Edith Beleites Die Frau des Baumeisters

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Inhaltsangabe zu „Die Frau des Baumeisters“ von Edith Beleites

Glückstadt im Jahr 1642: Der Bau eines Rathauses erregt die Gemüter. Ein angesehener Baumeister wird hinzugezogen und findet heraus, dass überall in der neu gegründeten Stadt versäumt wurde, den Boden gründlich zu rammen. Doch niemand will die Wahrheit hören. Als ein Toter in der Baugrube gefunden wird, heißt es bald: Mord. Hebamme Clara macht sich an die Aufklärung des Falls ...

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  • Rezension zu "Die Frau des Baumeisters" von Edith Beleites

    Die Frau des Baumeisters
    mabuerele

    mabuerele

    04. October 2010 um 19:12

    Mittlerweile schreiben wir das Jahr 1642. Auch wenn die historischen Gegebenheiten ganz andere waren als heute, hatte ich doch beim Lesen an manchen Stellungen den Eindruck: Wie sich die Zeiten gleichen. Clara ist nun Mutter. Ihr kleiner Sohn Louis braucht sie. Sie hat zwar ein Kindermädchen, aber Beruf und Kind scheinen nur schwer vereinbar. Als Hebamme muss sie nötigenfalls auch mal mehr als 24 Stunden bei einer Gebärenden bleiben. Was wird dann mit dem Jungen? Ihr Mann Willem sieht das nicht so. Er möchte, dass Clara wieder arbeitet. Er wollte nie nur eine Hausfrau. Doch beide scheuen eine Aussprache. Auch in Glückstadt stehen die Dinge nicht zum Besten. Da der König Religionsfreiheit in der Stadt zugesichert hat, habe sich Menschen verschiedener Nationalitäten und Religionen hier niedergelassen. Die Stadt soll ein Rathaus bekommen. Doch wer soll das bezahlen? Die Diskussion im Wirtshaus verläuft sehr turbulent. Manche Volksgruppe biegt und windet sich, um von ihrem Beitrag verschont zu bleiben. Da sind ihnen neue Steuern lieber, die alles auf breite Schultern verteilen. Auch gemeinsamer Unterricht für alle Kindern findet nicht nur Zuspruch. Der König beordert einen neuen Baumeister in die Stadt. Er verlangt, dass der Untergrund besser befestigt werden müsse. Also wird der Bau noch teurer... Clara dient der Frau des Baumeisters als Hebamme. Als eines Morgens der Baumeister tot in der Baugrube gefunden wird, mischt Clara bei den Ermittlungen kräftig mit .... Durch alle Teile zieht sich die Frage, wer Claras Vater ist. Jetzt klärt sie sich und Clara nimmt Kontakt zu ihrem Vater auf ... Zum Abschluss der Reihe ist der Autorin noch einmal ein sehr gutes Buch gelungen. Wie schon weiter oben angemerkt, könnten ein Teil der Konflikte und Sorgen von Clara auch in der heutigen Zeit spielen. Und wenn es ums Geld der Bürger geht ... Ich lasse den Satz mal unvollendet.

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  • Rezension zu "Die Frau des Baumeisters" von Edith Beleites

    Die Frau des Baumeisters
    Klusi

    Klusi

    23. January 2010 um 19:57

    Im fünften und letzten Buch über Clara, die Hebamme von Glückstadt, dreht sich die Handlung um das Bauvorhaben eines Rathauses für die Stadt. Es kommt zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Magistrat, Bauherren und Bevölkerung. Im Vordergrund steht dabei hauptsächlich die Finanzierung und die Sicherheitsfrage, da die ursprüngliche Planung einer ausreichenden Befestigung des Fundaments zu wenig Beachtung schenkte. Ein neuer Baumeister kommt mit seiner hochschwangeren Frau Maike in die Stadt. Clara, inzwischen selbst Mutter eines kleinen Sohnes, steht Maike bei der Geburt bei und schließt mit der jungen Frau Freundschaft. Auch die Ehemänner freunden sich an, was schon durch das technische Interesse Willems an dem geplanten Neubau bedingt ist. Ehe sich Clara versieht, steckt sie wieder mittendrin im Strudel beunruhigender Ereignisse, und das gerade jetzt, wo sie eigentlich ein wenig kürzer treten wollte, um sich mehr um ihren kleinen Sohn zu kümmern. Die Autorin beschreibt Claras Situation mit viel Feingefühl, und man kann viele Entscheidungen und Gedanken, die die junge Hebamme bewegen, gut nachvollziehen. Erstaunt hat mich auch diesmal wieder, wie "modern" Clara und ihre Kolleginnen sowie auch der städtische Arzt und der Chirurg arbeiten und eingestellt sind, denn immerhin spielt die Geschichte Mitte des 17. Jahrhunderts. Edith Beleites hat eine eher ruhige, besonnene Schreibweise und legt auch Wert auf Details bei ihren Ausführungen. Und gerade das gefällt mir an ihren Clara-Romanen so gut. Man erfährt nicht nur über die dunklen Seiten der beginnenden Neuzeit, sondern erlebt hier den Alltag junger Menschen in Glückstadt fast hautnah mit. Zwar gibt es im Buch auch einen Mordfall und weitere kriminelle Aktivitäten, aber ich würde den Roman nicht als historischen Krimi bezeichnen, denn im Vordergrund steht eindeutig die Hebamme Clara mit ihren Lieben und alles, was sie bewegt und ihr wichtig erscheint. In diesem fünften Clara-Band findet vieles einen Abschluss und eine Lösung, was einerseits schön ist, mich andererseits etwas mit Bedauern erfüllt, denn Clara, Willem und ihre Freunde waren angenehme Protagonisten, und ich verabschiede mich nur ungerne von ihnen.

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