Edgardo Cozarinsky Man nennt mich flatterhaft und was weiß ich...

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Inhaltsangabe zu „Man nennt mich flatterhaft und was weiß ich...“ von Edgardo Cozarinsky

Der alte Samuel Warschauer, früher einmal Bandoneonspieler, stirbt, bevor er dem angehenden Journalisten Fragen zum jiddischen Theater in Argentinien beantworten kann. Aber er hinterlässt ihm einen Schuhkarton der die Neugier und Phantasie des jungen Mannes beflügelt. Auf seiner Spurensuche fällt ihm das jiddische Theaterstück Der moldawische Zuhälter in die Hände. Es ist die Geschichte von russischen Mädchen, die in Argentinien ihr Glück suchten und einem Verbrecherring in die Hände fielen. Erzählt der Autor des Stücks hier von einer wahren Begebenheit? Und war vielleicht seine eigene Frau eines dieser Mädchen?

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    Man nennt mich flatterhaft und was weiß ich...
    Beagle

    Beagle

    08. February 2011 um 01:05

    Ein Journalismus-Student möchte für seine Facharbeit einen Bericht über das jiddische Theater in Boenos Aires schreiben. Durch seine Nachforschungen lernt er den alten Schauspieler Samuel Warschauer kennen, der in einem Altersheim lebt. Gemeinsam unterhalten sich die beiden Männer, doch nie um die eigentliche Sache im Detail. Und bevor der Student seine Fragen stellen kann, ist der alte Mann tot. Doch, er hinterlässt ihm einen Schuhkarton voll mit Theaterprogrammen aus der Zeit des jiddischen Theaters. Und noch etwas findet der Student: das Manuskript eines Theaterstückes, „Der moldawische Zuhälter“. Angespornt durch dieses Stück, zu dem er keinerlei Informationen in den Bibliotheken und Archiven der Stadt finden kann, begibt sich der Student auf eine Spurensuche in das Leben der 1920er Jahre. Dabei erfährt er, dass das Thema des Theaters, durchaus reellen Hintergrund hatte. In dieser Zeit wurden die armen, jüdischen Mädchen aus den Regionen des Russischen Reiches nach Argentinien verbracht, um sich dort zu prostituieren. Er stößt auf die Geschichte von russischen Mädchen, die ihr Glück suchten und in die Hände geldgieriger Zuhälter fielen. Es ist eine kurze Geschichte, die Edgardo Cozarinsky mit seinem Roman „Man nennt mich flatterhaft und was weiß ich…“ vorlegt. Sie erzählt die Geschichte einer Recherche, doch es kommt niemals das Gefühl eines Kriminalromans auf. Dennoch ist das Buch spannend geschrieben, die Nachforschungen glaubhaft inszeniert. Der Leser stößt auf verloren geglaubte Leben, alte Geschichten und gelebte Historie. Sehr lesenswert!

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