Edith Einhart Mit Mutter ans Meer

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Inhaltsangabe zu „Mit Mutter ans Meer“ von Edith Einhart

Ich schaue in den Spiegel und sehe meine Mutter Warum tun Mütter so, als könnten sie kein E-Ticket ausdrucken, verabscheuen Wasserhähne mit Bewegungsmeldern und reisen nur mit Schirm? Warum plaudern Mütter so gern mit wildfremden Menschen und hören der eigenen Tochter nicht zu? Während der einwöchigen Reise mit ihrer Mutter muss Edith Einhart so manches aushalten. Wie jede Frau kennt sie die nervigen Auseinandersetzungen, spürt, wie alte Wunden aufreißen, und kann sich oft selbst nicht leiden. Doch während Edith noch an Flucht denkt, lernt sie ihre Mutter immer besser kennen. Unverhoffte Momente, in denen beide sich vorsichtig einander anvertrauen, lassen diese Reise zum Erlebnis werden …

Man glaubt es kaum, aber aus einer Tochter-Mutter-Beziehung kann etwas werden, was weit darüber hinaus wächst.

— C59
C59

Ein typischer Urlaubsroman: man kann jederzeit unterbrechen, ohne den Faden zu verlieren.

— Kamima
Kamima

Kein reiner Reisebericht, kein Ratgeber - aber eine schöne Mutter-Tochter-Geschichte, die zum Nachdenken anregt.

— Anchesenamun
Anchesenamun

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    Mit Mutter ans Meer
    C59

    C59

    18. August 2016 um 16:25

    Jeder von uns hat eine Mutter und die Töchter unter uns können sicher von wahren Feldzügen gegeneinander berichten. Oftmals verfestigt sich eine Haltung im Laufe der Jahre und es gelingt kaum noch, die Frau hinter der Mutter sichtbar zu machen bzw. zu sehen. Was waren ihre Wünsche, Träume, Gefühle, die sie verloren hat usw. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, weil es eine sehr lebensnahe Situation beschreibt und es hat mir die Augen bzw. das Herz geöffnet für die Frau, die vor mir da war und vor mir gehen wird! 

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  • Urlaub mit Mädschi und Heidi

    Mit Mutter ans Meer
    Kamima

    Kamima

    22. April 2016 um 10:31

    „Mit Mutter ans Meer“ ist ein Roman von Edith Einhart, der auf eine wahre Reise der Autorin mit ihrer Mutter basiert. Das broschierte Buch ist 2014 im Diana Verlag (ISBN 978-3-453-29153-9) erschienen und hat 240 Seiten. Im Februar 2016 ist der Roman in Neuauflage wiederum im Diana Verlag (978-3453357907 ) mit neuem Cover erschienen. Ich habe die Version von 2014 als Rezensionsexemplar kostenlos erhalten, vielen Dank. Edith Einhart, geboren 1969 in München, absolvierte nach ihrem Germanistikstudium eine Ausbildung zur Journalistin in Hamburg im Axel Springer Verlag. Sie arbeitet zur Zeit als Redakteurin einer Frauenzeitschrift und veröffentlicht Romane und Sachbücher. Das Buch nimmt die LeserInnen mit auf eine 8-tätige Ostseereise von „Mädschi“ Edith und ihrer Mutter Heidi. Acht Tage voller neuer und typischer Touristenerlebnisse (z. B. der Besuch der Strandbar) und Rückblicke in die Vergangenheit (z. B. der Besuch bei Tante Lotte); ein Urlaub, der die Sichtweise der Tochter auf die Mutter im Laufe der Zeit ändert bzw. korrigiert und uns Leser bei dieser Wandlung mitnimmt. Dabei reflektiert Edith auch immer wieder ihr Verhältnis mit Freunden, Exfreunden und ihren Freundinnen und vergleicht deren Erfahrungen mit den eigenen. Eine Wendung im Buch gibt es während des Besuchs bei Tante Lotte – ein Besuch, dem Edith anfänglich als „Mama abladen bei Verwandten und es sich selbst dann mit einem Buch am Strand gemütlich machen“ mit Freude entgegensieht. Doch es wird alles anders und spätestens hier beginnt die Tochter, ihre Mutter in einem Licht zu sehen. Der Untertitel „Für alle Frauen, die ihre Mutter lieben und sie dennoch oft zum Mond schießen könnten“ hat mich neugierig gemacht. Der moderne Schreibstil und ein paar eingestreute aktuelle Fakten (Miracoli, Jamie Oliver etc.) nehmen einen sofort mit ins Geschehen. Auch mit dem ein oder anderen Dialog kann ich mich als Leserin identifizieren, auch wenn Ediths Mutter doch so anders ist als meine – viele Konflikte ähnlich sich schon aufgrund des Alters bzw. der Geschichte der beiden Protagonisten und dem Leserkreis. Interessant ist die Wandlung vom anfänglich „als Flucht“ angenommenen Urlaubs bis zum Ende hin als ein „Durchatmen mit Wiederholungscharakter“. Dazwischen liegen viele selbstreflektierende Gespräche miteinander, aneinandervorbei und übereinander – hier zeigt sich auch die Journalistin, wie ich finde. Das Buch habe ich flüssig lesen können. Allerdings war ich das ein oder andere Mal doch versucht, etwas „fliegender“ über das Kapitel hinwegzulesen. So habe ich quasi manchmal selektiv gelesen, was mich interessiert hat – ob das im Sinne der Autorin ist? Da die Kapitel meines Erachtens nicht aufeinander aufgebaut haben, sondern gut für sich stehen können, habe ich nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Die Kurzinhaltsangabe zu jedem Kapitelanfang hätte es meiner Meinung nach auch nicht gebraucht – es hat eigentlich das selektive Lesen sogar noch unterstützt, weil es entweder meine Neugier geweckt oder eher ein gelassenenes „naja“ in mir hervorgebracht hat. Im Nachhinein hat mich das Buch aber auch überrascht: bin ich doch aufgrund des Titels davon ausgegangen, „nur“ eine Entwicklung bei Tochter Edith mitzuerleben, sind aber auch die (Gefühls-) Veränderungen von Mutter Heidi in den Mittelpunkt geraten. Das hat mir gut gefallen. Alles in allem ist das Buch eine nette Sommerlektüre für den Urlaub, da man jederzeit unterbrechen und zu einem anderen Zeitpunkt weiterlesen kann, ohne den Faden zu verlieren. Da es auch keine wirklich schwere Kost ist, den Leser zum Schmunzeln bringt (nach dem Motto „ach, das hätte meine Mutter jetzt auch sagen/tun können“), ich mir aber ehrlich gesagt noch mehr Tiefe aufgrund des Titels und Untertitels vorgestellt habe, bekommt der Roman von mir nicht die volle Punktzahl.

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  • Rezension: "Mit Mutter ans Meer" (E. Einhart)

    Mit Mutter ans Meer
    Anchesenamun

    Anchesenamun

    07. June 2015 um 19:27

    Zum Inhalt Eigentlich hatte die 44jährige Journalistin Edith von einem Urlaub mit dem Liebsten in Südengland geträumt. Doch stattdessen endet sie mit ihrer reiselustigen Mutter für eine Woche an der Ostsee. Nun ja, warum nicht? Immerhin ist das Verhältnis zwischen Edith und Mutter Heidi etwas angespannt, da könnte ein ausgedehnter Mutter-Tochter-Urlaub ja vielleicht endlich die Wogen glätten. Doch bereits am Ankunftsflughafen treibt Heidi ihre Tochter zum ersten Mal in den Wahnsinn, und Edith zweifelt ernsthaft, ob ihr Plan so schlau war. Doch nach und nach erkennt sie: Auch Mütter sind nur Menschen. Und jeden Tag rücken die beiden Frauen ein bisschen näher zusammen. Meine Meinung Mutter Heidi ist so ganz anders als meine eigene Mutter. Sie reist sehr gerne (Sie fliegt jedes Jahr alleine zum All inclusive-Hotelurlaub in die Türkei, weil der Gatte nicht mitmöchte.), ist auch noch mit fast 70 ein optischer Kracher (Es wird oft betont, wie schlank und attraktiv sie ist, und alle Männer flirten mit ihr.) und sehr junggeblieben. Zudem hatte sie eine sehr unschöne Kindheit mit einer bösartigen Mutter, die ihr nie Liebe gezeigt hat. Meine Mutter verreist nie, und sie macht sich auch nicht viel aus Äußerlichkeiten, ist auch schon seit jeher kräftiger gebaut und nicht sehr offen für Veränderungen. Dafür hatte sie eine liebevolle Kindheit, von der sie gerne erzählt – ein Punkt, der Gold wert ist und dessen enorme Bedeutung mir nun noch deutlicher wurde nach Lektüre dieses Buches. Auf der anderen Seite hat auch Mutter Heidi viele, teils nervige Verhaltensmuster, die ich natürlich auch von meiner Mutter kenne. Das Geglucke, das Nicht-Zuhören, das Unverständnis für Ansichten der nächsten Generation,... Die Autorin und mich trennen zwar 12 Jahre, aber mit ihr habe ich doch etliche Gemeinsamkeiten, v. a. was unsere Ansichten über die hier angesprochenen Themen betrifft. Deshalb fand ich ihre Überlegungen und Ausführungen meist ziemlich interessant und konnte sie auch gut nachempfinden. Diese Passagen, in denen Edith sich so ihre Gedanken macht, nicht nur um das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter, sondern z. B. auch zu den Themen Beziehungen, Freundschaften und Kinder(losigkeit), könnten Leser stören, die hier einen reinen Reisebericht erwarten. Ein klassischer Reisebericht ist dieses Buch aber nicht! Der Urlaub von Edith und ihrer Mutter Heidi ist eher unspektakulär, wenngleich er mir – wie z. B. auch die Romane von Dora Heldt – mal wieder Lust darauf gemacht hat, Urlaub in Norddeutschland zu machen. Aber hier steht definitiv die Beziehung zwischen Mutter und Tochter im Fokus. Und natürlich speziell die Beziehung zwischen der Autorin und ihrer Mutter. Nicht jeder wird sich mit den beiden identifizieren können, deshalb sollte man nicht erwarten, dass dieses Buch ein Ratgeber sein kann für alle Töchter, die mit ihrer Mutter nicht so 100%ig klarkommen oder diese besser verstehen möchten. Wie ich weiter oben schon erwähnte, ist Mutter Heidi ganz anders als meine eigene Mutter, deshalb könnte ich dieses Buch nicht 1:1 auf mein Mutter-Tochter-Verhältnis übertragen. Sicherlich wird es auch vielen anderen Leserinnen so gehen. Ich denke jedoch nicht, dass dies der Zweck der Autorin war, sondern dass sie hier lediglich einen Anstoß geben möchte, über das eigene Mutter-Tochter-Verhältnis nachzudenken, und mehr Verständnis zwischen den Generationen wecken möchte. Dies ist ihr meiner Meinung nach eindeutig gelungen! Interessant und spannend fand ich die Ausführungen der Autorin dennoch, in vielem konnte ich mich (oder meine Mutter) wiedererkennen. Und auch den Urlaub im Norden fand ich nett beschrieben. Ein kurzweiliges, unterhaltsames Buch, das hier und da Denkanstöße gibt und welches jede Tochter (und jede Mutter!) ruhig mal lesen sollte.

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