dazu unter "Bewerbung als Testleser" bis 13. Mai folgende Frage:

Glaubt ihr, dass nach 15 Jahren Trennung, eine Liebe neu aufblühen kann?

PS: Für alle, die den Autor gern auch mal live erleben möchten, gibt es bei der Buchpremiere in Berlin die Möglichkeit dazu. Hier alle Infos in der Kurzübersicht:

Samstag, 12. Mai, 21 Uhr
Club Prince Charles
Prinzenstraße 85 F, Eingang über Prinzenhof
10969 Berlin

Der Eintritt ist frei!

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