Edith Beleites

 4.1 Sterne bei 137 Bewertungen
Autor von Mein Tagebuch, Die Hebamme von Glückstadt und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Edith Beleites

Edith Beleites geboren 1953 in Bremen. Sie studierte Anglistik und Politik sowie Diplompädagogik in Marburg. Seit 1980 lebt und arbeitet sie als freie Autorin, Übersetzerin und Redakteurin in Hamburg.

Alle Bücher von Edith Beleites

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Mein Tagebuch

Mein Tagebuch

 (37)
Erschienen am 01.10.2010
Die Hebamme von Glückstadt

Die Hebamme von Glückstadt

 (16)
Erschienen am 01.02.2003
Das verschwundene Kind

Das verschwundene Kind

 (15)
Erschienen am 01.10.2005
Die Frau des Baumeisters

Die Frau des Baumeisters

 (13)
Erschienen am 01.09.2007
Die versprochene Braut

Die versprochene Braut

 (13)
Erschienen am 01.09.2006
Die Hebammen von London

Die Hebammen von London

 (12)
Erschienen am 22.04.2009

Neue Rezensionen zu Edith Beleites

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Rezension zu "Die Hebammen von London" von Edith Beleites

Die Hebammen von London
Klusivor 24 Tagen

Edith Beleites habe ich durch ihre Romane um Clara, die Hebamme von Glückstadt, kennengelernt. Ich habe alle fünf Bände verschlungen und war begeistert von diesen historischen Romanen, die im 17. Jahrhundert spielen und in denen es sehr ausführlich um den Beruf der Hebammen geht.

Auch in ihrem Jugendroman „Die Hebammen von London“ ist die Protagonistin eine angehende Hebamme. Lilly geht bei Mrs. Mansfield in Wickham in die Lehre. Als Tochter des Stallmeisters von Lady Fenton wird sie von der Gräfin gefördert und unterstützt, denn die Lady hat großes Interesse an einer guten Versorgung der schwangeren Frauen in ihrer Grafschaft. Aus London kommen bedenkliche Nachrichten, denn dort scheint ein Dr. Smollett die Geburtshilfe als Männerdomäne anzusehen. Auch wenn er fachlich einerseits kompetent ist, so scheut er nicht davor zurück, Schwangere aus ärmsten Verhältnissen für seine brutalen Experimente auszunutzen. Ihr letztes Lehrjahr möchte Lilly in London verbringen, um sich bei der bekannten Hebamme Mrs. Hill weiteres Wissen anzueignen und ihre bestehenden Kenntnisse zu erweitern. In London gerät sie schnell zwischen die verhärteten Fronten zwischen Hebammen und Ärzten. Beide Berufsgruppen beanspruchen das alleinige Recht auf die „richtige“ Geburtshilfe für sich.

In ihrem Bestreben, dem Problem auf den Grund zu gehen und herauszufinden, ob Dr. Smollett wirklich so schlimm ist wie sein Ruf bei den Hebammen, bringt sich Lilly bald in Gefahr.


Grundsätzlich finde ich es sehr interessant, etwas über die damalige Geburtshilfe zu erfahren, und in diesem Roman zeigt sich wieder, dass die Autorin sich sehr intensiv mit dieser Thematik auseinandergesetzt hat. Manchmal war es für mein Empfinden dann doch etwas zu gründlich, wie man hier in die Wissenschaft der Geburtshilfe eingeweiht wird.

Lilly, die Hauptperson der Geschichte, ist sehr sympathisch dargestellt, wirkte auf mich aber manchmal zu abgeklärt und altklug für ihr Alter. In so mancher Szene ist beschrieben, wie sie selbst ihrer Lehrmeisterin Mrs. Hill überlegen zu sein scheint und für jedes Problem, an dem andere zu knabbern haben, sofort die bestmögliche Lösung präsentiert.

Inwieweit es unter den Ärzten damals wirklich solche „Schlächter“ gegeben hat und ob die Kluft zwischen Ärzten und Hebammen wirklich so tief war, kann ich nicht beurteilen. Manches erschien mir beim Lesen doch etwas sehr extrem, und wieder andere Passagen empfand ich als zu modern für das 18. Jahrhundert, so dass ich meine Zweifel hege, ob sich damals wirklich alles so abgespielt haben könnte.

So ganz nebenbei erlebt man die Entwicklung einer zarten Liebe mit, die sehr schön beschrieben ist und wiederum perfekt in die damalige Zeit passt. Das Ende ist überraschend, und man erfährt noch ein interessantes Familiengeheimnis.

Abgesehen von ein paar Längen und einigen Punkten, die für mein Empfinden nicht völlig glaubwürdig sind, habe ich den Roman gerne gelesen, auch wenn er nicht ganz an die erfolgreiche Serie um die Hebamme von Glückstadt heran reicht.

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YvetteHs avatar

Rezension zu "Die Hebammen von London" von Edith Beleites

Einblicke in die Hebammenarbeit des 18. Jahrhunderts!
YvetteHvor 3 Jahren

Klappentext:

London im 18. Jahrhundert. Bei ihrer Ausbildung zur Hebamme gerät die junge Schülerin Lilly zwischen die Fronten, denn Hebammen und männliche Geburtshelfer streiten erbittert um die «richtige» Art der Geburtshilfe. Während die Hebammen für die natürliche Geburt kämpfen, propagiert der Arzt Smollett den Einsatz der neuen Geburtszangen, welche große Risiken für Frau und Kind bergen. Um sich selbst ein Bild zu machen, schleicht sich Lilly als Junge verkleidet in Smolletts Geburtshaus, wo ihre schlimmsten Befürchtungen wahr werden – und sie selbst in höchste Gefahr gerät.

Meine Meinung:

Für mich ein sehr gutes Jugendbuch mit ineressanten Einblicken in die Arbeit von Hebammen im 18. Jahrhundert.

Die Autorin schreibt in einem gut verständlichen und anschaulichen Stil und baut dabei einen Spannungsbogen, der den Leser fesselt.

Lilly, die Hauptprotagonistin, ist toll beschrieben. Man kann sie sich gut vorstellen und ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen. Auch die anderen Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und die Standesunterschiede gut recherchiert. als Leser findet man leicht heraus, wer in welcher Position ist und was er darf oder auch nicht.

Die Handlung ist für ein Jugendbuch gut konzipiert und fesselt den Leser. Ich wollte das Buch nicht aus der Hand legen. Mit einigen Wendungen überrascht die Autorin und hält dadurch die Spannung bis zuletzt.

Mein Fazit:

Ein tolles Buch, welches ich gern weiterempfehle. Erwachsene Leser sollten allerdings nicht zu hohe Ansprüche erheben.
Von mir gibt es

4 Sterne.

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Monika_Grasls avatar

Rezension zu "Mein Tagebuch" von Edith Beleites

Dracula hat's auch nicht leicht
Monika_Graslvor 4 Jahren

In dem Buch darf man einen Blick in Draculas Alltag werfen.

Die Fragen, was man eigentlich den ganzen Tag in einem Sarg anfangen kann wird genauso verraten, als auch wie man sich in der heutigen Zeit mit dem Bluttrinken behilft.

Ein kurzweiliges aber unterhaltsames Buch, das allen zu empfehlen ist die bereits einen Blick in "Tagebuch des Teufels" von Nicholas D. Satan geworfen haben.

Zwar nicht vom gleichen Autor, aber ähnlich aufgebaut. Und genauso wie bei "Tagebuch des Teufels" wäre auch hier jedes weitere Wort eines zu viel. Womit man unweigerlich den Inhalt verraten würde.

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