Edgar Wolfrum Welt im Zwiespalt

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Inhaltsangabe zu „Welt im Zwiespalt“ von Edgar Wolfrum

Meisterhaft schildert Edgar Wolfrum das außergewöhnlichste Jahrhundert der Weltgeschichte und bietet zugleich eine neue Interpretation des ganzen Zeitalters unter länderübergreifender Perspektive. Ein beeindruckendes, großes Panorama des 20. Jahrhunderts, dessen ungelöste Probleme unsere Gegenwart bis heute bestimmen. Das 20. Jahrhundert war durchfurcht von Kriegen, Ideologien, Krisen und Terror. Doch es war auch eine Epoche der Durchbrüche zur Freiheit und der Ausbildung globaler Kulturen und des Welthandels. Aus unterschiedlichen Perspektiven porträtiert Edgar Wolfrum ein zutiefst widersprüchliches Zeitalter mit all seinen dunklen und hellen Seiten. Dabei berücksichtigt er viele Ausprägungen menschlichen Daseins in Zeit, Raum und Kultur: Krieg und Frieden, Demokratie und Diktatur, Liebesglück und Geschlechterungleichheit, Wohlstand und Hunger, Säkularisierung und Rückkehr der Religionen ... Die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und militärischen Ereignisse kommen dabei ebenso zur Sprache wie die kulturellen und mentalen Entwicklungen. Ein beeindruckend argumentierendes und umfassendes Geschichtspanorama für alle, die das 20. Jahrhundert und die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts verstehen wollen. »Edgar Wolfrum ist ein Glücksfall für den Leser. Nichts ist dem Historiker aus Heidelberg oberflächlich, nichts langweilig geraten.« Marcus Sander, Stuttgarter Zeitung

Großartiger Überblick über das letzte Jahrhundert. Es geht dabei nicht nur um Politik und die Kriege, sondern auch um Kunst, Wissenschaft, e

— ban-aislingeach
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Wer Geschichte mag und noch mal zurückgucken möchte, hier kann mans.

— wandablue
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    • 1830
    • 01. January 2018 um 23:59
  • Überblick über das 20 Jahrundert

    Welt im Zwiespalt
    ban-aislingeach

    ban-aislingeach

    28. June 2017 um 17:57

    Das Sachbuch „Welt im Zwiespalt“ wurde von dem deutschen Historiker Edgar Wolfrum geschrieben. Das Buch ist am 11.02.2017 im Klett-Cotta Verlag erschienen und umfasst 447 Seiten. Edgar Wolfrum studierte Geschichte, Germanistik, wissenschaftliche Politik und Spanisch. Nach seiner Promotion arbeitete er an verschiedenen Universitäten. Unter anderem als DAAD-Gastdozent in Jena, als Professor an der Universität Hannover und als Hochschulassistent für „Historische Grundlagen der Politik“ in Berlin. 1992 bekam er von dem „Centre National de la Recherche Scientifique „CNRS“ in Paris ein Stipendium. Zudem bekam er ein Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft am Institut für Geschichte in Darmstadt. Danach lehrte er Zeitgeschichte an der Universität Mannheim und war als Gastprofessor an der Universität Innsbruck tätig. Seit Dezember 2003 lehrt er Zeitgeschichte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und seit 2006 als ordentlicher Professor. Dabei liegen seine Schwerpunkte bei der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und der DDR, Geschichtspolitik und Erinnerungskulturen, Demokratie und Diktatur im 20 Jahrhundert, Konflikt- und Friedensforschung, den deutsch-französischen Beziehungen, Nationalismus Forschung, Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Europa und Mediengeschichte. Unter anderem ist Wolfrum Mitglied des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschland (VHD). Das Buch gibt einen wunderbaren Überblick über das 20 Jahrhundert. In der Schulzeit lernte ich nur etwas über den 1 Weltkrieg und ein wenig über den 2 Weltkrieg. Den ganzen Rest Drumherum wurde uns in der Schulzeit nicht beigebracht. Umso interessanter fand ich nun das im Buch meiner Meinung nach alle Bereiche abgedeckt wurden. Natürlich ging es gleich am Anfang um Krieg und Frieden, immerhin spielten sich in dem Jahrhundert die beiden Weltkriege ab. Dann ging es weiter mit Demokratie und Diktatur, erster und zweiter Welt. Ein wenig Politik kam dann noch wie z.B. über die Genozide, wobei ich viel lernte. Zwar wusste ich bereits das der Holocaust nicht der einzige schreckliche Versuch war ein Volk auszulöschen, aber durch das Kapitel lernte ich dennoch mehr, vielleicht sogar mehr als ich wissen wollte. Dann gab es noch das große Thema Medizin in dem unter anderem über die Impfung und über Aids erzählt wurde. Auch Kultur und Wissenschaft kamen in dem Buch nicht zu kurz. Zu guter Letzt gab es dann noch das Thema Ökonomie mit den Unterthemen Überbevölkerung, Holzflug und Mikrochip, und noch vielem mehr. Ganz am Schluss gab es dann einen kurzen Einblick in das 21 Jahrhundert, indem wir leben. Dabei wurden Fragen aufgeworfen mit denen ich mich noch beschäftigen werde, weil sie mich zum Nachdenken gebracht haben. Für mich war es das absolut richtige Buch zu Lesen. Ich bekam nicht nur einen Einblick in das 20 Jahrhundert aus deutscher Sicht, obwohl diese natürlich im Vordergrund stand, sondern lernte auch ein wenig darüber was sich in dieser Zeit in Afrika, Asien und Ozeanien abspielte. Natürlich auch in den anderen Ländern Europas und der USA. Ganz toll gemacht fand ich, dass die Kapitel immer mit Zitaten angefangen haben, welche einen Einstieg in das Kapitel gegeben haben. Schade fand ich dabei nur, dass es auch Zitate auf Englisch gab. Mir macht dies nichts aus, aber es gibt etliche, auch Junge Leute, welche kein Englisch können und deshalb hätte ich es besser gefunden, wenn die Zitate übersetzt worden wären. Dafür ziehe ich dem Buch einen halben Stern ab. Ich empfehle das Buch liebend gern weiter. Es lohnt sich vor allem für Leser die einen Überblick über das 20 Jahrhundert bekommen wollen.

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    • 3
  • Informativ. Kompetent. Verständlich.

    Welt im Zwiespalt
    wandablue

    wandablue

    02. April 2017 um 20:10

    Informativ. Kompetent. Verständlich.Als ich mit der Lektüre dieses Buches begann, war ich begeistert. Beim Lektüreende bin ich hochzufrieden. Ich kann den geschichtlichen Überblick über das vergangene 20. Jahrhundert, dem sich Edgar Wolfrum in der ihm eigenen Weise widmet, nur wärmstens empfehlen. Wolfrum bevorzugt Gegensatzpaare, Krieg und Frieden, Demokratie und Diktatur, Wissen und Analphabetismus, Hunger und Wohlstand, Gleichberechtigung und Benachteiligung, Modernes und Altes, Technik und Rückständigkeit, etc., etc. Meistens empfand ich die Lektüre als angenehm, unterhaltend, informativ, beinahe vergnüglich, manchmal durch die vorgetragenen Fakten bedingt, bestürzend. Insgesamt waren einzelne Sätze wie es beim Nominalstil, in dem die meisten Sachbücher abgefasst sind, üblich ist, informationsüberfrachtet, das hätte man auch anders lösen können. Dennoch waren die Sätze des Autors nicht so lang und kompliziert wie sie zum Beispiel Volker Weiß in seinem Buch „Die autoritäre Revolte“ dem Leser zumutet, insofern kann man Edgar Wolfrums Ausführungen viel leichter folgen. Einige Fremdwörter hätte man ohne Übertragungverlust durch das entsprechende deutsche Wort ersetzen können. Transformationsverlust hätte ich ja auch schreiben können, wollte ich aber nicht. Nichts gegen Fremdwörter, aber die Dosis macht es. Es ist schade, dass die Sachbuchautoren von ihrem jeweiligen Fachjargon so gar nicht lassen können, auch wenn sie außerhalb ihres Fachbereichs agieren. Damit erschwert man den Zugang zu wichtigen Themen in unnötiger Weise. Viele Fakten waren mir nicht so bewusst, zum Beispiel dass sich in punkto Gleichberechtigung der Frauen nicht so viel getan hat wie ich dachte. Eigentlich gar nichts, weltweit gesehen. Oder dass fast die Hälfte der Weltbevölkerung immer noch hungert und dass es kaltblütig gewollte, politische Entscheidungen gegeben hat, ganze Landstriche verhungern zu lassen. Die Zahlenlastigkeit des Aufzeigens war manchmal lästig, aber auch eindrücklich. Die Thematik Kunst kam für meinen Geschmack zu kurz, Sport kam gar nicht vor. Europa ist der Ausgangspunkt, und davon wiederum Deutschland das Herz, der Ausführungen des Autors, manchmal jedoch spannt Wolfrum den Bogen auch um die ganze Welt, dann wird es besonders reizvoll. Die einzelnen Kapiteln vorgestellten Zitate, um Inhalte zu erhellen oder ein besonderes Schlaglicht auf sie zu werfen, lockern die Thematik auf und sind "Lesebonbons". Zur naturgemäß eingeschränkten Perspektive und zur Themenauswahl äußert sich der Autor in einem gelungenen Vorwort dezidiert und kompetent. Wenn man keinen zehn- oder noch mehrbändigeren Wälzer vorlegt, muss man sich auf einige Aspekte beschränken. Eine solche Auswahl ist immer willkürlich und subjektiv. Ich bin den Auswahlkriterien des Autors indes gerne gefolgt. Fazit: Informativ, kompetent und verständlich. Auch als Nachschlagewerk geeignet. Kategorie: Sachbuch/GeschichteVerlag. Klett-Cotta, 2017

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  • Anregende und andere Betrachtung der Geschichte des 20. Jahrhunderts

    Welt im Zwiespalt
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    28. March 2017 um 13:59

    Anregende und andere Betrachtung der Geschichte des 20. JahrhundertsGrausam, rassistisch, menschenverachtend, getrieben von extremistischen Ideologien, das war das 2ß. Jahrhundert, nicht nur in der ersten Hälft. Denn nahtlos schloss sich der kalte Krieg und der Aufstieg vielfacher Despoten an vielen Orten der Welt dem Ende des zweiten Weltkrieges an, bis hin zum extremistischen Terror der 70er Jahre.Große menschliche Triumphe, technischer Fortschritt, künstlerische Freiheit, Maler, Dichter, Denker, Wissenschaftler, Psychoanalytiker, Philosophen. Der Gedanke der äußeren und inneren Freiheit, enge transnationale Bündnisse, globale Kulturen, medizinischer Fortschritt. Das war das 20. Jahrhundert. Ein Jahrhundert auch von freiheitlichem Lebensgefühl, kultureller Liberalisierungen, Rock´n Roll und Jugendkultur, Meditation und Emanzipation, eine Durchdringung der friedlichen Art, die Schriftsteller wie Stefan Zweig, Herrmann Hesse, Thomas Mann schon Anfang bis Mitte des 20 Jahrhunderts propagierten und in Teilen in ihrer Lebensweise des „Citoyen“ schon im Alltag verankerten.Das Grausamste, was Menschen einander antun können, das konstruktive Miteinander, die Trennung und die Verflechtung, all das war das 20. Jahrhundert zugleich.„Im 20 Jahrhundert eröffnete sich eine disparate und vielgestaltige Welt, zusammengehalten durch unzählige Ereignisse und zahlreiche Strukturen und Prozesse“. Von denen die umspannende Kommunikation nicht die geringste dieser entscheidenden Strukturen wurde.Nicht also aus einer, sondern aus den „vielen Perspektiven“ ist es diesem Jahrhundert angemessen, es zu betrachten. Und das löst Wolfrum in anregender, gut zu lesender und sehr interessanter Weise im Buch ein.Wobei er die einzelnen Teile thematisch und dann, ins ich, weitgehend chronologisch ordnet.„Väter und Mütter aller Dinge“ zieht den großen Bogen von Krieg und Frieden, Demokratie und Diktatur, erste, zweite und dritte Welt und die Stabilität „starker Staaten“ im Gegensatz zu „gescheiterten“ Staaten, was Wolfrum explizit in den Horizont Aufsteigender und absteigender Imperien stellt.Unter dieser „großen Linien“ vollziehen sich die destruktiven „Dramen des Lebens“. Von der Hybris der „Naturbeherrschung“ mit all ihren zerstörerischen Folgen hin zu Umweltkatastrophen. Von Impfungen gegen „Geißeln der Menschheit“ hin zu Aids, neuen Geißeln. Von Vertreibungen einerseits und dem strikten, stärker werdenden Zwang zur Mobilität, was wohl die größte, innere, kulturelle Veränderung des Jahrhunderts kennzeichnet im Vergleich zu allen anderen Zeiten vorher mit ihren doch allgemein eher festgefügten sozialen Strukturen (bei allen Experimenten, die im Laufe der Geschichte, u.a. als „Völkerwanderung“ stattfanden). Und, nicht zu vergessen, wieder das Grauen, Die Genozide, aber auch die „Völkermordkonvention“, die nicht selten tatsächlich zum Tragen kam (oft leider, wie in Jugoslawien, zu spät, aber nicht mehr ungesühnt lassend).Das „Wahre, Schöne und Gute“, die Kunst, die private „Revolution“ in „freier Liebe“ und „Emanzipation“, auch das Zurückdrängen und dann, allmählich und schleichend, die „Rückkehr der Religionen“ kennzeichnet die Entwicklungslinie des 20. Jahrhunderts, wie „Wissen und Analphabetismus“, Pole des „modernen Lebens“, die in Manchem, was Wolfrum aufgreift, kaum breit bekannt sein dürften.Und, als „Zeitenwende“ zum 21. Jahrhundert hin, Linie durch das gesamte Jahrhundert und Zuspitzung einer wesentlichen Linie der Kulturgeschichte: Die „Ökonomie als Schicksal“, die „Ver-Wirtschaftlichung des Lebens“, die Wolfrum bestens und in Teilen gar mitreißend als „Fiebrige Zeiten“ bestens kennzeichnet und beschreibt.Wie „Unterernährung“ bis zum heutigen Tage einerseits mit einem, auf dieser Blaupause nur „dekadent“ zu nennenden „Diätwahn“ der Überflussgesellschaft korrespondiert und, auch das immer noch, in manchen Teilen der „Ochsenspann“ fast berührungslos neben dem Mikrochip im Handy und Hightech-Landwirtschaft existiert, Wolfrum setzt Gegensätze und weite Bögen, die zwar nicht im Einzelnen völlig Neues hervorbringen, aber gerade in diesen Konstellationen der großen Themen der Welt und der Gesellschaft einen hochdifferenzierten Blick auf das 20. Jahrhundert zurücklassen und sich jeder einseitigen Bewertung entziehen.Und das alles in sehr flüssigem, bestens zu lesenden Tonfall. Eine Lektüre, die Freude macht und viel an Informationen anders und damit mit „neuem Anstrich“ vermittelt. Auch wenn die Informationen natürlich in dieser Breite der Themen eher komprimiert vermittelt werden, Wolfrum kommt immer wieder auf den Punkt und legt dem Leser dabei Fakten über Fakten vor, die durchaus ebenso breiten, praktischen Bezug für das „ganz normale – differenzierte“ Leben in sich tragen.

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