Edgardo Cozarinsky Man nennt mich flatterhaft und was weiß ich

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Inhaltsangabe zu „Man nennt mich flatterhaft und was weiß ich“ von Edgardo Cozarinsky

Ein Schuhkarton mit Theaterprogrammen führt einen jungen Studenten auf die Spur einer faszinierenden Familiengeschichte aus Buenos Aires, der Welt des jiddischen Theaters und des argentinischen Tangos. Wie kreuzen sich im 20. Jahrhundert die verschiedenen Lebenswege in Europa und Argentinien? Bei seiner Spurensuche stößt der Erzähler auf das jiddische Theaterstück 'Der moldawische Zuhälter', das in Buenos Aires 1927 uraufgeführt wurde. Es handelt von wahren Begebenheiten: von russischen Mädchen, die in Argentinien ihr Glück suchten und in den Händen des Verbrecherrings 'Zwi Migdal' landeten. Der Bandeonspieler Samuel Warschauer liebte eins dieser Mädchen, doch er war mit einer anderen Frau zusammen. Während die Fäden der anrührenden Familiengeschichte immer enger zusammenlaufen, verliebt sich Samuels Sohn Maxi in Paris, ohne zu wissen, daß er die Geschichte seines Vaters wiederholt.

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  • Rezension zu "Man nennt mich flatterhaft und was weiß ich" von Edgardo Cozarinsky

    Man nennt mich flatterhaft und was weiß ich
    Lax

    Lax

    01. August 2011 um 16:30

    In einer leider zu kurzen Geschichte erzählt Edgardo Cozarinsky über die Zeit der jüdischen Prostituierten in Argentinien vor dem zweiten Weltkrieg. Die Geschichte „Man nennt mich flatterhaft und was weiß ich…“ wird von einem fünfundzwanzigjährigen Journalisten erzählt, der sich für das jiddische Theater vor dem zweiten Weltkrieg interessiert. “…weil die Realität mich nicht mit gefährlichen Ermittlungen beauftragt, suche ich sie in Papieren und fremden Erinnerungen.“ Bei seinen Nachforschungen findet er bald Musikstücke und Fotos des Theaterstücks, „Der moldawische Zuhälter“. Es ist ein Stück über die Liebe einer jungen Prostituierten, in die sich ihr Lude verliebt und schließlich mit ihr flieht. Beruht diese Geschichten auf einer wahren Begebenheit? Der Journalist findet immer mehr Bruchstücke aus dieser Zeit, vor allem Namen und über die zwielichtige Organisation Zwi Migdal. Diese lockte damals junge osteuropäische Jüdinnen aus ihren Schtetln nach Südamerika, versprach ihnen ein besseres Leben, zwang sie aber als Prostituierte zu arbeiten. Aus diesen Fakten baut der Reporter seine eigene Geschichte, die teilweise auch von noch lebenden Zeitzeugen bestätigt wird, doch erzählen ihm alle die Wahrheit? Zudem reist er selber in die Vergangenheit, da er von jüdischen Eltern abstammt. „…dass er, als er sich in diese Geschichte begab, in Verbindung zu einer anderen trat, zu der, die ihm seine Eltern verschwiegen hatte.“ Es ist eine verruchte Geschichte, die Cozarinsky hier erzählt. Tango, Sex, „.später hat er sich Zeit genommen, sie zu streicheln und ihr zu zeigen, was die Hand eines Mannes ohne Eile an den Brustwarzen und zwischen den Beinen einer Frau zum Leben erwecken kann…“, Liebe, das Bandoneon, Träume und Theater werden in einer leider zu kurzen Erzählung eingeflochten. Doch was ist die Wahrheit? Die spannend erzählte Geschichte lädt zu eigenen Nachforschungen an, denn „Geschichten werden nicht erfunden, sie werden vererbt.“ Edgardo Cozrinsky wurde 1939 als Sohn russischer Emigranten geboren. Aufgrund der politischen Umstände floh er 1974 ins Exil nach Frankreich. Heutzutage arbeitet er als als Autor in Paris und Buenos Aires.

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