Edith Holden , Karin Ter Wey Vom Glück, mit der Natur zu leben

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Inhaltsangabe zu „Vom Glück, mit der Natur zu leben“ von Edith Holden

In Wort und Bild beschreibt Edith Holden Flora und Fauna ihrer englischen Heimat im Wandel der Jahreszeiten. Alles, was sie auf ihren Spaziergängen und Wanderungen beobachten konnte, hat sie sorgfältig niedergeschrieben, ihre Lieblingsgedichte und Sprüche zur Jahreszeit hinzugesetzt, die Monatsnamen erläutert, die Feiertage gekennzeichnet, vor allem aber ihre Eintragungen mit eigenen Aquarellen von Pflanzen und Tieren illustriert. Blatt für Blatt dieses Tagebuches zeugt von Edith Holdens Liebe zur Natur und ihrer Begabung, das Erlebte empfindungsreich zu vermitteln.

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  • ein kleiner Schatz für Naturliebhaber

    Vom Glück, mit der Natur zu leben
    78sunny

    78sunny

    27. November 2013 um 20:46

    *Aufmachung/Qualität* Das Buch ist recht klein – etwa Din A5. Es ist ein Hardcoverbuch mit Schutzumschlag. Das Buch an sich ist rot und der Einband ist stabil und hat eine geriffelte Oberfläche. Ein Lesebändchen ist ebenfalls vorhanden, was ich sehr praktisch finde, da dies ein Buch ist, dass man normalerweise nicht in einem Stück liest. Der Schutzumschlag ist weiß und enthält bereits eine Zeichnung von Edith Holden. Man sieht sofort wie ihr Stil ist und auch sonst passt das Cover zur poetischen Art des Buches. *Meinung:* Das Buch enthält die Aufzeichnungen von Edith Holden aus ihrem Tagebuch aus dem Jahre 1906. In diesem Tagebuch sind unter anderem ihre ganz persönlichen Eindrücke von ihren Spaziergängen zu finden, und dies in Zeichnungen und Text, als auch Informationen zu den jeweiligen Monaten und zu Tieren und Pflanzen. Aber auch jede Menge Gedichte, Volksweisheiten und Bauernregeln sind enthalten. Die persönlichen Tagebucheinträge sind leider meist nur sehr kurz. Manchmal vermerkt sie nur das Wetter und zu manchen Tagen gib es gar keinen Aufzeichnungen. Trotzdem vermittelte sie einem einen direkten Bezug zu der jeweiligen Jahreszeit. Sie beschreibt alles sehr bildlich und ich konnte mir das Ganze richtig gut vorstellen. Einige Aufzeichnungen waren auch sehr interessant und ich war froh bestimmte kleinen Wunder mit der Autorin miterleben zu können. Ich bin selbst ein Naturfreak. Früher habe ich Bücher zu allerlei Naturthemen gesammelt und vor allem Naturführer. Dann bin ich los und habe versucht so viel wie möglich aus diesen Naturführern selbst in meiner Umgebung zu finden. Ich musste schmunzeln als ich so etwas auch bei Edith Holden las. Diese erwähnte, dass sie sich ein Buch über Pilze gekauft habe und dann losgegangen sei um zu schauen was sie davon in ihrer Umgebung finden konnte. Außerdem beschrieb sie Besonderheiten, die ihr aufgefallen sind und es war herrlich dies mitzuerleben, wenn auch nur in Schriftform. Beispielsweise berichtet sie von einem Rotkelchen mit silbernen Rücken oder einer Eiche, die aussah als wäre sie auf einer Seite tot, aber auf der anderen nicht. Bei der Eiche stellte sich heraus, dass es sich eigentlich um zwei verschiedene Eichenarten handelte, die ineinander gewachsen waren – eine immergrüne Art und eine normale. Solche Sachen fallen vielen Menschen nicht auf und interessiert sie auch nicht – für diese Menschen macht der Kauf dieses Buches wenig Sinn. Wer sich aber an so was genauso erfreuen kann wie Frau Holden (in ihrem Fall muss man leider von der Vergangenheit sprechen) und ich, der sollte sich dieses Buch zulegen. Die Tiere, Pflanzen und Bäume sind natürlich aus der Umgebung von Olton, was in England liegt. Trotzdem sind fast alle Arten auch bei uns vorhanden. Man muss also keinen Befürchtung haben, dass man sich daher langweilt oder nichts mit den Informationen anfangen kann. Frau Holden baut überall Informationen zu Tieren, Pflanzen, Bäumen, den Monaten und dem Wetter ein. Zum Beispiel beschreibt sie recht ausführlich bestimmte Baumarten – die Informationen sind sowohl biologischer Art als auch historischer. Ich fand dies sehr informativ. Bei Vögeln beschreibt sie zum Beispiel die Eier oder bei Fröschen die Stadien der Entwicklung. Vieles wird mit Bildern untermalt. Auch zu den verschiedenen Monaten gibt es Informationen. Zum Beispiel beschreibt sie wie der Name des Monats entstanden ist und was es für wichtige Feiertage darin gibt. Bei letzterem muss man natürlich bedenken, dass dieses sich nicht immer mit unseren Feiertagen decken. Das stört aber kaum. Zusätzlich führt sie auch viele Volksweisheiten und Bauernregeln auf, die den jeweiligen Monat betreffen. Ein besonderes Highlight waren für mich die Zeichnungen im Buch. Frau Holden kann wirklich sehr schön zeichnen bzw. malen. Die Aquarelle von Fauna und Flora in diesem Buch sind bezaubernd filigran, farbig und ziehen einen direkt ins Bild. Frau Holden war einen Liebhaberin von Gedichten. Diese Leidenschaft teile ich nicht mit ihr, aber das ein oder andere Gedicht, dass sie hier mit eingebaut hat, gefiel selbst mir. Die Gedichte haben einen relativ hohen Stellenwert im Buch. Einzig negativ war für mich die Stellungnahme der Autorin zu ausgestopften Tieren. Hier konnte ich nicht ganz nachvollziehen, wie wenig kritisch sie das ganze sah, aber das hat wohl auch mit der damaligen Zeit zu tun. Trotzdem hätte ich mir gewünscht wenigstens eine Äußerung von ihr zu lesen, dass es doch viel schöner sei die Vögel lebend zu beobachten als sie ausgestopft zu betrachten. Da es sich hier um ein Tagebuch handelt und es in der Zeit normal war ausgestopfte Vögel und Insekten zu sammeln, werde ich das hier nicht negativ auf meine Wertung wirken lassen. Am Ende gibt es noch eine Auflistung von Wildpflanzen und Vögeln in der Umgebung von Olton mit deren lateinischer Bezeichnung. *Fazit:* 5 von 5 Sternen Dieses Buch ist ein kleiner Schatz für Naturliebhaber. Die Tagebuchaufzeichnungen von Frau Holden's Spaziergängen werden toll von ihren schönen Aquarellen untermalt. Die Gedichte und Volksweisheiten/Bauernregeln schmücken das ganze dann noch zusätzlich aus. Auch Wissenswertes über Flora und Fauna enthielt das Buch und wird jeden Naturliebhaber begeistern, da nicht nur biologisches Wissen, sondern auch der historische Hintergrund erläutert wird. Jeder der die Natur und schöne Zeichnungen liebt, sollte sich diese Buch zulegen.

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  • Rezension zu "Vom Glück, mit der Natur zu leben" von Edith Holden

    Vom Glück, mit der Natur zu leben
    Sokrates

    Sokrates

    25. January 2012 um 10:07

    Edith Holden (1871-1920), eigentlich gelernte Buchillustratorin, hat lange Jahre „Tagebuch“ geführt; als „Tagebuch“ würde ich das vorliegende Buch jedoch nicht direkt bezeichnen, denn es gibt nur sehr knapp direkte Eindrücke wieder und erzählt nur sehr rudimentär Jahreszeiteneindrücke. Die Autorin hat vielmehr „indirekt“ ihre Eindrücke und Empfindungen zum Ausdruck gebracht, indem sie ihre Naturbeobachtungen in wunderschönen Aquarellen zu Papier brachte. Dabei studierte sie die Flora und Fauna ihrer Heimat, dem Ort Olton in Warwickshire, im Lauf der Jahreszeiten. Den wunderschönen detailreichen und überaus niedlichen Zeichnungen sind Zitate und Sprichwörter sowie die knappen (aber eben recht seltenen) Erlebniseindrücke beigegeben. Das Buch kündet von großer Liebe zur Natur; Holden hat Tiere und Pflanzen in Perfektion wiederzugeben gewusst. Ihre Malereien sind von unglaublicher Qualität (die auch im vorliegenden Druck nicht verloren geht). Ein wunderschönes Buch zu staunen und träumen, vor allem in der kalten Jahreszeit in Erwartung des Frühjahrs.

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